Simbabwe: Unterstützung für Überlebende von geschlechterbezogener Gewalt

Im Südosten Simbabwes engagiert sich Musasa mit dem Projekt Pamusasa für die Prävention von Gewalt gegen Frauen und unterstützt jene, die Gewaltopfer geworden sind. Durch einen direkten Kontakt zu Gemeinden, ihren traditionellen Entscheidungsträgern sowie zur staatlichen Verwaltung soll neuen Gewaltwellen vorgebeugt werden.

Politisch motivierte Gewalt in Simbabwe trifft vor allem Frauen und schließt Extremformen wie systematische Vergewaltigungen mit ein. Im Südosten des Landes, im Buhera-Distrikt der Provinz Manicaland, haben sich die MitarbeiterInnen von Pamusasa zum Ziel gesetzt, Gemeindestrukturen zu aktivieren, um die eigenen Kräfte von Gemeinden zur Prävention und zum Schutz der Frauen vor Gewalt zu stärken. In Anspielung auf den in Simbabwe heimischen Musasa-Baum, der Schatten und Feuerholz spendet sowie Hilfe in Krisenzeiten symbolisiert, bietet das Projekt Zufluchtsstätten für Gewaltopfer und kümmert sich um deren Behandlung, Traumabearbeitung und Rechtsberatung und -Begleitung, sowie Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Eine Frau mit einem Banner in der Hand:

“Vom Frieden im Zuhause, zum Frieden in unseren Gemeinden”

Gewaltprävention und die Stärkung von Schutzräumen für Frauen

Um die Ziele zu erreichen, suchen die MitarbeiterInnen von Pamusasa direkten Kontakt zu Gemeinden, ihren traditionellen Entscheidungsträgern sowie zu StaatsbeamtInnen und motivieren diese zum aktiven Einsatz gegen politisch motivierte Gewalt. Schlüsselpersonen und die breite Öffentlichkeit werden sensibilisiert, über ihre Rechte aufgeklärt und kommunitäre Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Des Weiteren baut Pamusasa ein Netzwerk auf, das der medizinischen, juristischen und psychosozialen Versorgung und einer Verbesserung der Schutzräume von Frauen dient. Selbsthilfegruppen werden unterstützt und eine telefonische Beratungshotline wurde eingerichtet. Außerdem bietet die Initiative Trainings in Traumaarbeit, Konfliktbearbeitung und Advocacyarbeit sowie Friedensbildung an.

 

Simbabwe: Unterstützung für Überlebende von geschlechterbezogener Gewalt

Im Südosten Simbabwes engagiert sich Musasa mit dem Projekt Pamusasa für die Prävention von Gewalt gegen Frauen und unterstützt jene, die Gewaltopfer geworden sind. Durch einen direkten Kontakt zu Gemeinden, ihren traditionellen Entscheidungsträgern sowie zur staatlichen Verwaltung soll neuen Gewaltwellen vorgebeugt werden.

Politisch motivierte Gewalt in Simbabwe trifft vor allem Frauen und schließt Extremformen wie systematische Vergewaltigungen mit ein. Im Südosten des Landes, im Buhera-Distrikt der Provinz Manicaland, haben sich die MitarbeiterInnen von Pamusasa zum Ziel gesetzt, Gemeindestrukturen zu aktivieren, um die eigenen Kräfte von Gemeinden zur Prävention und zum Schutz der Frauen vor Gewalt zu stärken. In Anspielung auf den in Simbabwe heimischen Musasa-Baum, der Schatten und Feuerholz spendet sowie Hilfe in Krisenzeiten symbolisiert, bietet das Projekt Zufluchtsstätten für Gewaltopfer und kümmert sich um deren Behandlung, Traumabearbeitung und Rechtsberatung und -Begleitung, sowie Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Eine Frau mit einem Banner in der Hand:

“Vom Frieden im Zuhause, zum Frieden in unseren Gemeinden”

Gewaltprävention und die Stärkung von Schutzräumen für Frauen

Um die Ziele zu erreichen, suchen die MitarbeiterInnen von Pamusasa direkten Kontakt zu Gemeinden, ihren traditionellen Entscheidungsträgern sowie zu StaatsbeamtInnen und motivieren diese zum aktiven Einsatz gegen politisch motivierte Gewalt. Schlüsselpersonen und die breite Öffentlichkeit werden sensibilisiert, über ihre Rechte aufgeklärt und kommunitäre Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Des Weiteren baut Pamusasa ein Netzwerk auf, das der medizinischen, juristischen und psychosozialen Versorgung und einer Verbesserung der Schutzräume von Frauen dient. Selbsthilfegruppen werden unterstützt und eine telefonische Beratungshotline wurde eingerichtet. Außerdem bietet die Initiative Trainings in Traumaarbeit, Konfliktbearbeitung und Advocacyarbeit sowie Friedensbildung an.

 

Gewalt gegen Frauen in Simbabwe stellt ein großes gesellschaftliches Problem dar. Circa 30% der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren gaben an, schon einmal Opfer physischer Gewalt geworden zu sein. Auch politisch motivierte Gewalttaten richten sich sehr häufig gegen Frauen, um sie und ihre Familien einzuschüchtern. Aus diesem Grund engagiert Musasa sich mit dem Projekt Pamusasa für Gewaltprävention und die Unterstützung von Opfern die geschlechterbezogene Gewalt erlebten.

„2008, im Jahr der Wahlen, musste  mein Ehemann nach Mosambik fliehen. Er war politisch aktiv, in der Opposition. Ich wurde geschlagen und missbraucht von einem der Anführer aus unserem  Dorf. Ich war schwanger. Unser Kind kam zur Welt. Zwei Wochen später wurde ich eingesperrt und sollte hingerichtet werden.  Sie fragten ununterbrochen, wo mein Ehemann sei. Ich hatte Angst! Ich wollte weg. Sie haben mich  bedroht und  vergewaltigt.

Mein Mann kam wieder, wir gingen zur Polizei. Politisch motivierte Gewalt? Davon wollte  man nichts wissen! Mein Baby hatte zu viel durchstehen müssen, es starb kurze Zeit später.

Nach einiger Zeit wurde der Täter aber doch verurteilt. Ich bin froh, dass mein Fall vor Gericht kam. Mein Mut hat mich so weit getragen. Ich möchte allen Frauen sagen: Seid mutig, haltet durch!“

Gesellschaftliche Ächtung der Opfer

So zynisch es klingt: Es hätte noch schlimmer kommen können. Oft werden vergewaltigte Frauen und Kinder von der eigenen Familie und der Gesellschaft stigmatisiert und ausgeschlossen. Und die durch Vergewaltigung entstandenen Kinder erinnern ihre Mütter tagtäglich an die erlittene Gewalt. Die Mütter schwanken zwischen Liebe, Hass und Schuld. Häufig bleiben Frauen mit ihren Erfahrungen allein und erzählen niemandem davon, aus Scham und Angst.
Das Projekt von Musasa versucht den betroffenen Frauen einen sicheren Ort zu geben, an dem Geschehenes verarbeitet werden kann. Durch Kontakt mit Gemeinden, BeamtInnen und traditionellen EntscheidungsträgerInnen wird versucht, die Menschen für das Thema politisch motivierter Gewalt zu sensibilisieren.

 

16.05.2018

Gepostet in: Simbabwe: Unterstützung für Überlebende von geschlechterbezogener Gewalt

Schlagwörter: , , , , , , ,

Simbabwe: Unterstützung für Überlebende von geschlechterbezogener Gewalt

Im Südosten Simbabwes engagiert sich Musasa mit dem Projekt Pamusasa für die Prävention von Gewalt gegen Frauen und unterstützt jene, die Gewaltopfer geworden sind. Durch einen direkten Kontakt zu Gemeinden, ihren traditionellen Entscheidungsträgern sowie zur staatlichen Verwaltung soll neuen Gewaltwellen vorgebeugt werden.

Politisch motivierte Gewalt in Simbabwe trifft vor allem Frauen und schließt Extremformen wie systematische Vergewaltigungen mit ein. Im Südosten des Landes, im Buhera-Distrikt der Provinz Manicaland, haben sich die MitarbeiterInnen von Pamusasa zum Ziel gesetzt, Gemeindestrukturen zu aktivieren, um die eigenen Kräfte von Gemeinden zur Prävention und zum Schutz der Frauen vor Gewalt zu stärken. In Anspielung auf den in Simbabwe heimischen Musasa-Baum, der Schatten und Feuerholz spendet sowie Hilfe in Krisenzeiten symbolisiert, bietet das Projekt Zufluchtsstätten für Gewaltopfer und kümmert sich um deren Behandlung, Traumabearbeitung und Rechtsberatung und -Begleitung, sowie Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Eine Frau mit einem Banner in der Hand:

“Vom Frieden im Zuhause, zum Frieden in unseren Gemeinden”

Gewaltprävention und die Stärkung von Schutzräumen für Frauen

Um die Ziele zu erreichen, suchen die MitarbeiterInnen von Pamusasa direkten Kontakt zu Gemeinden, ihren traditionellen Entscheidungsträgern sowie zu StaatsbeamtInnen und motivieren diese zum aktiven Einsatz gegen politisch motivierte Gewalt. Schlüsselpersonen und die breite Öffentlichkeit werden sensibilisiert, über ihre Rechte aufgeklärt und kommunitäre Unterstützungsstrukturen aufgebaut. Des Weiteren baut Pamusasa ein Netzwerk auf, das der medizinischen, juristischen und psychosozialen Versorgung und einer Verbesserung der Schutzräume von Frauen dient. Selbsthilfegruppen werden unterstützt und eine telefonische Beratungshotline wurde eingerichtet. Außerdem bietet die Initiative Trainings in Traumaarbeit, Konfliktbearbeitung und Advocacyarbeit sowie Friedensbildung an.

 

Karte und Infokasten Simbabwe

Von Vivien Martens (Veröffentlicht im KOMPASS #6 Migration anders denken)

Vivien Martens lebt seit 2008 in Simbabwe und arbeitet dort seit 2015 für den Weltfriedendienst e.V. als Beraterin bei der Frauenrechts-NGO Musasa für Planung, Monitoring, Evalua­tion und Wissensmanagement. Sie erklärt, wie Migration auch eine Chance sein kann, um Frauen zu stärken.

Nach vielen Jahren der Misswirtschaft und Korruption in Simbabwe steckt die einstige Kornkammer Afrikas in einer steten Abwärtsspirale der Rezession. Das Land befindet sich momentan auf Rang 154 (von 188) des Human Development Index (2016). Die Wirtschaftskraft ist enorm gesunken, Produktivität und Wettbe­werbsfähigkeit haben einen Tiefststand erreicht, viele Unterneh­men schließen. Die Arbeitslosenrate wird auf 80 bis 95 Prozent geschätzt. Die Mehrheit der Bevölkerung ist im informellen Sektor beschäftigt und versucht sich zum Beispiel als Straßenverkäu­fer über Wasser zu halten. Auf dem Land betreiben die meisten Menschen Subsistenzlandwirtschaft, kleine Überschüsse werden zum Verkauf oder Tauschhandel angeboten. Die Qualität des Bil­dungswesens ist stark gesunken. Viele Kinder verlassen die Schule, da ihre Eltern sich die Schulgebühren nicht mehr leisten können. Auch im Gesundheitswesen sieht es ähnlich düster aus. Darüber hinaus befindet sich das Land in einer extremen Bargeldkrise.

Die derzeitige Entwicklung Simbabwes trägt dazu bei, dass breite Bevölkerungsteile zunehmend verarmen. Ein Großteil der Bevölkerung ist auf der Suche nach Antworten auf die existen­zielle Frage, wie sie sich und ihre Familien versorgen können. Sie sehen nur noch eine Lösung: ihr Glück woanders zu versu­chen. Seit der Krise ab 2000 migrieren alleine über 3 Millionen Menschen in das Nachbarland nach Südafrika. (mehr …)

15.05.2018

Gepostet in: Der KOMPASS - Das Fachmagazin des Weltfriedensdienst, Simbabwe: Unterstützung für Überlebende von geschlechterbezogener Gewalt

Spendenformular

FundraisingBox Logo

×
Spendenwidget

×
Newsletter abonnieren

×

Newsletter abonnieren

Erhalten Sie die neuesten Informationen über die Arbeit des Weltfriedensdienst e.V.

Sie haben sich erfolgreich angemeldet.