Wasserraub geht uns alle an. Zum UN-Weltfriedenstag 2017 feiert die Wasserampel Weltpremiere. Testen Sie Ihren virtuellen Wasser-Fußabdruck: wasserraub.de/wasserfussabdruck

 

wasserfußabdruck grafische darstellung eines Fusses in form von wassertropfenJeder Mensch in Deutschland verbraucht 5.000 Liter Wasser am Tag. In welchen Alltagsprodukten steckt wie viel virtuelles Wasser? Mit dem Online-Tool des Weltfriedensdiensts können Sie Ihren eigenen virtuellen Wasser-Fußabdruck abschätzen. Und mit unseren Tipps können Sie Ihren Wasser-Fußabdruck im Alltag kurzerhand verkleinern.

Der hohe Verbrauch des virtuellen Wassers hier führt in anderen Regionen der Welt vermehrt zu Konflikten um die zentrale Ressource Wasser. Mit der Wasserampel sorgen wir dafür, dass die Probleme des Südens Thema bleiben. Sie zeigt, wo wir im Alltag unseren Wasser-Fußabdruck schon mit kleinen Verhaltensänderungen drastisch reduzieren können. Und sie sensibilisiert dafür, wo sich politische Rahmenbedingungen ändern müssen und was Sie selbst dazu beitragen können.

Probieren Sie’s aus! Geben Sie uns Feedback. Wir freuen uns auf die Diskussion mit Ihnen und wenn Sie den Link zur Wasserampel teilen: wasserraub.de/wasserfussabdruck

 

28.09.2017

Gepostet in: Aktuelles

Wir bieten ab dem 13.11.2017 einen Praktikumsplatz im Bereich Spenderkommunikation & Projektpartnerschaften

 Die Aufgaben:

  • Kommunikation mit SpenderInnen und Partnerschaftsgruppen
  • Unterstützung bei Fundraising-Aktivitäten
  • Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen
  • Redaktionelle Arbeiten für Projektberichte, Webauftritt, Newsletter und unser Magazin
  • Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten wie der Betreuung von Datenbanken

 Ihr Profil:

  • Interesse an entwicklungspolitischen Themen
  • sehr gute kommunikative und redaktionelle Fähigkeiten
  • Organisationstalent und eigenverantwortliche Arbeitsweise
  • Einsatzbereitschaft, Flexibilität und Zuverlässigkeit
  • sicherer Umgang mit Internet und den gängigen Office-Programmen
  • fortgeschrittenes Hochschulstudium in einem für die Entwicklungszusammenarbeit relevanten Bereich
  • eingeschriebeneR StudierendeR

 Wir bieten:

  • Abwechslungsreiche und interessante Aufgaben
  • einen guten Einblick in die Arbeit einer entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation
  • vielseitige Vernetzungsmöglichkeiten in Berlin und darüber hinaus
  • ein angenehmes und offenes Arbeitsklima

Dauer: 3 Monate

Umfang: ab 32 Stunden/Woche, gern mehr

Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund ist ausdrücklich erwünscht, Deutschkenntnisse mind. auf B2-Niveau sind Voraussetzung.

Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 200 Euro pro Monat.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf und relevanten Praktikums- oder Arbeitszeugnissen per E-Mail bis zum 11.10.2017 an Elisabeth Olfermann unter spenderkommunikation@wfd.de.

Die Auswahlgespräche werden voraussichtlich am 17. oder 19.10.2017 stattfinden.

Bitte geben Sie in Ihrem Anschreiben Ihre zeitliche Verfügbarkeit an.

27.09.2017

Gepostet in: Aktuelles, Stellenangebote

Peru gehört zu den Ländern mit der höchsten Biodiversität der Erde. Zwei Drittel seiner Fläche sind mit Regenwald bedeckt. Durch ihn fließen zahlreiche große und kleine Flüsse, die in den Amazonas münden. Der Regenwald ist die Heimat zahlreicher indigener Bevölkerungsgruppen:

Agroindustrie zerstört Regenwald in Peru

Regenwaldabholzung in Peru

Regenwaldabholzung in Peru für Palmenöl

Der peruanische Regenwald, Lebensraum für Menschen, Tier- und Pflanzenwelt, ist bedroht. Große Gebiete mussten bereits Projekten der industriellen Landwirtschaft weichen, insbesondere Palmölplantagen. Die Abholzung des Regenwaldes geht Hand in Hand mit der Verschlechterung der Lebensbedingungen oder sogar Vertreibung der dort lebenden Menschen, Zerstörung der Biodiversität, Bodenverlust und Wasserverschmutzung und einem Anstieg der Treibhausgasemissionen.

Der Weltfriedensdienst arbeitet zusammen mit der peruanischen Partnerorganisation  KENÉ (Instituto de Estudios Forestales y Ambientales) und Rettet den Regenwald e.V. aus Deutschland, um die Regenwaldzerstörung zu bremsen und die ökologischen und sozialen Folgen zu mindern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf den Regenwaldregionen Loreto und Ucayali im Osten des Landes.

Gemeinsam Menschenrechte stärken

Arbeitsansatz ist die Stärkung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure, darunter insbesondere lokale Selbsthilfegruppen von Betroffenen und indigene  Organisationen. Sie werden unterstützt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Rechte einzufordern.  Dafür wird der Austausch mit AnwältInnen, Institutionen und staatlichen Organen gefördert. Oft bekommen politische EntscheidungsträgerInnen erst so einen Einblick in die Situation der abgelegenen Dörfer im Regenwald. Deshalb können sie nicht schnell genug handeln, um beispielweise Menschenrechtsverletzungen oder illegale Holzeinschläge zu verhindern. KENÉ fällt dabei auch die Rolle eines Watchdogs zu, der die Verletzung peruanischer umwelt- und menschenrechtlicher Standards im Zusammenhang mit agroindustriellen Investitionsvorhaben dokumentiert und juristisch bearbeitet.

Eine Informationskampagne, die über die Folgen der Regenwaldabholzung für Mensch und Umwelt aufklärt, ist ein weiterer Bestandteil der Projektzusammenarbeit. Sie soll ein größeres Bewusstsein für diese Probleme schaffen und spricht sowohl die peruanische Bevölkerung als auch die internationale Gemeinschaft an. Denn viele große Agrarkonzerne die von den Monokulturplantagen profitieren, haben ihren Hauptsitz außerhalb Perus.  

Unsere Partnerorganisation

KENÉ genießt das Vertrauen der lokalen Bevölkerung und hat so die Möglichkeit, unterschiedliche Akteure mit teils unterschiedlichen Interessen an einen Tisch zu versammeln. KENÉs  Mitglieder und MitarbeiterInnen sind

sehr erfahren und fachlich qualifiziert in Forstingenieurswesen, Umweltrecht, Ökologie und Jura. Zudem sind sie gut mit akademischen, staatlichen sowie zivilgesellschaftlichen Institutionen in Peru  aber auch international vernetzt.
Wichtige Grundsätze der Arbeit von KENÉ sind die Anerkennung und Wertschätzung der verschiedenen Kulturen und ihres Rechts auf Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie die Gleichberechtigung der Geschlechter. Oftmals sind Frauen am stärksten von den Folgen der Regenwalabholzung betroffen . In Entscheidungsprozessen spielen sie aber nur eine untergeordnete Rolle. Frauen in ihrer Interessenvertretung zu stärken, ist daher ein wichtiges Anliegen von KENÉ.

21.09.2017

Gepostet in: Peru: Prävention und Verminderung der ökologischen und sozialen Folgen der Zerstörung von Regenwald im peruanischen Amazonas

Schlagwörter:

Indigene bolivianische Frauen im Workshop zu Konflikttransformation und Friedensarbeit in den Anden.

Indigene bolivianische Frauen im Workshop zu Konflikttransformation und Friedensarbeit in den Anden

Gewaltfreie Konfliktbearbeitung und Prävention

Die Friedenskultur (Cultura de Paz) im Departement Potosí stärken, das ist Ziel der Zusammenarbeit des Weltfriedensdienstes mit der lokalen Partnerorganisation ISALP (Investigación Social y Asesoramiento Legal Potosí). Durch gewaltfreie Konfliktbearbeitung unter Einbezug der indigenen Kultur wird zu einer friedlicheren Gesellschaft und zum Verfassungsziel des Vivir Bien (dem Guten Leben) beigetragen.

Seit der Jahrtausendwende befindet sich Bolivien in einem tiefgreifenden sozialen und politischen Wandel, verbunden mit Jahren der politischen Instabilität. Erst mit der neuen „Verfassung des plurinationalen Staates von Bolivien“ entspannte sich die Lage und es konnten zahlreiche entwicklungspolitische Erfolge erzielt werden. Viele strukturelle Probleme bestehen dennoch weiter fort. Fehlende Kompromissbereitschaft machtvoller Akteure, fehlender gesellschaftlicher Konsens über verschiedenste Grundprinzipien, aber auch die Dominanz von Männern und konfliktfördernden Rollenbildern in der politischen Kultur führen immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.

Ressourcen wie Wasser und Boden als Konfliktgegenstände

Im Department Potosí, dem ärmsten Department Boliviens, spiegelt sich die Problemlage der nationalen Ebene. Die vielfältigen Konflikte im Department zwischen indigenen Gemeinschaften, Ortsansässigen und Remigranten, Bauern und Viehhaltern, Genossenschaften, Staatsunternehmen und Behörden werden häufig gewaltförmig austragen. Verbale und physische Aggressionen sowie Blockaden, Aufmärsche, Beschlagnahmungen, Besetzungen und Zerstörungen kommen regelmäßig vor. Konfliktgegenstände sind dabei überwiegend Ressourcen wie Wasser, Boden oder Unternehmenseinnahmen.

Seit 2015 arbeitet der Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation ISALP (Investigación Social y Asesoramiento Legal Potosí) an der nachhaltigen und gewaltfreien Konflikttransformation im Departement Potosí. Durch die Einführung von Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung nicht nur in die Arbeit der Partnerorganisation, sondern auch bei von Konflikten betroffenen indigene Gemeinschaften und mit Konflikten befassten Institutionen sollen vorhandene, meist autoritäre und nicht nachhaltige, Konfliktlösungsansätze ersetzt werden. Dabei wird versucht, tradierte indigene Gebräuche, die in der andinen Kosmologie verwurzelt sind, wiederzubeleben und mit den Ansätzen der zivilen Konflikttransformation zu verbinden.

Die Stärkung der Rolle der Frauen

Mit der Wiederbelebung indigener Kulturformen geht die Stärkung der Rolle der Frauen einher. Die andine Kosmologie sieht das Gleichgewicht, bzw. die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in allen Bereichen des Lebens vor. Harmonie und Gleichgewicht zwischen den Menschen und mit der Natur sind hier gleichbedeutend mit Frieden und wesentliche Bestandteile des Vivir Bien, des Guten Lebens. Die Stärkung der Friedenskultur im Departement Potosí wird entsprechend durch das Ziel des K’acha Kausakunapaq geleitet, Quechua für: „Damit wir alle in Harmonie leben“ (Para que vivamos todos en armonía).

20.09.2017

Gepostet in: Bolivien: Prävention und Konflikttransformation

veröffentlicht im Querbrief 3/2017

In Potosí, dem ärmsten Departmento Boliviens, arbeitet der Weltfriedensdienst e.V. mit der lokalen Partnerorganisation ISALP an der Stärkung der friedlichen Konfliktbearbeitung und einer Friedenskultur (Cultura de Paz). Durch Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung und unter Einbezug indigener Bräuche konnte in diesem Rahmen im zurückliegenden Jahr z. B. eine gerechtere Austragung des Konflikts indigener Gemeinschaften mit einem Energieversorger begünstigt werden.

traditionell gekleidete Autoritäten des Ayllu führen eine Zeremonie durch.

Jeder Workshop wird mit einer rituellen Zeremonie durch die Autoritäten des Ayllu eröffnet.

In Potosí kommt es immer wieder zu Konflikten, verbalen und physisch gewaltförmigen Übergriffen zwischen verschiedenen Akteursgruppen. Neben großen Ungleichheiten in der Bevölkerung, den Umweltfolgen des regionalen Bergbaus sowie Land- und Grenzkonflikten ist eine wichtige Ursache der fehlende gesellschaftliche Konsens: Wie regeln wir den Zugang zu den Ressourcen Wasser und Boden? Wie verteilen wir die Einnahmen? Die Cultura de Paz im Departamento Potosí stärken ist Ziel der Zusammenarbeit des Weltfriedensdienst e.V. mit der Partnerorganisation ISALP (Investigación Social y Asesoramiento Legal Potosí) in Potosí. Durch Anwendung von Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung unter Einbezug der Bräuche der lokalen indigenen Kultur wird zu einer friedlicheren Gesellschaft und zum bolivianischen Verfassungsziel des Vivir Bien beigetragen. (mehr …)

20.09.2017

Gepostet in: Bolivien: Prävention und Konflikttransformation

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