Mariam Anafi aus Malawi hat sich an den Rat ihrer FreundInnen gehalten: Wenn du arm bist, such dir einen Mann. Mit 15 wurde sie schwanger. Wie so viele minderjährige Mütter in Malawi, musste sie die Schule verlassen. Doch als das STEPS-Filmteam sie bittet, ihre Geschichte in einem Film zu erzählen, ändert sich alles. Sie befragt den Gemeindevorsteher, ihre eigene und eine andere minderjährige Mutter. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und so beschließt sie, wieder in die Schule zu gehen. Und ermutigt ihre Schicksalsgefährtinnen, es ihr nachzutun.

DVD-Cover des Film "A Mother at Fifteen"

 


Mariams Rückkehr zur Schule ist ein Verdienst der Organisation STEPS. Mit Unterstützung des Weltfriedensdienst ermöglicht STEPS Menschen im südlichen Afrika, ihre schwierigen Erfahrungen zu reflektieren und sie zu teilen – in Filmen, die sie selbst entwerfen und drehen. Der eigenen Angst vor sozialer Ausgrenzung begegnen sie mit dem Mut, ihre Geschichte zu erzählen.

STEPS hat Mariam und viele weitere AktivistInnen aus der ganzen Region in Moderationstechniken weitergebildet. So gibt es mittlerweile ein Netzwerk von lokalen Unterstützergruppen mit 1500 Mitwirkenden! Weil diese bei den Filmvorführungen anwesend sind und sich der anschließenden Diskussion stellen, werden Probleme, über die man sonst nicht redet, zur Realität für die ZuschauerInnen. Es bildet sich eine sichere Umgebung für offenen Dialog und persönlichen Austausch, tabuisierte Themen werden offen angesprochen und von den ZuschauerInnen reflektiert.

In den Dokumentarfilmen werden reale Lebenssituationen vorgestellt, in denen sich das Publikum wiederfinden kann. Mit deren öffentlicher Aufführung und anschließender Diskussion hilft STEPS Menschen und Gruppen, die von HIV/AIDS, Frühschwangerschaft, häuslicher Gewalt oder genderbedingter Diskriminierung betroffen sind, einen neuen Blick auf ihr Leben und das ihrer Nachbarn zu gewinnen. So können sie es selbst in die Hand nehmen.

Selbst in entlegenste Gebiete kommt das STEPS-Team mit Filmen zu wichtigen Gesellschaftsthemen. Kinder und Jugendliche bekommen die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und daraus neue Hoffnung zu schöpfen.

Tragen sie dazu bei, dass STEPS künftig mit Filmen noch mehr jungen Menschen im südlichen Afrika Mut machen kann, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen!

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15 

Für 15 Euro kann können wir eine Menschenrechtsinitiative im Südlichen Afrika mit verschiedenen Filmen und Begleitmaterial ausstatten.

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50

Bereits mit 50 Euro ermöglichen Sie eine Filmvorführung für 200 SchülerInnen in einer Schule eines südafrikanischen Townships.

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250

Mit 250 Euro kann STEPS eine öffentliche Filmvorführung in einer ländlichen Gemeinde durchführen.

Das Logo von STEPS for the Future.STEPS ist ein langjähriger Partner des Weltfriedensdienst. Ein Klick auf das Logo führt Sie auf die englischsprachige Webseite Menschenrechtsorganisation. > hier erfahren Sie mehr über die Arbeit von uns.

Seit ihrer Gründung sind über 100 z.T. preisgekrönte Dokumentationsfilme zu Menschenrechten und Sozialer Gerechtigkeit im südlichen Afrika entstanden. Diese wurden in über 18 Lokalsprachen übersetzt.

In Moderationstrainings erlernen insbesonder Jugendliche, Filme als Werkzeug für Aufklärungs- und Advocacy-Arbeit zu nutzen. Die vom Weltfriedensdienst unterstützten Weiterbildungsprogramme haben ein regionales Netzwerk von Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen mit 1500 „AktivistInnen“ entstehen lassen!

Interview mit WFD-Kooperantin Marianne Gysae dazu lesen: HIV/Aids? Lass uns drüber reden.

Doch STEPS kann noch mehr! Die öffentlichen Filmvorführungen vermögen sogar Einfluss auf die Politik zu nehmen.Beispiele wie diese machen uns besonders stolz: Nachdem die Frau eines lokalen Dorfchiefs die Story von Mariam gesehen hatte, brachte sie ein Gesetz auf den Weg, dass es jungen Frauen nun ermöglicht, nach der Geburt eines Kindes wieder die Schule zu besuchen.

Weltfriedensdienst
Vereinsregister: VR 4008 B Nr. 4
Steuernr. 27/681/51497
Freistellungsbescheid

08.12.2016

Gepostet in: Adventsaktion, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

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