Locro de Zapallo – Peruanischer Kürbiseintopf
Kochen nach Saisonkalender im Februar

Dieser Eintopf ist genau das richtige für alle, die vom Wintereinbruch kalt erwischt wurden. Denn in Locro de Zapallo kommt Chili, und wer möchte, nimmt viel! Im Kochtopf reisen wir nach Peru und benutzen regionale und saisonale Zutaten, um den Regenwald zu schützen. So schmeckt Zukunft – mit gerecht verteilten Ressourcen.

Zutaten

  • 1 kleiner Kürbis
  • 3 Kartoffeln
  • 150 g Trockenbohnen
  • 150 g Mais aus der Dose
  • 150 g Feta
  • 150 ml Sahne
  • 1 große Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 TL getrockneter Oregano
  • Mindestens 1 kleine Chilischote
  • Öl
  • Pfeffer und Salz
  • Wasser (und ggf. Gemüsebrühe)

Anleitung

Locro de Zapallo wird in Peru mit Erbsen gekocht. Da es bei uns Anfang Februar keine frischen Erbsen gibt, werden 150 g Trockenbohnen in einem halben Liter heißem Wasser eingeweicht. Nach einer Stunde das Wasser abgießen, die Bohnen erneut mit heißem Wasser aufgießen und einige Stunden stehen lassen.

Bevor die Zubereitung des Rezepts richtig beginnt, sollten die Bohnen für etwa 20 Minuten kochen, sonst werden sie später nicht gar.
Dann die Kartoffeln und den Kürbis waschen, schälen und in ein bis zwei Zentimeter große Stücke würfeln. (Wer einen Hokkaido-Kürbis verwendet, braucht diesen nicht zu schälen.) Zwiebel und Knoblauch kleinschneiden und die Chilischote hacken.

In einem Topf das Öl erhitzen und darin Zwiebel und Knoblauch andünsten, kurz danach auch Chili und Oregano dazugeben. Wenn die Zwiebeln anfangen, sich zu verfärben, Kartoffeln, Kürbis, Mais und Bohnen in den Topf geben und mit 500 ml Wasser (oder Brühe) ablöschen.

Der Eintopf sollte dann etwa 40 Minuten mit Deckel köcheln, dabei immer wieder rühren, damit es nicht anbrennt. Achtung: wenn das Essen eine breiige Konsistenz annimmt, kocht es mitunter explosiv! Unter Umständen müsst ihr auch noch mehr Wasser angießen.

Sobald das Gemüse gar ist, kommen Sahne, Feta und Oliven sowie Pfeffer und Salz dazu, noch einmal heiß werden lassen und dann: Guten Appetit!

In Peru wird Locro de Zapallo mit Reis gegessen, der braucht etwa 20 Minuten: Öl in einem Topf erhitzen und die Reiskörner dazugeben, kurz anbraten (umrühren!) und bevor der Reis braun wird mit Wasser ablöschen. (Für eine Tasse Reis braucht man zwei Tassen Wasser.) Sobald es kocht, die Hitze reduzieren und den Reis mit Deckel kochen lassen, bis das Wasser nicht mehr zu sehen ist. Dann den Herd ausstellen und weiter ziehen lassen.

Wer das Gericht im Sommer zubereiten möchte, kann selbstverständlich die Bohnen durch 200 g Erbsen ersetzen, frischen Oregano verwenden, oder andere Kräuter hinzufügen.

Schon gewusst?!

  • Kartoffeln stammen ursprünglich aus Südamerika. In den peruanischen Anden gibt es etwa 3.000 endemische Kartoffelsorten, die größtenteils auch nur dort wachsen können.
  • Der Hauptquellfluss des Amazonas, der Marañón, entspringt in den peruanischen Anden. Sein Nebenfluss ist der Río Huallaga, auch ein Quellfluss des Amazonas.
  • Der Titicacasee ist der größte Süßwassersee Südamerikas, der leider stark verschmutzt ist. Auf dem See leben die Urus auf schwimmenden Inseln, die sie aus Totora-Schilf bauen.

Ressourcengerechtigkeit in Peru

Der Amazonasregenwald ist für unser globales Klima sehr wichtig. Durch sogenannte „fliegende Flüsse“ versorgt der Wald den südamerikanischen Kontinent mit Regen. Jedoch holzen Baumfäller, Plantagenfirmen, Landspekulanten und Goldschürfer die riesigen Regenwälder des Amazonas ab und groß-industrielle Landwirtschaftsbetriebe verletzen regelmäßig Menschenrechts- und Umweltstandards. Durch den mächtigen und internationalen Einfluss sind indigene Gruppen und lokale Kleinbäuer*innen stark bedroht.

Engagement des Weltfriedensdienst e.V.

Gemeinsam mit Rettet den Regenwald e.V. finanziert der Weltfriedensdienst die peruanische NGO KENÉ, die sich erfolgreich für die Rechte der lokalen Bevölkerung einsetzt. Wir unterstützen unsere lokale Partner-NGO darin, juristisch gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. So werden Menschenrechts- und Umweltschutzverletzungen fortlaufend dokumentiert, angezeigt und bis zum Gerichtsentscheid juristisch von KENÉs Anwält*innen begleitet. Die verheerende Abholzung des peruanischen Regenwaldes betrifft viele lokale Bevölkerungsgruppen, die durch KENÉ beraten und unterstützt werden. 2019 gelang ein historischer Durchbruch: Wegen illegaler Abholzung im Regenwald musste eine Kakaofirma eine Strafe über 4 Millionen Euro an den peruanischen Staat zahlen.

Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützen wir Menschen, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft zu verbessern. Als gemeinnützige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit sind wir in mehr als 20 Ländern rund um den Globus aktiv.