Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

hans spendet für Tsuro, DeutschlandHans und internationale Kontakte gehörten an der Staatlichen Gewerbeschule Stahl- und Maschinenbau, G1, in Hamburg immer zusammen. Das zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand als Überraschungsbesuch auch 3 Kollegen (Hans rechts im Bild) der Partnerschule aus Dänemark anreisten, sagt mehr über Hans aus, als viele Worte. Und auch sein letzter Schultag stand im Zeichen internationaler Solidarität. Er rief die Kolleginnen und Kollegen auf, für TSURO zu spenden. 686,50€ sammelten sich in der Spendendose. DANKE Hans, und bleib’ uns noch viele Jahre gesund erhalten!
– von Wulf Schubert

09.02.2016

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Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

Im Herbst 2011 besuchte Helge Swars, Programmkoordinator beim WFD, Projekte in Simbabwe. Sabine Künzel sprach mit ihm über die Reise. (veröffentlicht im Querbrief 1/2012)

Welchem Zweck diente die Reise?

Es ging darum, Partner kennenzulernen und die Arbeit vor Ort zu begutachten, da ich neu in diesem Arbeitsbereich bin. Unsere Kommunikation mit Partnern ist geprägt von Berichten und Finanzabrechnungen. Der Projektinhalt erschließt nur aus dem Studium der Berichte. Durch die Reise bekommen die Zielgruppe und die Mitarbeiterinnen vor Ort Gesichter, genau wie der WFD ein Gesicht für die Menschen vor Ort bekommt. Dieser Kennenlernaspekt ist auch unseren Partnern sehr wichtig, weil sie mit jemandem aus Fleisch und Blut verhandeln können und nicht mit einer Adresse im fernen Deutschland. Und nicht zuletzt können die Partner ihre Arbeit sehr lebendig jenseits von Jahresberichten präsentieren.

Das konnte ich besonders gut bei dem Projekt TSURO im Osten des Landes, im Chimanimani-Distrikt, feststellen. Ich habe dort in vier verschiedenen Dörfern intensiv mit Bäuerinnen und TSURO Mitarbeiterinnen gesprochen. Während der Autofahrten über verstaubte Landstraßen bekam ich auch einen Eindruck davon, wie vielfältig die Landschaft in dem Distrikt ist und vor welche unvorstellbaren Herausforderungen dies die Bevölkerung stellt. Nach einer Woche bin ich dann mit einer Ladung leckerem Chimanimani-Honig auf dem Rücken nach Harare und zu weiteren WFD-Projekten in Südafrika gefahren.
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24.05.2012

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In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

von HELGE SWARS, veröffentlicht in Querbrief 1/2012 – Frieden braucht Nahrung.

Das Projektgebiet von TSURO, der simbabwische Chimanimani-District, hat in etwa die Größe des Westerwaldes und umfasst fünf verschiedene Klimazonen. Im östlich gelegenen Hochland fallen in subtropischen Klima bis zu 1400 mm Regen. Die BäuerInnen im kargen, westlich gelegenen Lowvelt hingegen müssen manchmal mit nur 300 mm Jahresniederschlag zurecht kommen. Selbst die niederschlagsärmsten Gebiete in Deutschland haben die doppelte Jahresmenge.

Extreme Trockenheit und unregelmäßige, oft zu heftige Regenfälle haben hier in den vergangenen beiden Jahren zum Komplettausfall der Getreideernte geführt. Der Save-Fluss und seine Seitenarme, die das Lowvelt wie Lebensadern durchziehen, sind stellenweise nur noch ein Rinnsal oder ganz ausgetrocknet. In einigen Bezirken Chimanimanis sind die Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Für ihr ebenfalls hungerndes Vieh auf nahezu graslosen Weiden gibt es nichts.

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01.04.2012

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In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

„Guten Tag, ich heiße Pamela Mwateta,

Ich bin 25 Jahre alt und lebe mit meiner Mutter und zwei jüngeren Brüdern im Dorf Kubatana. Kubatana bedeutet in unserer hiesigen Shona Sprache Zusammenarbeiten. Das Dorf befindet sich im Bezirk Chikwakwa. Das ist eine sehr trockene Gegend im Chimanimani Distrikt. Wir leben weit weg von geteerten Strassen und es gibt hier keine öffentlichen Verkehrsmittel. Mit dem Auto brauchen wir etwa eine Stunde bis zur nächsten größeren Strasse, aber da es hier fast keine Autos gibt, bleiben wir da wo wir sind.

Mein Vater hatte es geschafft, für unsere Familie ein kleines Ziegelhaus zu bauen, aber als er 1992 unerwartet starb, waren wir überhaupt nicht darauf vorbereitet, uns jetzt alleine durchs Leben schlagen zu müssen. Meine Mutter wurde sehr depressiv, wir hatten nur wenig Nahrung und dazu kam noch eine schlimme Dürrezeit. Wir ernährten uns oft von Mopani Würmern. Das sind eiweißhaltige Raupen, die auf unseren einheimischen Mopani Bäumen leben. Und auch Feldmäuse waren ein beständiger Teil unseres Speisezettels. Die Familie hatte kein Geld, um uns Kinder zur Schule schicken zu können. Von einigen Nachbarn bekamen wir immer mal ein paar Sachen anzuziehen und manche halfen uns mit ihren Ochsen, das Feld zu pflügen. (mehr …)

24.08.2009

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In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

In der ersten Hälfte des Jahres 2008 konnte TSURO nur wenige der geplanten Aktivitäten durchführen. Nach den politischen Unruhen im Gefolge der März-Wahlen konnten zum Beispiel Projektmaterialien nicht an die Bäuerinnen und Bauern ausgeliefert und auch Trainingsaktivitäten nur in geringem Maße durchgeführt werden. Die Suspendierung aller ‘Field Operations’ von Nichtregierungsorganisationen durch das Ministerium für Public Service, Labour and Social Welfare Anfang Juni machte die Arbeit von TSURO fast unmöglich.

Nach der Aufhebung der Suspendierung im August entwickelte TSURO im Bereich ‘Nachhaltige Landwirtschaft und Ressourcenschutz’ eine außerordentliche Dynamik. Der ausbleibende Niederschlag in der Regenzeit 2007/08 hatte in Simbabwe zu einer Dürre geführt, die die Getreideernte in weiten Teilen des Chimanimani Distrikts fast völlig vernichtete. TSURO gelang es, angesichts der folgenden landesweiten Nahrungsmittelkrise und schwerer Engpässe in der Versorgung mit Saatgut ein umfangreiches Nichthybridsaatgutprogramm für die bevorstehende Saison zu initiieren. Dies kann zwar nicht unmittelbar den Hunger lindern, aber es wurde ein deutlicher Beitrag geleistet, die Hoffnung auf eine verbesserte Ernährungslage ab März zu erhalten. Dazu trug auch der von November bis zum Jahresende  stetige und effektive Regen bei. (mehr …)

24.04.2009

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