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Flagge von Brasilien

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Standpunkt von Lutz Taufer, Vorstandsmitglied des Weltfriedensdienst

Am 1. Januar 2019 wurde Jair Messias Bolsonaro als Präsident Brasiliens vereidigt. Sein Amtsantritt erfüllt uns mit großer Sorge. Die Ankündigungen Bolsonaros, seiner Regierung und seiner Anhänger lassen deutliche Einschränkung der zivilgesellschaftlichen Handlungsspielräume und Umweltzerstörungen befürchten. Die Drohungen richten sich nicht zuletzt gegen Nichtregierungsorganisationen, selbstverwaltete Gruppen und Kooperativen.

Der Weltfriedensdienst unterstützt seit vielen Jahren gemeinnützige Organisationen in Favelas in Rio de Janeiro und Recife in ihrem Kampf um Frieden, Entwicklung und Menschenrechte. Unser Partner AdoleScER bildet Jugendliche in Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen lernen, verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben. Mit diesem Konzept wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen AdoleScER arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen.

Wir sind in großer Sorge um unsere brasilianischen Partner und um alle zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen, die sich in Brasilien für Frieden, Entwicklung und Menschenrechte stark machen. Wir halten es für ausgesprochen wichtig, die hiesige Öffentlichkeit über die Geschehnisse zu informieren und erwarten von der Bundesregierung und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dass sie der Öffentlichkeit und der neuen brasilianischen Regierung ihr klares Nein zu den angekündigten Maßnahmen deutlich machen.

Lutz Taufer, Vorstandsmitglied des Weltfriedensdienst e.V., Berlin, Januar 2019

 

05.02.2019

Gepostet in: Aktuelles

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