von Dr. ULRICH LUIG

Die Gründungsphase

Der Weltfriedensdienst wurde während einer Tagung im Dezember 1959 in der evangelischen Akademie Berlin gegründet. Die Gründergeneration war geprägt von den Erfahrungen der Nazi-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges. Die meisten von ihnen waren politisch engagierte Christen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung mit den ehemaligen Feinden Deutschlands einsetzten.

Die Themen dieser Zeit waren bestimmt durch den Kalten Krieg und die atomare Aufrüstung zwischen Ost und West auf der einen Seite und die Notwendigkeit der Überwindung von Armut durch Entwicklung in den Ländern des Südens auf der anderen Seite. Frieden und Entwicklung bestimmten daher die Vision von einem „Weltfriedensdienst“ von Anfang an. Dabei wurde nicht nur Entwicklung, sondern auch Krieg und Frieden als dynamische Prozesse verstanden. Eugen Rosenstock-Huessy, der geistige Vater des Weltfriedensdienstes, formulierte daher: „Das Gegenteil von Krieg ist nicht Frieden, sondern Friedensdienst“.

Internationaler Freiwilligendienst für Entwicklung, Frieden und Versöhnung

Ursprünglich gedacht war der Weltfriedensdienst als ein Bündnis von Freiwilligendiensten aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen, die in Kurzzeiteinsätzen (Workcamps) gemeinsame Aufbauarbeit in Krisen- und Notgebieten der Welt leisten sollten. Dabei würden sich die Freiwilligen untereinander und die jeweilige Bevölkerung kennen und respektieren lernen und so zu Entwicklung, Frieden und Versöhnung in der Welt beitragen. Das meinte der Name Welt-Friedens-Dienst.

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05.07.2016

Gepostet in: Mitgliedschaft und Vorstand

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1957 Gründung der Aktionsgemeinschaft für die Hungernden (AfdH) in Berlin (heute: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.).

1958 Gründung der Aktion Sühnezeichen in Berlin (ASZ).

1959 Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Weltfriedensdienst“ (WFD) in der Evangelischen Akademie Berlin.

1960 Zusammenführung von AfdH, ASZ und WFD in einen gemeinsamen Verein „Versöhnungsdienst“.

1960 Beginn des ersten Weltfriedensdienst-Projektes in Servia/ Nord-Griechenland mit Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen, des Christlichen Friedensdienstes und des Internationalen Zivildienstes. Weitere Projekte und Arbeitseinsätze mit insgesamt 65 Freiwilligen in Indien, Afghanistan, Ägypten und Kamerun in der Folgezeit.

1967 Ausreise der ersten Entwicklungshelfer mit langfristigen, zwei- oder dreijährigen Verträgen an die Elfenbeinküste: Beginn der ländlichen Gemeinwesenarbeit Nia-Dia / Lakota, die vom Weltfriedensdienst bis 1980 gefördert wurde. (mehr …)

05.07.2016

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