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Wie kann es Kleinbauern gelingen, die Folgen des Klimawandels abzufedern?

Globale Klimakrise – lokale Katastrophe:

Die Menschen in vielen Ländern des Globalen Südens sind in einem Kreislauf aus Dürre und starkem Regen gefangen. Die Felder überfluten, ganze Ernten werden zerstört. Nach dem Wirbelsturm Idai sieht unsere Projektregion im östlichen Bergland von Simbabwe aus wie nach einem Krieg. Und doch gibt es überall im Katastrophengebiet Flächen, die weitgehend intakt blieben. Wie kann gemeinschaftlicher Ressourcenschutz lokale Katastrophen vorbeugen?

Agrarpolitik – Zukunftsfähig?

Im 5. Teil der Reihe erklärt Konstantin Kreiser vom NABU, wie eine Agrarpolitik der Zukunft aussehen muss, damit wir beim Klimawandel gerade noch die Kurve kriegen – und gleichzeitig eine Welt langfristig ernähren können.

Für kommende Generationen

Mit einer Testamentsspende an den Weltfriedensdienst unterstützen Sie unsere lokalen Partner in fast 30 Ländern darin, Konflikte ohne Gewalt zu regeln und allen Menschen einen gerechten Zugang zu Ressourcen zu ermöglichen.

Querbrief 2/19 lesen & herunterladen

Download hier [PDF]

26.06.2019

Gepostet in: Aktuelles, Das Mitgliedermagazin Querbrief

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Von Farai Gumisai, Dorfberater in Rusitu, Chimanimani


Überall hinterlässt der Wirbelsturm seine Spur der Zerstörung

 

Bitte spenden Sie jetzt für den Wiederaufbau.

25.06.2019

Gepostet in: Aktuelles

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Wirbelsturm Idai, die größte Naturkatastrophe, an die sich das südliche Afrika erinnern kann, traf unsere simbabwesche Projektregion Chimanimani am 15. März 2019. Die gesamte Provinz Manicaland wurde zum nationalen Notstandsgebiet erklärt. Insgesamt 9.462 Familien wurden von den Folgen betroffen, 1800 Familien haben ihr Heim verloren, mindestens 134 Menschen starben an den Folgen, weitere 391 werden noch vermisst und 163 sind verletzt. Durch die Zerstörung der Felder kurz vor Erntebeginn sind über 100.000 Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen durch zerstörte Brunnen und Toiletten ist noch nicht gebannt.

Besonders stark betroffene Gemeinden  wie Ngangu und Kopa sind durch große Felsblöcke und Erdrutsche gezeichnet, die Häuser und Menschen begraben haben. Immer noch finden Spürhunde Leichen, viele Menschen werden noch vermisst. Das individuelle und kollektive Trauma, wie die Erinnerung an den gewaltigen Donner von Felsbrocken, die die Hügel hinunterrollen und Häuser zum Einsturz bringen, wird in den Köpfen der Menschen noch lange Zeit präsent sein.

Schon nach wenigen Tagen verteilt TSURO Hilfsgüter an die Überlebenden. Foto: Uli Westermann

Die erste akute Nothilfephase, an der unsere Partner-NGO´s TSURO und CELUCT mit ihrem riesigen Netzwerk von KleinbäuerInnen, hochmotivierten freiwilligen HelferInnen und profunden Ortskenntnissen tatkräftig mitgewirkt haben,  scheint indes beendet. Jetzt steht der Wiederaufbau der Infrastruktur im Mittelpunkt.

Die gute Nachricht: Dort, wo die Projektarbeit unserer Partner zu einer nachhaltigen Landnutzung geführt hat, sind auch die Wirbelsturm-Schäden geringer. Ermutigend sind auch die große Solidarität und die Bereitschaft der Menschen, gemeinsam die Unwetterschäden zu beseitigen. Schließlich erweist sich bei der Verteilung der noch knapper gewordenen Ressource Ackerland, wie wichtig die konstruktiven Beziehungen der Gemeindemitglieder untereinander und zu staatlichen Strukturen und Verwaltungen sind, die beide Organisationen im Laufe der Jahre aufgebaut haben.

Stand der Nothilfemaßnahmen

Über geräumte Straßen und behelfsmäßige Brücken kommen inzwischen leichtere Fahrzeuge in großen Teilen des Distrikts wieder voran. In den Notunterkünften stehen fast überall zwei Mahlzeiten und sanitäre Einrichtungen zur Verfügung. Die Schulen sollen demnächst wieder geöffnet werden.  Mit ihren geländegängigen Jeeps konnten TSURO-KollegInnen die akut notwendige Hilfe an abgelegene Orte bringen. Denn die Hilfslieferungen von Armee und Katastrophenschutz reichten nicht überall hin und viele Menschen sind nicht in der Lage, weite Strecken zu den zentralen Verteilungspunkten zu gehen. Einige MitarbeiterInnen begleiteten mit ihrer Ortskenntnis eingetroffene Hilfskräfte bei ihren Einsätzen, z.B. per Hubschrauber in abgeschnittene Gemeinden.

Insgesamt haben über 2000 Menschen direkt durch TSURO Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter erhalten, mehr als die Hälfte davon Kinder. Die TSURO-KollegInnen unterstützen in freiwilligen Einsätzen traumatisierte Menschen, erheben Schäden, verteilen Hilfsgüter, errichten Wasserentnahmestellen, stellen die Wasserqualität sicher, klären über Hygienemaßnahmen auf und bauen Toiletten.

Zeddy Chikukwa von CELUCT nimmt die Verluste in Chikukwa auf. Diese Großmutter hat ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Und das ist für die nächsten 6 Monate geplant

Unsere Partner-NGO´s haben Maßnahmepläne für den Wiederaufbau, die Wiederherstellung der Landwirtschaft und der individuellen und kollektiven Gesundheit aufgestellt. Darunter befinden sich folgende Aktivitäten:

  • Grundversorgung für die 550 vulnerabelsten Haushalte
  • Psychosoziale Versorgung für traumatisierte Gemeindemitglieder (Kinder und Erwachsene)
  • Verteilung von Hygiene-Kits sowie Unterstützung bei der Trink- und Abwasserversorgung in betroffenen Gemeinden
  • Unterstützung der KleinbäuerInnen bei der Rückgewinnung ihrer Anbauflächen und beim Transport ihrer Erzeugnisse zu Märkten
  • Unterstützung bei der Wiederherstellung kleiner Bewässerungssysteme
  • Unterstützung lokaler Verarbeitungsfirmen
  • Unterstützung des Distriktdialogs über Klimawandel und Katastrophenfälle
  • Sensibilisierung der Gemeinden für Katastrophenprävention

 

Bitte spenden Sie jetzt für den Wiederaufbau.

 

22.05.2019

Gepostet in: Aktuelles

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Am 15. März 2019 brach mit dem Wirbelsturm Idai die Hölle über Chimanimani in Simbabwe herein. Mindestens 157 Menschen verloren ihr Leben, 187 werden noch immer vermisst. Fast 5.000 sind obdachlos. Die Häuser von weiteren 35.000 Menschen sind beschädigt. (Stand: 26.3.2019)

Zerstörte Brücke über den Nyahode Fluss. Man kommt knapp drüber. Foto: Ulli Westermann

Die Region war vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Aus der Luft sieht der Distrikt aus wie nach einem Krieg: Dörfer, Brücken und Brunnen sind zerstört. Nach schwieriger Anlaufphase kommen seit Ende letzter Woche die Nothilfepakete an. Nahrungsmittel, Notunterkünfte, medizinische Hilfsgüter, auch zur Trinkwasserentkeimung, treffen über notdürftig reparierte Straßen ein. Viele Gebiete sind noch immer nur mit Hubschraubern zu erreichen.

Zum Teil unter härtesten Bedingungen sind MitarbeiterInnen unserer Partner-NGOs und WFD-KollegInnen vor Ort aktiv an der Koordination der Hilfeleistungen beteiligt, empfangen und verteilen Hilfsgüter, obwohl viele selbst Angehörige, Freunde und ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Einige begleiten aufgrund ihrer Ortskenntnis die Hilfskräfte bei ihren Einsätzen.

Eine neue Piste wurde durch den Busch geschlagen, um Chimanimani zu erreichen – wenn es nicht regnet. Foto: Ulli Westermann

„Die unaufhörliche Flut schlechter Nachrichten zehrt an unseren Kräften“, schreibt unser langjähriger Kollege vor Ort, Ulli Westermann. „Dabei denken wir auch an die vielen Opfer der Flutkatastrophe in Mosambik, Malawi und anderen Regionen Simbabwes. Die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist überwältigend. Wirbelsturm Idai ist die größte bisher erlebte Naturkatastrophe im südlichen Afrika.

Schon in der ersten Woche kam viel Geld von unseren UnterstützerInnen zusammen. Das konnten wir direkt an unsere Partner-NGO überweisen und die dringendsten Hilfsmaßnahmen anschieben. Aber noch muss sehr viel geschehen: Traumatisierte müssen versorgt, Häuser und Siedlungen freigelegt, Straßen wiederhergestellt, Felder geräumt werden. Erst dann können die Menschen an einen Wiederaufbau denken. Fast alle Familien in Chimanimani müssen bei Null anfangen.

 

Bitte helfen Sie jetzt mit einer Spende!

 

„Wir spüren die große Wärme der Partnerschaft, die wir mit dem Weltfriedensdienst haben. Wir sind in dieser Zeit unserer größten Not so dankbar, dass Ihr uns mit einer solchen Flexibilität und Verständnis für unsere schrecklichen Umstände unterstützt“, schrieb uns Backson Muchini, der Direktor unserer Partner-NGO TSURO.

 

Unsere Kollegen von TSURO und ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums bringen Hilfsgüter nach Rusitu. Foto: Ulli Westermann

 

 

 
Spendenkonto
Weltfriedensdienst e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE06 1002 0500 0003 1475 05
Stichwort: Wirbelsturm Idai
 

28.03.2019

Gepostet in: Aktuelles

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Der Weltfriedensdienst wird 60! In der ersten Ausgabe des Querbriefs in diesem Jubiläumsjahr dreht sich alles um die Macht der Bilder.

Netzwerk für Menschenrechte

Unsere Partner-NGO STEPS setzt seit 18 Jahren Dokumentarfilme in ihrer Menschenrechtsarbeit im südlichen Afrika ein. Mit durchschlagendem Erfolg. Lesen Sie, wie moderierte Filmvorführungen den Menschen mit Albinismus in Sambia das Leben erleichtern – ja, retten – können.

Eine andere Welt ist nötig

Im 4. Teil der Reihe erklärt Lisa Feitsch, warum es höchste Zeit für die Verkehrswende ist.

60 Aktionen im 60. Jahr

Erfahren Sie, wie Sie Frieden schenken können – mit ihrer persönlichen Spendenaktion.

Friedensfilmpreis

Der Dokumentarfilm „Espero tua (re)volta“ von Eliza Capai erhält den diesjährigen Friedensfilmpreis der Berlinale – er begleitet brasilianische Jugendliche bei ihrem Kampf um Bildung.

Querbrief 1/2019 lesen & herunterladen

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28.03.2019

Gepostet in: Aktuelles, Das Mitgliedermagazin Querbrief

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