Gewalt gegen Frauen in Simbabwe stellt ein großes gesellschaftliches Problem dar. Circa 30% der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren gaben an, schon einmal Opfer physischer Gewalt geworden zu sein. Auch politisch motivierte Gewalttaten richten sich sehr häufig gegen Frauen, um sie und ihre Familien einzuschüchtern. Aus diesem Grund engagiert Musasa sich mit dem Projekt Pamusasa für Gewaltprävention und die Unterstützung von Opfern die geschlechterbezogene Gewalt erlebten.

„2008, im Jahr der Wahlen, musste  mein Ehemann nach Mosambik fliehen. Er war politisch aktiv, in der Opposition. Ich wurde geschlagen und missbraucht von einem der Anführer aus unserem  Dorf. Ich war schwanger. Unser Kind kam zur Welt. Zwei Wochen später wurde ich eingesperrt und sollte hingerichtet werden.  Sie fragten ununterbrochen, wo mein Ehemann sei. Ich hatte Angst! Ich wollte weg. Sie haben mich  bedroht und  vergewaltigt.

Mein Mann kam wieder, wir gingen zur Polizei. Politisch motivierte Gewalt? Davon wollte  man nichts wissen! Mein Baby hatte zu viel durchstehen müssen, es starb kurze Zeit später.

Nach einiger Zeit wurde der Täter aber doch verurteilt. Ich bin froh, dass mein Fall vor Gericht kam. Mein Mut hat mich so weit getragen. Ich möchte allen Frauen sagen: Seid mutig, haltet durch!“

Gesellschaftliche Ächtung der Opfer 

So zynisch es klingt: Es hätte noch schlimmer kommen können. Oft werden vergewaltigte Frauen und Kinder von der eigenen Familie und der Gesellschaft stigmatisiert und ausgeschlossen. Und die durch Vergewaltigung entstandenen Kinder erinnern ihre Mütter tagtäglich an die erlittene Gewalt. Die Mütter schwanken zwischen Liebe, Hass und Schuld. Häufig bleiben Frauen mit ihren Erfahrungen allein und erzählen niemandem davon, aus Scham und Angst.
Das Projekt von Musasa versucht den betroffenen Frauen einen sicheren Ort zu geben, an dem Geschehenes verarbeitet werden kann. Durch Kontakt mit Gemeinden, BeamtInnen und traditionellen EntscheidungsträgerInnen wird versucht, die Menschen für das Thema politisch motivierter Gewalt zu sensibilisieren.

 

06.07.2016

Gepostet in: Simbabwe: Unterstützung für Überlebende von geschlechterbezogener Gewalt

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Ein Bericht in Bildern:

31.05.2016

Gepostet in: Aktuelles von work4peace, Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

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Viehhaltung ist in Zimbabwe traditionell in Männerhand. Aufgrund tiefer kultureller und ökonomischer Verwurzelung, betreiben auch heute noch wenige Frauen Viehhaltung.

In Simbabwe macht sich der Klimawandel mit unregelmäßigen Niederschlägen und längeren Trockenphasen bemerkbar. Das hat gravierende Auswirkungen auf den traditionellen Ackerbau. Bodenerosion und versiegende Quellen führen immer wieder zu großflächigen Ernteausfällen. Dadurch ist die Ernährungssouveränität vieler Menschen akkut bedroht. Durch Viehhaltung können diese Herausforderungen für Kleinbauern-Familien leichter bewältigt werden.

Ein Mann und eine Frau sitzen auf eine Zaun umgeben von Rindern, Viehhaltung

Traditionelle Rollenbilder haben beim Kampf gegen die Folgen des Klimawandels wenig Bedeutung

Im Jahre 2011 führte TSURO im Distrikt Chimanimani eine Erhebung durch. Diese ergab, dass 34% der Haushalte mittlerweile von Frauen geführt werden. Das ist vor allem mit massiver Arbeitsmigration und dem HI-Virus zu erklären. Daher ist es wichitg auch Frauen an der Viehhaltung zu beteiligen, um ihre Ernährungssicherheit und Lebensqualität zu sichern.

Die Projektarbeit von TSURO zur Förderung nachhaltiger Weidewirtschaft hat in dieser Hinsicht einiges in Bewegung gesetzt. In der Region Chisuko demonstrieren Frauen eindrucksvoll, dass sie als Viehhalterinnen eine starke Rolle im Prozess der ländlichen Entwicklung spielen.

09.02.2016

Gepostet in: Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

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