Die Friedensfilmpreisjury hat es schwer – sie soll suchen, ohne genau zu wissen, was. Kein Mensch weiß, was einen Friedensfilm auszeichnet. Trotzdem wurden bereits 31 Friedensfilme prämiert. Ich habe mir vorgenommen, bei dieser Berlinale mal genauer darauf zu achten, was Kriterien für friedensfördernde Filme sind. Praxis kann ja durchaus theoriebildend sein. Wikipedia beschreibt Frieden als einen heilsamen Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der Tugend der „Friedfertigkeit“. Film und friedfertig? Ich höre schon das Schnarchen aus den Kinosälen. Obwohl, das Wort „Friedfertig“ gefällt mir. Fertig für Frieden! Alle Störungen und Gründe der Beunruhigung sind beseitigt. Das ist zwar eine Sisyphusaufgabe, Aber Sisyphus ist ein passendes Bild für Frieden. Ein Stein der immer gerollt sein will und nicht liegenbleibt, wo man ihn gerne hätte. Merke: ein Friedensfilm rollt störende Steine!

10.02.2017

Gepostet in: Berlinale Friedensfilmpreis

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Wege entstehen beim Gehen – Wege, die das (Über-)Leben sichern, Wege des Friedens und Wege auf denen Menschen und Gruppen ihre Fähigkeiten entfalten können. Dafür mobilisieren wir als Weltfriedensdienst sämtliche zur Verfügung stehenden Mittel und Kräfte. Und dennoch wäre viel mehr nötig! Mit größerem finanziellem Spielraum können wir unsere erfolgreichen Lösungsansätze mit noch mehr Durchschlagskraft und noch mehr Partnern verbreiten.

Möchten Sie andere an Ihren Möglichkeiten teilhaben lassen? Möchten Sie mit dem eigenen Vermögen nachhaltige Entwicklung anstoßen und effektiv helfen? Dann laden wir Sie ein, sich als WFD-WegbereiterIn zu engagieren.

Bereiten Sie mit uns dem Frieden einen Weg! Mit einer jährlichen Spende ab 5.000,00 €, die Sie als Einzelspenderin oder gemeinsam mit einem festen Freundeskreis, Angehörigen oder KollegInnen aufbringen werden Sie zur Wegbereiterin oder zum Wegbereiter.

Als WFD-WegbereiterIn können Sie:

  • ein bestimmtes Projekt fördern.
  • ein Thema fördern, das Ihnen besonders am Herzen liegt.
  • unsere Arbeit insgesamt fördern, denn Friedensarbeit braucht langfristige, zuverlässige Strukturen.

Als WFD-WegbereiterIn sind Sie dichter dran, Sie erhalten von uns:

  • Informationen, wann KooperantInnen und Vertreter der lokalen Partnerorganisationen nach Deutschland kommen – zur Vereinbarung persönlicher Treffen.
  • die Möglichkeit, ausgewählte Projekte vor Ort zu besuchen.
  • regelmäßige Fortschrittberichte.

Ich freue mich auf Ihren Anruf oder Ihre Zuschrift:
ma_steinitz
Katrin Steinitz030 253 990 22,
steinitz@weltfriedensdienst.de
Weltfriedensdienst e.V., Am Borsigturm 9, 13507 Berlin,

Sie sind interessiert? Dann lassen Sie uns eine passende Form für Ihr besonderes Engagement finden.

 

25.08.2016

Gepostet in: Allgemein

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In Guinea-Bissau ist die weibliche Genitalverstümmelung zwar verboten, aber immer noch weit verbreitet.  Der Weltfriedensdienst unterstützt das guineische Netzwerk DJINOPI (dt: Leute, lasst uns vorangehen“), das sich für die Abschaffung dieser folgenschweren Praxis einsetzt. Eine zentrale Rolle spielen dabei Imame, denn das grausame Ritual wird religiös begründet. Daher kam die im vergangenen Jahr veranstaltete Konferenz einem Durchbruch gleich. Diese wurde unter anderem von der deutschen NRO TARGET e.V. und dem Weltfriedensdienst unterstützt.

Die „Islamkonferenz zur Ächtung der weiblichen Genitalbeschneidung“ begann mit einem Eklat. Imam Aboubacar Touré ergriff das Wort: „Warum diskutieren wir über weibliche Genitalbeschneidung? Das Thema hat keinerlei Relevanz für Guinea-Bissau. Wir sollten uns mit anderen Verbrechen wie dem Drogenmissbrauch durch Jugendliche beschäftigen Die gleiche Frau, die wir vor der Genitalbeschneidung bewahren wollen, lässt vielleicht später eine Abtreibung vornehmen. Warum reden wir nicht über dieses Verbrechen?“

Redner bei der Islamkonferenz gegen Genitalverstümmelung

Rede eines Gelehrten, während der Islamkonferenz gegen Genitalverstümmelung

45 Islamgelehrte aus dem In- und Ausland  sowie der guineische Gesundheitsminister und die Vorsitzenden einiger Frauenorganisationen nahmen teil. Anerkannte religiöse Persönlichkeiten unterstrichen, dass der Islam jegliche physische Gewaltanwendung verbiete. Eingriffe in den menschlichen Körper seien verboten, sofern sie Schaden verursachten. Folglich sei die weibliche Genitalverstümmelung ein überlieferter Brauch, dem Einhalt geboten werden müsse.

Ein wichtiger Schritt gegen Genitalverstümmelung, auf den Taten folgen müssen

Nach zwei Tagen intensiver Diskussionen und Debatten ergriff Imam Aboubacar Touré erneut das Wort. „Diese Konferenz war wie eine Schule. Vorher habe ich es abgelehnt, mich mit dem Thema Genitalverstümmelung zu beschäftigen. Nachdem ich Männern zugehört habe, die mich in Gelehrtheit bei weitem übertreffen, habe ich die Wahrheit gesehen und meinen Irrtum erkannt.“ Wie alle anderen Konferenzteilnehmer unterzeichnet er die Erklärung von Bissau, in der es heißt:

„Der Oberste Rat für Islamische Angelegenheiten und die Imame in Guineas-Bissau schließen sich der Ächtung der weiblichen Genitalbeschneidung durch namhafte islamische Gelehrte an. Möge Allah uns helfen, in naher Zukunft die schädliche Praxis für die Gesellschaft im Allgemeinen und für Mädchen im Speziellen zu beenden.“

Die Präsidentin des Projekts Djinopi, Domingas Gomes, unterstreicht: Auch nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Abschaffung der weiblichen Genitalbeschneidung werden Mädchen beschnitten. Deshalb sei Aufklärungs- und Bewusstseinsarbeit die einzige wirksame Waffe zur Verteidigung der physischen Integrität der Mädchen

13.07.2016

Gepostet in: Guinea-Bissau: Alternativen zur Genitalverstümmelung fördern

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beschlossen am 23.11.2013 von der WFD-Mitgliederversammlung

Wer wir sind

Die Mehrzahl unserer Mitglieder hat eine Zeit in einer anderen Kultur gelebt und gearbeitet und mit viel Unterschiedlichem und menschlich Gleichen Erfahrungen gemacht. Das hat uns zu WeltbürgerInnen werden lassen.

Die Mehrzahl unserer Mitglieder hat eine Zeit in einer anderen Kultur gelebt und gearbeitet und mit viel Unterschiedlichem und menschlich Gleichen Erfahrungen gemacht. Das hat uns zu WeltbürgerInnen werden lassen.

Wir sind eine parteipolitisch und weltanschaulich unabhängige Organisation der Zivilgesellschaft und davon überzeugt, dass alle Menschen weltweit dasselbe Recht haben, friedlich in gerechten Verhältnissen zu leben. Als Weltbürgerinnen und Weltbürger verstehen wir uns als Teil der internationalen Zivilgesellschaft und der weltweit bestehenden, vielfältigen friedenspolitischen Organisationen.

Understanding? Try it!

Understanding? Try it!

Was wir wollen

Wir unterstützen die Idee eines globalen Gesellschaftsvertrages in unserer Einen Welt und leisten einen Beitrag zur Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen zum wechselseitigen Nutzen. Dafür engagieren wir uns im eigenen Land und weltweit.

Wir vertrauen auf die Kraft der Kooperation und der Gewaltfreiheit beim Erkennen von Interessensunterschieden und Konfliktursachen, beim konstruktiven Umgang mit Konflikten und bei der Umsetzung der gemeinsamen Ziele.

Was uns leitet

Frieden erfordert soziale Dynamik und Entwicklung, die selbstbestimmte Entfaltung von kreativen und sozialen Potentialen der Menschen zulassen. Frieden braucht gleiche soziale, ökonomische und politische Rechte für alle und die Anerkennung der universellen Menschenrechte.

Friedenspflicht ist unteilbar und nachhaltig, wenn wir Frieden – in Achtung vor dem Leben – auch als Frieden mit unserer Umwelt und für künftige Generationen gestalten. Es geht um die Bewahrung unserer lebensnotwendigen Gemeinschaftsgüter.

 Was wir tun

Mit unseren Partnern im globalen Süden arbeiten wir vor Ort an konstruktiven Konfliktlösungen und am Schutz und der Verbesserung der Lebensgrundlagen.
Im Norden engagieren wir uns im Globalen Lernen und verschaffen den Anliegen unserer Südpartner Gehör.

Beispiele unserer Auslandsarbeit

> Argentinien: Indigene kämpfen um ihr Land

> Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

> Burundi: Versöhnung unterstützen

Beispiele unserer Inlandsarbeit
> Kampagnen und Bildungsarbeit
> Kampagnenseite www.wasserraub.de

06.07.2016

Gepostet in: Mitgliedschaft und Vorstand

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Auf die  zentrale Frage, die in Ländern der ganzen Welt gestellt wird, brauchen Friedensarbeiter heute neue Antworten. Eine davon ist Advocacy – Anwaltschaft für andere.

Wie schaffen wir Gerechtigkeit?

Multinationale Unternehmen expandieren in allen Erdteilen, europäische Handelsabkommen öffnen Afrikanern die Türen oder schließen sie, örtliche Initiativen werden durch Politik aus der Hauptstadt beeinflusst: Damit die Arbeit an der Basis nachhaltig erfolgreich ist, müssen Friedensakteure heute immer auch auf politische und gesellschaftliche Kräfte einwirken.

Advocacy – aber wie?

Für die zweite Ausgabe des WFD-Themenmagazins haben wir Innen- und Außenperspektiven eingeholt und politische und wirtschaftliche Akteure befragt. Die Beiträge zeigen: Die Friedensarbeit ist gefordert. Es ist Zeit, aus den Erfahrungen zu lernen, andere Expertisen abzufragen und die vorhandenen Werkzeuge gezielt zu nutzen. Medien aufmerksam machen, Politiker einbinden, mit Unternehmen zusammenarbeiten – das braucht Kreativität und Professionalität. Der neue Kompass möchte dafür Impulse setzen und ein Bewusstsein schaffen für die Chancen und Risiken, die in der Anwaltschaft für andere liegen.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und freuen uns auf eine Debatte, die weiter führt.

Kompass Nr. 2 – Inhaltsverzeichnis

Kompass Nr. 2 - Advocacy

Kompass Nr. 2 – Advocacy

Position

Hans Jörg Friedrich – Von Advocacy bis Ziviler Friedensdienst

Teil 1: Advocacy bis Interessen
Teil 2: Justiz bis Orte
Teil 3: Personalkapazitäten bis Ziviler Friedensdienst

22 Katrin Miketta  – Im Fluss
35 Joachim C. Wehnelt und Doerthe Beer – Ausblick

In Aktion

ZFD vor Ort
6 Shecku Kawasu Mansaray – Das Ohr ist der Weg
12 Caroline Caesar – Ein neues Zugpferd
24 Annette Fingscheidt – Schutz für MenschenrechtsschützerInnen
32 Cathy Kopp – Anwältinnen für den Frieden

Kampagnen
16 Martin Zint – Aus dem Scheitern lernen
21 Steffi Barisch – Lebensfreude wirkt
23 Ulrike von Wiesenau – Steter Tropfen

Werkzeuge

Foto: Christof Krackert – Bilderbrücke
14 Film: Marianne Gysae – Film ab!
26 Web: Judith Orland – Online mehr erreichen

Akteure

10 Politik: Dany Cohn-Bendit – “Du musst den Schutzpanzer öffnen”
18 Wissenschaft: Dr. Dieter Plehwe – Von der Kunst, Einfluss zu nehmen
28 Wirtschaft: Dr. Katrin Käufer und KOMPASS-Redaktion – Global Alliance for Banking on Values
30 Internationales Rotes Kreuz: Nicolai Panke – Vertraulicher Dialog

 

27.06.2016

Gepostet in: Der KOMPASS - Das Fachmagazin des Weltfriedensdienst

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