Menschen beim Schauspielen. Zur Armutsbekämpfung in den Favelas gehören nicht nur Kurse zur schulischen und beruflichen Bildung sondern auch zahlreiche Aktivitäten, die das Selbstwertgefühl der Favelabewohner und -Bewohnerinnen stärken und ihnen helfen, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken.

Zur Armutsbekämpfung in den Favelas gehören nicht nur Kurse zur schulischen und beruflichen Bildung sondern auch zahlreiche Aktivitäten, die das Selbstwertgefühl der Favelabewohner und -Bewohnerinnen stärken und ihnen helfen, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken.

Brasilien ist ein reiches Land. Dennoch lebt ein Großteil der Bevölkerung in bitterer Armut. Die brasilianische Nichtregierungsorganisation CAMPO – Centro de Assessoria ao Movimento Popular – widmet sich seit ihrer Gründung im Jahr 1987 der Armutsbekämpfung in den Favelas. Zu der Vielzahl von Angeboten gehören zum Beispiel Kurse zur schulischen und beruflichen Bildung, Kinderbetreuung und Umweltschutzprojekte – vor allem aber auch zahlreiche Aktivitäten, die das Selbstwertgefühl der Favelabewohner und -Bewohnerinnen stärken und ihnen helfen, die eigenen Fähigkeiten zu entdecken.

Zu den Arbeitsprinzipien von CAMPO gehört es, die mit der Organisation verbundenen Basisgruppen dahingehend zu beraten, dass sie ihre Projekte schon nach kurzer Zeit selbst verwalten und langfristig den Erhalt der Projekte und deren Nachhaltigkeit sichern können.

Eigene Fähigkeiten entfalten

Zusammen mit CAMPO führt der WFD in São Gonçalo, einer Elendsstadt im Einzugsbereich von Rio de Janeiro, das Projekt Vida Activa durch, ein Projekt der Armutsbekämpfung. Ziel es ist, einigen Tausend BewohnerInnen zu helfen, durch Maßnahmen der Schul- und Berufsausbildung, durch Aufbau einer regionalen Arbeitsvermittlungsagentur sowie durch Stärkung der Zivilgesellschaft sich beruflich zu qualifizieren und als mündige BürgerInnen zum Wohl ihres Viertels zu engagieren. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Projektregion hat im April 2008 der Bau eines petrochemischen Megaprojekts begonnen, das 2012 in Betrieb gehen soll. Es sollen mehrere 10.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Für die BewohnerInnen ist dies Chance, aber auch Bedrohung. Sofern es ihnen nicht gelingt, sich schulisch und beruflich zu qualifizieren, werden sie den Folgen des Zuzugs und der Beschäftigung einer großen Anzahl von auswärtigen Arbeitskräften, meist Familienväter ohne Familie, schutzlos ausgeliefert sein. Die Lebenshaltungskosten werden drastisch steigen, Prostitution, auch Kinderprostitution, Gewalt, Drogen und Umweltzerstörung werden zunehmen.

Nachhaltige Förderung in den Favelas

CAMPO möchte zusammen mit den lokalen Gruppen der Projektregion dafür sorgen, dass die BewohnerInnen die sich bietende Chance nutzen können und verhindern, dass der geplante Industriepark zu einer ‚Kathedrale in der Wüste‘ wird, wofür es leider im Bundesstaat Rio de Janeiro bereits abschreckende Beispiele gibt. Ab Juni 2009 ist eine Junior Nachwuchskraft des WFD an der Seite vom Campo und eines weiteren WFD Kooperanten für ein Jahr in São Gonçalo tätig.

Sie können sich auch gerne direkt auf der Webseite unseres Partners informieren: www.campo.org/br

03.02.2017

Gepostet in: Brasilien: Campo und Vida Ativa

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