Kleinbäuerin auf einem Gemüsemarkt in Senegal

Gemüsemarkt in Senegal

Das ökologische Gleichgewichts in dem Land am Rande der Sahelzone ist gestört. Fruchtbarkeit und Wasserhaltvermögen der Böden sind gering, Erosion ist weit verbreitet, die Artenvielfalt sinkt, während der Befall mit Schädlingen zunimmt. Der traditionelle Landbau ist klar an seine Grenzen gestossen. Verantwortlich sind aber auch die Förderung von Monokulturen und der intensive Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger in der Vergangenheit. Verschärft wird die Situation durch die weitgehende Beendigung staatlicher Beratung.

Seit 2001 arbeiten die senegalesische Bauernorganisation ENDA ProNat und der WFD zusammen, um eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Landwirtschaft im Senegal zu fördern. Die Kleinbäuerinnen und -bauern in den Projektregionen erwirtschaften inzwischen deutlich höhere Erträge. Die Zusammenarbeit zielt darüber hinaus auf eine Änderung der Rahmenbedingungen Außerdem wurde das Thema Umweltschutz in den Unterricht lokaler Schulen aufgenommen.

Der Nord-Süd-Kreis des Amos-Comenius-Gymnasium Bonn, die Realschule in Velen und die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin tragen die Zusammenarbeit als Partner mit.

Gern können Sie sich auf der Webseite unseres Partners weiter informieren: www.endapronat.org

22.03.2017

Gepostet in: Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Vom 8. bis zum 10. März fand im beschaulichen Schwäbisch Hall der „Global Peasants Rights“ – Kongress mit über 400 TeilnehmerInnen aus 50 verschiedenen Ländern statt. Vorträge, Diskussionen und Workshops gaben der Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats Feedback und Input bei der Erstellung einer „Erklärung der Rechte von bäuerlichen ProduzentInnen und anderen arbeitenden Menschen in ländlichen Räumen“. Gleichzeitig ging es aber auch darum, für die Unterstützung der Erklärung und damit für eine Weiterentwicklung des internationalen Rechtssystems in Deutschland und Europa zu werben.

Collage von Kleinbäuerinnen und -bauern, Hirten und zivilgesellschaftliche Aktivistinnen gegen LAnd- und Wasserraub in Senegal

Kleinbäuerinnen und -bauern, Hirten und zivilgesellschaftliche Aktivistinnen gegen Land- und Wasserraub in Senegal

 

Die Abschlusserklärung des Kongresses zog eine Parallele von den Bauernaufständen im ländlichen Süddeutschland vor fast 500 Jahren zur Situation von weltweit 450 Millionen Kleinbauernfamilien heute. Nach wie vor sind sie täglich vielfältigen Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Standen damals „Zwölf Artikel“ der Bauern als Reaktion auf die Übergriffe von weltlichen und kirchlichen „Herren“ auf das bäuerliche Allmendeland im Zentrum des Kampfes, geht es heute um eine „Erklärung der Rechte von bäuerlichen Produzentinnen und anderen arbeitenden Menschen in ländlichen Räumen“ (Declaration on the Rights of Peasants and Other People Working in Rural Areas). (mehr …)

21.03.2017

Gepostet in: Aktuelles, Nachhaltige Landwirtschaft

Kampf gegen geschlechterbezogene Gewalt!

„Von Frieden zu Hause bishin zu Frieden in den Gemeinschaften“

 

„Nach einiger Zeit wurde der Mann, der mir Gewalt angetan hat tatsächlich verurteilt. Ich bin froh, dass mein Fall vor Gericht kam. Mein Mut hat mich so weit getragen. Ich möchte allen Frauen sagen: Seid mutig, haltet durch!“

 

 

 

 

Unterstützt werden mutige Frauen in Simbabwe von MUSASA. Diese Organisation arbeitet gemeinsam mit dem Weltfriedensdienst gegen geschlechterbezogene Gewalt. An der Basis!

Auf höchster Ebene gestützt wird die Arbeit durch die UN-Resolution 1325, an die wir aus Anlass des Weltfrauentages erinnern.
Die Bundesregierung hat im Aktionsplan 2017 – 2020 ihren Willen bekräftigt, die UN-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit umzusetzen. Sie tut das aus der Überzeugung, dass die Berücksichtigung der Belange von Frauen und Mädchen sowie die gleichberechtige Teilhabe von Frauen an allen gesellschaftlichen Fragen zu nachhaltigerem Frieden und größerer Sicherheit beiträgt.

Der Aktionsplan 2017 -2020 hat fünf Schwerpunkte:

  1. Die Geschlechterperspektive bei der Prävention von Konflikten, Krisen und Gewalt systematisch einbeziehen.
  2. Die Mitwirkung von Frauen in allen Phasen und auf allen Ebenen der Prävention und Beilegung von Konflikten, der Stabilisierung, der Friedensbildung und des Wiederaufbaus sowie der Nachsorge und der Friedenskonsolidierung ausbauen und ihre Führungsrolle stärken.
  3. Die Belange und Interessen von Frauen und Mädchen bei entwicklungs-, friedens- und sicherheitspolitischen sowie humanitären Maßnahmen analysieren und berücksichtigen.
  4. Den Schutz vor sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt auf nationaler und internationaler Ebene verbessern sowie der Straflosigkeit von Tätern entgegenwirken.
  5. Die Agenda „Frauen, Frieden, Sicherheit“ stärken und auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene für sie werben

Macht euch (nicht nur) am #Weltfrauentag stark gegen geschlechterspezifische Gewalt und für die Einbindung von Frauen in Friedensprozessen.

08.03.2017

Gepostet in: Aktuelles

Für unsere Geschäftsstelle in Berlin suchen wir ab dem 01. Mai 2017 eine/n

Referent/in für Öffentlichkeitsarbeit

Sie sind für den Gesamtauftritt und die Außenkommunikation des Vereins sowie die Entwicklung von Materialien für die On- und Offline-Kommunikation verantwortlich. Sie sorgen dafür, dass unsere Botschaften die Öffentlichkeit erreichen. Dafür arbeiten Sie eng mit dem Team für Auslandsprojekte sowie mit den ReferentInnen für Kampagnen, Bildungsarbeit und Fundraising zusammen.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Planung, Umsetzung und Steuerung aller relevanten Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit in Abstimmung mit den Bereichen
  • Weiterentwicklung einer profilierten Außendarstellung und konsequente Umsetzung einer kohärenten On- wie Offline-Kommunikation
  • Konzeption und Erstellung von Print-Publikationen (Mitglieder- und Fachzeitschriften, Jahresbericht u.a.), deren Bewerbung und Verbreitung
  • Redaktionelle Betreuung und Weiterentwicklung des Online-Auftritts
  • Konzeption, Organisation und Durchführung öffentlichkeitswirksamer Veranstaltungen und Repräsentation
  • Unterstützung von Fundraising-Aktivitäten
  • Unterstützung der Kampagnen- und Bildungsarbeit
  • Pressearbeit
  • Pflege des Material- und Fotoarchivs sowie der Bildredaktion und -recherche
  • Ausbau und Pflege zielgruppenspezifischer Verteiler
  • Anleitung und Steuerung von Freiwilligen im sozialen Jahr, PraktikantInnen und Ehrenamtlichen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit

Was wir erwarten:

  • Abgeschlossenes Studium der Public Relations, des Journalismus, der Kommunikationswissenschaften oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Fundierte Kenntnisse der Friedens- und Entwicklungspolitik
  • Erfahrungen in der Konzeption und Erstellung von Print-, Onlinepublikationen und audio-visuellen Medien
  • Stilsichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, sehr gute Englischkenntnisse, weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
  • Kenntnisse in Content Management Systemen, vorzugsweise WordPress und TYPO3
  • Strukturierte, effiziente Arbeitsweise und ein ausgeprägtes Organisationtalent
  • Prägnanter, themen- und produktsensibler Schreibstil
  • Eloquentes, sicheres Auftreten, gute Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit
  • Gute friedenspolitische Vernetzung

Sie erwartet:

  • Eine Tätigkeit in einem hoch motivierten und erfahrenen Team
  • Gestaltungsmöglichkeit bei der Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit einer dynamischen Entwicklungsorganisation
  • Eine zunächst auf zwei Jahre befristete Anstellung in Teilzeit (35 Stunden) mit angestrebter Entfristung.
  • Eine Vergütung nach Haustarif auf Basis des TVöD E11

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung inklusive relevanter Zeugnisse und Arbeitsproben bis zum 26. März 2017 per E-Mail (max 5 MB) an bewerbungen@weltfriedensdienst.de

Die Auswahlgespräche finden am 6. April 2017 in Berlin statt. 

Wir begrüßen Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten.

07.03.2017

Gepostet in: Aktuelles, Stellenangebote

2025 unterstützen KooperantInnen aus allen Kontinenten als global citizens1 eine Globalisierung von unten, in der sich die Völker der Welt gegenseitig in Werten, Wissen und Praxis bereichern, statt sich nur noch über Warenaustausch und Kulturkonsum in Beziehung zu setzen. Sie stehen für die Vision der Freizügigkeit aller Weltbürger und sehen sich als Ergänzung und Korrektiv zu einem Wirtschaftssystem, das die Lebensgrundlagen bedroht und Lebenschancen ungleich verteilt.

2025 ist die längerfristige Vermittlung basisnah arbeitender, qualifizierter und berufserfahrener Menschen mit solidarischer Motivation weltweit anerkannt und verläuft unabhängig von Staatsbürgerschaften in alle geographischen Richtungen. Entwicklungsdienst vor Ort beruht auf dem Ownership einheimischer Organisationen, ist in zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit eingebettet und intensiviert diese. KooperantInnen werden einmalig oder mehrmals vermittelt, lassen sich aber stets über einen längeren Zeitraum auf den jeweiligen Arbeits- und Lebenszusammenhang ein, weil globales Lernen im geteilten Alltag eine ganz andere Qualität gewinnt als in Fortbildungsveranstaltungen. Sie engagieren sich lokal, nutzen aber ihre internationalen Kontakte für die Vernetzung lokaler Gemeinschaften und das politische Engagement für gerechtere Rahmenbedingungen – vor, während und nach der Vertragszeit.

Auch 2025 wurzeln die Entwicklungsdienste weiter im eigenen Land, unterstützen aber Zivilgesellschaften in armen Regionen dabei, zu wachsen und an dieser weltweiten Bewegung aktiv teilzuhaben. Neue Dienste entstehen in armen und reichen Staaten. Diese folgen gemeinsamen Werten, die sich an Frieden, nachhaltiger Entwicklung und Menschenrechten orientieren und zusammen mit den KooperantInnen weiter entwickelt und in der Praxis konkretisiert werden.

Gemessen an der Würde des Menschen und dem Guten Leben2 der Gemeinschaft haben alle Weltregionen Potenzial für Entwicklung. Wer dafür einen Dienst leistet, vertraut auf ein Grundeinkommen und die Erfahrung, dass sein Engagement darüber hinaus in anderer Währung belohnt wird.

1 „A global citizen is someone who identifies with being a part of an emerging world community, and whose actions contribute to building this community’s values and practices.“ (Global Citizenship: A Path to Building Identity and Community in a Globalized World. Ron Israel, 2011)

2 Das Konzept des Buen Vivir stammt aus der indigenen Bewegung Lateinamerikas und hat Parallelen in vielen anderen Weltanschauungen. Es umfasst Harmonie und Gleichgewicht zwischen Leib und Seele, Mensch und Natur, den Menschen und anderen beseelten Wesen, so wie der Menschen untereinander.

02.03.2017

Gepostet in: Allgemein

Nächste Seite »
Spendenformular

FundraisingBox Logo

×
Spendenwidget

×