Unsere Arbeit basiert auf dem Dreiklang FriedenEntwicklungMenschenrechte. Bei all diesen drei Themenbereichen spielen Ressourcengerechtigkeit und die Verhinderung von Ressourcenkonflikten eine wichtige Rolle.

Unser Handeln wird immer von der Überzeugung geleitet, dass es auf diesem Planeten nicht verschiedene, wie auch immer nummerierte oder titulierte Welten, sondern nur eine Welt gibt. Um Ressourcengerechtigkeit zu erreichen, verfolgen wir eine Reihe von Arbeitsansätzen in verschiedenen Projekten und in mehreren Ländern.

Prävention und friedliche Beilegung offener lokaler Ressourcenkonflikte

Die Dorfbewohner von Shinja in Simbabwe lebten im Streit um Wasser. Vor Freude über die gerechte Einigung brachen am Ende alle in Jubel, Gesang und Tanz aus.

Die Dorfbewohner von Shinja in Simbabwe lebten im Streit um Wasser. Vor Freude über die gerechte Einigung brachen am Ende alle in Jubel, Gesang und Tanz aus.

 

  • Etablierung und Unterstützung von Diskussionsforen und gemeindebasierten Vermittlungs- und Mediationsstrukturen wie z.B. in Simbabwe: Wasser für alle!, Burundi und Bolivien
  • Festlegung von (kollektiven) Landrechten, um das Streitig machen von Territorium zu verhindern, wie etwa in Argentinien
  • Publikmachen von Rechtsverletzungen im Zuge von Konflikten, sowohl im Land des Konfliktes als auch international und in Deutschland, auch um die Konflikte somit gerichtlich zugänglich zu machen, wie etwa in Palästina 

 

 

 

Sicherung der Existenzrechte und Zugang zu Ressourcen für grundlegende Bedürfnisse

Frauen auf dem Gemüsemarkt: Im Senegal fördern wir nachhaltige Landwirtschaft, einer unserer Arbeitsansätze, um die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern.

Gemüsemarkt: Im Senegal fördern wir nachhaltige Landwirtschaft, einer unserer Arbeitsansätze, um die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern.

 

  • Einführung und Förderung von Methoden nachhaltiger Landwirtschaft, um die Grundversorgung direkt mit Nahrungsmitteln als auch mit einem Grundeinkommen zu sichern, wie in Simbabwe und Senegal
  • Sicherung kleinbäuerlicher Unabhängigkeit, bspw. in Bezug auf Saatgut
  • Ausbau kommunaler Kooperation
  • Kampf gegen Landraub (land grabbing) und Wasserraub (water grabbing) vor Ort, um die Existenzgrundlage der Ansässigen zu erhalten

 

Förderung der Verteilungs- und Tauschgerechtigkeit und der Abschaffung struktureller Ungerechtigkeiten

Auf dem Feld: In Argentinien arbeiten wir gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung an der Sicherung von (kollektiven) Landrechten.

In Argentinien arbeiten wir gemeinsam mit der indigenen Bevölkerung an der Sicherung von (kollektiven) Landrechten.

 

  • Stärkung gemeinschaftlicher Strukturen, um das erfolgreiche Einfordern von Ressourcengerechtigkeit zu ermöglichen, sowohl in der Mobilisierung bspw. gegen Landraub als auch in der fairen Teilnahme an marktwirtschaftlichen Prozessen, bspw. durch Kooperativen
  • Sicherung von Rechten, bspw. in Bezug auf (kollektive) Landtitel, wie etwa in Argentinien, Kenia und Senegal
  • Inlandsarbeit in Deutschland: positive Beeinflussung der deutschen Öffentlichkeit durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um an den globalen Verhaltensmustern anzusetzen, etwa im Konsumverhalten und Macht- und Handelsstrukturen, die Ressourcenungerechtigkeit bedingen

 

Etablierung und Förderung eines nachhaltigen Entwicklungsmodells: dem Ressourcenschutz

Hände mit Getreide

Mehr als die Hälfte der Weltgetreideproduktion wird verfüttert, verheizt, zu Treibstoff und anderen Industrieprodukten verarbeitet.

 

  • Verbreitung und Unterstützung nachhaltiger Land- und Viehwirtschaft sowie Ressourcen- und Bodennutzung als Gegensatz zur hochschädlichen und massiv ressourcenverbrauchenden industriellen Agrarwirtschaft
  • Förderung von Biodiversität, bspw. durch kleinbäuerliche Saatgutproduktion
  • Stärkung kommunaler Kooperation
  • Inlandsarbeit in Deutschland: Förderung nachhaltiger Konsummuster durch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit beispielsweise durch den virtuellen Wasser-Fußabdruck, um globale und intergenerationale Ressourcenungerechtigkeit zu bekämpfen
  • Etablierung der Auffassung von einer umfassenden Ressourcengerechtigkeit, um den gesellschaftlichen Konsens einer gemeinschaftlichen Verantwortlichkeit zu schaffen, wie etwa in unseren Work-4-Peace-Bildungsprojekten an Schulen in Deutschland

 

 

Text: Micha Hummes

13.04.2017

Gepostet in: Allgemein

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