Mit Fußball die Savanne begrünen
Volltreffer für den Ökolandbau in Simbabwe

Grace Gumba © PORET

Grace Gumba, alleinerziehende Mutter, lebt in der Trockensavanne der Region Chimanimani in Simbabwe. Methoden des Ökolandbaus kennt sie aus ihrer Kindheit. Als sie vom „Lernzentrum für Trockenregionen“ erfuhr, zögerte sie deshalb nicht lange. „Ich spürte sofort, dass ich hierher gehörte und trat PORET als Freiwillige bei.“ Sie lernte, wie Ökolandbau dabei hilft, die Trockensavanne zu begrünen.

Schritt für Schritt stellte sie ihren eigenen Hof um. Doch sie wollte mehr: „Eine Arbeit, die die Gemeinschaft verändert“. Mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterungsfähigkeit war sie genau die Richtige für eine freie Stelle bei PORET. Als Bildungsbeauftragte ist es nun ihre Aufgabe, Jugendliche für den Ökolandbau zu gewinnen.

 

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Wie weckt man bei Jugendlichen Interesse für den Ökolandbau?

Grace Gumba fand eine originelle Antwort auf diese Frage. Seitdem organisiert sie Fußballspiele. Der Erfolg hat sie selbst überrascht: Oft gibt es mehr Bewerber*innen als Plätze in den Mannschaften! Vor jedem Spiel ermutigt Grace die jungen Fußballspieler*innen, offen über sich und ihre Probleme zu reden. Für viele ist es das erste Mal, dass ihnen ein Erwachsener zuhört. Merken die Jugendlichen, dass sie ernst genommen werden, ist der Augenblick für Grace gekommen, Umweltthemen anzusprechen. Warum sind für uns Bäume so wichtig? Wie pflanzt und pflegt man sie?

Türöffner Fußball

Das neue Wissen setzen die Jugendlichen um und begrünen gemeinsam das Gelände um den Fußballplatz. Viele Jugendliche nehmen Baumsetzlinge auch mit nach Hause, um ihre Gehöfte zu begrünen. Letztes Jahr konnte Grace 30 von 180 Spieler*innen für die Teilnahme an einem eintägigen Training zu nachhaltiger Landwirtschaft gewinnen.

Die Kreise, die Grace zieht, werden immer größer. Ihre Fußballturniere sind ein gesellschaftliches Ereignis: Zu jedem Spiel kommen 300-600 Zuschauer*innen. Grace informiert sie über Ökolandbau und lädt sie zu agrarökologischen Schulungen ins Zentrum ein. Wer daran teilgenommen hat, kann dann in Familie, Nachbarschaft und unter Gleichaltrigen das frisch erworbene Wissen teilen und anwenden.

Doppelte Innovation

Bei PORET gehören die Innovation der Anbaumethoden und soziale Innovation zusammen.

Zum Lernzentrum kommen die Menschen, um mit- und voneinander zu lernen. Das Projekt zeigt den Kleinbauernfamilien, wie sie ihre ausgelaugten Felder wieder fruchtbar und widerstandsfähig gegen die Klimakrise machen können. Die Vision von PORET: Eine Gemeinschaft, die die Natur respektiert, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft verbessert und so die Armut überwindet. Und in der auch Gruppen gestärkt werden, deren Stimmen bisher nicht gehört wurden – Frauen und Jugendliche.

Die Geschichte von Grace Gumba zeigt, wie PORET beide Aspekte miteinander verbindet.

Weltfriedensdienst e.V.

Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützen wir Menschen, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft zu verbessern. Als gemeinnütziger Verein sind wir in mehr als 20 Ländern rund um den Globus aktiv.

PORET

PORET ist ein simbabwisches Trainingszentrum für Agrarökologie in Trockengebieten, das Kleinbäuer*innen dabei unterstützt, sich selbst zu ernähren.

Simbabwe

Simbabwe ist ein politisch instabiler Staat. Das Land ist zunehmend von der Klimakrise bedroht und steckt in einer Ernährungskrise fest. Zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung betreiben Landwirtschaft.

Tragen Sie dazu bei, die Savanne zu begrünen. Mit Ihrer Spende können Grace Gumba und ihr Team den Familien einen Weg aus chronischer Armut, Hunger und Umweltzerstörung zeigen.

Jetzt spenden!

  • 55 € ermöglichen der Bildungsbeauftragten Grace Gumba, an drei Tagen Fußballturniere mit anschließenden Gesprächen und Baumpflanzungen zu organisieren.
  • 160 € kosten 85 Baumsetzlinge, um die Trockensavanne zu begrünen.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht

Carola Gast

Carola Gast

Spenderkommunikation

gast@weltfriedensdienst.de

Tel.: +49 (0)30 253 990-11

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Der Weltfriedensdienst e.V. ist unter der Steuer-Nr. 27/681/51497 als gemeinnützig anerkannt und von der Körperschaftssteuer befreit.

Alle Bilder © PORET