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Können Menschen in Frieden leben, wenn sie hungern? Fast eine Milliarde Menschen haben nach Angaben der Vereinten Nationen / FAO nicht genug zu essen. Wo Hunger herrscht, kann kein Frieden sein. Deshalb ist die Durchsetzung des Rechtes auf Nahrung ein zentrales Thema der Friedensarbeit. Es wurde in Artikel 11 des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte festgeschrieben. 160 Staaten haben diesen Pakt ratifiziert. Jetzt gilt es ihn in praktisches Handeln umzusetzen. Z.B. durch die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktion und weiteren Maßnahmen zur Ernährungssicherung.

„Erst kommt das Fressen, dann die Moral“ formulierte Bertold Brecht in der Dreigroschenoper eine allzu menschliche Haltung. Wer Frieden sichern will, der muss dafür sorgen dass die Menschen zuerst einmal satt sind. Wenn ihre Grundbedürfnisse befriedigt sind, dann kann Versöhnungsarbeit einsetzen. Darum verbindet der Weltfriedensdienst Entwicklungs- und Friedensarbeit, Ernährungssicherung und Traumabearbeitung.

Frieden braucht Nahrung ist einer der Kernsätze der Arbeit des Weltfriedensdienst. Wo kein Frieden ist, droht Hunger! Wo Konflikte gewaltsam ausgetragen werden, ist die Ernährung der Menschen gefährdet. Kriege und politische Instabilität stören die landwirtschaftliche Produktion. Deshalb gilt auch der Satz: Nahrung braucht Frieden. Die Bauern müssen auch von großen Wirtschaftsunternehmen in Frieden gelassen werden. Fruchtbares Land ist knapp auf dieser Erde und es wird gebraucht für die Ernährung der Menschen. Wenn es zur Spekulation genutzt wird oder um den Energiehunger der Industriegesellschaften zu stillen, dann reicht es nicht. Die Nachfrage in Europa nach landwirtschaftlichen Produkten ist enorm und die Anbaufläche klein. Deshalb nimmt die europäische Agrarindustrie außerhalb Europas riesige Gebiete in Beschlag.



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