Der Weltfriedensdienst e.V. bietet

 

einen 3 monatigen Praktikumsplatz im Bereich Bildungs- und Kampagnenarbeit an.

 

Die Aufgaben:

  • Vorbereitung und Durchführung von Unterrichtseinheiten und Schulveranstaltungen
  • Konzeption und Weiterentwicklung der Bildungsmaterialien
  • Kontaktpflege zu Schulen, SchülerInnen und ihren Netzwerken
  • Unterstützung bei Recherche, Planung und Umsetzung der Kampagnenarbeit
  • Büroorganisation

 

Ihr Profil:

  • Interesse an entwicklungspolitischen Themen
  • Freude am Kommunizieren, Schreiben und Präsentieren
  • Engagement, Kreativität und Zuverlässigkeit
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Office-Programmen
  • Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
  • Fortgeschrittenes Hochschulstudium in einem für die Entwicklungszusammenarbeit o/u Bildungsarbeit relevanten Bereich
  • Eingeschriebene/r StudentIn
  • Führerschein und die Bereitschaft zu fahren, sowie Dienstreisen zu absolvieren

 

Wir bieten:

  • Abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben
  • Einen Einblick in die Arbeit einer entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation
  • Ein angenehmes und offenes Arbeitsklima

 

Ort: Geschäftsstelle Berlin

Dauer: 3 – 6 Monate (regulär 3 Monate, Pflichtpraktikum 6 Monate möglich)
Umfang:  ab 32 Stunden/Woche

Die Bewerbung von Menschen mit Migrationshintergrund ist ausdrücklich erwünscht, Deutsch-Kenntnisse mind. auf B2-Niveau sind Voraussetzung.

Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro pro Monat.

 

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen mit Anschreiben, tabellarischem Lebenslauf und relevanten Praktikums- oder Arbeitszeugnissen in einem PDF-Dokument per E-Mail an Stefanie Hess: hess@weltfriedensdienst.de

Die Auswahlgespräche finden zeitnah statt.

Bitte geben Sie in Ihrem Anschreiben Ihre zeitliche Verfügbarkeit an.

 

Die nächsten Praktikumstermine:

  • Juni bis Ende August 2018
  • September bis Ende November 2018

Und weiter im Drei-Monats-Rhythmus.

Achtung: Das Praktikum beginnt immer zum 1. des Monats.

 

19.04.2018

Gepostet in: Aktuelles, Stellenangebote

Jungen Menschen im südlichen Afrika wird soziale und wirtschaftliche Teilhabe verwehrt

Das südliche Afrika ist die Region mit der jüngsten Bevölkerung auf der Welt. 35% seiner BewohnerInnen sind zwischen 15 und 24 Jahren alt.

Diese Generation ist überdurchschnittlich von Armut, Krankheit (besonders HIV/Aids), schlechten Bildungschancen und Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Lebensgrundlage ist direkt durch Umweltzerstörung und die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen bedroht.

Jugendliche und unter ihnen besonders Mädchen und junge Frauen werden vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. Ein hoher Prozentsatz, der im südlichen Afrika lebenden jungen Frauen hat bereits sexuelle Gewalt erfahren müssen.

Auch junge Homo- und Bisexuelle, Transgender und Intersexuell orientierte Menschen sind Diskriminierung und gezielten Übergriffen ausgesetzt. Vergewaltigungen und Morde an jungen lesbischen Frauen, geschehen beispielsweise beinahe täglich. In Malawi, Zimbabwe oder Sambia können sexuelle Minderheiten bis zu 11 Jahren Haft erhalten.

Ein ausgeprägtes gesellschaftliches Senioritätsprinzip verhindert, dass Erfahrungen, Eindrücke und Sichtweise junger Menschen Gehör finden, sowohl in persönlichen Lebensentscheidungen als auch in gesellschaftlichen Prozessen. Damit wird auch ihr Potential für die Entwicklung in der Region unterdrückt.

Folgen sind eine weit verbreitete Perspektivlosigkeit und Frustration unter jungen Menschen und ihre Migration besonders in die Armutsviertel von Städten mit all ihren Problemen im Bezug auf Gesundheit, Lebensumstände und Lebenschancen und Gewalt. Dabei greifen soziale, politische und familiäre Gewalt ineinander.

Dokumentarfilme für sozialen Wandel im südlichen Afrika

STEPS bearbeitet diese Probleme junger Menschen in sieben Ländern des südlichen Afrika (Lesotho, Botswana, Sambia, Simbabwe, Malawi, Uganda und Südafrika) mit einem regionalen Netzwerk von Selbsthilfeinitiativen junger Menschen und Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Belange junger Menschen einsetzen. Dabei setzt STEPS regional produzierte Dokumentarfilme ein, damit junge Menschen in ihren Gemeinden mit Gleichaltrigen aber auch  EntscheidungsträgerInnen offen diskutieren über Ursachen und Lösungsmöglichkeiten ihrer Probleme.

Diese Diskussionen zielen auf die Aktivierung junger Menschen im Wirkungskreis der Selbsthilfeinitiativen und NGOs und stärken deren Wissen und Bewusstsein über Rechte und Verantwortung als BürgerInnen. Sie lernen ihre Meinung frei zu vertreten und erfolgreich Beteiligungsrechte einzufordern und erhalten den dafür notwendigen Raum. Dabei werden sie bestärkt, nach Lösungen für ihre Probleme und die ihrer Gemeinden zu suchen sowie eigenständige informierte Entscheidungen zu treffen, die ihr eigenes Leben und das der Gemeinschaft angehen.

13.04.2018

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

12. April

Jeden Tag donnerten mit Sand beladene Lastwagen über die Straßen in der UNESCO-Biosphäre Kruger to Canyons in Südafrika. Was machen die hier, fragten sich zuerst nur einige AnwohnerInnen. Sie fanden ihre Flussläufe in Tagebaue verwandelt. Ihnen wurden Konzessionen gezeigt, die sich später als Fälschungen erwiesen. Die AnwohnerInnen blockierten die LKWs. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch Schüsse fielen.

„Was können wir tun? Sie haben das Geld. Wir nicht.“, fragte sich eine Induna (traditionelle Dorfvorsteherin). Die AktivistInnen der Umweltschutz-Organisation Kruger2Canyons (K2C) haben durch das Projekt von STEPS und Weltfriedensdienst eine Antwort auf ihre Frage.

Shoki Mafogo und Vusi Tshabalala von Kruger2Canyon (Südafrika) sitzen an einem Tisch und planen, wie sie Ressourcenkonflikte zur Sprache bringen können.

Shoki Mafogo und Vusi Tshabalala von Kruger2Canyon (Südafrika)

Bisher nutzen die Partner aus dem STEPS-Netzwerk moderierte Filmvorführungen meistens, um zwischenmenschliche Konflikte zum Positiven zu wenden. K2C setzt die Methode ein, um die Beziehung zur Umwelt, in der Menschen leben, zu verändern.
Der Film „Our Sand“ feierte auf der STEPS-Partnerkonferenz Premiere. Mit ihm wollen sie die Menschen in der Biosphären-Region unterstützen, Verantwortung für ihren Naturreichtum und ihre Ressourcen zu übernehmen.

 

Raubbau an Naturreichtümern beenden

K2C will den Film einsetzen, um lokale traditionelle Autoritäten zu informieren. Mit solchen Erscheinungen der Moderne hatten ihre Vorgänger nie zu tun. Überliefertes Wissen fehlt. Was ist Sandabbau? Was bedeutet der Verkauf einer Konzession im Vergleich zum Preis, den der Sand erzielt, und dem angerichteten Umweltschaden?
Schilfgras und Bäume an den Ufern verschwinden und damit der Lebensraum für viele andere Pflanzen und Tiere. Boden geht durch Erosion verloren. Der Grundwasserspiegel sinkt. Verschmutzungen werden nicht mehr gefiltert. Die Fließgeschwindigkeit der Gewässer erhöht sich. Die Gefahr von Fluten steigt.

Die Antwort? Mehr Fragen stellen.

Darüber will K2C auch staatliche Behörden aufklären. Ihnen soll die Dimension des (illegalen) Abbaus von Flusssand verdeutlicht werden und was die Folgen davon sind. In einem zweiten Schritt werden sie aufgefordert, klare Regeln aufzustellen. Wo darf wieviel Sand auf welche Weise abgebaut werden? Wie sind die Abbaustellen hinterher zu rehabilitieren? Welche Gebiete sind wegen ihrer ökologischen Bedeutung unbedingt davon auszuschließen?

Eine weitere Absicht der AktivistInnen ist es, den in der Region lebenden Menschen vor Augen zu führen: Lastwagen um Lastwagen wird ihr Flusssand abtransportiert und ihnen z.B. in Form von Zementblöcken zum Hausbau wieder verkauft. Ihre Umwelt wird damit zerstört, und doch brauchen die Menschen Häuser, Fensterscheiben und Straßen, Mikrochips und Kosmetika. Wie können diese Interessen ausbalanciert werden? Was sind Alternativen?

 

Weitere Beiträge zur STEPS-Regional-Konferenz “Filme als Mittel für Sozialen Wandel” (9.-13. April 2018):
Montag: 15 Menschenrechts-Organisationen am Kap der Guten Hoffnung
Dienstag: Filme für Inklusion
Mittwoch: Jugendliche Change Agents: Denkmuster ändern
Donnerstag: Ressourcenkonflikte mit Filmen zur Sprache bringen

2015 produzierte STEPS zusammen mit K2C den Film „Our Rhino“ über Nashornwilderei.

13.04.2018

Gepostet in: Aktuelles, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Endlich ist es soweit: Am 4. Mai 2018 um 17:30 Uhr lädt der Weltfriedensdienst e.V. zur Veröffentlichung seines Themenhefts KOMPASS #6 ein.
Mit der diesjährigen Ausgabe „Migration anders denken“ begegnen wir mit „Perspektiven aus dem Globalen Süden“ den unterschiedlichen Facetten von Migration.
Laut der „Internationalen Organisation für Migration“ macht die die Süd-Süd-Migration  mit mittlerweile mehr als 92 Millionen MigrantInnen  den größten Teil der weltweiten Migration aus. Im KOMPASS #6 werfen 12 Beiträge, die unsere SüdpartnerInnen in Afrika, Südamerika und Asien gesammelt und aufgeschrieben haben, ein neues Licht auf die Thematik. Mit Stories über Fremdenfeindlichkeit in Südafrika, Geschlechterrollen in Simbabwe, Konflikten zwischen Ackerbauern und Viehzüchtern in Kenias Norden weiten wir unseren Blick. Migrationsgeschichten aus Bolivien oder nepalesischer WanderarbeiterInnen sind nur einige Beispiele.

Ein Perspektiv-Wechsel

„Migration anders denken“ hinterfragt unser Verständnis von Migration als Problem und fordert dazu auf, das Potential von Wanderbewegungen zu sehen. Zur Veröffentlichung des KOMPASS #6 laden wir dazu ein, einen Perspektiv-Wechsel zu erleben. Begleitet wird die Reise von der Friedensfachkraft Elmar Langner, einen ehemaligen Projektmitarbeiter des Weltfriedensdienst e.V. in Südostasien.
Treffpunkt ist das Neuköllner Refugio, ein Gemeinschaftshaus für Geflüchtete und BerlinerInnen. Am Abend erwartet uns zudem die syrisch-orientalische Küche der Berlinerin Malakeh Jazmati, die vor ihrer Flucht nach Deutschland  eine bekannte Fernsehköchin im arabischen Raum war. Wir freuen uns auf Euren Besuch, bitten um Anmeldung unter oeffentlichkeitsarbeit@weltfriedensdienst.de und ermutigen zur Weiterleitung dieser Einladung an Interessierte.

Wo und Wann

Am: Fr, 04. Mai 2018
Um: 17 Uhr 30
Im:

Sharehaus Refugio
Lenaustraße 4
12047 Berlin Neukölln
U7, U8 Hermannplatz, U8 Schönleinstraße, Bus 171, M29, M41

 

 

 

Gefördert von Engagement Global im Auftrag des

 

 

 

 

 

 

 

13.04.2018

Gepostet in: Aktuelles, Der KOMPASS - Das Fachmagazin des Weltfriedensdienst

11. April

Es macht einen Unterschied, einen Text zu lesen, oder mit den Handelnden eines Dokumentarfilms in einem Kino zu sitzen, gemeinsam ihre Filme zu gucken und Fragen stellen zu können. Filme berühren unsere Gefühle, wie es geschriebene Worte nicht so schnell können – das weiß jede/r SchülerIn aus eigener Erfahrung. Jugendliche spielen bei der Arbeitsweise von STEPS und der Zusammenarbeit mit dem Weltfriedensdienst eine zentrale Rolle. Auch hier auf der Konferenz sind viele der AktivistInnen Anfang 20.
Am dritten Tag stehen diese Youth Change Agents, also jugendlichen Vermittler eines (sozialen) Wandels, im Fokus.

Meinen Freund HIV teile ich mit niemanden

Die Jugendlichen aus den Partnerorganisationen in Malawi, Lesotho, Südafrika, Uganda, Sambia, Simbabwe und Botswana haben durch die STEPS-Trainings bemerkenswerte Kompetenzen aufgebaut. Sie haben heute die Fähigkeiten und Erfahrung, Diskussionen zu schwierigen Themen zu moderieren. Das wird greifbar bei der 21 Jahre alten Pinky von Sesotho Media & Development (Lesotho). Ganz offen spricht sie nicht nur über ihren HIV-Status, sondern auch über ihre Verantwortung ihrem Partner gegenüber. Pinky ist eine der handelnden Personen der beiden Filme, die wir aus Lesotho sehen. Die Filme handeln von der Wichtigkeit, den eigenen HIV-Status zu kennen und wie schwierig es ist, sich ein Herz zu fassen und einen HIV-Test zu machen.

In der anschließenden Diskussion fordert Pinky das Publikum mit ihrem HIV-Status heraus. Sie nimmt uns mit ihrem Humor, ihrer Direktheit und Stärke sofort für sich ein. Sie lässt uns dabei aber auch ihren Schmerz fühlen. Offen erzählt sie, was es bedeutet hat, mit dem Testergebnis „HIV-positiv“ umzugehen. Was sie durchmachen musste, um das Ergebnis und seine Tragweite zu akzeptieren. Sie hat HIV zu ihrem „Freund“ gemacht, den sie mit niemandem teilen will. Diese Verantwortung heißt für sie: Jeder Junge, dem sie seither näher kam, ist davongerannt, als sie ihren Status offenbarte. Trotzdem hält sie an ihren Prinzipien fest und ist voller Hoffnung, dass eines Tages der Richtige bleiben wird.

Sprechen über Tabus

Die erstaunlich fröhliche Stimmung fällt auch bei „Boys Diaries“, einem Film des Jugendnetzwerkes vom National AIDS Council in Simbabwe auf. Die Vorführung wird von dem jungen Aktivisten Joseph (22 Jahre) moderiert. Der Film über ihn und drei Freunde erzählt von den Ängsten, sexuellen Erfahrungen und gesellschaftlichen Erwartungen an junge Männer in Simbabwe – und wohl auch weltweit. Sie offenbaren in dem Film intime Details, zeigen ihre Verletzlichkeit, über die man als junger Mann nicht spricht und schon gar nicht öffentlich. Woher nehmen sie den Mut, es trotzdem zu tun? Joseph und seine Freunde fragen zurück: Wie kann sich etwas ändern, wenn wir nicht anfangen miteinander zu sprechen?

 

Weitere Beiträge zur STEPS-Regional-Konferenz “Filme als Mittel für Sozialen Wandel” (9.-13. April 2018):
Montag: 15 Menschenrechts-Organisationen am Kap der Guten Hoffnung
Dienstag: Filme für Inklusion
Mittwoch: Jugendliche Change Agents: Denkmuster ändern
Donnerstag: Ressourcenkonflikte mit Filmen zur Sprache bringen

12.04.2018

Gepostet in: Aktuelles, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Nächste Seite »
Spendenformular

FundraisingBox Logo

×
Spendenwidget

×
Newsletter abonnieren

×

Newsletter abonnieren

Erhalten Sie die neuesten Informationen über die Arbeit des Weltfriedensdienst e.V.

Sie haben sich erfolgreich angemeldet.