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Brasilien: Kindertagesstätten vor den Toren von Rio de Janeiro

Der Weltfriedensdienst unterstützt die brasilianische Organisation CAMPO, die in den armen Gemeinden Rios (Favelas) tätig ist, bei der Einrichtung und Betreuung von Kindertagesstätten. Dort erhalten die Kinder der Favelabewohnerinnen und -Bewohner eine regelmäßige und gesunde Ernährung und lernen, wie wichtig Sauberkeit für ihre Gesundheit ist.

Brasilien: Kindertagesstätten vor den Toren von Rio de Janeiro

Der Weltfriedensdienst unterstützt die brasilianische Organisation CAMPO, die in den armen Gemeinden Rios (Favelas) tätig ist, bei der Einrichtung und Betreuung von Kindertagesstätten. Dort erhalten die Kinder der Favelabewohnerinnen und -Bewohner eine regelmäßige und gesunde Ernährung und lernen, wie wichtig Sauberkeit für ihre Gesundheit ist.

Kinder lachen und essen. In den CAMPO Kindertagesstätten bekommen Kinder aus den armer Gemeinden von Rio (Favelas) regelmäßiges und gesundes Essen.

In den CAMPO Kindertagesstätten bekommen Kinder aus den armer Gemeinden von Rio (Favelas) regelmäßiges und gesundes Essen.

“Bei uns erleben Kinder zum ersten Mal, dass ihnen Zuwendung und Aufmerksamkeit  entgegengebracht wird, dass sie persönlich einen Wert für andere Menschen haben.” erzählt Baixinha, eine der Erzieherinnen der Kindertagesstätte Serpa Saude.

“Die meisten Eltern, die um ihr Überleben kämpfen müssen, haben weder Kraft noch Zeit, mehr für ihre Kinder zu tun, als sie vor dem Verhungern zu bewahren.”

In Serpa und zahlreichen anderen Kindertagesstätten erhalten die Kinder eine regelmäßige und gesunde Ernährung und lernen, wie wichtig Sauberkeit für ihre Gesundheit ist. Vor allem aber erlernen sie soziales Verhalten. Die Kindertagesstätten sind das Ergebnis einer Selbsthilfeinitiative armer Gemeinden von Rio (Favelas). Unterstützt vom Weltfriedensdienst bieten sie auch Elternkurse über gesunde Ernährung, Gesundheitserziehung oder den Umgang mit familiären Konfliktsituationen an.

Zuwendung und Aufmerksamkeit durch die Kindertagesstätten

Ist der erste Schritt getan, gelingt es den Gemeinden eher, den Staat in die Pflicht zu nehmen, die  Personalkosten zu übernehmen und dadurch den Fortbestand der Kindertagesstätten zu gewährleisten. Zudem können dann Firmen und andere lokale Geldgeber gewonnen werden. Der Weltfriedensdienst unterstützt die brasilianische Organisation CAMPO, die seit 16 Jahren in armen Gemeinden Rios tätig ist, bei der Einrichtung und Betreuung von Kindertagesstätten.

Suelen ist die Tochter einer alleinerziehenden Mutter. Bei ihrer Geburt wog sie nur 1.500 g und hatte starke Atemprobleme. Mit 8 Monaten bekam sie eine Lungenentzündung. Ihr Leben konnte gerettet werden, aber seither leidet sie an asthmatischer Bronchitis, sie muss regelmäßig geimpft werden und Medikamente erhalten. Im Oktober 2001 kam die damals dreijährige Suelen in die Kindertagesstätte Serpa Saude, wo man auf die gesundheitliche Betreuung der Kinder besonderen Wert legt. Serpa Saude hat einen Heilkräutergarten und sogar ein Behandlungszimmer, in dem die Kinder regelmäßig gemessen und gewogen werden. Dank der liebevollen und professionellen Betreuung durch die Erzieherinnen konnte sich der Gesundheitszustand von Suelen erfreulich stabilisieren. Die Erzieherinnen achten darauf, dass sie regelmäßig ihre Medikamente einnimmt und eine vollwertige Ernährung erhält, die auf ihre Allergien Rücksicht nimmt. Heute ist Suelen ein aufgewecktes, fröhliches Mädchen, das im Kindergarten viele Freundinnen hat und sich an allen pädagogischen Aktivitäten lebhaft beteiligt. So wie die anderen Kinder in Serpa Saude.

Langfristige Perspektiven für Kinder

Partnerschaftsgruppen und SpenderInnen des Weltfriedensdienstes unterstützen Selbsthilfeinitiativen wie die armen Gemeinden von Rio de Janeiro. So können sie Perspektiven für ihre Kinder entwickeln, selbst wenn der Staat versagt. Eigeninitiative wird gestärkt, die Beteiligten lernen, für ihre Interessen einzustehen und lokale Finanzquellen zu erschließen.

Durch Ihre Spende (Spendenstichwort CAMPO KiTas) unterstützen Sie dieses Selbsthilfe-Projekt.

03.02.2017

Gepostet in: Brasilien: Kindertagesstätten vor den Toren von Rio de Janeiro