Ein Mann, der das Gewehr niederlegt in Burundi. Doch ohne die Einbindung der Menschenrechte kann Frieden auf die Abwesenheit körperlicher Gewalt eingeschränkt werden. Unsere Arbeit basiert auf dem Dreiklang FriedenEntwicklungMenschenrechte. Alle drei Bereiche zielen auf ein selbstbestimmtes, würdevolles Leben von Menschen und Gruppen ab.

Unter Menschenrechten verstehen wir für alle Menschen gleiche soziale, politische und ökonomische Rechte. Diese gelten von Geburt an und sind eine Bedingung für die Überwindung von Diskriminierung. Entwicklungsprozesse schaffen dabei den Rahmen, damit Menschen ihre Rechte einfordern und verwirklichen können. Die Anerkennung der Menschenrechte ist zudem Voraussetzungen für Frieden. Ohne die Einbindung von Menschenrechten kann Frieden auf die Abwesenheit körperlicher Gewalt eingeschränkt werden und Entwicklung neue Abhängigkeitsstrukturen schaffen.

Menschenrechte als Bedingung für selbstbestimmtes Handeln

Unsere Arbeit für die Menschenrechte basiert zum einen auf den geteilten Werten seiner Mitglieder (Common Ground), welcher eine grundlegende Bedingung für selbstbestimmtes Handeln ist. Zum anderen besteht sie aus einer gesellschaftlichen Praxis in Kooperation mit ProjektpartnerInnen. Die Einbindung traditioneller Rechts- und Wertesysteme spielt eine wesentliche Rolle in unserer Arbeit beispielsweise rund um das Menschenrecht auf Nahrung und Wasser. Dabei können Widersprüche zwischen einzelnen Menschenrechten und anderen Werten aufkommen, die es gemeinsam mit den PartnerInnen in der Praxis zu lösen gilt.

Obwohl der Menschenrechtsschutz bereits 1948 mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte internationalisiert wurde, fehlt es bis heute an effektiven Mechanismen zur Durchsetzung. Aus diesem Grund sehen wir eine demokratische Verfassungspraxis und eine lebendige, kritische Zivilgesellschaft als Garanten für die Wahrung von Menschenrechten. Unsere Aufgabe ist es, politischen Druck, Anreize sowie öffentliche Kritik und Proteste aufrecht zu erhalten. Dabei sind wir auch mit dafür verantwortlich, die Öffentlichkeit für Menschenrechtsverletzungen zu sensibilisieren und uns selbst aktiv für die Achtung der Menschenrechte einzusetzen. Nach unserem Verständnis trägt nicht nur der Staat die Verantwortung, sondern jede*r einzelne von uns.

Hier finden Sie eine Auswahl unserer Projekte, in denen wir die lokale Bevölkerung in verschiedenen Ländern im Einsatz für ihre Rechte unterstützen.

Frieden braucht Nahrung braucht Frieden

Frieden braucht Nahrung. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Die Abwesenheit kriegerischer Gewalt allein stellt für den Weltfriedensdienst noch keinen Frieden dar. Dafür müssen ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit und die grundlegenden Menschenrechte verwirklicht sein. Dazu gehört das Recht auf Nahrung. Der Weltfriedensdienst setzt sich daher für eine nachhaltige ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung ein.

Nahrung braucht Frieden. Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der betroffenen Bevölkerung gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören fast immer die landwirtschaftliche Produktion, vertreiben Menschen von ihrem Land und führen zu Hunger.

Selbstbestimmt und vielfältig

Menschenrecht auf Nahrung

Menschen haben das Recht auf ausreichende Ernährung. Das bedeutet, dass sie jederzeit ungehinderten Zugang zu angemessener Nahrung oder Mitteln zu ihrer Beschaffung haben müssen. Dieses Recht auf Nahrung ist in Artikel 11 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verankert, den 160 Staaten unterzeichnet haben.

 

 

 

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Simbabwe: Ressourcenschutz

Durch das Zusammenlegen des Viehs zu gemeinsamen Herden und ein strenges Weidemanagement, wird überweidetes Grasland wieder hergestellt.

Palästina: Service in the law of men

Unsere Partnerorganisation in Hebron verhandelt Fälle von Menschenrechtsverletzungen grundsätzlich nach den Maßstäben des Internationalen Rechts.

Argentinien: Indigene Selbstbestimmung

Der Rat der Indigenen Organisationen von Jujuy unterstützt Indigene bei der Wahrung ihrer Rechte und der Entwicklung von Perspektiven.

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