Amos Comenius Gymnasium in Bonn

Logo des Nord-Süd-Arbeitskreises des Amos-Comenius-Gymnasium in BonnDer Nord-Süd-Kreis ist ein Initiativkreis aus Lehrkräften, Schülerinnen, Schülern und Eltern, der 1999 mit dem Ziel gegründet wurde, Projektpartnerschaften mit Menschen in Entwicklungsländern zu übernehmen. In den ersten Jahren wurde der Aufbau eines Berufsbildungszentrums für Straßenkinder in Rio de Janeiro unterstützt. Seit 2003 fördert der Nord-Süd-Kreis die senegalesische Organisation ENDA ProNat unter der Schirmherrschaft des Weltfriedensdienstes (WFD). Schwerpunkt dieses Projekts ist die Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft. Die Bauern erhalten vor Ort Fortbildungen über Anbautechniken und Vermarktung ihrer Ernte. In diesem Zusammenhang unterhält das ACG Kontakte zu Schulen im Raum Guédé, Senegal.

Amos Comenius Gymnasium in Bonn

Logo des Nord-Süd-Arbeitskreises des Amos-Comenius-Gymnasium in BonnDer Nord-Süd-Kreis ist ein Initiativkreis aus Lehrkräften, Schülerinnen, Schülern und Eltern, der 1999 mit dem Ziel gegründet wurde, Projektpartnerschaften mit Menschen in Entwicklungsländern zu übernehmen. In den ersten Jahren wurde der Aufbau eines Berufsbildungszentrums für Straßenkinder in Rio de Janeiro unterstützt. Seit 2003 fördert der Nord-Süd-Kreis die senegalesische Organisation ENDA ProNat unter der Schirmherrschaft des Weltfriedensdienstes (WFD). Schwerpunkt dieses Projekts ist die Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft. Die Bauern erhalten vor Ort Fortbildungen über Anbautechniken und Vermarktung ihrer Ernte. In diesem Zusammenhang unterhält das ACG Kontakte zu Schulen im Raum Guédé, Senegal.

Von Flavio Hell, erschienen im amosaktuell

Flavio Hell ist in der zwöflten Klasse und berichtet in der Schülerzeitung des Amos Comenius Gymnasiums Bonn über einen Diskussionsabend mit PolitkerInnen, SchülerInnen und Hans-Jörg Friedrich vom Weltfriedensdienst.

Am 12. September 2017 um 19:30 Uhr fand am Amos eine Podiumsdiskussion mit Bonner Politikerinnen und Politikern statt. Unter dem Motto „Fluchtwege? – Auswege! Die deutsche Afrika-Politik auf dem Prüfstand“ wurden Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen sowie Außenstehende dazu eingeladen, sich die Meinungen der Bonner Spitzenkandidat/innen der etablierten Parteien anzuhören und anschließend selbst Fragen zu stellen. Nachdem ausführlich über die Afrikapolitik debattiert wurde, konnten auch Fragen zu anderen Themen vom Publikum an die Politiker/innen gestellt werden.

Der Diskussionsabend (von links nach rechts): Claudia Lücking-Michel, Hans-Jörg Friedrich, Ulrich Kelber, Simone Pott, Katja Dörner Foto: Ian Umlauff

Anlass dieser Podiumsdiskussion war ein offener Brief des Nord-Süd-Kreises am Amos, welcher sich bereits seit Jahren für die Wiedererlangung der Ernährungssouveränität im Senegal einsetzt, an Kandidat/innen in Bonn für die Bundestagswahl 2017. Eingeladen waren die Spitzenkandidat/innen der CDU (Claudia Lücking-Michel), der SPD (Ulrich Kelber), der FDP (Alexander Graf Lambsdorff), von Bündnis 90 Die Grünen (Katja Dörner) und Die Linke (Jürgen Repschläger). Der Vertreter der Linken war zeitlich verhindert, die FDP hatte nicht auf die Einladung geantwortet. Zusätzlich zu den Politikerinnen und Politikern nahm auch Hans-Jörg Friedrich vom Weltfriedensdienst teil, um als Sachverständiger mitzudiskutieren und Fachfragen zu klären. Geleitet wurde die Diskussion von Simone Pott, Pressesprecherin der Deutschen Welthungerhilfe.
Nach einer kurzen Einleitung durch Herrn Weigeldt stellten einige Vertreter/innen des Nord-Süd-Kreises ihren Brief an die Politiker/innen vor. In diesem wurden die Missstände im Senegal und auch die damit in Verbindung stehenden Forderungen, wie die Bekämpfung des Landgrabbings und der Wiederaufbau des Kleinbauerntums in Afrika, an die Politik angesprochen. Durch Landgrabbing sichern sich große Konzerne oder z. B. Banken riesige Mengen Land und entziehen so den Gemeinden oder Kleinbauern vor Ort die Möglichkeit, Nahrung für sich selbst oder den Verkauf anzubauen.
Zunächst hatten alle an der Diskussion Beteiligten die Möglichkeit, zu diesen Forderungen Stellung zu nehmen und auch ihre Ziele für die Zukunft vorzustellen. Alle drei Politiker/innen waren sich einig, dass das Landgrabbing gestoppt werden müsse. Zudem plädierte Ulrich Kelber dafür, dass Afrika zur wirtschaftlichen Stabilisierung den Import von Lebensmitteln abschaffen dürfen sollte. Er verwies aber auch darauf, dass es nicht ausreiche, die europäischen Partnerländer zu einem fairen Umgang mit Afrika zu bewegen, und nannte in diesem Zusammenhang auch die schwierige Rolle, die China spielt. Auch Katja Dörner von den Grünen war der Meinung, dass Deutsche und Europäer insgesamt aufhören müssen, sich in afrikanische Märkte einzumischen, indem man z. B. nach Afrika importierte Ware billiger verkaufe, als es die Kleinbauern in Afrika tun könnten.
Anschließend wurden Publikumsfragen zu dieser Thematik vorgelesen und beantwortet. Auffällig war vor allem die Häufung der Frage, wie man als einzelne Person selbst aktiv helfen könne. Katja Dörner betonte, dass man als Einzelner vor allem auf seinen persönlichen Konsum achten und nur solche Produkte kaufen solle, die „fair“ produziert seien. Frau Lücking-Michel wies darauf hin, dass eine Entschuldung afrikanischer Länder dann nichts einbringe, wenn diese sich danach sofort wieder neu verschuldeten. Sie mahnte zudem eine aktivere Rolle und Mithilfe der afrikanischen Staaten selbst an.
Insgesamt wurde sehr deutlich, dass viele gute/mögliche Lösungen daran scheitern, dass auf übergeordneter politischer Ebene keine genügende Absprache stattfinde, so dass die deutsche Politik nicht wirklich kohärent sei.
Nach ca. 1,5 Stunden wurde die Diskussion zu Afrika beendet, um Platz für weitere aktuelle Fragen zu schaffen. Dadurch konnten die Spitzenkandidat/innen im Hinblick auf die kurz bevor stehende Bundestagswahl ihre Meinung bzw. die ihrer Partei zu verschiedenen Themen präsentieren und dafür werben.
Zum Thema Integration teilten die drei Vertreter/innen in fast allen Aspekten eine ähnliche Meinung. So plädierten sie dafür, dass man allen Flüchtlingen, egal ob sie befristet oder unbefristet im Land sind, eine gute und schnelle Integration anbieten müsse, auch wenn klar sei, dass nicht jeder dauerhaft in Deutschland bleiben könne. Alle drei waren sich auch einig, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland und eine Abschiebung dorthin nicht akzeptabel sei.
Auch in der Diskussion über den Abgasskandal der Dieselautos und den Klimawandel vertraten alle drei Kandidat/innen meist ähnliche Standpunkte. So sprachen sie sich klar für die Förderung der alternativen Mobilität wie Elektrofahrzeuge aus und legten Wert darauf, dass der Abgasausstoß dringend minimiert werden müsse. Ulrich Kelber wandte sich hier ausdrücklich auch gegen die Politik seiner eigenen Partei, die sich gegen den vor allem von den Grünen geforderten Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Braunkohleförderung ausspricht. Auch bei der Beantwortung kritischer Fragen aus dem Publikum zum Thema Massentierhaltung traten alle drei Politiker/innen für eine artgerechtere Haltung und für mehr Qualität statt Masse ein. Hier wies Frau Lücking-Michel aber darauf hin, dass Endverbraucher/innen dann höhere Preise im Gegenzug für bessere Lebensbedingungen der Tiere akzeptieren müssten. Nach einer knappen weiteren Stunde Diskussion beendete die Moderatorin Simone Pott die Podiumsdiskussion.
Insgesamt wurden aktuelle politische Themen angesprochen, welche direkten Einfluss auf unseren Alltag oder unsere allgemeine Situation haben. Auch für diejenigen, die sich bisher weniger mit Politik beschäftigt haben, wurde es leicht gemacht, den Themen zu folgen, da das Vokabular einfach blieb und die Themen verständlich erklärt und diskutiert wurden. Allerdings fiel an vielen Stellen auf, dass die Politiker/innen kaum wirklich kontrovers diskutierten, weshalb es zu keiner wirklich spannenden Debatte kam. Nicht zu übersehen war auch, dass diese Diskussion von den Politikerinnen und Politikern hauptsächlich dafür genutzt wurde, um vor allem für die Erststimme bei der Bundestagswahl zu werben, die zu einem Direktmandat in den Bundestag verhelfen sollte. So wurden mehrfach die individuellen Meinungen der Spitzenkandidat/innen vorgestellt und erläutert. Es gab sogar große Unterschiede zwischen manchen Aussagen, wie z. B. von Ulrich Kelber und dem Wahlprogramm der SPD (Braunkohle-Ausstieg) oder auch Frau Lücking-Michel und ihrer Partei.

Insgesamt war die Podiumsdiskussion eine gut geleitete und strukturierte Veranstaltung mit vielen Anregungen für weitere Diskussionen. Gleichzeitig war es auch eine gute Möglichkeit, die Bonner Spitzenkandidat/innen der Parteien besser kennenzulernen und sich ein genaueres Bild von ihnen zu machen.

19.12.2017

Gepostet in: Aktuelles, Amos Comenius Gymnasium in Bonn

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Logo des Nord-Süd-Arbeitskreises des Amos-Comenius-Gymnasium in BonnDer Nord-Süd-Kreis ist ein Initiativkreis aus Lehrkräften, Schülerinnen, Schülern und Eltern, der 1999 mit dem Ziel gegründet wurde, Projektpartnerschaften mit Menschen in Entwicklungsländern zu übernehmen. In den ersten Jahren wurde der Aufbau eines Berufsbildungszentrums für Straßenkinder in Rio de Janeiro unterstützt. Seit 2003 fördert der Nord-Süd-Kreis die senegalesische Organisation ENDA ProNat unter der Schirmherrschaft des Weltfriedensdienstes (WFD). Schwerpunkt dieses Projekts ist die Ernährungssicherung durch nachhaltige Landwirtschaft. Die Bauern erhalten vor Ort Fortbildungen über Anbautechniken und Vermarktung ihrer Ernte. In diesem Zusammenhang unterhält das ACG Kontakte zu Schulen im Raum Guédé, Senegal.

von RAINER VAN HEUKELUM (veröffentlicht in amosaktuell)

Zum Besuch von Jörg John und Oumar Sow aus dem Senegalde-acg-pronat-oumarsow-joergjohn

Als im Frühjahr der WFD uns anbot, Gäste aus dem Senegal für eine Woche in Bonn zu empfangen, mussten wir nicht lange überlegen und nahmen dankbar an. Was für eine Gelegenheit, sich und unsere Schüler/innen und Schüler aus erster Hand über die Fortschritte in unserem unterstützten Projekt zu informieren und über die Entwicklungen im Senegal im allgemeinen! 5 Jahre nach seinem ersten Besuch in Bonn konnte ich dann wieder den Schulleiter der Grundschule in Guédé und Leiter des ökologischen Schulnetzwerks, Herrn Oumar Sow, diesmal in Begleitung des Agraringenieurs und Mitarbeiters von WFD und EndaPronat, Herrn Jörg John, am Bahnhof in Bonn begrüßen. Beide arbeiten im seit Jahren vom ACG unterstützten Projekt „Umwelt schützen – Ernährung sichern“ und setzen sich dabei für die Belange der Kleinbauern und der Natur ein angesichts von Ressourcenverschwendung und Landraub durch Großinvestoren.

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29.01.2015

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Eltern,

zwei Jahre ist es her, dass ich Sie zuletzt in einem Weihnachtsbrief über die Entwicklung unserer Nord-Süd-Aktivitäten informiert habe. In der Zwischenzeit ist viel geschehen und ich möchte Ihnen in der gebotenen Kürze von den wichtigsten Ereignissen der beiden letzten Jahre berichten.

Das Jahr 2013 begann mit der erfreulichen Nachricht des WFD, dass unser Spendenergebnis für das Nord-Süd-Projekt im Jahre 2012 bei 24012,91 Euro lag, ein Betrag, der durch zahlreiche Aktivitäten und nicht zuletzt durch Sie aufgebracht werden konnte.
Unsere inländische Nord-Südarbeit konzentrierte sich weiterhin auf die Landgrabbing-Thematik. Mit einer Ausstellung im unteren Aulafoyer zu diesem Thema vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (= VEN) in der Zeit vom 18.2 bis 08.03.2013 informierten wir die Schulöffentlichkeit und konnten dabei viele Schüler/innen erreichen. Insgesamt 17 Kurse und Klassen besuchten mit ihren Lehrern diese Ausstellung, darüber hinaus war sie während der Schulöffnungszeiten auch für Gäste frei zugänglich.
Wir warben für eine Unterschriftensammlung zugunsten der Kleinbauern im Senegal und verfassten am 20.04.13 einen Brief an drei Bundesministerien gegen den Landraub im Senegal durch multinationale Unternehmen mit zwei zentralen Forderungen: Beendigung der den Landraub in Afrika begünstigenden Subventionierung von Bio-Kraftstoff und Einsatz für die Förderung agrarökologischer Landwirtschaft sowie die Stärkung der Rechte der Kleinbauern.

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20.12.2014

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Pressemitteilung

Zum neunten Mal möchte das Amos-Comenius-Gymnasium in diesem Jahr den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, an einem „Tag des sozialen Engagements“ (=TSE), sich ganz persönlich für die Menschen in der Südhälfte unserer Erdhalbkugel einzusetzen.

Nach dem Motto „Einen Tag jobben – viele Tage helfen“ findet der TSE in diesem Schuljahr am 02.07.14 statt. Nach einem Beschluss der Schulkonferenz soll an diesem Tag Unterricht in anderer Form geschehen. Schüler/innen der Klassen 8-Q1 suchen sich einen Job bei einem Arbeitgeber und schließen mit ihm einen Arbeitsvertrag ab. Schüler/innen der Klassen 5-7 besorgen sich eine Helferkarte und lassen sich Hilfen im Familien- und Bekanntenkreis vergüten. Sie werden dafür an diesem Tag vom Fachunterricht befreit. Darüber hinaus besteht für die Unterstufe die Möglichkeit, durch Aktivitäten in Gruppen phantasievolle Aktionen (z.B. Musizieren, Kuchenverkauf usw.) zur Geldbeschaffung zu planen und durchzuführen. Der vereinbarte Arbeitslohn sowie die anderen Einnahmen kommen dem Nord-Süd-Projekt der Schule zugute.

de-acg-TSE-Artikel

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07.07.2014

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von ASTRID WIEDMANN / RAINER VAN HEUKELUM

Wenn SchülerInnen zur Schule kommen, obwohl sie gar keinen Unterricht haben, dann muss was besonderes Anstehen. So etwas wie der zur guten Tradition gewordene „Tag des sozialen Engagements“ (TSE) an der Amos-Comenius-Schule in Bonn, welche sich schon lange für das Nord-Süd-Projekt PRONAT engagiert.

Kuchenverkauf während des Tages des sozialen Engagements, Amos Comenius Gymnasium, Bonn

Kuchenverkauf während des Tages des sozialen Engagements, Amos Comenius-Gymnasium, Bon

Obwohl die Schulzeitverkürzung einen ganzen Jahrgang wegrationalisiert hat, sind die Einnahmen fast so hoch wie in den Vorjahren. Die SchülerInnen gaben ihr bestes und wurden dieses Jahr von noch mehr Teilnehmern unterstützt.

Ein voller Erfolg ist die Gesamtsumme von über 15.000 Euro! Doch nicht nur am TSE engagierten sich die SchülerInnen, es wurde auch an anderen Tagen für das Nord-Süd-Projekt gesammelt, verkauft und musiziert. Im Projekt PRONAT werden senegalesische Bauern bei der Umschulung auf ökologischen Landbau und in ihrem Kampf gegen Landraub unterstützt.

 

 

 

 

22.07.2013

Gepostet in: Amos Comenius Gymnasium in Bonn

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