Nachhaltige Landwirtschaft

Weltweit haben über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 25.000 verhungern jeden Tag.

Selbstbestimmt und vielfältig

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Ursachen für Hunger. In Entwicklungsländern liegen sie in einem ungerechten Zugang zu Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, in der Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie Wald, Wasser und Boden, schlechter Regierungsführung und gewaltsam ausgetragenen Konflikten und fehlender Bildung. Aber auch globale Bedingungen wie der Klimawandel, unfaire Wirtschafts- und Handelsstrukturen tragen dazu bei.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung. Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.
Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.
Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

Der Weltfriedensdienst setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssouveränität und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten ein.

Nachhaltige Landwirtschaft

Weltweit haben über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 25.000 verhungern jeden Tag.

Selbstbestimmt und vielfältig

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Ursachen für Hunger. In Entwicklungsländern liegen sie in einem ungerechten Zugang zu Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, in der Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie Wald, Wasser und Boden, schlechter Regierungsführung und gewaltsam ausgetragenen Konflikten und fehlender Bildung. Aber auch globale Bedingungen wie der Klimawandel, unfaire Wirtschafts- und Handelsstrukturen tragen dazu bei.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung. Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.
Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.
Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

Der Weltfriedensdienst setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssouveränität und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten ein.

Vom 8. bis zum 10. März 2017 fand im beschaulichen Schwäbisch Hall der „Global Peasants Rights“ – Kongress mit über 400 TeilnehmerInnen aus 50 verschiedenen Ländern statt. Vorträge, Diskussionen und Workshops gaben der Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsrats Feedback und Input bei der Erstellung einer „Erklärung der Rechte von bäuerlichen ProduzentInnen und anderen arbeitenden Menschen in ländlichen Räumen“. Gleichzeitig ging es aber auch darum, für die Unterstützung der Erklärung und damit für eine Weiterentwicklung des internationalen Rechtssystems in Deutschland und Europa zu werben.

Collage von Kleinbäuerinnen und -bauern, Hirten und zivilgesellschaftliche Aktivistinnen gegen LAnd- und Wasserraub in Senegal

Kleinbäuerinnen und -bauern, Hirten und zivilgesellschaftliche Aktivistinnen gegen Land- und Wasserraub in Senegal

 

Die Abschlusserklärung des Kongresses zog eine Parallele von den Bauernaufständen im ländlichen Süddeutschland vor fast 500 Jahren zur Situation von weltweit 450 Millionen Kleinbauernfamilien heute. Nach wie vor sind sie täglich vielfältigen Benachteiligungen und Diskriminierungen ausgesetzt. Standen damals „Zwölf Artikel“ der Bauern als Reaktion auf die Übergriffe von weltlichen und kirchlichen „Herren“ auf das bäuerliche Allmendeland im Zentrum des Kampfes, geht es heute um eine „Erklärung der Rechte von bäuerlichen Produzentinnen und anderen arbeitenden Menschen in ländlichen Räumen“ (Declaration on the Rights of Peasants and Other People Working in Rural Areas). (mehr …)

21.03.2017

Gepostet in: Aktuelles, Nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Landwirtschaft

Weltweit haben über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 25.000 verhungern jeden Tag.

Selbstbestimmt und vielfältig

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Ursachen für Hunger. In Entwicklungsländern liegen sie in einem ungerechten Zugang zu Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, in der Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie Wald, Wasser und Boden, schlechter Regierungsführung und gewaltsam ausgetragenen Konflikten und fehlender Bildung. Aber auch globale Bedingungen wie der Klimawandel, unfaire Wirtschafts- und Handelsstrukturen tragen dazu bei.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung. Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.
Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.
Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

Der Weltfriedensdienst setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssouveränität und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten ein.

Hand pfückt Pfirisch.

Viele Obstbäume liefern ihre Früchte außerhalb der Saison für Feldfrüchte.

Menschen haben das Recht auf ausreichende Ernährung. Das bedeutet, dass sie jederzeit ungehinderten Zugang zu angemessener Nahrung oder Mitteln zu ihrer Beschaffung haben müssen. Dieses Recht auf Nahrung ist in Artikel 11 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verankert, den 160 Staaten unterzeichnet haben.

Das Recht auf Nahrung verwirklichen.

Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.

Kleinbauerin mit Hacke vor ihrem Feld

Kleinbäuerinnen und -bauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung.

Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.

Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

28.12.2015

Gepostet in: Nachhaltige Landwirtschaft

Nachhaltige Landwirtschaft

Weltweit haben über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 25.000 verhungern jeden Tag.

Selbstbestimmt und vielfältig

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Ursachen für Hunger. In Entwicklungsländern liegen sie in einem ungerechten Zugang zu Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, in der Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie Wald, Wasser und Boden, schlechter Regierungsführung und gewaltsam ausgetragenen Konflikten und fehlender Bildung. Aber auch globale Bedingungen wie der Klimawandel, unfaire Wirtschafts- und Handelsstrukturen tragen dazu bei.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung. Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.
Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.
Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

Der Weltfriedensdienst setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssouveränität und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten ein.

Die Nachfrage der europäischen Agrarindustrie nach landwirtschaftlichen Produkten und Rohstoffen nimmt außerhalb Europas riesige Gebiete in Beschlag.

Mann auf dem Weg in ein Dorf im Senegal. Im Senegal ist Landgrabbing ein Problem.

17% des Ackerlandes im Senegal befinden sich 2012 in der Hand ausländischer Konzerne. Jeder fünfte Senegalese ist unterernährt.

Allein die Fläche für den Anbau von Soja, das an europäische Nutztiere verfüttert wird, ist fast doppelt so groß wie die Ackerfläche Deutschlands. Biodiesel, Südfrüchte, aber auch bei uns heimische Kulturen wie Zwiebeln, Tomaten oder Blumen stammen oft aus Ländern, in denen die Bevölkerung Hunger leidet. Um Deviseneinnahmen zu erzielen, verkaufen oder verpachten Regierungen von Entwicklungsländern in großem Stil Ackerflächen an Staaten und private Investoren wie Agrarkonzerne und Investmentfonds.

Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei die fruchtbarsten und wasserreichen Gebiete. Die dort lebenden lokalen Kleinbäuerinnen und -bauern sowie Nomadenvölker verfügen selten über offizielle Besitztitel für ihr traditionell genutztes Land und werden vertrieben. Dieses Landgrabbing hat in den letzten Jahren gewaltige Ausmaße erreicht: Weltweit waren allein 2009 56 Millionen Hektar Land in Entwicklungsländern betroffen. Das entspricht mehr als der halben Ackerfläche der gesamten EU.

28.12.2015

Gepostet in: Nachhaltige Landwirtschaft

Schlagwörter: ,

Nachhaltige Landwirtschaft

Weltweit haben über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 25.000 verhungern jeden Tag.

Selbstbestimmt und vielfältig

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Ursachen für Hunger. In Entwicklungsländern liegen sie in einem ungerechten Zugang zu Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, in der Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie Wald, Wasser und Boden, schlechter Regierungsführung und gewaltsam ausgetragenen Konflikten und fehlender Bildung. Aber auch globale Bedingungen wie der Klimawandel, unfaire Wirtschafts- und Handelsstrukturen tragen dazu bei.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung. Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.
Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.
Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

Der Weltfriedensdienst setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssouveränität und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten ein.

Zuckerrohrplantage nach der Ernte.

Industrialisierte Landwirtschaft: Kein Land für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Kein Platz für Vielfalt.

70 Prozent der weltweit Hungernden leben dort, wo Nahrungsmittel produziert werden – in ländlichen Gebieten.
Der industrialisierten Landwirtschaft gelingt es trotz Überproduktion seit Jahrzehnten nicht, diese Menschen vom Hunger zu befreien. Stattdessen trägt sie mit ihrer auf kurzfristige Profite ausgerichteten Ausbeutung natürlicher und endlicher Ressourcen zur Zunahme von Hunger und Armut bei.
Sehr deutlich zeigen das die technischen Lösungsvorschläge der Agrarindustrie, wie Mechanisierung,  chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel, genetisch verändertes oder hybrides Saatgut. Sie sind Energie- und Kostenintensiv und bedrohen Bodenfruchtbarkeit, Wasser und Artenvielfalt. Hohe Erträge bringen sie nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Hände mit Getreide

Mehr als die Hälfte der Weltgetreideproduktion wird verfüttert, verheizt, zu Treibstoff und anderen Industrieprodukten verarbeitet.

Beispielsweise ist industriell hergestelltes Saatgut in der Regel nicht an lokale Bodenverhältnisse, Schädlinge und Klima angepasst und eignet sich nach der Ernte nicht zur Wiederaussaat. Dafür benötigt es jedoch weitere kostspielige Erzeugnisse wie chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel.

In Entwicklungsländern wird dieses Saatgut oft im Paket mit kostenloser Beratung an Kleinbäuerinnen und -bauern und sogar in Form von Nothilfe verteilt. Sind sie damit einmal abhängig vom Saatgut der Konzerne, müssen sie es jedes Jahr nachkaufen und notwendige Kunstdünger und Pestizide bezahlen. Diese Abhängigkeit ist Teil des Geschäftsmodells der Agrarindustrie. Einer wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen, angepassten Landwirtschaft wird damit die Grundlage entzogen.

Auch der Agrarhandel hält nicht, was die Agrarindustrie verspricht. Gerade in Ländern, die durch Überseehäfen an den Weltmarkt angebunden sind,  sind Kleinbäuerinnen und -bauern der Konkurrenz billiger und zum Teil subventionierter Massenware aus den Industrieländern ausgesetzt. In der Regel haben sie keine Chance und verlieren damit eine unverzichtbare Einkommensquelle. Die EU verschärft dieses Problem, indem sie in meist bilateralen Verhandlungen einzelne Entwicklungsländer zur Öffnung ihrer Märkte drängt.

 

28.12.2015

Gepostet in: Nachhaltige Landwirtschaft

Schlagwörter: , ,

Nachhaltige Landwirtschaft

Weltweit haben über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen, 25.000 verhungern jeden Tag.

Selbstbestimmt und vielfältig

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Ursachen für Hunger. In Entwicklungsländern liegen sie in einem ungerechten Zugang zu Ressourcen für die landwirtschaftliche Produktion, in der Übernutzung natürlicher Ressourcen, wie Wald, Wasser und Boden, schlechter Regierungsführung und gewaltsam ausgetragenen Konflikten und fehlender Bildung. Aber auch globale Bedingungen wie der Klimawandel, unfaire Wirtschafts- und Handelsstrukturen tragen dazu bei.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind der Schlüssel zur Ernährungssicherung für die wachsende Weltbevölkerung. Die weltweit knapp 450 Millionen Kleinbauernfamilien erzeugen über die Hälfte der Lebensmittel der Erde. Ihre Produktionsweisen und Erzeugnisse zeigen eine höhere Vielfalt und die Fähigkeit zur Anpassung an lokale Bedingungen wie Klima, Bodenverhältnisse, Schädlinge und Krankheiten – gerade in Zeiten des Klimawandels ist dies unverzichtbar.
Damit sie ihr Potential ausschöpfen können, benötigen Kleinbäuerinnen und -bauern Zugang zu Acker- und Weideland, Wasser, Saatgut, Krediten, technischer Ausrüstung und Wissen, zum Beispiel über geeignete Anbau- und Bewässerungsmethoden. Sind diese Bedingungen gegeben, können sie auf der gleichen Fläche sogar einen höheren Nährwert produzieren als die industrialisierte Landwirtschaft.
Wird dann noch in die Konservierung und Lagerung der Ernte investiert, um Nachernteverluste zu vermeiden, außerdem die nötige Infrastruktur für Vermarktung aufgebaut, können Kleinbäuerinnen und -bauern nicht nur sich selbst versorgen, sondern über lokale Märkte auch andere ernähren.

Der Weltfriedensdienst setzt sich für eine nachhaltige ländliche Entwicklung, Ernährungssouveränität und die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten ein.

Schüsseln mit verschiedenem Saatgut

Samenfestes Saatgut aus kleinbäuerlicher Produktion: Vielfalt auf dem Acker bedeutet Vielfalt auf dem Teller.

Hybridsaatgut ist eine Errungenschaft der modernen Landwirtschaft. Es entsteht durch die Kreuzung auf besondere Merkmale hin gezüchteter Elternpflanzen. Die erste Generation der so erzeugten Nachkommen vereint die guten Eigenschaften der „reinerbigen“ Elternlinien und kann auf diese Weise bemerkenswerte Ertragszuwächse liefern.

Allerdings sind die Ansprüche dieser Hybridpflanzen an Klima, Boden, Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel sehr viel höher als bei sogenannten samenfesten Pflanzen, die am Standort durch offene Bestäubung vermehrt wurden und weniger spezialisiert sind. Hybridpflanzen sind nur eingeschränkt und teilweise gar nicht zur Wiederaussaat, (Nachbau) geeignet. Bereits in der zweiten Generation gehen viele der guten Eigenschaften durch Vermischung der Genotypen wieder verloren. Um dieser Ertragseinbuße zu entgehen, muss das Saatgut vor jeder Aussaat neu gekauft werden. Für die großen Saatguthersteller ist das ein gutes Geschäft, die Bauern – nicht nur in den Entwicklungsländern, sondern auch bei uns – geraten schnell in Abhängigkeit und verschulden sich oft hoffnungslos.

(mehr …)

01.12.2009

Gepostet in: Nachhaltige Landwirtschaft

Schlagwörter:

Spendenformular

FundraisingBox Logo

×
Spendenwidget

×