Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

Ein Bericht in Bildern:

31.05.2016

Gepostet in: Aktuelles von work4peace, Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

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Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

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Mrs. Matirekwe

Mrs. Matirekwe ist eine der Pioniere von Chisuko und war seit Beginn des Projektes im Juli 2012 die Schatzmeisterin des Kommittees. Sie bezahlte die Hirten und erstellt einen monatlichen Finanzreport. Wegen Problemen mit ihren Augen ist sie inzwischen von der Aufgabe zurückgetreten.
Mrs. Matirekwe ist Witwe und hat niemanden der auf ihre Rinder aufpassen kann. Für gewöhnlich stromerten sie um das Geschäftszentrum des Ortes herum. Da Kühe anders als beispielsweise Pferde oder Ziegen nicht in der Lage sind beim Grasen zu unterscheiden, was sie fressen, verschlucken sie nebenher oft Plastiktüten, Teile von alten Decken und Düngemittelsäcken auf. Eines von Mrs. Matirekwes Rindern ist auf diese Weise gestorben, wie sich bei der Obduktion des Tierarztes herausstellte.
 Jetzt hat sie noch drei Rinder. Sie weiß, das sie gut betreut werden und so etwas nicht noch einmal passieren kann.

Mrs. Matirekwe investierte sehr viel  freiwillige Arbeit,  damit das Chisuko Projekt Realität wurde. Mitglieder des Weideprojekts kamen zu jeder Tages- und Nachtzeit zu ihrem Haus, um ihren Beitrag zu bezahlen oder um sich nach den Ausständen zu erkunden. Am Anfang durften die Leute mit Mais bezahlen, den sie dann in ihrem Haus aufbewahren musste. Zusammen mit dem Sekretär, Mr. Sedha, verteilte sie den Mais an die Hirten.

Das Projekt hat den Menschen in Chisuko noch auf andere Weise geholfen: “Bevor das Chisuko Projekt begann, haben meine Tiere einmal die Maisernte von Mr. Matoro vernichtet. Darüber gab es großen Streit. Ich habe dabei  Bluthochdruck bekommen. Viele von uns mussten zum Gericht des Chiefs und Strafen zahlen, um den durch ihre Tiere angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Das Projekt hat uns Frieden und Ruhe in der Nachbarschaft gebracht.”

09.02.2016

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In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

Viehhaltung ist in Zimbabwe traditionell in Männerhand. Aufgrund tiefer kultureller und ökonomischer Verwurzelung, betreiben auch heute noch wenige Frauen Viehhaltung.
In Simbabwe macht sich der Klimawandel mit unregelmäßigen Niederschlägen und längeren Trockenphasen bemerkbar. Das hat gravierende Auswirkungen auf den traditionellen Ackerbau. Bodenerosion und versiegende Quellen führen immer wieder zu großflächigen Ernteausfällen. Dadurch ist die Ernährungssouveränität vieler Menschen akkut bedroht. Durch Viehhaltung können diese Herausforderungen für Kleinbauern-Familien leichter bewältigt werden.

Ein Mann und eine Frau sitzen auf eine Zaun umgeben von Rindern, Viehhaltung

Traditionelle Rollenbilder haben beim Kampf gegen die Folgen des Klimawandels wenig Bedeutung

Im Jahre 2011 führte TSURO im Distrikt Chimanimani eine Erhebung durch. Diese ergab, dass 34% der Haushalte mittlerweile von Frauen geführt werden. Das ist vor allem mit massiver Arbeitsmigration und dem HI-Virus zu erklären. Daher ist es wichitg auch Frauen an der Viehhaltung zu beteiligen, um ihre Ernährungssicherheit und Lebensqualität zu sichern.

Die Projektarbeit von TSURO zur Förderung nachhaltiger Weidewirtschaft hat in dieser Hinsicht einiges in Bewegung gesetzt. In der Region Chisuko demonstrieren Frauen eindrucksvoll, das sie als Viehhalterinnen eine starke Rolle im Prozess der ländlichen Entwicklung spielen.

Die Geschichte von Mrs. Matirekwe

09.02.2016

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Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

hans spendet für Tsuro, DeutschlandHans und internationale Kontakte gehörten an der Staatlichen Gewerbeschule Stahl- und Maschinenbau, G1, in Hamburg immer zusammen. Das zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand als Überraschungsbesuch auch 3 Kollegen (Hans rechts im Bild) der Partnerschule aus Dänemark anreisten, sagt mehr über Hans aus, als viele Worte. Und auch sein letzter Schultag stand im Zeichen internationaler Solidarität. Er rief die Kolleginnen und Kollegen auf, für TSURO zu spenden. 686,50€ sammelten sich in der Spendendose. DANKE Hans, und bleib’ uns noch viele Jahre gesund erhalten!
– von Wulf Schubert

09.02.2016

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Simbabwe: Gemeinschaftlicher Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität

In Chimanimani im östlichen Hochland Simbabwes arbeiten der Weltfriedensdienst und die Kleinbauernorganisation TSURO zusammen für gemeinschaftlichen Ressourcenschutz und Ernährungssouveränität.

Im Herbst 2011 besuchte Helge Swars, Programmkoordinator beim WFD, Projekte in Simbabwe. Sabine Künzel sprach mit ihm über die Reise. (veröffentlicht im Querbrief 1/2012)

Welchem Zweck diente die Reise?

Es ging darum, Partner kennenzulernen und die Arbeit vor Ort zu begutachten, da ich neu in diesem Arbeitsbereich bin. Unsere Kommunikation mit Partnern ist geprägt von Berichten und Finanzabrechnungen. Der Projektinhalt erschließt nur aus dem Studium der Berichte. Durch die Reise bekommen die Zielgruppe und die Mitarbeiterinnen vor Ort Gesichter, genau wie der WFD ein Gesicht für die Menschen vor Ort bekommt. Dieser Kennenlernaspekt ist auch unseren Partnern sehr wichtig, weil sie mit jemandem aus Fleisch und Blut verhandeln können und nicht mit einer Adresse im fernen Deutschland. Und nicht zuletzt können die Partner ihre Arbeit sehr lebendig jenseits von Jahresberichten präsentieren.

Das konnte ich besonders gut bei dem Projekt TSURO im Osten des Landes, im Chimanimani-Distrikt, feststellen. Ich habe dort in vier verschiedenen Dörfern intensiv mit Bäuerinnen und TSURO Mitarbeiterinnen gesprochen. Während der Autofahrten über verstaubte Landstraßen bekam ich auch einen Eindruck davon, wie vielfältig die Landschaft in dem Distrikt ist und vor welche unvorstellbaren Herausforderungen dies die Bevölkerung stellt. Nach einer Woche bin ich dann mit einer Ladung leckerem Chimanimani-Honig auf dem Rücken nach Harare und zu weiteren WFD-Projekten in Südafrika gefahren.
(mehr …)

24.05.2012

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