Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Von den 32 Millionen SüdafrikanerInnen zwischen 15 und 49 Jahren ist jede(r) Fünfte HIV-positiv. Das ist die Gruppe, die unmittelbare Zukunft und Gegenwart des Landes in den Händen hält. Jahr für Jahr sterben 350.000 von Ihnen an Aids. Und noch immer begegnet man Unwissenheit, Vorurteilen und heftiger Abwehr, wenn es um Aids-Aufklärung geht. Schließlich berührt sie sensible Bereiche; Prostitution und häuslicher Missbrauch gehören dazu.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt, das vor einigen Jahren in Südafrika begonnen wurde, greift diese Themen auf. Steps for the Future lässt in Filmen Menschen zu Wort kommen, die offen über ihren Umgang mit HIV/Aids berichten – über ihren Alltag, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Lebensmut. Die Filme wurden inzwischen in 18 afrikanische Sprachen übersetzt und viele hundert Male gezeigt, meist unter freiem Himmel. Fast immer folgen den Vorführungen intensive Gespräche. Organisiert werden diese Filmtourneen in Südafrika und zehn weiteren Ländern der Region von STEPS. In den kommenden Jahren will der gemeinnützige Verein seine Arbeit ausdehnen, neue Filme sollen entstehen, Jugendliche verstärkt miteinbezogen und ermuntert werden, eigene Video-Filme zu drehen. Der Weltfriedensdienst wird STEPS mit ihrer Hilfe bei diesem wichtigen Medienprojekt langfristig unterstützen. http://www.steps.co.za/

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Von den 32 Millionen SüdafrikanerInnen zwischen 15 und 49 Jahren ist jede(r) Fünfte HIV-positiv. Das ist die Gruppe, die unmittelbare Zukunft und Gegenwart des Landes in den Händen hält. Jahr für Jahr sterben 350.000 von Ihnen an Aids. Und noch immer begegnet man Unwissenheit, Vorurteilen und heftiger Abwehr, wenn es um Aids-Aufklärung geht. Schließlich berührt sie sensible Bereiche; Prostitution und häuslicher Missbrauch gehören dazu.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt, das vor einigen Jahren in Südafrika begonnen wurde, greift diese Themen auf. Steps for the Future lässt in Filmen Menschen zu Wort kommen, die offen über ihren Umgang mit HIV/Aids berichten – über ihren Alltag, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Lebensmut. Die Filme wurden inzwischen in 18 afrikanische Sprachen übersetzt und viele hundert Male gezeigt, meist unter freiem Himmel. Fast immer folgen den Vorführungen intensive Gespräche. Organisiert werden diese Filmtourneen in Südafrika und zehn weiteren Ländern der Region von STEPS. In den kommenden Jahren will der gemeinnützige Verein seine Arbeit ausdehnen, neue Filme sollen entstehen, Jugendliche verstärkt miteinbezogen und ermuntert werden, eigene Video-Filme zu drehen. Der Weltfriedensdienst wird STEPS mit ihrer Hilfe bei diesem wichtigen Medienprojekt langfristig unterstützen. http://www.steps.co.za/

Einblick: Weltfriedensdienst e.V. im südlichen Afrika   

Wann fängt der Film an? In der Grundschule Ngolowindo in Salima, Malawi, warten. Schülerinnen, Schüler und Erwachsenen in einem kahlen Klassenraum darauf, dass die Filmvorführung beginnt. Draußen haben sich jede Menge Kinder versammelt und hoffen, durch die Fenster einen Blick auf die Leinwand zu erhaschen.Kinder  STEPS Südliches Afrika

Der Film „A Mother at 15“ – Eine Mutter mit 15 – beginnt jeden Moment. Es ist die Geschichte von Mariam, einer Teenager-Mutter, die sich gezwungen sieht, ihre Schulausbildung abzubrechen. Der Kindsvater machte sich aus dem Staub, als sie im dritten Monat schwanger war. Als junge Mutter kann sich Mariam nur darauf verlassen, dass ihre eigene Mutter sie und das Kind mit über die Runden bringt. Sie will auch arbeiten gehen. Der Schulabbruch ist für Mariam eine logische Konsequenz ihrer Schwangerschaft. Doch als das STEPS-Filmteam sie bittet, ihre Geschichte in einem Film zu erzählen, ändert sich alles. Sie befragt den Gemeindevorsteher, ihre eigene Mutter und andere minderjährige Mütter. Das stärkt ihr Selbstvertrauen. Sie beschließt, wieder zur Schule zu gehen. Und das ermutigt ihre Schicksalsgefährtinnen, es ihr nachzutun.

Das partizipative Filmprojekt, das von der Partnerorganisation des Weltfriedensdienst e.V. STEPS zusammen mit dem malawischen Partner SASO entwickelt wurde, verlieh Mariam eine Stimme. So konnte sie ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen, sie konnte Vorbild sein für viele.

Während des Films ist es still im Publikum, alle sind voll bei der Sache. Als der Abspann endet, beginnen junge Moderatorinnen von STEPS ein Gespräch mit den Zuschauerinnen und Zuschauern über den Film. Es gibt viele Wortmeldungen. Fast alle möchten etwas kommentieren oder eine Frage stellen.

Ein Mädchen kennt MariSTEPS Schule Teenagermutteram noch aus ihrem Dorf. Sie reagiert sehr emotional denn der Film zeigt eine wahre Lebensgeschichte. Viele Mädchen werden schwanger und brechen die Schule ab. Heirat scheint der einzige Weg aus der Armut, doch die meisten Mädchen werden bitter enttäuscht. Die Kindsväter sind selbst noch jung, gehen oft noch zur Schule oder haben diese abgebrochen, um nach Jobs zu suchen. Wie Mariam stehen diese jungen Mütter am Ende ganz ohne finanzielle Unterstützung da.

Ein anderes Mädchen im Publikum erzählt ihre eigene Geschichte. Sie wurde mit 14 Jahren Mutter. Zum Glück ist auch ihre eigene Mutter bereit, sie zu unterstützen, und hat sie dazu gebracht, doch noch einen Schulabschluss zu machen.

Eine Mutter im Publikum erklärt, dass sie schlicht nicht wusste, dass jugendliche Mütter überhaupt zurück in die Schule gehen dürften. Der Film hat ihr die Augen geöffnet, sie wolle gleich anderen Müttern erzählen, dass sie ihre Töchter zurück zur Schule schicken können.

Während die ModeratorInnen die Diskussion noch lange nach Ende des Films fortsetzen, sprechen wir mit einigen Erwachsenen im Publikum. Unter ihnen die Schulleiterin, ein Gesundheitshelfer und zahlreiche Mütter. Sie sind beeindruckt davon, wie die jungen ModeratorInnen das Publikum dazu bewegen, offen über diese sensiblen Themen zu sprechen. Im Raum herrscht eine Atmosphäre des Vertrauens und die Jugendlichen fühlen sich frei zu sprechen und teilen persönlichen Erfahrungen mit anderen wie es ist, stigmatisiert oder verurteilt zu werden. Der Gesundheitshelfer hat den Film auch im Gesundheitszentrum gezeigt. „Wir sehen, dass Jugendliche heute anders sind als noch vor 10 oder 20 Jahren. Wir können vor diesen Problemen nicht wegrennen. Wir müssen mit den jungen Menschen offen über die Realität sprechen, wie in Mariams Film. Wir ermutigen die Jugendlichen ins Gesundheitszentrum zu kommen – da bekommen sie Verhütungsmittel. Wir bieten aber auch HIV-Tests, Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten und Beratung bei der Familienplanung an.“ (mehr …)

06.06.2017

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Von den 32 Millionen SüdafrikanerInnen zwischen 15 und 49 Jahren ist jede(r) Fünfte HIV-positiv. Das ist die Gruppe, die unmittelbare Zukunft und Gegenwart des Landes in den Händen hält. Jahr für Jahr sterben 350.000 von Ihnen an Aids. Und noch immer begegnet man Unwissenheit, Vorurteilen und heftiger Abwehr, wenn es um Aids-Aufklärung geht. Schließlich berührt sie sensible Bereiche; Prostitution und häuslicher Missbrauch gehören dazu.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt, das vor einigen Jahren in Südafrika begonnen wurde, greift diese Themen auf. Steps for the Future lässt in Filmen Menschen zu Wort kommen, die offen über ihren Umgang mit HIV/Aids berichten – über ihren Alltag, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Lebensmut. Die Filme wurden inzwischen in 18 afrikanische Sprachen übersetzt und viele hundert Male gezeigt, meist unter freiem Himmel. Fast immer folgen den Vorführungen intensive Gespräche. Organisiert werden diese Filmtourneen in Südafrika und zehn weiteren Ländern der Region von STEPS. In den kommenden Jahren will der gemeinnützige Verein seine Arbeit ausdehnen, neue Filme sollen entstehen, Jugendliche verstärkt miteinbezogen und ermuntert werden, eigene Video-Filme zu drehen. Der Weltfriedensdienst wird STEPS mit ihrer Hilfe bei diesem wichtigen Medienprojekt langfristig unterstützen. http://www.steps.co.za/

DAS BABY BEDEUTET ALLES FÜR MICH

Der Warteraum in der Kinderklinik ist voller schwangerer Frauen. Die Luft steht vor Hitze, Kleinkinder streiten, aber etwas ist anders als sonst: Alle schauen gebannt auf einen großen Bildschirm. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Mother to Child“ über Pinkie und Patience. Beide sind HIV-positiv. Werden sie das Virus an ihre Babys weitergeben? „Das Baby bedeutet alles für mich. Ich darf es nicht verlieren!“ sagt Pinkie im Film.   Einige der Frauen im Publikum wissen, dass sie selbst HIV-positiv sind, der Film erzählt auch ihr Schicksal. Viele aber haben sich gar nicht erst testen lassen – aus Angst vor dem Ergebnis. Dabei ist der Test die Voraussetzung, damit ihnen und ihrem Kind geholfen werden kann.   Elaine Maane führt den Film vor. Anschließend diskutiert sie darüber mit den Frauen. Niemand weiß so gut wie sie, was sie durchgemacht haben und welcher Weg noch vor ihnen liegt. Sie selbst hat als junge Mutter erfahren, dass sie mit HIV lebt. Lange konnte sie mit niemandem darüber reden. Das gesellschaftliche Tabu, die Angst vor Schande und vor familiärer wie gesellschaftlicher Ausgrenzung wogen zu schwer. In einer Selbsthilfegruppekonnte sie schließlich ihre Erfahrungen und Ängste mit anderen Betroffenen teilen.

WIR KÖNNEN HIV BESIEGEN

In mehr als 20 Jahren Engagement für die Rechte HIV-infizierter Menschen hat sie gelernt, dass nicht das Virus tötet, sondern das Schweigen. „Nur wenn die Gesellschaft, wenn wir alle unsere Einstellung ändern, können wir HIV/AIDS besiegen.“ Ihren persönlichen Ansatz führt Elaine seit 2005 als Koordinatorin und Trainerin im Programm von STEPS fort. Mit Hilfe der Geschichten Betroffener ermöglicht die Organisation in Südafrika und zehn Nachbarländern das Gespräch über Themen, die sonst beschwiegen werden und fördert so einen offeneren Umgang damit.

ES WIRD LEBEN

Die letzte Szene aus dem Film „Mother to Child“: Pinkie sitzt mit ihrem Neugeborenen im Arm einem Arzt und einer Psychologin gegenüber. Sie schaut beide an, als wären sie ihre Scharfrichter. Seit Wochen fürchtet sie diesen Augenblick, trägt diese untragbare Last. Das Baby schläft satt und zufrieden in seiner Wolldecke mit rosa und gelben Teddys. Es sieht gesund aus. Ist es gesund? Oder wird es bald sterben? „Negativ. Dein Baby hat kein HIV!“ Pinkie bricht in Tränen aus, drückt ihre Tochter fest an sich. Die Kleine streckt sich, seufzt und gähnt. Sie wird leben.

Auch diesmal löst der Film eine lebhafte Diskussion aus. Die Geschichte von Pinkie und Patience macht Mut! Viele haben zum ersten Mal davon gehört, dass HIV kein Todesurteil ist und auch die Übertragung von der Mutter auf das Kind verhindert werden kann. Elaine sorgt dafür, dass die Frauen mit dem Wissen nach Hause gehen: Ich muss mich testen lassen. Wenn sich herausstellt, dass ich HIV positiv bin, kann ich behandelt werden. Und auch für mein Baby gibt es Medikamente – es kann gesund auf die Welt kommen. Ich habe es in der Hand, was aus mir und meinem Kind wird!

Den Film über Pinkie und Patience zeigen Elaine und ihre KollegInnen von STEPS in Kliniken, Kirchen, Schulen, aber auch Restaurants und Polizeistationen des südlichen Afrika. Die Verbindung aus Filmen und anschließenden moderierten Gesprächen hilft Vorurteile zu überwinden, Wissen zu verbreiten, Einstellungen zu ändern… sie hilft Leben zu retten.

Ihre Spende ermöglicht, dass eine neue Generation im südlichen Afrika gesund aufwächst!

12.04.2017

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Von den 32 Millionen SüdafrikanerInnen zwischen 15 und 49 Jahren ist jede(r) Fünfte HIV-positiv. Das ist die Gruppe, die unmittelbare Zukunft und Gegenwart des Landes in den Händen hält. Jahr für Jahr sterben 350.000 von Ihnen an Aids. Und noch immer begegnet man Unwissenheit, Vorurteilen und heftiger Abwehr, wenn es um Aids-Aufklärung geht. Schließlich berührt sie sensible Bereiche; Prostitution und häuslicher Missbrauch gehören dazu.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt, das vor einigen Jahren in Südafrika begonnen wurde, greift diese Themen auf. Steps for the Future lässt in Filmen Menschen zu Wort kommen, die offen über ihren Umgang mit HIV/Aids berichten – über ihren Alltag, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Lebensmut. Die Filme wurden inzwischen in 18 afrikanische Sprachen übersetzt und viele hundert Male gezeigt, meist unter freiem Himmel. Fast immer folgen den Vorführungen intensive Gespräche. Organisiert werden diese Filmtourneen in Südafrika und zehn weiteren Ländern der Region von STEPS. In den kommenden Jahren will der gemeinnützige Verein seine Arbeit ausdehnen, neue Filme sollen entstehen, Jugendliche verstärkt miteinbezogen und ermuntert werden, eigene Video-Filme zu drehen. Der Weltfriedensdienst wird STEPS mit ihrer Hilfe bei diesem wichtigen Medienprojekt langfristig unterstützen. http://www.steps.co.za/

Mariam Anafi aus Malawi hat sich an den Rat ihrer FreundInnen gehalten: Wenn du arm bist, such dir einen Mann. Mit 15 wurde sie schwanger. Wie so viele minderjährige Mütter in Malawi, musste sie die Schule verlassen. Doch als das STEPS-Filmteam sie bittet, ihre Geschichte in einem Film zu erzählen, ändert sich alles. Sie befragt den Gemeindevorsteher, ihre eigene und eine andere minderjährige Mutter. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und so beschließt sie, wieder in die Schule zu gehen. Und ermutigt ihre Schicksalsgefährtinnen, es ihr nachzutun. (mehr …)

08.12.2016

Gepostet in: Adventsaktion, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Von den 32 Millionen SüdafrikanerInnen zwischen 15 und 49 Jahren ist jede(r) Fünfte HIV-positiv. Das ist die Gruppe, die unmittelbare Zukunft und Gegenwart des Landes in den Händen hält. Jahr für Jahr sterben 350.000 von Ihnen an Aids. Und noch immer begegnet man Unwissenheit, Vorurteilen und heftiger Abwehr, wenn es um Aids-Aufklärung geht. Schließlich berührt sie sensible Bereiche; Prostitution und häuslicher Missbrauch gehören dazu.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt, das vor einigen Jahren in Südafrika begonnen wurde, greift diese Themen auf. Steps for the Future lässt in Filmen Menschen zu Wort kommen, die offen über ihren Umgang mit HIV/Aids berichten – über ihren Alltag, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Lebensmut. Die Filme wurden inzwischen in 18 afrikanische Sprachen übersetzt und viele hundert Male gezeigt, meist unter freiem Himmel. Fast immer folgen den Vorführungen intensive Gespräche. Organisiert werden diese Filmtourneen in Südafrika und zehn weiteren Ländern der Region von STEPS. In den kommenden Jahren will der gemeinnützige Verein seine Arbeit ausdehnen, neue Filme sollen entstehen, Jugendliche verstärkt miteinbezogen und ermuntert werden, eigene Video-Filme zu drehen. Der Weltfriedensdienst wird STEPS mit ihrer Hilfe bei diesem wichtigen Medienprojekt langfristig unterstützen. http://www.steps.co.za/

30.09.2016

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Von den 32 Millionen SüdafrikanerInnen zwischen 15 und 49 Jahren ist jede(r) Fünfte HIV-positiv. Das ist die Gruppe, die unmittelbare Zukunft und Gegenwart des Landes in den Händen hält. Jahr für Jahr sterben 350.000 von Ihnen an Aids. Und noch immer begegnet man Unwissenheit, Vorurteilen und heftiger Abwehr, wenn es um Aids-Aufklärung geht. Schließlich berührt sie sensible Bereiche; Prostitution und häuslicher Missbrauch gehören dazu.

Ein ungewöhnliches Filmprojekt, das vor einigen Jahren in Südafrika begonnen wurde, greift diese Themen auf. Steps for the Future lässt in Filmen Menschen zu Wort kommen, die offen über ihren Umgang mit HIV/Aids berichten – über ihren Alltag, ihre Ängste, ihre Verzweiflung, aber auch ihren Lebensmut. Die Filme wurden inzwischen in 18 afrikanische Sprachen übersetzt und viele hundert Male gezeigt, meist unter freiem Himmel. Fast immer folgen den Vorführungen intensive Gespräche. Organisiert werden diese Filmtourneen in Südafrika und zehn weiteren Ländern der Region von STEPS. In den kommenden Jahren will der gemeinnützige Verein seine Arbeit ausdehnen, neue Filme sollen entstehen, Jugendliche verstärkt miteinbezogen und ermuntert werden, eigene Video-Filme zu drehen. Der Weltfriedensdienst wird STEPS mit ihrer Hilfe bei diesem wichtigen Medienprojekt langfristig unterstützen. http://www.steps.co.za/

 “Ich weigere mich in einen homophoben Himmel zu gehen!”-Desmond Tutu

Der neueste STEPS Film „From the same soil“ erzählt von Flavina, Junior und Danny und ihrem Kampf gegen Diskriminierung als Homosexuelle und Transgender. In 36 afrikanischen Ländern sind homosexuelle Beziehungen illegal. Zwischen 2008 und 2013 wurden weltweit 1374 Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle (LGBTI) aufgrund ihrer sexuellen Orientierung ermordet. Auch in Südafrika kommt es immer wieder zu Übergriffen, wie sogenannte corrective rapes gegen Frauen und Morde. Die fortschrittliche, liberale Verfassung Südafrikas macht das Land dennoch zur einzigen Hoffnung auf ein Leben in Würde für viele LGBTI-Personen aus anderen afrikanischen Ländern.

Die Premiere des Films fand am 18.Mai, dem internationalen Tag gegen Homophobie, statt.

 

 

21.05.2014

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Spendenformular

FundraisingBox Logo

×
Spendenwidget

×