22 Millionen Menschen in Ostafrika leiden in diesem Moment an Hunger und Wasserknappheit. Hauptursachen sind gewaltsame Auseinandersetzungen und eine schwere Dürre in der ganzen Region. Um zu überleben, sind die Menschen auf schnelle Hilfe angewiesen. Für den Südsudan haben die Vereinten Nationen zum ersten Mal seit 2011 wieder den Hunger-Notstand ausgerufen. Auch in Kenia und Simbabwe, Projektländern des Weltfriedensdienst, sind Millionen Menschen betroffen. In Simbabwe gab es nach der Dürre im vergangenen Jahr, zu heftigen Regenfälle mit Überschwemmungen. Die Nothilfe-Profis vom Bündnis Entwicklung Hilft sind mit Soforthilfemaßnahmen vor Ort aktiv. Darunter sind Nahrungsmittelhilfe und Wasserversorgung, medizinische Hilfe und Hygienemaßnahmen.

Ergänzt wird die Nothilfe durch Maßnahmen, die mittel- und langfristig wirken. Hier bringt sich der Weltfriedensdienst sinnvoll ein.

Kleinbaeuerin in Simabwe bewirtschaftet ihr Feld

Erhalten Kleinbäuerinnen und – bauern Zugang zu Wasser und Land, Saatgut, Ausrüstung und Wissen, z.B. über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden, können sie produktiver sein als die industrialisierte Landwirtschaft.

Konflikte gewaltfrei bearbeiten

Gewaltsam ausgetragene Konflikte stören die Landwirtschaft empfindlich. Oft können Felder nicht mehr bewirtschaftet werden, wird Vieh geraubt und werden Menschen von ihrem Land vertrieben. In der Folge sinken die Erträge und damit die lokal verfügbaren Nahrungsmittel. Wir arbeiten mit lokalen Basisinitiativen in ländlichen Gebieten daran, Konflikte gewaltfrei auszutragen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das gibt Menschen die Sicherheit, sich um die Produktion von Nahrungsmitteln zu kümmern. Zum Beispiel in Simbabwe und Burundi.

Land nachhaltig bewirtschaften

Wir unterstützen Kleinbäuerinnen und -bauern durch angepasste Landwirtschaft mit dem Klimawandel, mit unregelmäßigen oder sogar ausbleibenden Regenfällen besser zurechtzukommen. Ziel unserer Arbeit ist, die natürlichen Produktionsgrundlagen, wie Wasser, Boden und Wald, zu schützen. Wir setzen dabei erfolgreich auf eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft, die in Kreisläufen organisiert ist. Zum Beispiel in Simbabwe und Senegal.

Advocacy – für die Änderung politischer Rahmenbedingungen eintreten 

Wir unterstützen unsere Partnerorganisation dabei, das Recht der Menschen auf Zugang zu ihren eigenen lokalen Produktionsressourcen, wie Land und Wasser durchzusetzen. Nationale Agrarreformen müssen diesem Ziel dienen. Wir machen auf die Kriminalisierung sozialer Bewegungen aufmerksam und zeigen Politikerinnen Alternativen auf zum Einsatz von Gewalt als Mechanismus zur Konfliktlösung.
Wir wirken darauf hin, dass unsere Regierungen auf EU-, Bundes- und Länderebene eine in diesem Sinne verantwortliche Sicherheits-, Wirtschafts-, Finanz-, Handels-, Sozial-, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik betreiben.
Mit entwicklungspolitischer Bildungsarbeit bemühen wir uns, die Zivilgesellschaft in Deutschland zu verantwortlichem Handeln zu aktivieren. Zum Beispiel in Senegal und Deutschland.

Sie können diese Arbeit mit einer Spende unterstützen.

10.04.2017

Gepostet in: Aktuelles

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