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Simbabwe: Die Arbeit von PORET

Simbabwe
Nachhaltig handeln
Ressourcengerechtigkeit schaffen
1. April 2025

Projektbericht 2024

Dürre und Klimakrise bedrohen die Menschen in Simbabwe zunehmend: Laut Vereinten Nationen waren die Regenfälle im Januar und Februar 2024 die niedrigsten in den vergangenen 40 Jahren. Dies hatte große Auswirkungen auf das Leben der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen. Flussläufe trockneten aus, die Tiere verdursteten und verhungerten und die Ernte fiel sehr schlecht aus. Erst im November 2024 kamen die ersten Regenfälle und brachten Erleichterung.

Unsere Partnerorganisation PORET ist in der Projektregion Chimanimani aktiv. Die meisten der etwa 21.000 Menschen dort leben als Selbstversorger*innen in weit verstreuten Gehöften mit nahezu unfruchtbaren Böden. Die pure Not der Menschen und fehlendes Wissen um Alternativen führen zur Übernutzung von Wald, Wasser und Grasland. Hier setzt PORET mit seinen Aktivitäten an.

Wasserressourcen schützen

Was sollen die Menschen machen, wenn das Wasser knapper wird? PORET empfiehlt: das Wasser nachhaltig auffangen und die Flüsse schützen. In Chimanimani sind die Menschen besonders auf die Flussläufe Nyanyazi, Umvumvumvu und Changazi angewiesen.

Um diese vor Übernutzung, Versandung und Austrocknung zu bewahren, unterstützt PORET seit 2024 den Bau von sogenannten Wassererntesystemen: Entlang der Flüsse legte die Bevölkerung gemeinsam mit dem Team von PORET Dämme und Steindämme an. Dämme schützen die Felder vor Überschwemmungen. Steindämme wiederum stabilisieren Erosionsrinnen und verhindern, dass Sand und Schlamm in die Flüsse gelangen.

Mit diesen Maßnahmen sammelten die Dorfbewohner insgesamt über zwölf Millionen Liter Wasser. Darüber hinaus schulte PORET 108 Personen zu den Prinzipien von Wasser- und Bodenmanagement und stellte für die Aktivitäten Gräser, Werkzeuge sowie Drahtkäfige zum Befüllen mit Steinen bereit.

Früher habe ich selbst zur Zerstörung unseres Landes beigetragen: Ich habe Bäume gefällt und Grasflächen abgebrannt, ohne an die Folgen zu denken. Heute motiviere ich andere, nachhaltige Praktiken anzuwenden. PORET hat unsere Gemeinde zum Besseren verändert.
Shadreck Muronde
Projektteilnehmer und Vorstand des Wasserkomitees seiner Gemeinde

Eindrücke aus der Projektarbeit in Chimanimani

Baumpflanzungen sind enorm wichtig für ein funktionierendes Wassererntesystem. Ihre Wurzeln transportieren Wasser in den Boden und speichern es. Im Dorf Dirikwe haben die Bewohner*innen eine Baumschule für Baobab (Affenbrotbaum) angelegt. Die Bäume werden in der Regenzeit in der Gemeinde eingepflanzt.
Ein Steingraben im Dorf Nemutenzi, eines der drei Ökodörfer, fängt das Regenwasser auf, das mithilfe von Dämmen und Steinwällen aus dem Dorf geleitet wird. So sind die Brunnen und die Schule vor den Wassermassen geschützt.
Kleinkörniges Getreide gilt als „dürreresistenter“ als Mais und bringt trotz der Trockenheit einige Erträge ein. Deshalb empfiehlt PORET den Bäuerinnen und Bauern Sorten wie Hirse und Sorghum anzupflanzen.
Traditionelle Führungspersönlichkeiten spielen eine wichtige Rolle bei der Arbeit von PORET. Gemeinsam mit dem Vertreter der Umwelt-behörde aus Chimanimani, Prosper Kaneta, spricht PORET mit ihnen über die Wichtigkeit von Ressourcenschutz.

Jeder Beitrag macht einen Unterschied vor Ort

  • Mit 40 Euro nimmt ein*e Dorfbewohner*in nimmt an einem fünftägigen Workshop zu Wasser- und Bodenmanagement teil.
  • Mit 75 Euro werden 50 Bäume gepflanzt, um den Boden zu schützen und Regenwasser tiefer in die Erde zu leiten.
  • Mit 200 Euro speichert ein 3.000-Liter-Wassertank Wasser für Dürrezeiten.
Veränderung schaffen – mit Ihrer Spende

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Zahlungsmöglichkeiten
Die oben genannten Aktivitäten sind Beispiele, wie Ihre Spende verwendet werden kann. Spenden kommen unserer gesamten weltweiten Friedensarbeit zugute.
Ihre Ansprechpartnerin:
Änne Rosenburg
Referentin für Fundraising
Der Projektbericht als PDF-Datei zum Downlaod

Foto Header:
Chimanimani: Nach der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren fließt wieder Wasser im Fluss Nyanyazi. Der Fluss versandet zunehmend und führt immer weniger Wasser. Gemeinsam mit der Dorfbevölkerung arbeitet das Wasserschutzkomitee an Maßnahmen, um Sand und Schlamm vom Flusslauf fernzuhalten. Von Simone Ramones, 2024.