Empowerment von Frauen

Mi Kun Chan Non ist eine bekannte Frauenrechtlerin in Myanmar. Sie kämpft leidenschaftlich und lautstark für die Teilhabe von Frauen an den Corona-Reaktions- und Umsetzungsplänen.

Bislang ist die Teilhabe von Frauen an Friedensprozessen in Myanmar ohnehin sehr begrenzt. Das ändert Mi Kun Chan Non. Sie ist die Direktorin unserer Partnerorganisation Mon Women’s Organization (MWO). Sie führt Führungskräftetrainings für marginalisierte Mon-Frauen, die in verarmten Gemeinden leben, durch. Sie zeigt, wie wichtig Networking und Lobbyarbeit sind.

Das ist auch in der aktuellen Krise hilfreich: Die sozialen Medien sind in Myanmar in der Reaktion auf die Pandemie immer wichtiger geworden. „Auch jetzt nutzen wir Live-Streaming und Messenger, um mit den Frauen in unserem Gebiet zu kommunizieren“, berichtet Mi Kun Chan Non, „Wichtig sind die präventiven Maßnahmen gegen COVID-19. Wichtig ist das Erkennen der Symptome. Wir informieren ständig über die aktuelle Situation.”

Neben sozialen Medien setzt MWO auch Poster, Flyer und Lautsprecher ein. MWO hat die wichtigsten Fakten in die Mon-Sprache übersetzt und blitzschnell Aufklärungsbroschüren gedruckt und in die Dörfer gebracht.

Das sind die Themen der Aufklärungsbroschüren:

  • Tracking der bestätigten Corona-Fälle in Myanmar
  • 5 Tipps zur Unterstützung der eigenen Gemeinde während COVID-19
  • Wie man sich vor einer Ansteckung schützt
  • Wie man sich die Hände wäscht
  • Wie man sein Immunsystem stärken kann
  • Symptome von COVID-19
  • Wie man gebrauchte Gesichtsmasken entsorgt
  • Wie MWO die Teilhabe von Frauen in der Coronavirus-Reaktion stärkt

 

Weitere Infos zur aktuellen Situation in Myanmar: Corona in Myanmar: Pragmatisch in der Krise

 

 

Foto © Mi Kun Chan Non

11.06.2020

Gepostet in: Aktuelles, Myanmar: Friedensprozesse auf Gemeindeebene fördern