Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

 

Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

 

Kleinbäuerin auf einem Gemüsemarkt in Senegal

Gemüsemarkt in Senegal

Das ökologische Gleichgewichts in dem Land am Rande der Sahelzone ist gestört. Fruchtbarkeit und Wasserhaltvermögen der Böden sind gering, Erosion ist weit verbreitet, die Artenvielfalt sinkt, während der Befall mit Schädlingen zunimmt. Der traditionelle Landbau ist klar an seine Grenzen gestossen. Verantwortlich sind aber auch die Förderung von Monokulturen und der intensive Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger in der Vergangenheit. Verschärft wird die Situation durch die weitgehende Beendigung staatlicher Beratung.

Seit 2001 arbeiten die senegalesische Bauernorganisation ENDA ProNat und der WFD zusammen, um eine ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Landwirtschaft im Senegal zu fördern. Die Kleinbäuerinnen und -bauern in den Projektregionen erwirtschaften inzwischen deutlich höhere Erträge. Die Zusammenarbeit zielt darüber hinaus auf eine Änderung der Rahmenbedingungen Außerdem wurde das Thema Umweltschutz in den Unterricht lokaler Schulen aufgenommen.

Der Nord-Süd-Kreis des Amos-Comenius-Gymnasium Bonn, die Realschule in Velen und die Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin tragen die Zusammenarbeit als Partner mit.

Gern können Sie sich auf der Webseite unseres Partners weiter informieren: www.endapronat.org

22.03.2017

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Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

 

Einladung

„Afrika gehört den AfrikanerInnen – Agro-Ökologie, die Alternative zur Agro-Industrialisierung.“

Eine Veranstaltung des Weltfriedensdienst e.V. mit Vertretern der senegalesischen Partnerorrganisation Pronat

Wann: 08.12.16 um 19:00 Uhr

Wo: Afrika Haus Berlin – Bochumer Str. 25 – 10555 Berlin (Moabit) – U-Bahn Turmstraße

Widerstand gegen den internationalen Land- und  Wasserraub sowie Agro-Ökologie als Weg zur Ernährungssouveränität. Das sind für die senegalesische Organisation EndaPronat zwei untrennbare Bausteine, die dazu beitragen, dass die Menschen im Senegal von ihrer eigenen Hände Arbeit (über)leben können (und nicht zur Flucht gezwungen sind).

Über diese Arbeit berichten zwei Aktivisten der Organisation.

Nach der Veranstaltung gibt es die Gelegenheit sich bei einem afrikanischen Buffet mit den Gästen austauschen.

Informationen zu den Gästen

Pape Cheikh Sylla interviewt El Hadji FayeEl Hadji Faye ist Soziologe und hat sich in Theorie und Praxis mit den Folgen von Wasser- und Landraub auf die Ernährungssicherung befasst und den laufenden Prozess der Bodenrechtsreform im Senegal wesentlich beeinflusst.
Pape Cheikh SYLLA ist Journalist und Kommunikationsbeauftragter von ProNat. Er ermöglicht der Organisation ihre Werte, Visionen und die Ergebnisse ihrer Arbeit geeignet darzustellen.

 

Mit freundlicher Unterstützung durch die „Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen“,  Gefördert von Engagement Global im Auftrag des BMZ,   „Gefördert aus Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst.

03.12.2016

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Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

 

„Ich heiße Djibril Béye. die Leute von der MDL haben mir einen Besuch auf meinem Feld abgestattet und gesagt, sie bräuchten das Land, um dort ein Bohrloch zu graben. Als Entschädigung sollte ich einen Scheck abholen. Dagegen habe ich mich vehement gewehrt. Wenn die MDL mein Feld haben will, muss sie mir jedes Jahr genau die SumStoppt den Land- und Wassreraubme zahlen, die es mir eingebracht hätte. Ich verdiene daran jährlich 6.000.000 CFA. (gut 9.000 Euro) Wenn sie mir also jedes Jahr diese Summe gibt, kann sie es haben. Sonst nicht.“

Djibril Béye kommt aus dem Distrikt Diogo in der Region der Nyayes, dem Gemüsegarten Senegals. Hier leben in 25 Dörfern mehrere Tausend Menschen. Vor einigen Jahren begann So stellt sich MDL selbst dar, auf den Ländereien der KleinbäuerInnen mit dem Zirkonabbau. Das Mineral ist in den Industrieländern wegen seiner Härte begehrt und wird u.a. zur Ummantelung von radioaktiven Abfällen und als Zahnersatz eingesetzt. (mehr …)

23.07.2013

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Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

 

Die Direktorin von ENDA Pronat, Miriam Sow und der senegalesische Wissenschaftler Alpha Bâ befinden sich auf Europareise, um den Interessen von senegalesischen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern Gehör zu verschaffen und mit VertreterInnen aus Politik und Zivilgesellschaft die Themen Landgrabbing, genmanipuliertes Saatgut, Anbau von Energiepflanzen zur Erzeugung von Biodiesel auf fruchtbaren Ackerland, Agrarexporte und agrarökologische Alternativen zur gängigen landwirtschaftlichen Praxis zu diskutieren. Hier die Termine:

8.11. Berlin,

Fachgespräch bei misereor: Investieren in die Landwirtschaft!
Welche staatlichen und privaten Beiträge zur Armutsbekämpfung und Stärkung der Ernährungssicherung brauchen wir?
Die Veranstaltung von misereor soll einen Beitrag zu einer Verständigung über Kriterien sein, wie eine Investitionsförderung im ländlichen Raum am besten die Ziele von Hunger- und Armutsreduzierung erreicht, und welche Rolle die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in diesem Zusammenhang spielen sollte.

9.11. Berlin,

Bundestag, Gespräche mit MdB Nima Movassat (Die Linke) und Barbara Hendricks (SPD)
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz,  Gespräch mit Anna Borkenhagen und Julia Beile zum Recht auf Nahrung, Freiwillige Leitlinien, verantwortungsvolle Investitionen u.a.
Heinrich-Zille-Grundschule, Gespräch mit Lehrern und Schülern der WFD/Pronat-Partnerschule

10.11. Berlin,

Jahrestreffen des WFD, Bericht über den Kampf von Pronat gegen Landgrabbing im Senegal und Fragerunde

12.11. Bonn,

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)Gespräch mit Dr. Michael Büntrup, Task Force Land and Water

13.11. Bonn,

Amos-Comenius Gymnasium, verschiedene Gespräche mit Lehren, Schülern und Eltern der WFD/Pronat-Partnerschule
Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Gespräche mit Senegal-Referent Philipp Knill und Referentin zum Thema Landgrabbing Frau Kneller

08.11.2012

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Senegal: Umweltbildung und Ernährungssouveränität

Senegal ist politisch zwar weitgehend stabil. Erst 2012 hat es nach freien und fairen Wahlen einen friedlichen Machtwechsel gegeben. Dennoch müssen fast zwei Drittel der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Jeder fünfte Senegalese ist sogar unterernährt. Die meisten Menschen leben von einer Landwirtschaft mit sehr geringer Produktivität.

 

In den letzten zehn Jahren wurden im Senegal schätzungsweise 650.000 Hektar Land an ausländische Konzerne verkauft oder verpachtet. Das entspricht rund 17 Prozent der Ackerfläche des Landes.

Demo-gegen-Landraub--ProNat--Senegal

„Wir werden uns gegen diejenigen wehren, die uns unser Land nehmen wollen. Es ist das Land unserer Vorfahren, eine Fläche von 26.000 Hektar mit Dörfern, Tausenden Tieren, Moscheen und Friedhöfen.“ (Oumar Ba aus dem Dorf Ndiael)

Den Plan des italienisch-senegalesischen Konzerns Senethanol/Senhuile, weitere 26.000 Hektar in Beschlag zu nehmen, durchkreuzte erst 2011 eine Initiative des WFD-Partners ENDA ProNat. Bei einer Auseinandersetzung um die Ausweisung der Flächen starben zwei Menschen. Das Vorhaben wurde daraufhin vorläufig gestoppt.

Im August 2012 unterzeichnete der neue Präsident Senegals Macky Sall ein Dekret, das den Investoren an anderer Stelle zunächst 20.000 Hektar Land zusichert, um Sonnenblumen und Süßkartoffeln für die Produktion von Agrartreibstoffen anzubauen. Auch hier protestieren Bäuerinnen und -bauern sowie die Tierhalter im Flusstal.
Und auch hier gelang es einem breiten Bündnis an senegalesischen Organisationen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, lokalen Verwaltungsangestellten und Forstarbeitern mit Demonstrationen, Radiosendungen und Streiks das Vorhaben zu kippen.

„Sie brauchen ihr Land, um auf nachhaltige Weise Nahrung produzieren zu können“, sagt Mariam Sow, die Koordinatorin von ENDA ProNat. „Wie sollen sich die Menschen ernähren, wenn ihnen ihre Lebensgrundlage genommen wird?“

26.10.2012

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