Wie wir zusammenarbeiten und Entscheidungen treffen
Der Weltfriedensdienst arbeitet mit kollegial geteilter Führung. Das bedeutet: Verantwortung und Entscheidungen werden auf mehrere Schultern verteilt. Unsere Kolleg*innen arbeiten in selbstorganisierten Teams, die ihre Aufgaben eigenständig gestalten und Entscheidungen innerhalb ihrer Zuständigkeiten treffen.
Gleichzeitig sind Leitungs- und Kontrollaufgaben klar geregelt. Geschäftsführung und Vorstand tragen die ihnen jeweils zugewiesene Verantwortung für die Organisation und ihre Arbeit.
Kollegial geteilte Führung
Unsere Teams organisieren ihre Aufgaben eigenständig und treffen Entscheidungen innerhalb ihrer jeweiligen Verantwortungsbereiche. Dabei arbeiten wir nach dem Konsent-Prinzip: Vorschläge werden gemeinsam beraten, Bedenken und Ergänzungen berücksichtigt. Eine Entscheidung kommt zustande, wenn keine schwerwiegenden Einwände bestehen.
So können diejenigen, die unmittelbar mit einer Aufgabe befasst sind, Entscheidungen mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Für teamübergreifende Fragen gibt es feste Abstimmungswege. Gleichzeitig bleiben die rechtlichen und organisatorischen Verantwortlichkeiten von Geschäftsführung und Vorstand klar geregelt.
Machtkritisch und partnerschaftlich zusammenarbeiten
Wir verstehen uns als lernende Organisation und setzen uns kritisch mit Machtverhältnissen, Rassismus und Diskriminierung auseinander. Transparenz und ein bewusster Umgang mit Verantwortung sind uns dabei wichtig – sowohl innerhalb unserer Organisation als auch in der Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen.
Unsere Partnerorganisationen gestalten die Friedensarbeit vor Ort eigenständig. Wir begleiten und unterstützen sie langfristig. Auch in unserer Öffentlichkeitsarbeit achten wir darauf, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen.
Gemeinsam weltweit arbeiten
Zum 31. Dezember 2025 arbeiteten 30 Kolleg*innen in der Geschäftsstelle in Berlin und im Regionalbüro in Harare. Hinzu kamen rund 250 Kolleg*innen in unseren Partnerorganisationen.
Die Aufgaben des Weltfriedensdienstes sind auf verschiedene Teams und Kreise verteilt. Dazu gehören Internationale Kooperationen, Advocacy, Bildungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Mitgliederbetreuung, Buchhaltung, Büromanagement und Personal. Die Geschäftsführung übernimmt ihre festgelegten Leitungsaufgaben.
Von Berlin aus werden die internationale Friedensarbeit und unsere Arbeit in Deutschland koordiniert. Das Regionalbüro in Harare begleitet einen Teil unserer Programme im südlichen Afrika. Gemeinsam mit 37 Partnerorganisationen in 15 Ländern setzen wir uns für Frieden und Gerechtigkeit ein.
Gehälter und Vergütungsstruktur
Die Gehälter der hauptamtlichen Mitarbeitenden des Weltfriedensdienstes orientieren sich am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD Bund). Alle festangestellten Mitarbeitenden sind den Entgeltgruppen 9b bis 11 zugeordnet. Die Vergütung richtet sich nach der jeweiligen Erfahrungsstufe, wobei die Stufe 6 aufgrund eines Vorstandsbeschlusses nicht vergeben wird.
Gehaltsbandbreiten 2025
Allgemeine Verwaltung (E9b):
44.419,08–57.750,36 € (Jahresbrutto 2025)
Programmadministration, Verwaltung, Kampagnen- und Bildungsarbeit (E10):
47.795,70–65.032,20 € (Jahresbrutto 2025)
Programmkoordination, Referent*innen, Geschäftsführung (E11):
49.477,29–69.674,43 (Jahresbrutto 2025)
Die Stellen umfassen 25 bis 35 Wochenstunden. Die ausgewiesenen Jahresbruttobeträge berücksichtigen die Tariferhöhung zum 1. April 2025: Sie setzen sich aus drei Monatsentgelten nach dem bisherigen und neun Monatsentgelten nach dem neuen Tarif zusammen.
Abhängig vom Jahresergebnis kann der Vorstand eine freiwillige Jahressonderzahlung beschließen. Sie ist für alle Mitarbeitenden, die das gesamte Jahr beschäftigt waren, gleich hoch. Bei unterjährigem Eintritt wird sie anteilig berechnet.
