Virtuelles Wasser ⇒ Jetzt informieren & Wasserfußabdruck berechnen! 

Die Wasserampel ist online. Sie ermöglicht Ihnen eine Abschätzung Ihres Wasserfußabdrucks, also darüber, wie viel virtuelles Wasser Sie verbrauchen. Unter welchen Umständen ist mein Konsum für Wasserraub im globalen Süden verantwortlich? Wie erziele ich große Effekte durch kleine Änderungen in meinem Konsumverhalten?

Wasserampel

Bei der Entwicklung der Wasserampel orientierten wir uns zunächst an digitalen CO2-Rechnern. Der absolute Wasserfußabdruck sagt aber wenig aus. Hier kommt es vielmehr auf den lokalen Kontext an: Wo genau wird das Wasser zur Herstellung der Produkte verbraucht, die wir konsumieren? Daher ist der „Wasserfresser“ Kaffee trotz seines hohen Wasserfußabdrucks von knapp 19.000 Litern pro Kilogramm weitgehend unbedenklich, weil es in den Anbaugebieten viel regnet.

Virtuelles Wasser aus Trockenregionen ist besonders problematisch

Kartoffeln aus Ägypten oder anderen Trockenregionen verbrauchen mit 428 Litern pro Kilogramm eigentlich wenig virtuelles Wasser. Die Wasserknappheit in ihren Anbaugebieten jedoch macht selbst das problematisch. Daher kamen wir schnell von der Idee eines Wasserrechners zur Wasserampel, die den Wasserfußabdruck bewertet. Die einzelnen Produkte sind nach ihrer potenziellen Auswirkung auf Frischwasser-Ökosysteme, Verbrauchsmenge, Verschmutzung und Knappheit von Wasser im Herkunftsgebiet gewichtet. Die Kriterien laden bewusst zur Reflexion und Diskussion ein. Wir informieren über nachhaltige Landwirtschaft, Trockenregionen, tierische Produkte, Palmöl, Baumwolle, Müll und Mikroplastik. Wir haben Tipps, wie Sie im Alltag Ihren Wasserfußabdruck schon mit kleinen Verhaltensänderungen drastisch reduzieren. Und wir zeigen, wie der Weltfriedensdienst mit seinen Partnern Konflikte um die Ressource Wasser konkret bearbeitet

Virtuelles Wasser und Wasserfußabdruck: Was haben wir gelernt?

Bio-Landwirtschaft ist in Bezug auf Wasser nicht unbedingt nachhaltig. Ein konventionell, aber umsichtig mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln umgehender Landwirt aus der Region schont Gewässer in der Regel mehr als die großen industriellen Bio-Betriebe.

Bei einigen Produkten können Sie einfach nicht in den Grünen Bereich kommen. Ein Produkt wie Baumwolle stammt ausschließlich aus Trockenregionen und ist sehr bewässerungsintensiv. Das Smartphone und andere IT ist ohne Belastung von Gewässern bei der Gewinnung der Rohstoffe nicht zu haben.

Mit ein bisschen mehr Achtsamkeit lässt sich doch eine ganze Menge erreichen. Dennoch muss die Politik ihre Verantwortung wahrnehmen. Wie dies aussehen könnte beschreibt unser Experte Helge Swars in seinem Artikel „Nachhaltige Wasserpolitik“ im aktuellen Querbrief und hier auf der Webseite.

10.12.2017

Gepostet in: Aktuelles

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