Palästina: Theaterpädagogische Friedensarbeit

„Wir versuchen Hoffnung zu geben.“, sagt Raed Shoukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron und Partner des Weltfriedensdienstes. „Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar.“

Kinder und Jugendliche proben ein Theaterstück beim Yes Theatre in HebronIm palästinensischen Hebron sind die Bedingungen für eine positive Zukunftsperspektive für junge Menschen denkbar schlecht.  Die israelische Armee ist ständig präsent, die Grenze zu israelisch-jüdischen Siedlungen verläuft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewalttätige Auseinandersetzungen mit israelisch-jüdischen Siedlern sind an der Tagesordnung.
Diese Erfahrungen können traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass schüren und die Spirale der Gewalt in der palästinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben.
Das Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-pädagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche können im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Für Tausende SchülerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Aufführungen werden die gesehenen Stücke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und künstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen.

In Workshops und Rollenspielen werden Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht. Sie sollen selbst zu Multiplikatoren für das Erlernte werden. Die palästinensischen Mädchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungsträgern für die palästinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel alltäglicher Gewalt, Hoffnung und Solidarität entgegen.
Sie können sich auch gerne direkt auf der Webseite unseres Partners informieren: http://www.yestheatre.org

Palästina: Theaterpädagogische Friedensarbeit

„Wir versuchen Hoffnung zu geben.“, sagt Raed Shoukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron und Partner des Weltfriedensdienstes. „Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar.“

Kinder und Jugendliche proben ein Theaterstück beim Yes Theatre in HebronIm palästinensischen Hebron sind die Bedingungen für eine positive Zukunftsperspektive für junge Menschen denkbar schlecht.  Die israelische Armee ist ständig präsent, die Grenze zu israelisch-jüdischen Siedlungen verläuft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewalttätige Auseinandersetzungen mit israelisch-jüdischen Siedlern sind an der Tagesordnung.
Diese Erfahrungen können traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass schüren und die Spirale der Gewalt in der palästinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben.
Das Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-pädagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche können im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Für Tausende SchülerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Aufführungen werden die gesehenen Stücke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und künstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen.

In Workshops und Rollenspielen werden Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht. Sie sollen selbst zu Multiplikatoren für das Erlernte werden. Die palästinensischen Mädchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungsträgern für die palästinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel alltäglicher Gewalt, Hoffnung und Solidarität entgegen.
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11.05.2016

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Palästina: Theaterpädagogische Friedensarbeit

„Wir versuchen Hoffnung zu geben.“, sagt Raed Shoukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron und Partner des Weltfriedensdienstes. „Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar.“

Kinder und Jugendliche proben ein Theaterstück beim Yes Theatre in HebronIm palästinensischen Hebron sind die Bedingungen für eine positive Zukunftsperspektive für junge Menschen denkbar schlecht.  Die israelische Armee ist ständig präsent, die Grenze zu israelisch-jüdischen Siedlungen verläuft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewalttätige Auseinandersetzungen mit israelisch-jüdischen Siedlern sind an der Tagesordnung.
Diese Erfahrungen können traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass schüren und die Spirale der Gewalt in der palästinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben.
Das Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-pädagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche können im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Für Tausende SchülerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Aufführungen werden die gesehenen Stücke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und künstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen.

In Workshops und Rollenspielen werden Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht. Sie sollen selbst zu Multiplikatoren für das Erlernte werden. Die palästinensischen Mädchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungsträgern für die palästinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel alltäglicher Gewalt, Hoffnung und Solidarität entgegen.
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Die Abschlussfeier des aktuellen YES4Youth-Jahrgangs in Hebron / Palästina fand am 10. Dezember 2015 statt.

Die Absolventen von YES-Theatre

Die Absolventen des YES-Theatres

17 junge Erwachsene, 14 Frauen und 3 Männer, haben ein Jahr lang am Drama Training im YES Theatre teilgenommen – durchgeführt von Raed Shoukri und Mohammad Titi (Schauspieler am YES Theatre) und externen Trainer_innen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Theaterstück „Behind Closed Doors“ von Mohammad Titi mit Jungen aus dem Al Fawwar Flüchtlingscamp aufgeführt. Das Stück wurde gemeinsam mit den Jungen entwickelt und basiert auf ihren Erinnerungen an die Zeit, die sie in israelischer Haft verbracht haben.

 

Siehe dazu auch (englisch)

29.12.2015

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Palästina: Theaterpädagogische Friedensarbeit

„Wir versuchen Hoffnung zu geben.“, sagt Raed Shoukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron und Partner des Weltfriedensdienstes. „Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar.“

Kinder und Jugendliche proben ein Theaterstück beim Yes Theatre in HebronIm palästinensischen Hebron sind die Bedingungen für eine positive Zukunftsperspektive für junge Menschen denkbar schlecht.  Die israelische Armee ist ständig präsent, die Grenze zu israelisch-jüdischen Siedlungen verläuft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewalttätige Auseinandersetzungen mit israelisch-jüdischen Siedlern sind an der Tagesordnung.
Diese Erfahrungen können traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass schüren und die Spirale der Gewalt in der palästinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben.
Das Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-pädagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche können im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Für Tausende SchülerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Aufführungen werden die gesehenen Stücke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und künstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen.

In Workshops und Rollenspielen werden Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht. Sie sollen selbst zu Multiplikatoren für das Erlernte werden. Die palästinensischen Mädchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungsträgern für die palästinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel alltäglicher Gewalt, Hoffnung und Solidarität entgegen.
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Interview mit HEIKE KAMMER, Friedensfachkraft und Puppenspielerin zu ihrem Kurzzeiteinsatz für den Weltfriedensdienst in Hebron/Palästina. (veröffentlicht im Querbrief 2/2013)

Vom Hasen im Mond

Ich war in Hebron, Palästina und habe dort beim Yes-Theatre gearbeitet. Es ging darum das Team so fortzubilden, dass sie auch Puppentheater in ihrem Theater anbieten können.“

Bei Palästina denke ich an Gewalt, Raketen, Bomben. Was macht da eine Puppenspielerin?

Es gehört zum Konzept vom Yes-Theatre dass man Konflikte aufarbeitet. Nicht nur den großen Konflikt Israel/Palästina, sondern auch persönliche Konflikte. Mein Puppenspiel geschieht im Kontext vom Zivilen Friedensdienst und ich hatte ein Stück mitgebracht, die Geschichte vom Hasen im Mond. Da helfen die Kinder, den Konflikt zu lösen. Das haben wir in Schulen gespielt. Ich habe aber auch vermittelt, wie man Puppen bastelt und darüber spielerisch Konflikte reflektiert.

lachende Kinder bei einer Puppentheater-Vorführung des Yes-Theatre in Hebron/Palästina

Puppentheater macht Spaß – die Auszeit vom gewaltgeprägten Alltag in Palästina tut gut.

Der Hase im Mond klingt witzig, was ist das für ein Stück?

Das habe ich mitgebracht aus Mexiko. Zwei Hasen sind befreundet, aber sie streiten sich über die Ernte. Und während sie sich streiten frisst die Maus alles weg. Die Hasen streiten sich so sehr, dass der eine auf den Mond flieht und der andere traurig zurückbleibt. Dann sprechen wir darüber: was ist passiert? Was können die Hasen machen, dass es ihnen wieder gut geht? Die Kinder kommen dann recht schnell auf Ideen, wie man es macht, sich wieder zu vertragen. Miteinander reden, teilen, Küsschen geben und was der
Ideen mehr sind. Über die Maus heißt es meistens, dass man sie totschießt oder einsperrt. Ich rege dann eine gewaltfreie Lösung an, die die Maus einbezieht. Sie lernt zum Beispiel auch zu teilen und alle sind Freunde.

Hat das in diesem gewaltgeprägten Umfeld funktioniert?

Ja, es hat funktioniert. Nicht für den großen Konflikt natürlich, aber für die kleinen Alltagskonflikte in der Schule. Ich halte es für sehr wichtig überhaupt zu lernen, dass sich Konflikte ohne Gewalt lösen lassen. Die Kinder erleben ständig Gewalt in verschiedenen Weisen. Wir waren in einer Schule und haben das Stück
aufgeführt. Ich fragte dann, ob sie eine zweite Aufführung haben wollen – die Schule war sehr groß – und die Antwort war: „Nein, die Schule muss geräumt werden. Soldaten haben in einem oberen Stockwerk Tränengas geworfen“. Dann sah man nur noch Kindern mit Tüchern vor dem Mund ins Freie rennen. Auf der Straße tobten sie dann rum, begannen mir und meinen Gästen an die Rucksäcke zu gehen und Steine zu werfen. Der Alltag ist sehr gewaltgeprägt. Die Soldaten kommen in die Schulen, greifen sich Kinder und behaupten, sie hätten Steine geworfen.

Kurz vor meiner Abreise gab es in Hebron den Fall, dass 27 Kinder morgens vor dem Schultor aufgegriffen wurden. Sie wurden mitgenommen, verhört, geschlagen. In ihrer Angst sagen sie dann, ja ich habe Steine geworfen, auch wenn sie es nicht getan haben, oder sie beschuldigen andere.

Wie bist du mit dieser Situation persönlich fertig geworden?

Der große Konflikt war ja nicht mein eigentliches Thema. Aber ich hatte Kontakt zu EAPPI (Ökumenisches Beobachterprogramm, www.eappi-netzwerk.de, die Red.). Die halten sich an Orten auf an denen Schulkinder besonders häufig angegriffen werden und kommunizieren Menschenrechtsverletzungen an die
internationale Öffentlichkeit und die Vereinten Nationen, wenn Kinderrechte verletzt werden (Israel hat die Kinderrechtskonvention ratifiziert, die Red.). Da bin ich gelegentlich mitgegangen. Und dann hilft mir mein Theaterspiel.

Kinder streicheln die Handpuppen von Theaterpädagogin und Freidensfachkraft Heike Kammer

Die kuscheligen Handpuppen laden zum Spielen
ein und erlauben einen Abstand zur Wirklichkeit: Heike Kammer, Friedensfachkraft und Puppenspielerin nach einer Vorführung des Yes-Theatres.

Was war die größte Schwierigkeit, auf die du gestoßen bist?

Es waren zwei Hauptprobleme. Einmal die Sprache, ich spreche und verstehe kein Arabisch, war also vollständig auf Übersetzung angewiesen. Das andere Problem war die Tatsache, dass ich keinen hauptamtlichen Ansprechpartner hatte. Ich habe ausschließlich mit Ehrenamtlichen gearbeitet, deren Zeit begrenzt war. Sie mussten ja noch ihren Lebensunterhalt verdienen. Aber ich sollte diese Leute ausbilden, das war sehr schwierig und anfangs war ich echt unterbeschäftigt. Das hat sich aber schnell erledigt.
Trotzdem, Sprachkenntnisse sind für diese Arbeit eigentlich sehr wichtig und für die Nachhaltigkeit wäre es gut, bezahlte Kräfte für diesen Arbeitsbereich zu haben. Nur dann ist auch die besonders wichtige Arbeit an den Schulen, also Vormittags, möglich.

Hast du auch Erfolge erlebt?

Als größten Erfolg nehme ich mit, dass das Yes-Theatre sein Angebot um die Arbeit an Grundschulen erweitert hat, Kinder im Alter von fünf bis zwölf erreicht. Wir haben das Programm an 20 Schulen erprobt, dort waren sie begeistert, wollen mehr davon. Jetzt fehlen noch die Mittel, diese Arbeit auch dauerhaft zu finanzieren.

24.11.2013

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„Wir versuchen Hoffnung zu geben.“, sagt Raed Shoukri, Mitarbeiter des YES-Theatre in Hebron und Partner des Weltfriedensdienstes. „Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch. Gelingt es aber, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, auf die eigene Zukunft, stellt er keine Gefahr mehr dar.“

Kinder und Jugendliche proben ein Theaterstück beim Yes Theatre in HebronIm palästinensischen Hebron sind die Bedingungen für eine positive Zukunftsperspektive für junge Menschen denkbar schlecht.  Die israelische Armee ist ständig präsent, die Grenze zu israelisch-jüdischen Siedlungen verläuft quer durch die Stadt. Repressionen durch die Armee und gewalttätige Auseinandersetzungen mit israelisch-jüdischen Siedlern sind an der Tagesordnung.
Diese Erfahrungen können traumatisieren, Hoffnungslosigkeit verbreiten, Hass schüren und die Spirale der Gewalt in der palästinensisch-israelischen Krisenregion weiter vorantreiben.
Das Yes-Theatre in Hebron versucht diesen Entwicklungen mit theater-pädagogischen Mitteln zu begegnen. Kinder und Jugendliche können im Yes Theatre durch darstellendes Spiel traumatische Erfahrungen verarbeiten, lernen andere Blickwinkel auf sich selbst und ihr Umfeld kennen und erlernen Möglichkeiten der gewaltfreien Konfliktbearbeitung.

Für Tausende SchülerInnen in Hebron werden inzwischen Theatervorstellungen organisiert. Im Anschluss an die Aufführungen werden die gesehenen Stücke mit dem Publikum diskutiert. Alternative Handlungen und künstlerische Aspekte kommen zur Sprache und helfen Sichtweisen zu hinterfragen.

In Workshops und Rollenspielen werden Jugendliche mit Methoden der Mediation und konstruktiven Konfliktbearbeitung vertraut gemacht. Sie sollen selbst zu Multiplikatoren für das Erlernte werden. Die palästinensischen Mädchen und Jungen wachsen so zu Hoffnungsträgern für die palästinensische Gesellschaft heran und setzen dem Schauspiel alltäglicher Gewalt, Hoffnung und Solidarität entgegen.
Sie können sich auch gerne direkt auf der Webseite unseres Partners informieren: http://www.yestheatre.org

theater1Zu Besuch beim Yes-Theatre, für uns ein neuer Partner und ein neues Projekt. Wir sehen eine beeindruckende Vorstellung. Etwa 200 Schülerinnen überhäufen das Ensemble hinterher mit Fragen und Vorschlägen. Später bei Tee und Zigaretten stelle ich eine einfache Frage: Warum macht Ihr Theater?

Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch

“Eine schwere Frage: Zunächst, weil ich es mag. Die Menschen mögen es. Und…

Wir versuchen Hoffnung zu geben. Ein Mensch ohne Hoffnung ist ein gefährlicher Mensch.  Gelingt es hingegen, jemanden mit Hoffnung zu erfüllen, auf Morgen, für die eigene Zukunft, wird er keine Gefahr mehr darstellen. Ein Mensch mit Hoffnung wird bereit sein,  mit dir zu reden, dich und deine Ansichten zu tolerieren und Meinungen auszutauschen. Das ist das Fundament. Wenn wir übereinstimmen, einander zuzuhören, haben wir einen Anfang. Wenn wir uns jedoch weigern, das tun, beginnen die Schwierigkeiten.

Die Leute hier leiden, sie sagen, dass sie die ganze Zeit leiden und immer nur leiden. Sie sehen sich als Opfer. Und nun? Soll die Welt ihnen Geld schicken und alles wieder aufbauen? Wenn wir das fordern, werden wir Opfer bleiben, machen wir uns freiwillig zu Opfern. Die Lösung ist, gegen diese Situation zu kämpfen, die Verhältnisse zu ändern. Du kannst die Verhältnisse aber nicht ändern, wenn es dir nicht gelingt, die Menschen und ihre Denkweise zu ändern.

theater2Ich glaube, dass wir als Künstler dazu beitragen können. Wir können etwas ändern und tun es bereits. Wir haben mittlerweile Tausende Leute, die uns kennen, zu den Vorstellungen kommen, die unsere Botschaft verstehen. Sie versuchen jetzt wie wir, die Dinge von verschiedenen Seiten zu betrachten…

Sich gegen etablierte Anführer zu widersetzen erfordert Mut

Wir wollen nicht, dass Leute wie Fotokopien sind, Fotokopien ihrer Väter, nur, weil die es so wollen. Das wollen wir nicht. Wir haben genug von den Älteren, den Anführern, die behaupten, sie würden alle Probleme kennen und für uns lösen. Unsere jungen Leute, können Ihre Probleme selbst lösen. Bereits die kleinen Kinder wissen, was richtig und was falsch ist. Jeder hat das Recht, als alter oder junger Mann, als Frau oder Mädchen NEIN zu sagen. Zu sagen, DAS will ich und DAS nicht. Jeder hat das Recht. Es wahrzunehmen erfordert Mut. Den versuchen wir den Menschen zu geben. Du musst den Mut haben Nein zu sagen. Ich widersetze mich DEM, ich will DAS. Das ist es, was wir versuchen.

Einfach!”

06.11.2009

Gepostet in: Der Weltfriedensdienst in Palästina, Palästina: Theaterpädagogische Friedensarbeit

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