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Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Junge Menschen und unter ihnen besonders junge Frauen werden im Südlichen Afrika vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt.  Ihnen eine Stimme zu geben und Chancen ihre Zukunft mitzugestalten ist das Ziel der südafrikanische Organisation STEPS. Mit einem regionalen Netzwerk von NGOs nutzen sie öffentliche Vorführungen von  Dokumentarfilmen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen.

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Junge Menschen und unter ihnen besonders junge Frauen werden im Südlichen Afrika vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt.  Ihnen eine Stimme zu geben und Chancen ihre Zukunft mitzugestalten ist das Ziel der südafrikanische Organisation STEPS. Mit einem regionalen Netzwerk von NGOs nutzen sie öffentliche Vorführungen von  Dokumentarfilmen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen.

Bislang sind die Fallzahlen niedrig in Südafrika. Doch was passiert, wenn das Corona-Virus die Townships und überfüllten Innenstädte erreicht? Zwar ist die Bevölkerung Südafrikas sehr jung, 90 Prozent sind jünger als 60 Jahre. Viele Menschen sind jedoch durch das Immunschwäche auslösenden HI-Virus oder die Lungenkrankheit Tuberkulose gesundheitlich belastet. Geschätzte sieben Millionen Südafrikaner*innen sind HIV-positiv. Davon zwei Millionen nicht in Behandlung. Möglichkeiten zur Selbstisolation gibt es in den Townships nicht.

Corona-Quarantäne im Township?

Wie kann ich mich in einem Township, in einer Blechhütte voll Menschen, selbst unter Quarantäne stellen? Wie fülle ich Vorräte auf, wenn ich von der Hand in den Mund lebe? Was bedeuten Schließungen von Geschäften für Tagelöhner? Ich frage stellvertretend für einen ganzen Kontinent.“ – Everjoice Win, Twitter (Link)

Mehr als 25 Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika immer noch eines der Länder mit der größten Ungleichheit auf der Welt. Dies wird besonders bei der Gesundheitsversorgung deutlich. 82 Prozent der in Südafrika lebenden Menschen haben keine Krankenversicherung und sind auf öffentliche Kliniken und Krankenhäuser angewiesen. Diese Einrichtungen sind überfüllt, unterbesetzt und nicht ausgestattet, um auf Infektionskrankheiten in diesem Ausmaß zu reagieren.

Fachkraft Marianne Gysae-Edkins berichtet aus Kapstadt

Unsere Fachkraft Marianne Gysae-Edkins hat sich nach ihrer Rückkehr aus Deutschland selbst unter Quarantäne gestellt. Ihre Kolleg*innen arbeiten möglichst von zu Hause. Ärmere Südafrikaner*innen jedoch nehmen die überfüllten öffentlichen Verkehrsmittel, um zu ihrer Arbeit zu kommen. Südafrika hat strenge Reisebeschränkungen für alle verhängt. Grenzen zu Nachbarländern, viele Häfen und Schulen sind geschlossen und die Menschen aufgefordert, soziale Kontakte möglichst zu reduzieren. Die Versammlungsfreiheit wurde eingeschränkt. „Die Menschen, die keinen Zugang zum guten wie teuren privaten Gesundheitssystem haben, wird es am härtesten treffen. Das sind die Armen in den Townships.“ sagt Marianne am Telefon. „Daher ist der Ansatz der südafrikanischen Regierung genau richtig, auch mit drastischen Maßnahmen die Ausbreitung so weit wie möglich zu verlangsamen.“

 

Moderierte Filmvorführungen stärken verantwortliches Handeln © STEPS

 

Unsere südafrikanische Partnerorganisation STEPS hat öffentliche angeleitete Filmvorführungen und eine für Mai geplante Konferenz von Menschenrechtsaktivist*innen verschoben. Ein Schwerpunkt der Arbeit von STEPS und der Partner*innen ist es, verantwortliches Handeln zu stärken – als einzelner sich selbst und anderen in der Gemeinschaft gegenüber.

Solidarität statt Panikkäufe und Panikposts

Verantwortliches Handeln fordert auch die Südafrikanerin Theodorah Manjo. Sie veröffentlicht auf Facebook (Link) eine Mitteilung an die Privilegierten:

Bitte denken Sie daran, dass es in Südafrika über 31 Millionen Menschen gibt, die keine „Panikkäufe“ tätigen können, wie Sie es gerade tun. Wenn Sie also die Tücher, die Desinfektionsmittel, das verdammte Toilettenpapier benutzen, denken Sie an diejenigen, die am Freitag auf den Lohn warten müssen, um wenigstens einen dieser Artikel zu bekommen, […] Machen Sie sich bewusst, dass eine schlechte Gesundheitsversorgung für Millionen Menschen in diesem Land täglich Realität ist!

Genauso wenn Sie Ihre Hände für 20 Sekunden am Stück waschen, mit laufendem Wasserhahn, 12 Mal am Tag… Es gibt Gegenden, die nur von 4 Uhr morgens bis 6 Uhr morgens Wasser bekommen […] und für den Rest des Tages keinen Tropfen haben. Das sind nur ein paar Dinge zum Nachdenken, während Sie Ihre Panikposts teilen.“

20.03.2020

Gepostet in: Aktuelles, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Junge Menschen und unter ihnen besonders junge Frauen werden im Südlichen Afrika vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt.  Ihnen eine Stimme zu geben und Chancen ihre Zukunft mitzugestalten ist das Ziel der südafrikanische Organisation STEPS. Mit einem regionalen Netzwerk von NGOs nutzen sie öffentliche Vorführungen von  Dokumentarfilmen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen.

Jungen Menschen im südlichen Afrika wird soziale und wirtschaftliche Teilhabe verwehrt

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Das südliche Afrika ist die Region mit der jüngsten Bevölkerung auf der Welt. 35% seiner BewohnerInnen sind zwischen 15 und 24 Jahren alt.

Diese Generation ist überdurchschnittlich von Armut, Krankheit (besonders HIV/Aids), schlechten Bildungschancen und Arbeitslosigkeit betroffen. Ihre Lebensgrundlage ist direkt durch Umweltzerstörung und die Erschöpfung der natürlichen Ressourcen bedroht.

Jugendliche und unter ihnen besonders Mädchen und junge Frauen werden vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. Ein hoher Prozentsatz, der im südlichen Afrika lebenden jungen Frauen hat bereits sexuelle Gewalt erfahren müssen.

Auch junge Homo- und Bisexuelle, Transgender und Intersexuell orientierte Menschen sind Diskriminierung und gezielten Übergriffen ausgesetzt. Vergewaltigungen und Morde an jungen lesbischen Frauen, geschehen beispielsweise beinahe täglich. In Malawi, Zimbabwe oder Sambia können sexuelle Minderheiten bis zu 11 Jahren Haft erhalten.

Ein ausgeprägtes gesellschaftliches Senioritätsprinzip verhindert, dass Erfahrungen, Eindrücke und Sichtweise junger Menschen Gehör finden, sowohl in persönlichen Lebensentscheidungen als auch in gesellschaftlichen Prozessen. Damit wird auch ihr Potential für die Entwicklung in der Region unterdrückt.

Folgen sind eine weit verbreitete Perspektivlosigkeit und Frustration unter jungen Menschen und ihre Migration besonders in die Armutsviertel von Städten mit all ihren Problemen im Bezug auf Gesundheit, Lebensumstände und Lebenschancen und Gewalt. Dabei greifen soziale, politische und familiäre Gewalt ineinander.

Dokumentarfilme für sozialen Wandel im südlichen Afrika

STEPS bearbeitet diese Probleme junger Menschen in sieben Ländern des südlichen Afrika (Lesotho, Botswana, Sambia, Simbabwe, Malawi, Uganda und Südafrika) mit einem regionalen Netzwerk von Selbsthilfeinitiativen junger Menschen und Nichtregierungsorganisationen, die sich für die Belange junger Menschen einsetzen. Dabei setzt STEPS regional produzierte Dokumentarfilme ein, damit junge Menschen in ihren Gemeinden mit Gleichaltrigen aber auch  EntscheidungsträgerInnen offen diskutieren über Ursachen und Lösungsmöglichkeiten ihrer Probleme.

Diese Diskussionen zielen auf die Aktivierung junger Menschen im Wirkungskreis der Selbsthilfeinitiativen und NGOs und stärken deren Wissen und Bewusstsein über Rechte und Verantwortung als BürgerInnen. Sie lernen ihre Meinung frei zu vertreten und erfolgreich Beteiligungsrechte einzufordern und erhalten den dafür notwendigen Raum. Dabei werden sie bestärkt, nach Lösungen für ihre Probleme und die ihrer Gemeinden zu suchen sowie eigenständige informierte Entscheidungen zu treffen, die ihr eigenes Leben und das der Gemeinschaft angehen.

20.05.2018

Gepostet in: Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Junge Menschen und unter ihnen besonders junge Frauen werden im Südlichen Afrika vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt.  Ihnen eine Stimme zu geben und Chancen ihre Zukunft mitzugestalten ist das Ziel der südafrikanische Organisation STEPS. Mit einem regionalen Netzwerk von NGOs nutzen sie öffentliche Vorführungen von  Dokumentarfilmen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen.

Karte und Infokasten Südafrika

Von Marianne Gysae-Edkins und Naima Sebe (Veröffentlicht im KOMPASS #6 Migration anders denken)

Die AutorInnen arbeiten bei STEPS, einem Medienprojekt in Kapstadt, das Dokumentarfilme für die Menschen- und Bürgerrechtsarbeit einsetzt.

Im Mai 2008 erschüttert Südafrika eine Welle der Xenophobie (Fremdenfeindlichkeit) und der brutalen Gewalt gegen Flücht­linge und EinwanderInnen. Die Mitarbeite­rInnen von STEPS entschließen sich spontan, zusammen mit der neu gegründeten Initiative Filmmakers against Racism (FAR) die Lage mit der Kamera zu begleiten.

Dokumentarfilm „Baraka“ – ein Laden wird gelyncht

Zwei Tage nach den gewalttätigen Attacken in Kapstadt entschuldigen sich die Gemein­devertreter des Armenviertels Masiphumele öffentlich bei Vertriebenen in dem nahe gele­genen Soetwater Flüchtlingscamp. Sie bitten ausländische Ladenbesitzer, zurückzukehren und ihre Läden wieder aufzubauen. In dem Film dokumentieren wir ihre Rückkehr in das völlig überfüllte Armenviertel.

Die Dreharbeiten gleichen einer Achterbahnfahrt: Zuerst kommen einheimische und ausländische HändlerInnen wieder zusammen, kleine Läden werden wieder instandgesetzt und neu eröffnet. Das normale Leben scheint weiterzugehen. Unsere Hoffnungen werden allerdings schnell enttäuscht:

Einer unserer Protagonisten ist Abdi aus Äthiopien.

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15.05.2018

Gepostet in: Der KOMPASS - Das Themenheft des Weltfriedensdienst, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Junge Menschen und unter ihnen besonders junge Frauen werden im Südlichen Afrika vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt.  Ihnen eine Stimme zu geben und Chancen ihre Zukunft mitzugestalten ist das Ziel der südafrikanische Organisation STEPS. Mit einem regionalen Netzwerk von NGOs nutzen sie öffentliche Vorführungen von  Dokumentarfilmen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen.

Etwa 30 AktivistInnen aus Ländern des südlichen Afrika und Deutschland posieren lachend für ein GruppenbildDie Änderung individueller Einstellungen ist der Anfang auf dem Weg zum Sozialen Wandel. Der zweite Schritt ist die Änderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Dabei sind die Partnerorganisationen des STEPS-Netzwerkes durch den Einsatz von Dokumentarfilmen bereits weit gekommen, wie konkrete Beispiele zeigen.

Freitag, 13. April

Egal, aus welchem Land ein Film kam. Viele der Organisationen haben die Filme in ihren eigenen Ländern und Zusammenhängen erfolgreich einsetzen können. “Das liegt daran, dass ein guter Dokumentarfilm in den Menschen Gefühle auslöst“, erklärt uns Don Edkins, ein vielfach ausgezeichneter, internationaler Filmemacher und Produzent von Dokumentarfilmen. (mehr …)

16.04.2018

Gepostet in: Aktuelles, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten

Junge Menschen und unter ihnen besonders junge Frauen werden im Südlichen Afrika vielfältig politisch, wirtschaftlich, sozial und kulturell diskriminiert. In der Regel bleibt ihnen die aktive Teilhabe an persönlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen verwehrt.  Ihnen eine Stimme zu geben und Chancen ihre Zukunft mitzugestalten ist das Ziel der südafrikanische Organisation STEPS. Mit einem regionalen Netzwerk von NGOs nutzen sie öffentliche Vorführungen von  Dokumentarfilmen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen.

Shoki Mafogo und Vusi Tshabalala von Kruger2Canyon (Südafrika) sitzen an einem Tisch und planen, wie sie Ressourcenkonflikte zur Sprache bringen können.

Shoki Mafogo und Vusi Tshabalala von Kruger2Canyon (Südafrika)

Der Film “Our Sand” der Umweltschutzorganisation K2C bringt den (illegalen) Abbau von Sand in Flussbetten in der UNESCO Biosphäre Kruger to Canyon zur Sprache. Er wird eingesetzt, um den Raubbau zu beenden und Interessen auzubalancieren.

Donnerstag 12. April

Jeden Tag donnerten mit Sand beladene Lastwagen über die Straßen in der UNESCO-Biosphäre Kruger to Canyons in Südafrika. Was machen die hier, fragten sich zuerst nur einige AnwohnerInnen. Sie fanden ihre Flussläufe in Tagebaue verwandelt. Ihnen wurden Konzessionen gezeigt, die sich später als Fälschungen erwiesen. Die AnwohnerInnen blockierten die LKWs. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Auch Schüsse fielen.

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13.04.2018

Gepostet in: Aktuelles, Südliches Afrika: Stärkung von Menschen- und Bürgerrechten