Simbabwe: Kampf gegen politisch motivierte Gewalt

CELUCT stärkt Menschen und Gemeinden der Chimanimani Region in Simbabwe durch nachhaltige Friedensarbeit vor Ort.
Seit 2013 engagiert sich der Weltfriedensdienst e.V. zusammen mit dem lokalen Partner CELUCT (Chikukwa Ecological Land Use Management Trust) für gewaltfreie Konfliktbearbeitung in den Gemeinden des Chimanimani Distrikt im Osten Simbabwes. Jahrelanges Erdulden politisch motivierter Gewalt haben zu Armut und Perspektivlosigkeit geführt und die Region zu einem Pulverfass gemacht.
CELUCTs arbeitet seit langem daran, die Jugend an die gemeinsame Verantwortung für Land und Umwelt heranzuführen. Auch in der Friedensarbeit spiegelt sich der Gedanke wieder, voneinander zu lernen und gemeinsam den Grundstein für eine bessere Zukunft zu legen.
Um das friedliche Zusammenleben in der Chimanimani Region wirksam zu fördern und Gewalt zu mindern, verfolgt CELUCT gemeinsam mit dem Weltfriedensdienst e.V. folgende Ziele:
– friedliche Begegnungen in moderierten Diskussionen in den Gemeinden,
– Bildung von Friedenskommissionen, die aus Mitgliedern verschiedener politischer Anschauungen bestehen.
– Arbeit für eine gerechtere Verteilung von Wasser, Land und anderer Ressourcen
– Klärung von Konflikten um Land, Wasser und Zugang zu Infrastruktur,
– Förderung traditioneller Formen der Aufarbeitung von Konflikten
– Erstellung eines Handbuchs zu Methoden der Traumabearbeitung, das traditionell afrikanische und westliche Ansätze kombiniert und speziell für den ländlichen Raum konzipiert ist
– gemeinsame Workshops zur Evaluierung und Weiterentwicklung von Aktivitäten zur Konflikttransformation
Mehr Informationen über die Arbeit von CELUCT finden Sie hier:
www.wfd-projekte.de/CELUCT
http://www.gaiafoundation.org/partner/celuct (engl.)

Simbabwe: Kampf gegen politisch motivierte Gewalt

CELUCT stärkt Menschen und Gemeinden der Chimanimani Region in Simbabwe durch nachhaltige Friedensarbeit vor Ort.
Seit 2013 engagiert sich der Weltfriedensdienst e.V. zusammen mit dem lokalen Partner CELUCT (Chikukwa Ecological Land Use Management Trust) für gewaltfreie Konfliktbearbeitung in den Gemeinden des Chimanimani Distrikt im Osten Simbabwes. Jahrelanges Erdulden politisch motivierter Gewalt haben zu Armut und Perspektivlosigkeit geführt und die Region zu einem Pulverfass gemacht.
CELUCTs arbeitet seit langem daran, die Jugend an die gemeinsame Verantwortung für Land und Umwelt heranzuführen. Auch in der Friedensarbeit spiegelt sich der Gedanke wieder, voneinander zu lernen und gemeinsam den Grundstein für eine bessere Zukunft zu legen.
Um das friedliche Zusammenleben in der Chimanimani Region wirksam zu fördern und Gewalt zu mindern, verfolgt CELUCT gemeinsam mit dem Weltfriedensdienst e.V. folgende Ziele:
– friedliche Begegnungen in moderierten Diskussionen in den Gemeinden,
– Bildung von Friedenskommissionen, die aus Mitgliedern verschiedener politischer Anschauungen bestehen.
– Arbeit für eine gerechtere Verteilung von Wasser, Land und anderer Ressourcen
– Klärung von Konflikten um Land, Wasser und Zugang zu Infrastruktur,
– Förderung traditioneller Formen der Aufarbeitung von Konflikten
– Erstellung eines Handbuchs zu Methoden der Traumabearbeitung, das traditionell afrikanische und westliche Ansätze kombiniert und speziell für den ländlichen Raum konzipiert ist
– gemeinsame Workshops zur Evaluierung und Weiterentwicklung von Aktivitäten zur Konflikttransformation
Mehr Informationen über die Arbeit von CELUCT finden Sie hier:
www.wfd-projekte.de/CELUCT
http://www.gaiafoundation.org/partner/celuct (engl.)

Karte und Infokasten Simbabwe

Von Eli Westermann (Veröffentlicht im KOMPASS #6 Migration anders denken)

Eli Westermann, Kooperantin des Weltfriedensdienst e.V. berichtet von den Konfliktpotenzialen zwischen neuen und alteingesessene EinwohnerInnen in Chitsaa.

Der Chikukwa-Clan, der heute im Chimanimani-Distrikt im Osten Simbabwes ansässig ist, blickt auf eine 400-jährige Geschichte zurück. In der Kolonialzeit war ihm alles Land genommen worden. Als in den 1950er Jahren dann eine Forst­wirtschaft im Chimanimani-Distrikt aufgebaut wurde, dienten die Mitglieder des Chikukwa-Clans als Arbeitskräfte. Dabei wurden ihnen Wohngebiete zugewiesen, die jedoch regelmäßig wechselten. In den 1970er Jahren wurden die Chikukwaner in die von der rhodesischen Regierung gegründeten Tribal Trust Lands abgedrängt. Die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung wurde zwangsumgesiedelt, ähnlich wie in den Homelands unter der südafrikanischen Apartheidpolitik.

Chitsaa liegt südlich des Chikukwa-Gemeindelandes, gehört jedoch zum traditionellen Einflussbereich des Stammesober­hauptes von Chikukwa. Vor der simbabwischen Unabhängigkeit im Jahr 1980 war hier die Hauptgemeinde des Chikuwa-Clans ansässig. Es gab eine Grundschule und einen Dip Tank [Anm. d. Red.: eine Veterinäranlage – ein Tauchbecken mit Chemikalien gegen Zecken und andere Viehparasiten]. Ab den 1960er Jahren expandierte auch hier die Forstwirtschaft, und die halbstaat­liche Forstkommission pflanzte Pinien. Heute heißt sie Allied Timbers und bildet zusammen mit anderen privaten Liegen­schaften eine einflussreiche Forstindustrie, die etwa ein Viertel des Chimanimani-Distrikts okkupiert. (mehr …)

15.05.2018

Gepostet in: Der KOMPASS - Das Fachmagazin des Weltfriedensdienst, Simbabwe: Kampf gegen politisch motivierte Gewalt

Simbabwe: Kampf gegen politisch motivierte Gewalt

CELUCT stärkt Menschen und Gemeinden der Chimanimani Region in Simbabwe durch nachhaltige Friedensarbeit vor Ort.
Seit 2013 engagiert sich der Weltfriedensdienst e.V. zusammen mit dem lokalen Partner CELUCT (Chikukwa Ecological Land Use Management Trust) für gewaltfreie Konfliktbearbeitung in den Gemeinden des Chimanimani Distrikt im Osten Simbabwes. Jahrelanges Erdulden politisch motivierter Gewalt haben zu Armut und Perspektivlosigkeit geführt und die Region zu einem Pulverfass gemacht.
CELUCTs arbeitet seit langem daran, die Jugend an die gemeinsame Verantwortung für Land und Umwelt heranzuführen. Auch in der Friedensarbeit spiegelt sich der Gedanke wieder, voneinander zu lernen und gemeinsam den Grundstein für eine bessere Zukunft zu legen.
Um das friedliche Zusammenleben in der Chimanimani Region wirksam zu fördern und Gewalt zu mindern, verfolgt CELUCT gemeinsam mit dem Weltfriedensdienst e.V. folgende Ziele:
– friedliche Begegnungen in moderierten Diskussionen in den Gemeinden,
– Bildung von Friedenskommissionen, die aus Mitgliedern verschiedener politischer Anschauungen bestehen.
– Arbeit für eine gerechtere Verteilung von Wasser, Land und anderer Ressourcen
– Klärung von Konflikten um Land, Wasser und Zugang zu Infrastruktur,
– Förderung traditioneller Formen der Aufarbeitung von Konflikten
– Erstellung eines Handbuchs zu Methoden der Traumabearbeitung, das traditionell afrikanische und westliche Ansätze kombiniert und speziell für den ländlichen Raum konzipiert ist
– gemeinsame Workshops zur Evaluierung und Weiterentwicklung von Aktivitäten zur Konflikttransformation
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www.wfd-projekte.de/CELUCT
http://www.gaiafoundation.org/partner/celuct (engl.)

Nachhaltigkeit und Veränderung in Chimanimani

von ULLI WESTERMANN (veröffentlicht im Querbrief 2/2007 – Nachhaltigkeit)

Nyuchi Dzakasimba – „Fleißige Bienen“ nannte sich die erste sechsköpfige Nachbarschaftsaktionsgruppe, die in Chikukwa, einer Gemeinde im Chimanimani-Distrikt arbeitete und sich für Ressourcenschutz und nachhaltige Landwirtschaft engagierte. Auf diesen Spuren wandelt nun auch TSURO, ein Verein, in dem sich 180 kleinbäuerliche Dorfgruppen zusammengeschlossen haben. Seinen Namen hat TSURO einem zimbabwischen Fabeltier entliehen, einem Hasen, der sich durch Weisheit, Beweglichkeit und Phantasie auszeichnet.

Der Ziegenkot wurde zuerst mit Wasser vermischt, bevor diese Jauche dem Komposthaufen beigemischt wurde. Diese Übung war Teil des ersten Permakultur-Kurses, der 1991 auf dem abschüssigen Grundstück der Piti-Familie im Chikukwa Communal Land stattfand. Zwar hatten die Bäuerinnen und Bauern schon immer Komposthaufen angelegt, aber die Idee mit der Jauche war durchaus neu.
Dennoch hat sich diese Innovation in Chikukwa nicht durchgesetzt. Auch nicht die nette Art, mit einem selbst gepflanzten Baum zu kommunizieren, um der jungen Pflanze mehr Aufmerksamkeit und Pflege angedeihen zu lassen: „Mangwanani muti!“ – Guten Morgen, Baum! Aber trotz solcher Vergänglichkeit ist die Erinnerung an diesen ersten Permakultur-Kurs auch heute noch sehr lebendig in Chikukwa.

Damals wurde ein Samen gepflanzt, der in Chikukwa auf guten Boden fiel, gehegt und gepflegt wurde und viele Früchte hervorbrachte, die heute auch über Chikukwas Grenzen hinweg geerntet werden. Dieser Samen bestand in dem Selbstvertrauen, als Gemeinde vereint aus eigener Kraft lernen zu können und eigenständig Veränderungsprozesse einleiten zu können. Chikukwa wurde eine Erfolgsstory in Sachen Nachhaltigkeit.
Der Weltfriedensdienst begann 1995, sich in Chikukwa zu engagieren. Bis 2003 wurden Programme in nachhaltiger Landwirtschaft und Ressourcenschutz gefördert. Mit gutem Erfolg. Diverse Studien bescheinigten, dass unter anderem die Verarmung der Böden durch Erosion eingedämmt wurde, sich die Ernährungssituation gerade der ärmeren Bevölkerungsschichten verbessert hatte, leichterer Zugang zu Feuerholz und Haushaltswasser bestand, die biologische Vielfalt erhalten und verbessert wurde und die Stellung von Frauen und Mädchen gestärkt worden war. (mehr …)

07.09.2007

Gepostet in: Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität, Simbabwe: Kampf gegen politisch motivierte Gewalt

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