Schüsseln mit verschiedenem Saatgut

Samenfestes Saatgut aus kleinbäuerlicher Produktion: Vielfalt auf dem Acker bedeutet Vielfalt auf dem Teller.

Hybridsaatgut ist eine Errungenschaft der modernen Landwirtschaft. Es entsteht durch die Kreuzung auf besondere Merkmale hin gezüchteter Elternpflanzen. Die erste Generation der so erzeugten Nachkommen vereint die guten Eigenschaften der „reinerbigen“ Elternlinien und kann auf diese Weise bemerkenswerte Ertragszuwächse liefern.

Allerdings sind die Ansprüche dieser Hybridpflanzen an Klima, Boden, Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel sehr viel höher als bei sogenannten samenfesten Pflanzen, die am Standort durch offene Bestäubung vermehrt wurden und weniger spezialisiert sind. Hybridpflanzen sind nur eingeschränkt und teilweise gar nicht zur Wiederaussaat, (Nachbau) geeignet. Bereits in der zweiten Generation gehen viele der guten Eigenschaften durch Vermischung der Genotypen wieder verloren. Um dieser Ertragseinbuße zu entgehen, muss das Saatgut vor jeder Aussaat neu gekauft werden. Für die großen Saatguthersteller ist das ein gutes Geschäft, die Bauern – nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern auch bei uns – geraten schnell in Abhängigkeit und verschulden sich oft hoffnungslos.

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01.12.2009

Gepostet in: Nachhaltige Landwirtschaft

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