Friedensfilm zum Weltfriedenstag – Eine Veranstaltung des Weltfriedensdienst

Filmszene aus dem Film la buena vida - das gute LebenDas Dorf Tamaquito liegt in den Wäldern im Norden Kolumbiens. Der nahegelegene Fluss gibt den Menschen alles, was sie zum „guten Leben“ brauchen. Doch das Dorf soll dem weltgrößten Steinkohletagebau „El-Cerrejón“ weichen. Die Konzernvertreter versprechen den Bewohnern ein „besseres Leben“ in modernen Häusern mit Zugang zu Elektrizität, Wasser und Verdienstmöglichkeiten. Werden sie ihre Versprechen halten? Und lohnt es sich, das gute Leben gegen ein besseres Leben einzutauschen?

 

Ein Mitarbeiter des Weltfriedensdienst gibt einen Einblick in die Arbeit der Organisation. Wir unterstützen Initiativen in Afrika, Asien und Lateinamerika bei der Durchsetzung des Rechts auf Wasser.

Wann: Am 20.09.2017, 19 Uhr

Wo: Im Moviemento, Kottbusser Damm 22, 10967 Berlin

Mit anschließender Diskussion und Get Together in der Film-Lounge. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

18.09.2017

Gepostet in: Aktuelles, Wasser verbindet uns

4000-Euro-Spende beim Auftakt der Wassermobil-Tour

Die Kinder und Jugendlichen der Abraham-Frank-Sekundarschule sammelten beim Spendenlauf 4.319,04 €. Beim ersten Besuch des Wassermobils in NRW überreichten die SchülerInnen stolz den Scheck an Katrin Steinitz vom Weltfriedendienst. Sie war beeindruckt von so viel Engagement.

Mit dem rollenden und interaktiven Wassermobil informierte der Weltfriedensdienst die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 über die zunehmende globale Wasserkrise. Im Brunnen des Wassermobils kann man Fakten über die Wasserproblematik fischen. Die Durststrecke ist ein Geschicklichkeitslauf für WasserträgerInnen. Und die Verbrauchertipps zeigen auf, wie jede/r einzelne Wasser und andere Ressourcen sparen kann, ohne sich zu sehr einzuschränken.

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15.09.2017

Gepostet in: Aktuelles

Theater-Workshops zum Thema Wasser

Wasser ist unsere Lebensgrundlage, während es in Deutschland einfach verfügbar ist, herrscht weltweit Mangel. Wie sieht die Lebensrealität im Globalen Süden aus und was können wir tun? Der Weltfriedensdienst und die Theatergruppe unitedOFFproductions haben zur Sensibilisierung und Aktivierung einen Workshop zum Thema Wasser entwickelt. Darin erfahren SchülerInnen mehr über das Thema Wasser, lernen Methoden des Schauspiels kennen und wenden es praktisch an. Ausdrucksfähigkeiten werden unter professioneller Anleitung gestärkt und entwicklungspolitische Themen in einer aktivierenden Form vermittelt.

Wer: unitedOFFproductions und der Weltfriedensdienst e.V.

Was: „Wasser Spiele“ Theaterworkshops zum Thema Wasser

Wann: 2017: 5 Workshops , 2018: 12 Workshops

Wo: An den Schulen oder in alternativen Räumlichkeiten

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist auf 15 SchülerInnen begrenzt. Der Workshop dauert 4-5 Stunden. Die Termine können individuell mit uns vereinbart werden.

Anmeldung: eneko.sanz@unitedoffproductions.de

Workshop Aufbau:

Block 1 Einblicke in die Methoden des Schauspiels
Körperliche Übungen zum Aufwärmen und Lockern
Arbeiten allein, mit einem Partner und in der Gruppe
Konflikte identifizieren und darstellen
Rollenverteilung, Zielsetzung, Spannungsaufbau, Auflösung

Block 2 Thematische Einführung in das Thema Wasser
Vermittlung von Wasser Fakten; Verteilung, Probleme
Beispiele aus den internationalen Projekten des Weltfriedensdienst e.V.

Block 3 Praktische Theaterarbeit zum Thema Wasser
Entwicklung von kleinen Stücken zur Wasserproblematik anhand der Praxisbeispiele oder mit eigenen Ideen und Aufführung/Darstellung der entwickelten Theaterstücke

unitedOFFproductions ist eine internationale Theatergruppe die zu aktuellen gesellschaftlich relevanten Themen arbeitet. Ihr neues Stück „Wasser. Gesichter. Geschichten.“ ist ein künstlerischer Diskurs über die Faszination Wasser und Fragen globaler Verteilungsgerechtigkeit. Mehr Infos unter:

www.unitedoffproductions.de

www.wasserraub.de

 

13.09.2017

Gepostet in: Aktuelles, Wasser verbindet uns

Jungen Menschen im südlichen Afrika wird soziale und wirtschaftliche Teilhabe verwehrt

Das südliche Afrika ist die Region mit der jüngsten Bevölkerung auf der Welt. 35% seiner BewohnerInnen sind zwischen 15 und 24 Jahren alt.

Diese Generation ist überdurchschnittlich von Armut, Krankheit (besonders HIV/Aids), schlechten Bildungschancen und Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Lebensgrundlage ist direkt durch Umweltzerstörung und die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen bedroht.

Jugendliche und unter ihnen besonders Mädchen und junge Frauen werden vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. Ein ausgeprägtes gesellschaftliches Senioritätsprinzip und bestehende Geschlechternormen wirken hemmend auf die persönliche Entfaltung junger Menschen. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt. Damit wird auch ihr Potential für die Entwicklung in der Region unterdrückt.

Folgen sind eine weit verbreitete Perspektivlosigkeit und Frustration unter jungen Menschen und ihre Migration besonders in prekäre randstädtische Gemeinden mit all ihren Problemen im Bezug auf Gesundheit, Lebensumstände und Lebenschancen sowie Gewalt. Dabei greifen soziale, politische und familiäre Gewalt ineinander.

Wegen der traditionellen, ungleichen Verteilung der Geschlechterrollen sind Mädchen und junge Frauen in der Region häufig von geschlechtsspezifischer Gewalt, Abhängigkeitsbeziehungen, Teenagerschwangerschaften, Schulabbruch und einer hohen HIV-Infektionsrate betroffen. Ein hoher Prozentsatz, der im südlichen Afrika lebenden, jungen Frauen hat bereits am eigenen Leib sexuelle Gewalt erfahren müssen.

Auch junge Homo- und Bisexuelle, Transgender und Intersexuell orientierte Menschen sind Diskriminierung und gezielten Übergriffen ausgesetzt. Vergewaltigungen und Morde an jungen lesbischen Frauen, geschehen beispielsweise beinahe täglich. In Malawi, Zimbabwe oder Sambia können sexuelle Minderheiten bis zu 11 Jahren Haft erhalten.

Dokumentarfilme für sozialen Wandel im südlichen Afrika

STEPS bearbeitet diese Probleme junger Menschen in sieben Ländern des südlichen Afrika (Lesotho, Botswana, Sambia, Simbabwe, Malawi, Tansania und Südafrika) im Sinne der Theorie des Sozialen Wandels. Dabei arbeitet STEPS mit einem regionalen Netzwerk von Selbsthilfeinitiativen junger Menschen und Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Belange junger Menschen einsetzen, zusammen. Es geht um den Aufbau von Medien- und Kommunikationskompetenz insbesondere im Einsatz von regional produzierten Dokumentarfilmen, damit junge Menschen in ihren Gemeinden mit Gleichaltrigen, EntscheidungsträgerInnen und der allgemeinen Öffentlichkeit Diskussionsprozesse über Ursachen und Lösungsmöglichkeiten ihrer Probleme anstoßen können.

Diese Diskussionsprozesse zielen auf die Aktivierung einer breiten Masse junger Menschen im Wirkungskreis der Selbsthilfeinitiativen und NGOs und stärken deren Wissen und Bewusstsein über Rechte und Verantwortung als BürgerInnen. Sie lernen ihre Meinung frei zu vertreten und erfolgreich Beteiligungsrechte einzufordern und erhalten den dafür notwendigen Raum. Dabei werden sie bestärkt nach Lösungen für ihre Probleme und die ihrer Gemeinden zu suchen sowie eigenständige informierte Entscheidungen zu treffen, die ihr eigenes Leben und das der Gemeinschaft angehen.

07.09.2017

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Zivil-Militärischer Dialog in Guinea-Bissau in Aktion: Mitglieder eines Friedesworkshops bei einer spielerischen Übung zur Vertrauensbildung.

Zivil-Militärischer Dialog in Guinea-Bissau in Aktion: Mitglieder eines Friedesworkshops bei einer spielerischen Übung zur Vertrauensbildung.

Seit August 2009 erschließt das zfd-Projekt „Mom ku Mom“ Neuland in der Zusammenarbeit zwischen dem Weltfriedensdienst (WFD) und der Partnerorganisation DDCC.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen militärischen Akteure, u.a. hohe und mittlere Offiziere sowie deren Untergebene bei Militär und Mitglieder der „Nationalen Versöhnungskommission im Sektor Verteidigung und Sicherheit“. Außerdem gehören dem DDCC paramilitärische Akteure (Polizei, Grenz- und Forstschutz) und auch Vertreterinnen zivilgesellschaftlicher Organisationen an. Ziel des Projektes ist zunächst eine Überwindung der Kultur des Schweigens (Freire) zwischen bewaffneten Akteuren und Zivilbevölkerung nach dem Krieg von 1998/99, bzw. mit zivilgesellschaftlich organisierten Kriegsopfern. Die Initiative hierzu ging zunächst von der WFD-Partnerorganisation UNDEMOV aus.

Aufbauen auf dem Staatswappen Guinea-Bissaus

Einheit, Kampf und Fortschritt sind Postulate aus dem Staatswappen, die ohnehin einen breiten Interpretationsspielraum zulassen, der in dem Projekt durch reframing erweitert wurde: Einheit lässt sich beispielsweise als Homogenisierungsdruck, aber auch als Vielfalt von Perspektiven konzipieren, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, auch wenn die Methodenvorschläge divergieren. Kampf kann mit Waffengewalt geführt werden, oder sich auf das Bemühen um gegenseitiges Verständnis im Dialog beziehen. Der zu erringende Fortschritt kann als Almosen erbettelt und in Empfang genommen werden, oder als eigene Leistung erfahrbar gemacht werden. Dabei kann Menschenwürde als Teil von Freiheit konstruiert werden, die Frames wie „Sicherheit ist Macht/Kontrolle über Andere“ durch „Sicherheit ist Verantwortung füreinander“ substituieren.

Das Projekt „Mom ku Mom“ soll auf der Basis des „Einheit-Kampf-Fortschritt“-Ansatzes ein friedenspädagogisches Ausbildungshandbuch entwickeln, das militärischen AusbilderInnen zur Verfügung gestellt wird und in das Curriculum der Militärakademie eingehen soll.

Die Allparteilichkeit des Weltfriedensdienst und seiner Kooperantin ist bei dieser Zielgruppe nicht nur notwendig, sondern auch Teil des pädagogischen Ansatzes zur Befriedung innermilitärischer Auseinandersetzungen, und zur Ausrichtung der Kräfte (Energien) auf eine konstruktive Konflikttransformation. Sie ist in Guinea-Bissau eine tiefenkulturelle Ressource, die nicht erst geschaffen werden muss, sondern durchaus vorhanden ist. Allparteilichkeit ist hier auch in traditionellen Konflikttransformationsprozessen eine gängige Praxis, die von weisen Männern (und Frauen) gelebt wird, und hohe soziale Anerkennung erfährt.

31.08.2017

Gepostet in: Guinea-Bissau: Zivil-Militärischer Dialog

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