Brasilien: Soziale Integration und Gewaltprävention durch Peer Education

Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Faktoren zur Überwindung von Armut und Gewalt. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet Jugendliche in den Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen Lernen, Verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben.

Aktuelle Publikation: Handbuch “Für eine Gemeinde ohne Gewalt”

Als Teil eines der Jugendprojekte von AdoleScER hat unsere Partnerorganisation ein Handbuch veröffentlicht. Es erklärt die pädagogischen Methoden sozialer Transformation. Mithilfe dieser Methoden wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen die Organisation arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen. Zudem soll das Handbuch auch als Anleitung für Andere dienen: So können die Methoden auch bei Jugendlichen in anderen sozial schwachen Gemeinden angewendet werden.

Hier kann der Leitfaden heruntergeladen werden (auf Portugiesisch): Guia Por Uma Comunidade Sem Violência

Brasilien: Soziale Integration und Gewaltprävention durch Peer Education

Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Faktoren zur Überwindung von Armut und Gewalt. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet Jugendliche in den Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen Lernen, Verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben.

Aktuelle Publikation: Handbuch “Für eine Gemeinde ohne Gewalt”

Als Teil eines der Jugendprojekte von AdoleScER hat unsere Partnerorganisation ein Handbuch veröffentlicht. Es erklärt die pädagogischen Methoden sozialer Transformation. Mithilfe dieser Methoden wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen die Organisation arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen. Zudem soll das Handbuch auch als Anleitung für Andere dienen: So können die Methoden auch bei Jugendlichen in anderen sozial schwachen Gemeinden angewendet werden.

Hier kann der Leitfaden heruntergeladen werden (auf Portugiesisch): Guia Por Uma Comunidade Sem Violência

Eine Gruppe von Jugendlichen von AdolScER in Brasilien

EINMAL FAVELA – IMMER FAVELA…

…mit diesen Worten ist Igor Luan in Brasilien in der Millionenstadt Recife groß geworden. Immer wieder hörte er es von Eltern, Nachbarn, Lehrern. „Ich interessierte mich für nichts, fühlte mich unnütz, hab‘ die Schule geschwänzt und den Unterricht gestört. Zuhause hat mich nie jemand umarmt, nie gab es eine Zärtlichkeit. Stattdessen bekam ich Druck von meiner Mutter, Geld für unseren Unterhalt zu verdienen.“ Doch welcher Arbeitgeber will schon einen halben Analphabeten einstellen oder gar ausbilden? Igors Aussichten auf einen regulären Job waren denkbar schlecht. Jobs im informellen Sektor sind hart umkämpft, Prostitution oder organisierte Kriminalität dagegen versprechen das schnelle Geld. Wie sollte er so dem Kreislauf aus Armut und Kriminalität entkommen?

ENTDECKEN, WAS IN DIR STECKT Igor Multiplikator von AdoleScER in Brasilien

Als Igor 12 war, nahm ihn eine Freundin zu AdoleScER mit, einer Organisation, die Jugendlichen aus Favelas eine kostenfreie Ausbildung anbietet. Als er die Räume betrat, öffnete sich ihm eine andere Welt: „Wir saßen auf Kissen auf dem Fußboden im Kreis. Es gab kein oben und unten, kein vorne und hinten. Das war wichtig für das gegenseitige Vertrauen. Mir gefiel es, so behandelt, so aufgenommen und gehört zu werden. Ich fühlte mich sofort wohl, als wäre es mein Zuhause außerhalb meines Hauses.“

AdoleScER setzt sich in Favelas für eine Kultur des Friedens ein und vermittelt Toleranz und Solidarität. Auf dem Lehrplan stehen Themen wie die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten, Bürgerrechte, Umweltschutz, Familien- und Lebensplanung. Die TeilnehmerInnen erfahren mehr über die Hintergründe von Rassismus, Drogenhandel, Teenagerschwangerschaften und HIV/Aids. Und sie erwerben die Fähigkeit, ihr Wissen anderen zu vermitteln.

Igor bewarb sich erfolgreich für die Ausbildung zum „Friedenserzieher“. „Nach und nach habe ich Zusammenhänge begriffen. Ich habe verstanden: Bildung befreit. Deshalb gebe ich jetzt alles, was ich gelernt habe, weiter. So möchte ich dazu beitragen, dass wir mit weniger Gewalt in einer gerechteren Gesellschaft leben können.“ Längst gehört Igor zum Kernteam von AdoleScER. „Als ich erfuhr, dass ich eine feste Anstellung bekomme, wusste ich, ich würde meine Seele für diese Arbeit geben.“ Heute ist er Jugendgruppenleiter für rund 20 Kids, die er dreimal pro Woche trifft. Er arbeitet außerdem mit Schulklassen und Lehrpersonal, bildet neue FriedenserzieherInnen aus und berät Gemeindemitglieder.

AdoleScER half ihm, zu entdecken, was in ihm steckt. Jetzt ist er es, der seine Hoffnung an Jüngere weitergibt.

 

PERSPEKTIVEN SCHENKEN

Geben Sie benachteiligten Jugendlichen eine lebenswerte Perspektive!

Ein Ausbildungsmodul, z.B. zur Überwindung der gesundheitsgefährdenden Müllprobleme, kostet monatlich 35 Euro pro Jugendlichem. Enthalten sind Unterrichtsmaterial sowie Exkursionen zu Einrichtungen wie Wasseraufbereitungs- oder Mülltrennungsanlagen.
Ein Workshop, bei dem 15 Jugendliche sich auf kreative Weise mit dem alltäglichen Rassismus auseinandersetzen und Respekt vor anderen Kulturen, Lebensweisen und Religionen erwerben, kostet 100 Euro. Enthalten sind das Honorar für eine Fachkraft und Materialien.

 

Mit Ihrer Spende an den Weltfriedensdienst machen Sie Jugendliche stark und zeigen: Sie können sich selbst befreien!

 

26.03.2018

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Brasilien: Soziale Integration und Gewaltprävention durch Peer Education

Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Faktoren zur Überwindung von Armut und Gewalt. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet Jugendliche in den Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen Lernen, Verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben.

Aktuelle Publikation: Handbuch “Für eine Gemeinde ohne Gewalt”

Als Teil eines der Jugendprojekte von AdoleScER hat unsere Partnerorganisation ein Handbuch veröffentlicht. Es erklärt die pädagogischen Methoden sozialer Transformation. Mithilfe dieser Methoden wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen die Organisation arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen. Zudem soll das Handbuch auch als Anleitung für Andere dienen: So können die Methoden auch bei Jugendlichen in anderen sozial schwachen Gemeinden angewendet werden.

Hier kann der Leitfaden heruntergeladen werden (auf Portugiesisch): Guia Por Uma Comunidade Sem Violência

Von Christina Schug

Das Projekt PazAMIN – für eine Gemeinde ohne Gewalt! bietet viele Aktivitäten für die Schüler_innen öffentlicher Schulen Recifes, um ihren Protagonismus und ihre Selbstständigkeit zu stärken. Die Teilnahme an dem Projekt ermöglicht den Jugendlichen neue Sichtweisen auf ihr Leben und andere Berufsperspektiven. Gestärkt durch die Erfahrungen in der Gruppe und gewappnet mit neuen Fachkenntnissen, gelingt es den Schüler_innen, in ihren Schulen und Lebensfeldern proaktiv zu intervenieren. Das Ziel ist immer die Reduzierung von Gewalt und Friedensbildung.

In der ersten Hälfte des Jahres 2015 hatten die Teilnehmenden der vier Gemeinden, in denen AdoleScER arbeitet, die Möglichkeit eine künstlerische Ausdrucksform zu wählen. Diese konnten sie während eines Workshops erlernen. Dies stellt eine zusätzliche Bereicherung dar. Neben dem vielen Wissen, welches die Jugendlichen über die Methodik der Gemeindebehandlung (Tratamento Comunitário) erhalten  –  einer Methodik, die in ganz Lateinamerika verwendet werden, um Fälle von sozialen Leidens zu identifizieren und zusammen mit der  Bevölkerung zu reduzieren oder gar zu beseitigen. (mehr …)

12.08.2017

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Brasilien: Soziale Integration und Gewaltprävention durch Peer Education

Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Faktoren zur Überwindung von Armut und Gewalt. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet Jugendliche in den Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen Lernen, Verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben.

Aktuelle Publikation: Handbuch “Für eine Gemeinde ohne Gewalt”

Als Teil eines der Jugendprojekte von AdoleScER hat unsere Partnerorganisation ein Handbuch veröffentlicht. Es erklärt die pädagogischen Methoden sozialer Transformation. Mithilfe dieser Methoden wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen die Organisation arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen. Zudem soll das Handbuch auch als Anleitung für Andere dienen: So können die Methoden auch bei Jugendlichen in anderen sozial schwachen Gemeinden angewendet werden.

Hier kann der Leitfaden heruntergeladen werden (auf Portugiesisch): Guia Por Uma Comunidade Sem Violência

Bildung ist eine Grundvoraussetzung zur Überwindung von Armut und Gewalt. Mit AdoleScER lernen die Jugendlichen in den Favelas von Recife alles, was sie als selbstständige Bürger brauchen, in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Bürgerrechte. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet die Jugendlichen zu sogenannten Peer Educators aus. Sie selbst lernen auf interaktive Art und Weise und sollen das Erlernte dann an ihr Umfeld weitergeben – ihre Freunde, Familie, die Schule und ihre Gemeinde. Schwerpunkte der dreijährigen Ausbildung für die 12- bis 17-Jährigen sind Gewaltprävention, Friedenskultur, Aufklärung zu Themen wie Drogen, Teenagerschwangerschaften oder durch Sex übertragbare Krankheiten wie HIV/Aids. Aber auch Bürgerrechte, Umweltschutz, Konfliktmediation, Familien- und Lebensplanung und Methoden der Stressbewältigung stehen auf dem Plan. Das wird eingerahmt von interaktiven Workshops wie Theater, Musik, Graffiti, Gesang und vieles mehr.

Die Ausbildung stärkt das Selbstwertgefühl der jungen Menschen, bringt ihnen die Werte der eigenen Kultur näher und bereitet sie auf eine Berufswahl vor. Die Jugendlichen können so zu verantwortungsvollen BürgerInnen und jungen Führungspersönlichkeiten in ihren Gemeinden heranwachsen.

Die Erfolge der Peer Education lassen sich sehen

Mit dem vom Weltfriedensdienst unterstützten Projekt seit 2013 setzte AdoleScER auf eine neue, bisher nur in Lateinamerika bekannte Methode: Das „Comunity Based Treatment“. Das bedeutet im Prinzip, dass die Lösung nicht von außen, sondern nur von innerhalb des Systems kommen kann, in diesem Fall die Überwindung von Gewalt und Armut. Dabei ist AdoleScER innovativ und setzt auf die Jugend: Sie sind jung, offen für Veränderung und alles was sie lernen, ann große Auswirkungen auf ihr Leben haben. Über 80 junge Menschen begannen seitdem ihre Geschichten und die ihrer Gemeinden umzuschreiben.

In 2017 hat AdoleScER feste Partnerschaft mit den vier lokalen Schulen, bearbeitet zusammen mit den Jugendlichen kontinuierlich dort die lokale Gewalt, so dass rund 2.000 Mitglieder der Schulen und Gemeinden erreicht werden. In vier Favelas der Stadt gibt es feste Jugendgruppen von 10-20 Jugendlichen, welche als Peer-Educators und junge Führungspersönlichkeiten in ihren Schulen und Stadtvierteln aktiv sind.

Künftige Herausforderungen

Peer Education in Brasilien: Jugendliche Protagonisten des Projekts AdoleScER zu Gemeindeentwicklung und Gewaltreduktion in Recife, Brasilien.

Jugendliche Protagonisten des Projekts AdoleScER zu Gemeindeentwicklung und Gewaltreduktion in Recife, Brasilien

Das Interesse an der Ausbildung zum Peer Educator ist groß. Viele Jugendliche würden gerne durch einen Ausbildungsplatz Verantwortung für sich, ihre Familien, Freundinnen und Freunde übernehmen, ihre Geschichten neu schreiben und etwas in ihren Gemeinden verändern.

Was kann ich tun?

  • 15 Euro stellen einem Jugendlichen Unterrichtsmaterialien für einen Monat zur Verfügung.
  • Ein thematisches Ausbildungsmodul, z.B. Umwelterziehung, Sexualität, Drogen- und Gewaltprävention, kostet monatlich 35 Euro pro Jugendlichen. Dies beinhaltet das Unterrichtsmaterial sowie
    Transport zu Einrichtungen wie Wasseraufbereitungsanlagen,
    Abwasserentsorgungsanlagen, Mülltrennungsanlagen etc.
  • Mit 40 Euro ermöglichen Sie einem Jugendlichen die Mahlzeiten während
    eines ganzen Ausbildungsjahres.
  • Ein Workshop bei dem die Jugendlichen Theater, Graffiti, Tanz oder Gesang lernen und Erfahrungen sammeln können, die ihnen in ihrem Alltag verwehrt bleiben, kostet für eine Gruppe von 15 Jugendlichen pro Monat 100 Euro. Das beinhaltet das Honorar für eine Fachkraft und Materialien.

Ein großes Dankeschön an alle SpenderInnen für Ihre bisherige Unterstützung!

Sie können sich auch gerne direkt auf der Webseite unseres Partners informieren: www.adolescer.org.br

03.02.2017

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Brasilien: Soziale Integration und Gewaltprävention durch Peer Education

Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Faktoren zur Überwindung von Armut und Gewalt. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet Jugendliche in den Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen Lernen, Verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben.

Aktuelle Publikation: Handbuch “Für eine Gemeinde ohne Gewalt”

Als Teil eines der Jugendprojekte von AdoleScER hat unsere Partnerorganisation ein Handbuch veröffentlicht. Es erklärt die pädagogischen Methoden sozialer Transformation. Mithilfe dieser Methoden wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen die Organisation arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen. Zudem soll das Handbuch auch als Anleitung für Andere dienen: So können die Methoden auch bei Jugendlichen in anderen sozial schwachen Gemeinden angewendet werden.

Hier kann der Leitfaden heruntergeladen werden (auf Portugiesisch): Guia Por Uma Comunidade Sem Violência

Von Christina Schug

Mehr als 100 Jugendliche aus vier Armenvierteln Recifes (Santa Luzia im Viertel Torre, Ilha Santa Terezinha in Santo Amaro, Roda de Fogo in Torrões und Caranguejo Tabaiares in Afogados), trafen sich im historischen Olinda, um mehr über Netze sozialer Beziehungen in ihren Gemeinden zu lernen und sie zu identifizieren.

Die Methode des „Tratamento Comunitário“ (Gemeindebehandlung) ist ein „Bündel von Aktionen, Instrumenten und Praktiken, die einen Prozess organisieren, mit dem Ziel, die Lebensbedingungen im Einsatzgebiet zu verbessern”, wie es der Forscher und Entwickler der Methode Efrem Milanese (1999) formulierte. Die Interventionen in den Armenvierteln basieren auf einer komplexen Erforschung der lokalen Realität und bieten dem sozialen System Unterstützung.

Die Fortbildung über Netzwerke, war auch ein Prozess der Wissensmultiplikation über das „Tratamento Comunitário“, denn sie wurde von den Jugendgruppenleiter_innen und Erzieher_innen der Institution selbst konstruiert und durchgeführt. Zuvor hatte das gesamte Team an einer intensiven fortlaufenden Weiterbildung über diese Methode teilgenommen und schon praktische Erfahrung in sechs Interventionsschulen in vier Favelas der Stadt Recife gesammelt.

Mit interaktiven und dynamischen Methoden lernten die Jugendlichen das Konzept von Netzwerken. Laut dem „Tratamento Comunitário“ gibt es folgende Typen von Netzen: das individuelle Netzwerk, das operative Netzwerk, das Ressourcennetz und das Netz der Líderes de Opinião (Führungspersonen), die in der lokalen Realität jeweils bestimmte Bedeutungen für deren Veränderung haben. Unterteilt pro Gemeinde und mit den Konzepten im Kopf, war es möglich, die lokalen Netze zu identifizieren, was später die Interventionen der Schüler unterstützen wird.

Bei diesem Treffen ging es vor allem darum, das Wissen über die Methode zu vertiefen. Ziel dabei ist die Nachhaltigkeit des Programms: in der letzten Phase sollen die Jugendlichen selbst Aktionen entwickeln, die das soziale Leiden bekämpfen, denn sie sind auch Bewohner_innen der Gemeinden. Mit Hilfe der Netzwerke werden sie unabhängig von Grupo AdoleScER, jugendliche Protagonisten in der Lösung von sozialen Konflikten sein.

 

22.07.2015

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Bildung und Aufklärung sind die wichtigsten Faktoren zur Überwindung von Armut und Gewalt. Die gemeinnützige Organisation Grupo AdoleScER bildet Jugendliche in den Favelas von Recife zu sogenannten Peer Educators aus. Sie sollen Lernen, Verstehen und das Erlernte an ihr Umfeld weitergeben.

Aktuelle Publikation: Handbuch “Für eine Gemeinde ohne Gewalt”

Als Teil eines der Jugendprojekte von AdoleScER hat unsere Partnerorganisation ein Handbuch veröffentlicht. Es erklärt die pädagogischen Methoden sozialer Transformation. Mithilfe dieser Methoden wurden positive Veränderungen in den Gemeinden, in denen die Organisation arbeitet, angestoßen. So zum Beispiel die Reduzierung von Gewalt durch Jugendliche in den Schulen. Zudem soll das Handbuch auch als Anleitung für Andere dienen: So können die Methoden auch bei Jugendlichen in anderen sozial schwachen Gemeinden angewendet werden.

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Aline Alves erzählt aus dem Leben in einer Favela

Von Vanessa Silva und Christina Schug

Interview mit Aline Alves, 19 Jahre, Pädagogikstudentin, Erzieherin der Grupo AdoleScER . Sie lebt in der Armengemeinde (Favela) Santa Luzia im Stadtteil Torre in Recife/ Brasilien.

Was bedeutet die Organisation Grupo AdoleScER für dich?

Nach so viel Zeit und der langen Geschichte, die ich mit der Grupo AdoleScER habe, bedeutet sie für mich quasi mein eigenes Leben. Ich glaube, wenn ich nicht die Fortbildung zum AMIN (Adolescente Multiplicadores de Informação – Jugendliche Informationsmultiplikatoren) mitgemacht hätte, hätte ich wahrscheinlich schon mindestens ein Kind und würde in irgendeinem Supermarkt arbeiten. Mit AdoleScER bin ich erwachsen geworden, gewachsen und hatte die Möglichkeit sehr viel für mein Leben zu lernen: über Themen wie Sexualität, jugendliche Schwangerschaft, Verhütung, Drogen, Hygiene, aber auch Politik, aktives Bürgertum, Religion, Arbeitsrecht und vieles mehr. In dieser Ausbildung hatten wir 24 Themen, deren Inhalte mich seit meiner Jugend bis ins Erwachsenenalter begleitet und mir geholfen haben, die Realität meines eigenen Lebens und das meiner Familie – vor allem meiner Mutter – ins Positive zu verändern.
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09.12.2014

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