Argentinien: Indigene auf dem Weg in ein besseres Leben

Die Indigenen sind heute in Argentinien eine gesellschaftliche Randgruppe. Sie haben mit besonders drastischen sozialen Problemen zu kämpfen. Um der indigenen Bevölkerung ein Leben in Würde zu ermöglichen braucht es „desarollo con identidad“ – „Entwicklung mit Identität“. Dabei geht es darum, die eigene Kultur zu bewahren, ohne sich dem Fortschritt zu verschließen. Unser Partner ProSoCo in der argentinischen Region Salta arbeitet auf dieses Ziel hin.

Argentinien: Indigene auf dem Weg in ein besseres Leben

Die Indigenen sind heute in Argentinien eine gesellschaftliche Randgruppe. Sie haben mit besonders drastischen sozialen Problemen zu kämpfen. Um der indigenen Bevölkerung ein Leben in Würde zu ermöglichen braucht es „desarollo con identidad“ – „Entwicklung mit Identität“. Dabei geht es darum, die eigene Kultur zu bewahren, ohne sich dem Fortschritt zu verschließen. Unser Partner ProSoCo in der argentinischen Region Salta arbeitet auf dieses Ziel hin.

Indigene Schüler der landwirtschaftlichen Sekundarschule Escuela de la Familia Agrícola in Argentinien.

Schüler der landwirtschaftlichen Sekundarschule Escuela de la Familia Agrícola (EFA), Programas Sociales Comunitarios (ProSoCo) in Argentinien

Indigene sind heute in Argentinien eine gesellschaftliche Randgruppe. Sie haben mit besonders drastischen sozialen Problemen zu kämpfen. Als Amerigo Vespucci 1502 als erster Europäer den Norden des heutigen Argentinien bereiste, fand er eine von den Inkas inspirierte, ausdifferenzierte Kultur vor. Es folgte eine Geschichte beispielloser Aneignung und Ausbeutung von Land und Ressourcen. Die Interessen und legitimen Ansprüche der lokalen Bevölkerung wurden vollkommen ignoriert. Und diese Geschichte setzt sich bis heute fort.

Indigene am Rande der Gesellschaft

Die weiße Mehrheitsgesellschaft des aufstrebenden Landes Argentinien hat die überlebenden Nachfahren der ursprünglichen Bevölkerung aus ihrem kollektiven Bewusstsein verbannt. So stehen heute die etwa zwei Millionen Menschen am Rande einer Gesellschaft, deren Gesetze nicht für sie gemacht wurden. In etwa einem Drittel der indigenen Haushalte können wichtige Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden. Die Kinder- und die Müttersterblichkeit ist extrem hoch, die Lebenssituation ist durch niedrige Einkommen, prekäre Wohnverhältnisse, unzureichende Wasserversorgung, Unter- und Fehlernährung gekennzeichnet.

Die Ergebnisse ungebremster wirtschaftsliberaler Politik

Kaum regulierte Privatinvestitionen sind Ergebnis ungebremster wirtschaftsliberaler Politik. Sie führt dazu, dass vermehrt Konflikte um Boden und Wasser entstehen. Dies und die Folgen des Klimawandels zerstören die Lebensgrundlagen der indigenen Gemeinden. Durch die Verdrängung der indigenen Landwirtschaft und des Handwerks verlieren die Gemeinden die Möglichkeit zur Selbsthilfe. Zwar gibt es sowohl auf Bundes- als auch auf Provinzebene zahlreiche Gesetze zum Schutz der indigenen Kultur, diese werden aber nicht oder nur mangelhaft und schleppend umgesetzt.

Entwicklung mit Identität

Um der indigenen Bevölkerung ein Leben in Würde zu ermöglichen braucht es „desarollo con identidad“ – „Entwicklung mit Identität“. Dabei geht es darum, die eigene Kultur zu bewahren, ohne sich dem Fortschritt zu verschließen. Unser Partner ProSoCo in der argentinischen Region Salta arbeitet auf dieses Ziel hin. An der EFA, der Escuela de la Familia Agrícola, werden indigene Jugendliche bei der Entwicklung und Umsetzung von Kleinunternehmen unterstützt, die sich mit der indigenen Weltanschauung der Jugendlichen vereinbaren lässt.

03.02.2017

Gepostet in: Argentinien: Indigene auf dem Weg in ein besseres Leben

Argentinien: Indigene auf dem Weg in ein besseres Leben

Die Indigenen sind heute in Argentinien eine gesellschaftliche Randgruppe. Sie haben mit besonders drastischen sozialen Problemen zu kämpfen. Um der indigenen Bevölkerung ein Leben in Würde zu ermöglichen braucht es „desarollo con identidad“ – „Entwicklung mit Identität“. Dabei geht es darum, die eigene Kultur zu bewahren, ohne sich dem Fortschritt zu verschließen. Unser Partner ProSoCo in der argentinischen Region Salta arbeitet auf dieses Ziel hin.

von Dr. Alicia Rivero, Fachkraft des Weltfriedensdienstes für lokale Entwicklung bei ProSoCo, Argentinien

„Zusammenleben funktioniert nur, wenn man den anderen respektiert und sich gegenseitig hilft“, sagt Luis Ortega. Der aufgeweckte 20-Jährige besucht die Schule für die bäuerliche Familie (EFA). „Hier habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen“, fügt er an. „Wir betrachten uns als eine große Familie“. Das ist das Besondere an der Escuela de la Familia Agricola Nr. 8178, kurz EFA, der Schule für die bäuerliche Familie. Sie wurde 19XX von Padre Martearena gegründet und ist inzwischen staatlich anerkannt.

Blick auf die Schule für bäuerliche Familien in Argentinien

Schule für bäuerliche Familien in Argentinien

EFA ist ein Bildungsangebot für Kinder im ländlichen Raum. Dort leben die meisten Menschen von Landwirtschaft, die gerade genug für die eigenen Bedürfnisse abwirft. Sie gehören überwiegend den pueblos originarios an, den Ursprungsvölkern Argentiniens. Micaela und Luis sind zwei typische Jugendliche der Region, die das Glück hatten, die EFA besuchen zu können. Luis Ortega lebt eigentlich in Aguaray, einer ländlich geprägten Kleinstadt mit ca. 5.000 EinwohnerInnen. Micaela Ruiz wohnt in La Loma, ein paar Kilometer außerhalb von Aguaray, auf einer Anhöhe, auf der sich vor 20 Jahren eine Gemeinde der Wichi angesiedelt hat. Hier im Nordwesten Argentiniens leben die meisten Nachfahren der Ursprungsvölker des Landes.

„Früher saß ich zu Hause in meiner Kleinstadt und konnte nichts Vernünftiges tun“ sagt Luis, „Das ist heute ganz anders; ich kann daheim einbringen was ich in der Schule lerne. Ich bin froh, diese Chance bekommen zu haben“.

Auch für Micaela Ruiz sind das Zusammengehörigkeitsgefühl und der gegenseitige Respekt etwas, was die EFA von anderen Schulen in der Gegend unterscheidet. Zur Schule gehört eine eigene Landwirtschaft mit Kühen, Schafen und Geflügel. Was sie da in der Praxis lernt, trägt sie weiter in die indigene Gemeinde, in der sie lebt. Toll findet sie, dass die Lehrerinnen und Lehrer für alle Probleme der SchülerInnen ansprechbar sind. Und das nahezu rund um die Uhr. Denn zur Schule gehören Unterkünfte, in denen diejenigen wohnen, die sehr weit weg leben. Micaela hat ihr erstes Jahr in der Schulunterkunft verbracht. Dabei gefiel ihr besonders, dass die LehrerInnen denen bei den Hausaufgaben helfen, die unter der Woche in der Herberge der Schule leben und nur am Wochenende zu ihren Familien fahren.  Seit sie das Wohnheim verlassen musste, weil ihre Mutter zu Hause alleine war, vermisst sie das abendliche gemeinsame Brotbacken mit den anderen SchülerInnen.

Schüler leisten einen wirtschaftlichen Beitrag

Neben dem Schulbesuch tragen Micaela und Louis zum Einkommen der Familie bei. Micaela stellt zusammen mit drei weiteren Frauen aus der Gemeinde Kunsthandwerk her. Als Material verwendet sie eine Pflanzenfaser, die aber wegen fortschreitender Abholzung immer schwieriger zu finden ist. Luis verkauft zusammen mit einer Freundin gefüllte Teigtaschen, eine regionale Spezialität. Bei einem Ideenwettbewerb für MikrounternehmerInnen, der im Rahmen des Weltfriedensdienst-Projektes in der Schule veranstaltet wurde, gewann er mit der Vorstellung seines kleinen Unternehmens den ersten Preis. Sein Wunsch ist ein ökologischer Ofen zum Ausbacken der Teigtaschen. In der Schule haben sie einen Ofen, der durch seine besondere Konstruktion mit weniger Holz auskommt. Ein Vorteil für seinen Geldbeutel und die Umwelt. Auch kann er bislang nur eine geringe Menge der empanadas genannten Teigtaschen lagern und verkaufen, da er keinen Kühlschrank hat. Da ist das von einer Institution für Mikrokredite gestiftete Preisgeld sehr willkommen.

03-Micaela Ruiz und Luis Ortega

Micaela Ruiz und Luis Ortega haben die Schule für bäuerliche Familien besucht – auch zum Nutzen ihrer Familien

Beide profitieren sehr von der Beratung durch die LehrerInnen. Finanziert vom Weltfriedensdienst konnten sie an Fortbildungen teilnehmen, die ihre Aufmerksamkeit auf wichtige Details richtete, die sie vorher nicht wahrgenommen hatten. Zum Beispiel was man schon alles bei der Planung bedenken muss oder wie sich ein Preis zusammensetzt. Micaela fällt es schwer, einen Preis für ihre Arbeit zu benennen, wenn sie Gemüse verkauft. Und so geht es auch Luis, wenn er Empanadas backt. Sie lernen, unternehmerisch zu denken, damit sie Perspektiven entwickeln können, die über die Selbstversorgung hinausgehen.

 

Das, was die LehrerInnen gelernt haben, haben sie inzwischen in einem ersten Kurszyklus an die SchülerInnen vermittelt. Inzwischen beginnt die Phase der Vertiefung. Um nicht die 20. Marmeladenproduktion zu beginnen oder das immer gleiche Kunsthandwerk anzubieten, wird gerade eine Marktstudie durchgeführt: Was hat Chancen, verkauft zu werden? Wo ist der beste Ort dafür? Aus den Ergebnissen wird dann ein Geschäftsplan entwickelt.

Vernetzung verschiedenster Institutionen und Personengruppen

Wichtig für den Erfolg des Ausbildungskonzepts ist die Vernetzung der Schule und ihres Anliegens mit NGOs der Indigenen, mit BürgermeisterInnen, Stadträten, Unternehmerverbänden sowie der Universität von Salta. Das geschieht über gemeinsame Treffen oder Radiointerviews mit SchülerInnen,

Die Interessen der indigenen Verbänden werden integriert, indem sie an der Wissensvermittlung teilnehmen können. So läuft derzeit mit der Unterstützung des Weltfriedensdienstes ein Kurs für KleinstunternehmerInnen in Ikira, einem Dorf der Ethnie Chane. PromotorenInnen unterrichten die Gemeinde in der indigenen Identität angepassten Formen des Emprendedurismo (Unternehmertum = Geschäftsplan, Organisation der Arbeit, Marketing). Das Projekt ist eines der Ergebnisse der Partnerschaft mit der Universität Salta. Sie unterstützt das Dorf bei der Entwicklung eines sanften Tourismus. Die DorfbewohnerInnen werden eine einfache Unterkunft, indigenes Essen und geführte Besichtigungstouren anbieten.

Ungewisse Zukunft

Viele Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden, gibt es nicht. Doch hier in der Gegend wollen Micaela und Luis auf alle Fälle bleiben, hier ist ihre Heimat, ihre Familie und die FreundInnen. Die Jugendlichen haben bereits erlebt, was es für eine Familie bedeutet, wenn der Anbau nicht genug Ernte bringt, um alle satt zu machen, oder wenn ein hoffnungsvoll gegründetes Kleinstunternehmen scheitert. Das prägt auch das Zukunftsgefühl von Micaela und Luis. In einem Jahr wird Luis die Schule mit dem Abitur beenden. Er ist noch unentschieden, was er dann machen wird. Bei Micaela ist es bereits Ende Dezember soweit. Für beide ist die Zukunft derzeit unsicher. Doch die LehrerInnen der EFA haben schon versprochen, auch nach dem Schulende AnsprechpartnerInnen für die SchülerInnen zu bleiben.

06.07.2016

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Argentinien: Indigene auf dem Weg in ein besseres Leben

Die Indigenen sind heute in Argentinien eine gesellschaftliche Randgruppe. Sie haben mit besonders drastischen sozialen Problemen zu kämpfen. Um der indigenen Bevölkerung ein Leben in Würde zu ermöglichen braucht es „desarollo con identidad“ – „Entwicklung mit Identität“. Dabei geht es darum, die eigene Kultur zu bewahren, ohne sich dem Fortschritt zu verschließen. Unser Partner ProSoCo in der argentinischen Region Salta arbeitet auf dieses Ziel hin.

von Magdalena Rodekirchen und Bela Allenberg

400 km liegen zwischen dem abgelegenen Department General San Martín und der Hauptstadt Salta der gleichnamigen Provinz Salta im Nordwesten Argentiniens nahe der bolivianischen Grenze. Eine lange, beschwerliche Fahrt. Sie führt über Schotterpisten und Asphaltstraßen, die von der Hitze aufgeweicht und durch das hohe Verkehrsaufkommen mit Schlaglöchern durchzogen sind. Ein schwer beladener Pick-Up unserer Partnerorganisation ProSoCo bringt traditionelles Kunsthandwerk und Agrarprodukte zu den Märkten in Salta. Dort werden sie vermarktet und so neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen.

Der Landkreis General San Martín ist wirtschaftlich schwach entwickelt. Rund 60% der Jugendlichen leben unterhalb der Armutsgrenze, über die Hälfte ist arbeitslos und viele verfügen nur über eine Grundschulbildung. Besonders prekär ist die Situation der indigenen Bevölkerung, den hier ansässigen Volksgruppen der Guaraní, Wichí und Chané. Sie sind überproportional stark von prekären Lebensbedingungen, Arbeit im informellen Sektor, mangelndem Zugang zu Trinkwasser, Strom und sanitären Anlagen betroffen. Viele indigene Jugendliche verlassen daher ihre Heimat und suchen ihr Glück andernorts. Die Region wird dadurch nur noch mehr geschwächt. Vertreter der lokalen Bevölkerung befürchten sowohl den Verlust der jungen, leistungsstarken Mitglieder ihrer Gesellschaft, als auch den Verlust ihrer Kultur und ihres Zusammenlebens als Gemeinschaft.

Förderung der lokalen Wirtschaft

Der Weltfriedensdienst unterstützt daher die argentinische Nichtregierungsorganisation ProSoCo (Programas Sociales Comunitarios) bei der Verbesserung der Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten der indigenen Bevölkerung. Die gezielte Förderung des lokalen Unternehmertums spielt dabei die zentrale Rolle. Junge Erwachsene im Alter von 17 -25 Jahherrsren werden im Rahmen des Projektes in der Gründung und Führung kleiner Betriebe ausgebildet und begleitet. Hierfür wird an der lokal verankerten Schule für den ländlichen Raum EFA (Escuela de la Familia Agrícola) in Aguaray ein praxisorientierter Ausbildungskurs für Unternehmertum entwickelt.

Sowohl das Curriculum als auch die jeweiligen Lehrmaterialien werden eigens für die Zielgruppe entwickelt. Die Trainings umfassen vor allem unternehmerische Kompetenzen. Auch Themen der kulturellen Identität sowie der lokalen Entwicklung und Inklusion von kulturellen und ethnischen Minderheiten werden behandelt. Die Weitergabe von Wissen über traditionelle Handwerksfertigkeiten und deren Integration in eine industrialisierte Welt sind ein zentraler Bestandteil des Programms. Als Anreiz für die Entwicklung neuer Produkt- und Unternehmensideen werden Ideenwettbewerbe durchgeführt. Die Gewinner erhalten einen Preis, der sie bei der Umsetzung ihrer Idee unterstützen soll. Eine Marktstudie soll dabei flankierend sinnvolle Bereiche für Unternehmensgründungen identifizieren. Dadurch soll marktbedingt aussichtslosen Unternehmensgründungen vorgebeugt werden.

Die beiden Jugendlichen zeigen stolz Urkunde für ihr Unternehmerprojekt

Luis Ortege (links) gehört zu den Gewinnern eines mit 5.000 Pesos (500€) dotierten Ideenwettbewerbs

Vernetzung verschiedenster lokaler Akteure

Wenn die Jung-UnternehmerInnen eine Unternehmensidee entwickelt haben und an ihre Unternehmensgründung gehen, werden sie im Rahmen des Projektes auch bei der Vernetzung mit weiteren hilfreichen Akteuren unterstützt. Dazu gehören lokale Banken, staatliche Förderinstitutionen und Unternehmerverbände. Außerdem wird ihnen bei der Vermarktung ihrer Produkte zum Beispiel durch Produktmessen oder einer Ausstellung ihrer Produkte in der Hauptstadt Salta, geholfen. Diese Zugänge können sie selbst zu Beginn nur schwer herstellen.

Zur Vernetzung, Verbesserung der Rahmenbedingungen und zur Verbreitung des Ansatzes werden außerdem Runde Tische zur lokalen Wirtschaftsentwicklung mit lokalen Akteuren von Staat, Wirtschaft und Wissenschaft veranstaltet. Dadurch wird ein gutes Umfeld für die Mikrounternehmen geschaffen. In der Nachbarprovinz Jujuy hat der Weltfriedendienst einen weiteren Partner: Der Rat der Indigenen Organisationen von Jujuy. Gemeinsam mit diesem gibt es einen Austausch zu Good Pratices und Lessons Learnt. Dieser ist beiden Seiten zuträglich und schafft neue Möglichkeiten der Vernetzung.

Erst der Anfang

Das Projekt betritt mit seinem Ansatz in der Projektregion und mit der Zielgruppe Neuland. Nach der Aufbauphase ist für das kommende Jahr eine Evaluation geplant. Bei dieser wird der erreichte Stand, die Vorgehensweise und eine mögliche Anschlussphase reflektiert. Momentan müssen die ersten Produkte noch mit dem Projektauto die z.T. langen Wege zu Märkten und Messen unternehmen. Auch müssen erste Kontakte durch das Projektteam mit aufgebaut werden. Wenn nun Schritt für Schritt eigenständige Kontakte und Vermarktungswege entstehen, kommen wir dem Ziel näher, Einkommen und eine unabhängige, langfristige Tätigkeit zu schaffen. Damit ermöglichen wir gemeinsam mit der jungen indigenen Bevölkerung und ihren Familien neue Perspektiven jenseits von prekären Arbeitsverhältnissen, Armut und Migration.

Das Projekt ProSoCo

Projekttyp: Förderung nachhaltiger Mikrounternehmen durch Ausbildung, Begleitung und Vernetzung; Erhöhung selbstbestimmt generierter Haushaltseinkommen und Verringerung der Landflucht.

Projektbegünstigte: Direkt werden ca. 100 indigene JungunternehmerInnen des Departaments General José de San Martín gefördert, indirekt werden dadurch ca. 500 Personen in den familiären Haushalten der JungunternehmerInnen erreicht. Außerdem entstehen langfristig positive Beschäftigungs- und Einkommenseffekte bei Anstellung von MitarbeiterInnen sowie durch erhöhte Nachfrage auf den lokalen Märkten durch die neu gegründeten Unternehmen.

Lokaler Partner: Die NRO ProSoCo (Programas Sociales Comunitarios) in Salta und deren lokale Partnerinstitution, die Schule für den ländlichen Raum EFA (Escuela de la Familia Agrícola) in Aguaray.

Zeitraum: 2013 – 2016

WFD-Kooperantin: Alicia Rivero

Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) + WFD-Spenden + Eigenbeitrag von ProSoCo.

06.07.2016

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