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Mrs. Matirekwe

Mrs. Matirekwe ist eine der Pioniere von Chisuko und war seit Beginn des Projektes im Juli 2012 die Schatzmeisterin des Kommittees. Sie bezahlte die Hirten und erstellt einen monatlichen Finanzreport. Wegen Problemen mit ihren Augen ist sie inzwischen von der Aufgabe zurückgetreten.
Mrs. Matirekwe ist Witwe und hat niemanden der auf ihre Rinder aufpassen kann. Für gewöhnlich stromerten sie um das Geschäftszentrum des Ortes herum. Da Kühe anders als beispielsweise Pferde oder Ziegen nicht in der Lage sind beim Grasen zu unterscheiden, was sie fressen, verschlucken sie nebenher oft Plastiktüten, Teile von alten Decken und Düngemittelsäcken auf. Eines von Mrs. Matirekwes Rindern ist auf diese Weise gestorben, wie sich bei der Obduktion des Tierarztes herausstellte.
 Jetzt hat sie noch drei Rinder. Sie weiß, das sie gut betreut werden und so etwas nicht noch einmal passieren kann.

Mrs. Matirekwe investierte sehr viel  freiwillige Arbeit,  damit das Chisuko Projekt Realität wurde. Mitglieder des Weideprojekts kamen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu ihrem Haus, um ihren Beitrag zu bezahlen oder um sich nach den Ausständen zu erkunden. Am Anfang durften die Leute mit Mais bezahlen, den sie dann in ihrem Haus aufbewahren musste. Zusammen mit dem Sekretär, Mr. Sedha, verteilte sie den Mais an die Hirten.

Das Projekt hat den Menschen in Chisuko noch auf andere Weise geholfen: “Bevor das Chisuko Projekt begann, haben meine Tiere einmal die Maisernte von Mr. Matoro vernichtet. Darüber gab es großen Streit. Ich habe dabei  Bluthochdruck bekommen. Viele von uns mussten zum Gericht des Chiefs und Strafen zahlen, um den durch ihre Tiere angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Das Projekt hat uns Frieden und Ruhe in der Nachbarschaft gebracht.”

09.02.2016

Gepostet in: Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

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