Wir fordern Nulltoleranz gegenüber diesem blutigen Ritual bei Frauen und Mädchen.

Genitalverstümmelung Guinea Bissau Sensibilisierung

Sensibilisierung gegen Genitalverstümmelung in Guinea-Bissau

Was verharmlosend als Beschneidung bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit die Verstümmelung der weiblichen Genitalien. Als Teil der Initiationsriten markiert diese Praxis in ca. 30 Ländern der Welt den Übergang des Kindes zur Frau. Erst mit dem so verstandenen »Erwachsenwerden« erlangen die Mädchen Anspruch auf Status und Privilegien eines vollwertigen Gemeinschaftsmitglieds. Der Eingriff wird ohne Narkose und meist unter unvorstellbaren hygienischen Bedingungen an Mädchen und Frauen vorgenommen. Er hat schwerste gesundheitliche, seelische und soziale Folgen – lebenslänglich. UNICEF zufolge müssen weltweit mindestens 125 Millionen Mädchen und Frauen mit den Folgen des Eingriffs leben. Wie viele es tatsächlich sind ist unklar, da das Thema in vielen Ländern noch immer tabuisiert wird. Begründet wird die Verstümmelung mit der Tradition und religiösen Vorschriften. Aber weder der Koran noch die Bibel schreiben die Genitalverstümmelung vor.
Die Organisation DJINOPI (zu Deutsch: vorwärts, Leute!) aus Guinea-Bissau hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Mädchen vor dem blutigen Ritual zu schützen, mit Erfolg. Seit 2011 ist Genitalverstümmelung in Guinea-Bissau per Gesetz verboten. Doch bis das vollständig umgesetzt wird und die Mädchen und Frauen Guinea-Bissaus und weltweit sicher vor Verletzung und Verstümmelung sind, ist es noch ein langer Weg. Deshalb machen wir heute auf diese Menschenrechtsverletzung aufmerksam!

„Alternativen fördern!“ Ein Artikel aus dem WFD-Archiv zum Thema []

05.02.2017

Gepostet in: Aktuelles

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