Palästina: Law in the Service of Man

Das Al-Haq Center for Applied International Law bietet Kurse, Workshops und Schulungen im Bereich des Völkerrechts, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht an. Das Vorhaben wird vom Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit Al-Haq im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) durchgeführt.

Palästina: Law in the Service of Man

Das Al-Haq Center for Applied International Law bietet Kurse, Workshops und Schulungen im Bereich des Völkerrechts, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht an. Das Vorhaben wird vom Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit Al-Haq im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) durchgeführt.

Unsere Partnerorganisation Defense for Children International dokumentiert Menschenrechtsverletzungen an Kindern in Palästina © Wisam Hashlamoun/Flash90

In den letzten Monaten wurden weltweit Inhaftierte entlassen. In Gefängnissen stellt die Corona-Pandemie eine besondere Gefahr und Belastung dar. Auf Kinder in Palästina scheint das jedoch nicht zuzutreffen: immer mehr Kinder und Jugendliche sind in israelischen Gefängnissen inhaftiert.  Unsere Partnerorganisation Defense for Children International in Ramallah hat von Januar bis April 2020 eine Zunahme um 6% festgestellt. “Die israelischen Behörden müssen alle palästinensischen Kinder in Haft unverzüglich freilassen”, fordert Ayed Abu Eqtaish, Direktor der Rechtsabteilung bei Defense for Children International.

Defense for Children International dokumentiert Menschenrechtsverletzungen an Kindern und Jugendlichen, zieht sowohl israelische als auch palästinensische Behörden zur Rechenschaft und bietet inhaftierten Kindern Rechtsberatung an. Ab Oktober 2020 wird der Weltfriedensdienst die Advocacy-Abteilung mit einer Friedensfachkraft unterstützen.

Mehr Menschenrechtsverletzungen in Palästina

Die Aushöhlung von Menschenrechten unter dem Deckmantel von Krisenbewältigung und Notstandserklärungen ist gerade in Konfliktgebieten allgegenwärtig.
Grundsätzlich gefährdet die Pandemie die  Gesundheit von Palästinenser*innen und Israelis gleichermaßen. Im Gegensatz zu militärischen Kontrollpunkten, Betonmauern und der israelischen Wasserpolitik.
Die Corona-Krise offenbart jedoch die Auswirkungen der Besetzung auf die fragile und überforderte palästinensische Gesundheitsversorgung: Für 2,5 Millionen Menschen gibt es im Westjordanland nur 256 Beatmungsgeräte, im völlig überbevölkerten Gazastreifen weniger als 100.

Nachdem mehrere Covid-19-Infektionen bei Tourist*innen in Bethlehem auftraten, wurde die Stadt fast 3 Monate komplett von israelischem Militär und der palästinensischen Autonomiebehörde abgeriegelt. Für Palästinenser*innen im Westjordanland galt seitdem ein Reiseverbot.
Gleichzeitig nahmen Übergriffe durch das israelische Militär und israelische Siedler*innen zu, die über volle Bewegungsfreiheit verfügen.

 

Völkerrechtswidrige Annexion

Die Spielräume der Menschenrechtsverteidiger*innen in Palästina werden immer weiter eingeschränkt. Gleichzeitig führt der israelische Staat unbeirrt seine Annexionspläne von weiten Teilen des Westjordanlands fort.
Um dieser Bedrohung einer völkerrechtswidrigen Annexion entgegenzuwirken, fordern seit vielen Jahren palästinensische, israelische und internationale Menschenrechtsorganisationen das Ende der Straffreiheit bei Verstößen gegen Internationales Recht.
Der Weltfriedensdienst fördert in Palästina Nichtregierungsorganisationen, die sich für einen positiven und nachhaltigen Wandel der Situation einsetzen.

 

 

28.05.2020

Gepostet in: Aktuelles, Palästina: Law in the Service of Man

Palästina: Law in the Service of Man

Das Al-Haq Center for Applied International Law bietet Kurse, Workshops und Schulungen im Bereich des Völkerrechts, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht an. Das Vorhaben wird vom Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit Al-Haq im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) durchgeführt.

Männer und Frauen stemmen sich gegen die israelische Mauer in den besetzten Gebieten

Al-Haq MitarbeiterInnen versuchen symbolisch die israelische Mauer in den besetzten Gebieten umzustoßen, Foto: Al-Haq

Al Haq (Arabisch: Das Recht) ist eine palästinensische Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Ramallah. Sie wurde 1979 von einer Gruppe Rechtsanwälte, u.a. dem bekannten Anwalt und Autor Dr. Raja Shehadeh („Wanderungen in Palästina: Notizen zu einer verschwindenden Landschaft“) gegründet und zählt zu den aktivsten Menschenrechtsorganisationen in der Arabischen Welt.

Internationales Recht als Maßstab

Ihre Arbeit fokussiert auf der Verteidigung der Menschenrechte in den von Israel besetzten Gebieten (opT) des Westjordanlandes und Gaza. Dabei adressiert Al Haq sowohl Menschenrechtsverletzungen, die durch die Israelischen Besatzungsorgane in den besetzten Gebieten verübt werden, als auch von den Palästinensischen Behörden ausgeführte Verletzungen der politischen bzw. Bürgerrechte.
Weil sich  israelische Rechtssprechung gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nachteilig auswirkt und das palästinensische Rechtssystem aufgrund der Nicht-Existenz eines funktionierenden Staatswesens nur begrenzt anwendbar ist, verhandelt Al Haq Fälle von Menschenrechtsverletzungen grundsätzlich nach den Maßstäben des Internationalen Rechts.

Zentrum für angewandtes Internationales Recht

Israelische Soldaten stehen hinter am Boden sitzenden Menschen mit verbundenen Augen und gefesselten Händen

Internationale FriedensaktivistInnen von israelischen Soldaten verhaftet, Foto: Al-Haq

Neben anwaltlicher Arbeit verfügt Al Haq über große Expertise im Bereich Forschung und Training zum Thema Menschenrechte in den besetzten Gebieten. Regelmäßig werden Publikationen sowie politisc

he Informationsblätter (Factsheets) herausgegeben. So gehört zur Organisation  eine gut ausgestattete Bibliothek sowie das „Zentrum für angewandtes Internationales Recht“, in dem Forschungs- und Bildungsarbeit stattfin

det. Al Haq ist sowohl international als auch in Palästina auf allen Ebenen sehr gut vernetzt.

Die Kooperation zwischen Al Haq und dem Weltfriedensdienst fokussiert auf Advocacy (Anwaltschaft) für die Menschenrechtssituation in den opT in Richtung politischer EntscheidungsträgerInnen sowie der gesellschaftlichen Öffentlichkeit in Deutschland und Europa (EU).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20.05.2019

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Palästina: Law in the Service of Man

Das Al-Haq Center for Applied International Law bietet Kurse, Workshops und Schulungen im Bereich des Völkerrechts, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht an. Das Vorhaben wird vom Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit Al-Haq im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) durchgeführt.

Die palästinensischen und israelischen Menschenrechtsgruppen Al-Haq und B’Tselem, die sich beide für ein Ende der israelischen Besatzung einsetzen, gehören zu den fünf Preisträgern des vom französischen Premierminister gestifteten Menschenrechtspreises 2018 der Französischen Republik. Der diesjährige Preis wird an Organisationen vergeben, die wegen der Verteidigung und Förderung der Menschenrechte schikaniert oder unter Druck gesetzt werden. (mehr …)

06.12.2018

Gepostet in: Aktuelles, Palästina: Law in the Service of Man

Palästina: Law in the Service of Man

Das Al-Haq Center for Applied International Law bietet Kurse, Workshops und Schulungen im Bereich des Völkerrechts, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht an. Das Vorhaben wird vom Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit Al-Haq im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) durchgeführt.

Menschenrechtsarbeit in Palästina(Veröffentlicht im KOMPASS #6 Migration anders denken)

Um die Situation in Palästina und den israelisch-palästinen­sischen Konflikt nur ansatzweise verstehen zu können, muss man sich eine lange Geschichte erzwungener Migration und Vertreibung vor Augen führen. Vor der Staatsgründung Israels 1948 lebte die Mehrzahl der PalästinenserInnen noch innerhalb der „historischen“ Grenzen des damaligen „Mandatsgebiets Palästina“. Heute umfasst dieses Gebiet den Staat Israel sowie das 1967 von Israel besetzte palästinensische Gebiet (die West­bank inkl. Ostjerusalem sowie den Gazastreifen).

Im Laufe der letzten Jahrzehnte dieser erzwungenen Umsied­lungen ist das palästinensische Flüchtlingsproblem zu einem der größten weltweit geworden – und eine Lösung ist nicht in Sicht. Von insgesamt 11,2 Millionen PalästinenserInnen weltweit waren Ende 2013 schätzungsweise 7,4 Millionen (66 Prozent) Opfer erzwungener Migration. Diese Zahl umfasst 360.000 Binnen­flüchtlinge in Israel und weit mehr als 5 Millionen Menschen, die im Rahmen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästi­na-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) gemeldet sind. (mehr …)

15.05.2018

Gepostet in: Der KOMPASS - Das Themenheft des Weltfriedensdienst, Palästina: Law in the Service of Man

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Das Al-Haq Center for Applied International Law bietet Kurse, Workshops und Schulungen im Bereich des Völkerrechts, insbesondere in den Bereichen Menschenrechte und humanitäres Völkerrecht an. Das Vorhaben wird vom Weltfriedensdienst e.V. gemeinsam mit Al-Haq im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes (ZFD) durchgeführt.

shawan-jabarin-082016-300x169Shawan Jabarin, Direktor des palästinensischen WFD-Partners Al-Haq, wurde zum Generalsekretär der Internationalen Föderation für Menschenrechte (FIDH) gewählt. 400 Vertreter von 178 Mitgliedsorganisationen aus 120 Ländern hatten sich vom 22.-27.August 2016 zum 39. Internationalen FIDH Kongress in Johannesburg versammelt.
FIDH gehört zu den weltweit größten Menschenrechtsnetzwerken mit Mitgliedern aus allen Kontinenten. Die Wahl ist eine besondere Ehre für Shawan persönlich, aber auch für die gesamte Organisation Al Haq. Sie untermauert erneut ihre Bedeutung und zeigt welche hohe Wertschätzung Shawan und Al Haq in Menschenrechtskreisen weltweit genießen.
Der Weltfriedensdienst gratuliert seinem Partner zum neuen Amt.
Presseerklärung von Al Haq: […]

08.09.2016

Gepostet in: Aktuelles, Palästina: Law in the Service of Man