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„Kraft der Wahrheit“ nannte Mahatma Gandhi eine Strategie der gewaltfreien Selbstbehauptung und zur Durchsetzung universeller Rechte. Sie zielt auf das Herz des Widersachers, der nicht als Feind angesehen wird. Nicht der Übeltäter wird angegriffen, sondern das Übel. Der Kampf wird nicht mit Gewalt geführt, sondern mit Worten und kreativen Handlungen, die dem anderen das Unrecht seines Tuns verdeutlichen.Der Verzicht auf Gewalt wird gemeinhin als Schwächung ausgelegt. Dabei zeigen Forschungen, dass Gewaltfreiheit eine sehr effektive Strategie ist. Sogar im Nationalsozialismus war der Todeszoll geringer und die Erfolge größer (z. B. in der Zahl geretteter Juden), wenn keine Gewalt angewendet wurde.

Dies dokumentiert der französische Politologe Jacques Semelin in seinem Buch „Ohne Waffen gegen Hitler“. Und die aktuelle Studie „Why Civil Resistance Works: The Strategic Logic of Non­violent Conflict“ von Erica Chenoweth und Maria J. Stephan, 2011, zeigt, dass gewaltfreie Aufstände sehr viel erfolgreicher sind als bewaffnete.