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15.01.2018

Gepostet in: Aktiv werden

Der blaue Planet muss sich auf eine Wasserkrise einstellen. Es bedarf einer globalen Anstrengung dieser zu begegnen.
Schon im Jahr 2030 wird fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Regionen leben, die kaum Zugang zu Trinkwasser haben, so der World Water Report der Vereinten Nationen. Daher birgt die Lebensgrundlage Wasser unausweichlich Potenzial für die Entstehung von Konflikten. Probleme wie die Zunahme von Wasserraub, verunreinigtes Trinkwasser oder ausgetrocknete Äcker sind bereits existierende Warnsignale.
Es ist unabdingbar, dass die internationale Gemeinschaft Prognosen darüber erstellt, welche Regionen des Planeten in Zukunft am stärksten beeinträchtigt sein werden. Eine aktuelle Studie des World Resources Institute macht deutlich, dass insbesondere die MENA-Region sowie West-Asien unter extremem Wassermangel leiden werden. Auf einem unrühmlichen zweiten Platz folgen das südliche Afrika, die Westküste Lateinamerikas, der Mittelmeerraum, die USA und Mexiko, Zentralasien, Indonesien und Australien.

Belastung durch Wassermangel im Jahr 2030 im internationalen Vergleich

Quelle: Luo, T., R. Young, P. Reig. 2015. “Aqueduct Projected Water Stress Country Rankings.” Technical Note. Washington, D.C.: World Resources Institute. Figure 2. Nach CC BY 4.0

Eine Prognose des weltweiten Wassermangels ermöglicht es, dessen schwerwiegendsten Folgen zuvorzukommen. Die Studie legt nahe, dass Entscheidungsträger ihr Wasser- und Landmanagement verbessern und nachhaltig mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen. Dafür muss es mehr internationale Zusammenarbeit über regionalen Wasserkonzepten, gerechteren Landverteilungen und bewusstem regionalem Investment jenseits der profitorientierten Wertschöpfungskette in den bedrohten Ländern geben.
Doch auch Unternehmen stehen in der Verantwortung: „Corporate Social Responsibility“ beschreibt die Bereitschaft von Unternehmen, freiwillig ihren Beitrag für ein nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften zu leisten. Neben Regierungen und Unternehmen muss auch die Zivilgesellschaft Verantwortung übernehmen. Zum einen beeinflusst unser alltäglicher Konsum die globalen Wasserverhältnisse; Jeder von uns hinterlässt einen Wasserfußabdruck. Zum anderen kann unser zivilgesellschaftliches Engagement Politik und Wirtschaft zum Umdenken bewegen. Voraussetzung dafür ist jedoch die Erkenntnis, dass der bereits bestehende Wassermangel nur durch einen gemeinsamen Einsatz überwunden werden kann.

Bastian Voss, Weltfriedensdienst e.V.

 

 

05.01.2018

Gepostet in: Aktuelles, Wasser verbindet uns

Wasser und Frieden – wie hängt das zusammen? Und was bedeutet Frieden für Schüler?

Unter anderem um diese Fragen drehte sich der Workshop, den Elaine Maane gemeinsam mit MitarbeiterInnen des Weltfriedensdienst am Max-Planck-Gymnasium in Berlin Mitte durchführte. Erklärt wurde dabei der Zusammenhang zwischen knapp werdenden Ressourcen und Frieden. Elaine Maane arbeitet für unsere Partnerorganisation STEPS aus dem südlichen Afrika, welche mit einem regionalen Netzwerk von NGOs öffentliche Vorführungen von Dokumentarfilmen nutzen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen und jungen Menschen eine Stimme zu geben.

Der Workshop zu den Themen Wasser und Frieden am 24.11. wurde außerdem von Die Debatte begleitet und gefilmt:

04.01.2018

Gepostet in: Aktuelles

Von Flavio Hell, erschienen im amosaktuell

Flavio Hell ist in der zwöflten Klasse und berichtet in der Schülerzeitung des Amos Comenius Gymnasiums Bonn über einen Diskussionsabend mit PolitkerInnen, SchülerInnen und Hans-Jörg Friedrich vom Weltfriedensdienst.

Am 12. September 2017 um 19:30 Uhr fand am Amos eine Podiumsdiskussion mit Bonner Politikerinnen und Politikern statt. Unter dem Motto „Fluchtwege? – Auswege! Die deutsche Afrika-Politik auf dem Prüfstand“ wurden Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen sowie Außenstehende dazu eingeladen, sich die Meinungen der Bonner Spitzenkandidat/innen der etablierten Parteien anzuhören und anschließend selbst Fragen zu stellen. Nachdem ausführlich über die Afrikapolitik debattiert wurde, konnten auch Fragen zu anderen Themen vom Publikum an die Politiker/innen gestellt werden.

Der Diskussionsabend (von links nach rechts): Claudia Lücking-Michel, Hans-Jörg Friedrich, Ulrich Kelber, Simone Pott, Katja Dörner Foto: Ian Umlauff

Anlass dieser Podiumsdiskussion war ein offener Brief des Nord-Süd-Kreises am Amos, welcher sich bereits seit Jahren für die Wiedererlangung der Ernährungssouveränität im Senegal einsetzt, an Kandidat/innen in Bonn für die Bundestagswahl 2017. Eingeladen waren die Spitzenkandidat/innen der CDU (Claudia Lücking-Michel), der SPD (Ulrich Kelber), der FDP (Alexander Graf Lambsdorff), von Bündnis 90 Die Grünen (Katja Dörner) und Die Linke (Jürgen Repschläger). Der Vertreter der Linken war zeitlich verhindert, die FDP hatte nicht auf die Einladung geantwortet. Zusätzlich zu den Politikerinnen und Politikern nahm auch Hans-Jörg Friedrich vom Weltfriedensdienst teil, um als Sachverständiger mitzudiskutieren und Fachfragen zu klären. Geleitet wurde die Diskussion von Simone Pott, Pressesprecherin der Deutschen Welthungerhilfe.
Nach einer kurzen Einleitung durch Herrn Weigeldt stellten einige Vertreter/innen des Nord-Süd-Kreises ihren Brief an die Politiker/innen vor. In diesem wurden die Missstände im Senegal und auch die damit in Verbindung stehenden Forderungen, wie die Bekämpfung des Landgrabbings und der Wiederaufbau des Kleinbauerntums in Afrika, an die Politik angesprochen. Durch Landgrabbing sichern sich große Konzerne oder z. B. Banken riesige Mengen Land und entziehen so den Gemeinden oder Kleinbauern vor Ort die Möglichkeit, Nahrung für sich selbst oder den Verkauf anzubauen.
Zunächst hatten alle an der Diskussion Beteiligten die Möglichkeit, zu diesen Forderungen Stellung zu nehmen und auch ihre Ziele für die Zukunft vorzustellen. Alle drei Politiker/innen waren sich einig, dass das Landgrabbing gestoppt werden müsse. Zudem plädierte Ulrich Kelber dafür, dass Afrika zur wirtschaftlichen Stabilisierung den Import von Lebensmitteln abschaffen dürfen sollte. Er verwies aber auch darauf, dass es nicht ausreiche, die europäischen Partnerländer zu einem fairen Umgang mit Afrika zu bewegen, und nannte in diesem Zusammenhang auch die schwierige Rolle, die China spielt. Auch Katja Dörner von den Grünen war der Meinung, dass Deutsche und Europäer insgesamt aufhören müssen, sich in afrikanische Märkte einzumischen, indem man z. B. nach Afrika importierte Ware billiger verkaufe, als es die Kleinbauern in Afrika tun könnten.
Anschließend wurden Publikumsfragen zu dieser Thematik vorgelesen und beantwortet. Auffällig war vor allem die Häufung der Frage, wie man als einzelne Person selbst aktiv helfen könne. Katja Dörner betonte, dass man als Einzelner vor allem auf seinen persönlichen Konsum achten und nur solche Produkte kaufen solle, die „fair“ produziert seien. Frau Lücking-Michel wies darauf hin, dass eine Entschuldung afrikanischer Länder dann nichts einbringe, wenn diese sich danach sofort wieder neu verschuldeten. Sie mahnte zudem eine aktivere Rolle und Mithilfe der afrikanischen Staaten selbst an.
Insgesamt wurde sehr deutlich, dass viele gute/mögliche Lösungen daran scheitern, dass auf übergeordneter politischer Ebene keine genügende Absprache stattfinde, so dass die deutsche Politik nicht wirklich kohärent sei.
Nach ca. 1,5 Stunden wurde die Diskussion zu Afrika beendet, um Platz für weitere aktuelle Fragen zu schaffen. Dadurch konnten die Spitzenkandidat/innen im Hinblick auf die kurz bevor stehende Bundestagswahl ihre Meinung bzw. die ihrer Partei zu verschiedenen Themen präsentieren und dafür werben.
Zum Thema Integration teilten die drei Vertreter/innen in fast allen Aspekten eine ähnliche Meinung. So plädierten sie dafür, dass man allen Flüchtlingen, egal ob sie befristet oder unbefristet im Land sind, eine gute und schnelle Integration anbieten müsse, auch wenn klar sei, dass nicht jeder dauerhaft in Deutschland bleiben könne. Alle drei waren sich auch einig, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland und eine Abschiebung dorthin nicht akzeptabel sei.
Auch in der Diskussion über den Abgasskandal der Dieselautos und den Klimawandel vertraten alle drei Kandidat/innen meist ähnliche Standpunkte. So sprachen sie sich klar für die Förderung der alternativen Mobilität wie Elektrofahrzeuge aus und legten Wert darauf, dass der Abgasausstoß dringend minimiert werden müsse. Ulrich Kelber wandte sich hier ausdrücklich auch gegen die Politik seiner eigenen Partei, die sich gegen den vor allem von den Grünen geforderten Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Braunkohleförderung ausspricht. Auch bei der Beantwortung kritischer Fragen aus dem Publikum zum Thema Massentierhaltung traten alle drei Politiker/innen für eine artgerechtere Haltung und für mehr Qualität statt Masse ein. Hier wies Frau Lücking-Michel aber darauf hin, dass Endverbraucher/innen dann höhere Preise im Gegenzug für bessere Lebensbedingungen der Tiere akzeptieren müssten. Nach einer knappen weiteren Stunde Diskussion beendete die Moderatorin Simone Pott die Podiumsdiskussion.
Insgesamt wurden aktuelle politische Themen angesprochen, welche direkten Einfluss auf unseren Alltag oder unsere allgemeine Situation haben. Auch für diejenigen, die sich bisher weniger mit Politik beschäftigt haben, wurde es leicht gemacht, den Themen zu folgen, da das Vokabular einfach blieb und die Themen verständlich erklärt und diskutiert wurden. Allerdings fiel an vielen Stellen auf, dass die Politiker/innen kaum wirklich kontrovers diskutierten, weshalb es zu keiner wirklich spannenden Debatte kam. Nicht zu übersehen war auch, dass diese Diskussion von den Politikerinnen und Politikern hauptsächlich dafür genutzt wurde, um vor allem für die Erststimme bei der Bundestagswahl zu werben, die zu einem Direktmandat in den Bundestag verhelfen sollte. So wurden mehrfach die individuellen Meinungen der Spitzenkandidat/innen vorgestellt und erläutert. Es gab sogar große Unterschiede zwischen manchen Aussagen, wie z. B. von Ulrich Kelber und dem Wahlprogramm der SPD (Braunkohle-Ausstieg) oder auch Frau Lücking-Michel und ihrer Partei.

Insgesamt war die Podiumsdiskussion eine gut geleitete und strukturierte Veranstaltung mit vielen Anregungen für weitere Diskussionen. Gleichzeitig war es auch eine gute Möglichkeit, die Bonner Spitzenkandidat/innen der Parteien besser kennenzulernen und sich ein genaueres Bild von ihnen zu machen.

19.12.2017

Gepostet in: Aktuelles, Amos Comenius Gymnasium in Bonn

Wasserraub und Ressourcenkonflikte: Im neuen Querbrief erfahren Sie, wie ihr alltäglicher Konsum Einfluss auf die weltweite Wasserverfügbarkeit nimmt, können Sie sich über die aktuelle Situation und unsere Arbeit in Kenia informieren und herausfinden wie schwitzende Kinder gegen Armut helfen.

Wasser

Rot – Gelb – Grün: Die Wasserampel ist online!
Nachhaltige Wasserpolitik: Wir wollen keine WasserräuberInnen sein!

Kenia

Was verhindert Gewalt? Widerstandskraft in einer zerrissenen Gesellschaft stärken
Interview mit unserem Kooperanten Tim Bunke

Aktiv werden

Schwitzen für den guten Zweck: SchülerInnen laufen Runden und tun damit etwas gegen Armut

 

Bestellung unter info@weltfriedensdienst.de

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19.12.2017

Gepostet in: Aktuelles, Das Mitgliedermagazin Querbrief

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