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Ursula Reich, ehem. Vorstandsvorsitzende des Weltfriedensdienst e.V.

Ursula Reich, ehem. Vorstandsvorsitzende des Weltfriedensdienst

Standpunkt von Ursula Reich, ehem. Vorstandsvorsitzende des Weltfriedensdienst

Jahrzehntelang – und schon vor dem Pearson-Bericht von 1969 – sprach man von Entwicklung, von „Entwicklungsländern“, von „Unterentwicklung“ und entsprechend entstanden „Entwicklungstheorien“ und die sogenannte „Entwicklungshilfe“. Später dann wurde daraus „Entwicklungszusammenarbeit“ und immer mehr auch ein außenpolitisches Instrument. Zu entwickeln sind selbstverständlich die im Süden; wir hier im Norden halten uns für entwickelt. Es gab und gibt eine Vorstellung davon, was entwickelt ist und wo die Entwicklung hingehen soll. Die Modernisierungstheorien haben eine Zielvorstellung und entsprechend sollte auch der Süden voranschreiten zu „mehr und besser“.

Und heute? Ist die „Entwicklung“ bei uns angekommen? Besser, weiter und mehr brauchen wir nicht, nicht weiter unendliches Wachstum, sondern eine bessere Verteilung in unserer Gesellschaft. Unser materieller Wohlstand ist auf einem sehr hohen Niveau angelangt. Es geht um Transformation, um gegenseitige Achtung und Anerkennung aller sozialen Gruppen. Wir können vom Süden lernen, dass Wohlbefinden nicht vom materiellen Besitz allein abhängt und uns fragen, was unser Wohlsein verbessern und unser gesellschaftliches Gemeinwohl stärken kann. Das heutige Wirtschaftssystem schafft systematische Anreize zur Übernutzung globaler Ökosysteme. Wir müssen und können intelligentere und nachhaltige Lösungen finden für die Nutzung der Ressourcen, die uns auf unserer Erde zur Verfügung stehen.

Wir zivilgesellschaftliche Organisationen sind gefordert, auf Ressourcenkonflikte hinzuweisen und Widerstand zu mobilisieren gegen die weitere rücksichtslose Ausbeutung unseres Planeten.

Lernen wir voneinander. Handeln wir bewusster und achtsamer gegenüber unseren Mitmenschen und in unserem täglichen Umgang als VerbraucherInnen. Entwicklung bedeutet mehr globale Verantwortung und Menschlichkeit. Nur so können wir Frieden auch in unserer Gesellschaft fördern.

Wir dürfen nicht schweigen; wir können handeln in unserem persönlichen Alltag und als Gemeinschaft.

 

09.01.2019

Gepostet in: Aktuelles

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In unserem neuen Querbrief berichten wir über die Probleme Kenias und was unsere Partnerorganisation Isiolo Peace Link dagegen tut.

Kenias Kampf um Ressourcen

Gewalt zwischen Ethnien, islamistischer Terror, Korruption: Unser Kooperant Tim Bunke berichtet, was unsere Partnerorganisation in Kenia dagegen unternimmt.

Eine andere Welt ist nötig
Im nächsten Teil dieser Reihe erklärt Kristin Stressenreuter wie der Boden als CO2-Speicher einen Hoffnungsschimmer auf dem Weg zur 2-Grad-Grenze darstellen kann.

Unternehmensverantwortung
In einer globalisierten Welt werden sich Unternehmen zunehmend bewusst über ihre soziale Verantwortung. Zwei dieser Unternehmen stellen wir in diesem Querbrief vor.

Das Wassermobil in Rheinland-Pfalz
Im Sommer waren wir mit dem Wassermobil in Eisenberg und dem Donnersbergkreis unterwegs. Über 350 SchülerInnen konnten eine Woche lang zur globalen Wasserkrise arbeiten.

Querbrief 4/2018 lesen & herunterladen

Download hier [PDF]

13.12.2018

Gepostet in: Aktuelles, Das Mitgliedermagazin Querbrief

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Die palästinensischen und israelischen Menschenrechtsgruppen Al-Haq und B’Tselem, die sich beide für ein Ende der israelischen Besatzung einsetzen, gehören zu den fünf Preisträgern des vom französischen Premierminister gestifteten Menschenrechtspreises 2018 der Französischen Republik. Der diesjährige Preis wird an Organisationen vergeben, die wegen der Verteidigung und Förderung der Menschenrechte schikaniert oder unter Druck gesetzt werden. (mehr …)

07.12.2018

Gepostet in: Aktuelles, Palästina: Law in the Service of Man

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Am 17.11. und 18.11.2018 fand in Berlin die Jahresversammlung des Weltfriedensdienst e.V. statt. Turnusgemäß wurde ein neuer Vorstand gewählt. Neue Vorstände sind Felicitas Eser, Sebastian Neuhaus und Luiz Ramalho. Der Vorstand des Weltfriedensdienst e.V. besteht jetzt aus Felicitas Eser, Julian Friedrich, Uta Gerweck (stellvertretende Vorsitzende), Marcel Gounot (Vorsitzender), Gerd Hönscheid-Gross, Sebastian Neuhaus, Luiz Ramalho und Lutz Taufer.

Vorstand des Weltfriedensdienst bis 2020

Der Vorstand des Weltfriedensdienst ohne Luiz Ramalho (v.l.n.r.): Julian Friedrich, Uta Gerweck, Sebastian Neuhaus, Felicitas Eser, Gerd Hönscheid-Gross, Lutz Taufer, Marcel Gounot.

29.11.2018

Gepostet in: Aktuelles

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Offenes Fachgespräch  am 22. November 2018, 10:30-12:30 Uhr

Forum Umwelt und Entwicklung, Marienstraße 19-20 (3. Stock, Hinterhaus), 10117 Berlin

Drei Viertel der weltweit ärmsten Menschen leben in Regionen, die unter Wasserstress stehen. Die meisten von ihnen leben auf dem Land. Obwohl sie zum Beispiel als Kleinbäuerinnen und -bauern und HirtInnen selbst Nahrungsmittel produzieren, machen sie den Großteil der Hungernden aus. Notwendige Produktions- und damit Lebensbedingungen für sie sind der freie Zugang zu lokalen Wasserressourcen und stabile Ökosysteme mit intakten Wasserkreisläufen.

Die Vereinten Nationen gehen aktuell davon aus, dass zur Jahrhundertmitte jeder zweite Mensch in seiner Heimat von Wasserknappheit bedroht sein wird. Es sei denn, es gelingt, den Druck auf die globalen Wasserressourcen zu verringern und die Degradation der natürlichen Umwelt aufzuhalten.

Zu Diskussion und Erfahrungsaustausch, wie das gelingen kann, laden der Weltfriedensdienst und das Forum Umwelt und Entwicklung ein.

Dr. Backson Muchini, Direktor der Kleinbauernorganisation TSURO in Chimanimani, Simbabwe, wird dabei aus seiner erfolgreichen Praxis als Agrarökologe berichten.

Jahrzehntelang wurden in Simbabwe die natürlichen Ressourcen übernutzt. Die Region ist seit der Jahrtausendwende schwer vom Klimawandel betroffen. Dennoch zeigen die Kleinbäuerinnen und -bauern, wie durch gemeinschaftlich organisiertes Ressourcenmanagement Ökosysteme rehabilitiert und die Produktion von Nahrungsmitteln nachhaltig sichergestellt werden können. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem innovativen System der kollektiven Weidehaltung zu.

„Mein Lebensziel ist es, die Ernährungsnot in Chimanimani, ja in Simbabwe, zu beenden. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel mit agrarökologischen Methoden.“ Dr. Backson Muchini, Simbabwe.

Ausgehend von ihren Erfahrungen wurde 2017 in Chimanimani die erste simbabwische „District Policy“ zu Klimawandel und Management von Wassereinzugsgebieten verabschiedet. Diese Policy legt verbindliche Richtlinien zur Landnutzung in Wassereinzugsgebieten fest und gibt angemessene Antworten auf Klimawandel und Ressourcenraubbau. In den kommenden Jahren ist die Region als Pilotdistrikt für die Gestaltung einer nationalen Strategie zur Klimawandelanpassung vorgesehen. Bei erfolgreicher Umsetzung sind wegweisende Impulse für partizipatorische Governance-Ansätze auf nationaler Ebene möglich.

In der aktuellen Diskussion um die Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele sind es genau diese Ansätze, die nicht nur im Globalen Süden, sondern auch in der Europäischen Union gehört und geteilt werden müssen.

Das Projekt von TSURO und dem Weltfriedensdienst wird im Report der deutschen Zivilgesellschaft zur Agenda 2030 vorgestellt:
(Re)kommunalisierung von Wasser als gemeinschaftliches Management von Ökosystemen.

Am Donnerstag, 22. November 2018, 10:30 – 12:30 Uhr, beantworten Dr. Backson Muchini und Fachleute der Mitgliedsorganisationen des Forum Umwelt und Entwicklung Ihre Fragen in einem offenen Gespräch in den Räumen des Forum Umwelt und Entwicklung, Marienstraße 19-20 (3. Stock, Hinterhaus), 10117 Berlin.

Wir freuen uns sehr auf Ihre Teilnahme.

Bitte melden Sie sich an bei:

 Kontakt:

Stefanie Hess, Weltfriedensdienst: hess@weltfriedensdienst.de, +49 30 253 990 21

Marijana Todorovic, Forum Umwelt und Entwicklung: todorovic@forumue.de, +49 30 678 1775 907

 

 

12.11.2018

Gepostet in: Aktuelles, Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

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