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Guinea: Stärken von Demokratie und Bürgerrechten für Frieden

Die CNPG – Nationale Friedenskoalition Guineas – hat es sich zum Ziel gesetzt die Chancen auf einen gewaltfreien demokratischen Wandel in Guinea zu erhöhen. Derzeit ist das Land geprägt von Gewaltexzessen von Sicherheitskräften, Milizen und aufgehetzten bewaffneten Zivilisten. Es sollen die Räume für gewaltfreie politische Auseinandersetzung ausgeweitet und der Spielraum von Gewaltakteuren eingeengt werden.

Guinea: Stärken von Demokratie und Bürgerrechten für Frieden

Die CNPG – Nationale Friedenskoalition Guineas – hat es sich zum Ziel gesetzt die Chancen auf einen gewaltfreien demokratischen Wandel in Guinea zu erhöhen. Derzeit ist das Land geprägt von Gewaltexzessen von Sicherheitskräften, Milizen und aufgehetzten bewaffneten Zivilisten. Es sollen die Räume für gewaltfreie politische Auseinandersetzung ausgeweitet und der Spielraum von Gewaltakteuren eingeengt werden.

Hintergrund

Mit dem Übergang von militärischer zu ziviler Herrschaft Ende des Jahres 2010 hatten alle gehofft, dass Guinea einen entscheidenden Schritt zur Schaffung von Rechtsstaatlichkeit getan habe. Aber stattdessen mussten die Guineer weiter brutalste Einsätze staatlicher Gewalt gegen die Zivilbevölkerung erleben. Alle Protestaktionen der Bevölkerung wegen Wasser- und Strommangel, seien es organisierte politische Demonstrationen der Oppositionsbewegung oder spontane Protestaktionen der Bevölkerung aus allen politischen Richtungen, werden blutig niedergeschlagen, nicht nur auf der Straße, sondern bis hinein in die Wohnviertel. Gewalt ist das Mittel, mit dem auch die neue zivile Regierung, die im Dezember 2010 gebildet wurde, versucht, sich an der Macht zu halten, genau wie ihre Vorgänger. Das manifestiert sich in weit verbreiteter Einschüchterung der Bevölkerung durch willkürliche Verhaftungen und Folter. Zusätzlich wird die Bevölkerung aufgrund ethnischer Diskriminierung stärker denn je gegeneinander aufgebracht. Wahlmanipulation und gnadenlose Unterdrückung halten die Opposition schwach. Dies alles im Kontext schlechter Regierungsführung, Korruption und allgemeiner Frustrationen über die miserablen Lebensbedingungen. Im Hintergrund wirkt der fatale Einfluss der multinationalen Unternehmen, die vom immensen Potenzial des Landes an Bodenschätzen angezogen werden, sowie ein undurchsichtiger, illegaler Handel mit Waffen und Drogen in Militärkreisen. Als Zeuge dieses düsteren Bildes stellte sich schon in der ersten Projektphase von Okt. 2007 bis April 2012 das Projektteam für Friedensbildung und Konfliktprävention (RPPC) die Frage: Wie kann man zu einer Kultur der gewaltfreien Konflikttransformation gelangen? Aufbauend auf der Vernetzung der Friedensakteure in der Zivilgesellschaft, die zur Bildung der Nationalen Friedenskoalition Guineas (CNPG) führte, wurde die zweite Projektphase unter dem Namen „Das Intelligente Bajonett“ konzipiert.

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19.04.2017

Gepostet in: Guinea: Stärken von Demokratie und Bürgerrechten für Frieden

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