Wie faire Kredite echte Zukunft schaffen
„An manchen Tagen hatte ich nichts als eine Zwiebel zum Frühstück.“ So beschreibt Jack Dib Bakhoum aus dem Dorf Sobème im Senegal seine Anfänge als Gemüsebauer.
Ohne echte Perspektiven ging er wie viele junge Menschen vom Dorf in die Stadt, um dort sein Glück zu versuchen. Auf Wunsch seiner Familie kehrte er nach zwei Jahren zurück. Auf dem Familienhof begann er, sich unter schwierigen Bedingungen Schritt für Schritt eine Existenz als Gemüsebauer aufzubauen.
Denn viele Bauernfamilien im Senegal stehen vor großen Herausforderungen: Wasser ist knapp, Böden verlieren Fruchtbarkeit und die Klimakrise macht Ernten unsicherer. Oft fehlen Saatgut, funktionierende Geräte oder das Geld für wichtige Investitionen. Bankkredite sind zu teuer.
Genau hier setzen die von unserer Partnerorganisation Enda Pronat begleiteten Dorfkassen an. Sie werden von den Gemeinden selbst verwaltet und vergeben Kredite zu fairen Bedingungen.
Gerecht investieren – ohne Bank
So funktionieren die Kredite:
Wenn jemand Unterstützung braucht, wendet er oder sie sich an die Dorfkasse. Gemeinsam wird geschaut: Was wird benötigt? Wer ist gerade besonders auf Hilfe angewiesen? Und wer kann den Kredit nach der Erntesaison zuverlässig zurückzahlen? Die Entscheidung darüber fällt im Dorf selbst – nicht weit weg in einer Bank.
Nach der Ernte wird der Kredit zurückgezahlt. Das Geld fließt zurück in die Dorfkasse und kann anschließend einer anderen Familie helfen. So entsteht ein Kreislauf, von dem die ganze Gemeinschaft profitiert: Menschen sparen gemeinsam, investieren in ihre Zukunft und nehmen ihre wirtschaftliche Entwicklung selbst in die Hand.
Selbstbestimmt leben, Frieden gestalten
Für Jack Dib Bakhoum machte ein Kredit aus der Dorfkasse den entscheidenden Unterschied. Er kaufte Saatgut, biologische Pflanzenschutzmittel, Geräte und eine Solarpumpe für die Bewässerung. Heute wachsen auf seinem Feld Tomaten, Paprika, Gurken, Papaya, Maniok, Salat und vieles mehr. Die Solarpumpe ermöglicht ihm die Bewässerung ohne teuren Diesel, agrarökologische Methoden schonen seine Gesundheit und den Boden. Sein Hof sichert ihm und seiner Familie heute ein verlässliches Einkommen.
Auch Ihre Spende ist eine wirkungsvolle Investition in eine friedlichere Welt. Unterstützen Sie den Weltfriedensdienst und geben Sie Menschen wie Jack Dib Bakhoum eine faire Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Jack Dib Bakhoum erzählt: „Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Auf meinen Feldern kann ich die Entwicklung direkt beobachten und meinen Gästen immer etwas Frisches von meinem Feld anbieten.“
Spendenkonto:
Weltfriedensdienst e.V.
IBAN: DE10 3702 0500 0003 1475 05
BIC: BFSWDE33XXX
(Sozialbank)
Stichwort: Die faire Chance
Hinweis zur Transparenz: Das hier vorgestellte Projekt ist ein Beispiel für unsere weltweite Friedensarbeit. Spenden kommen der gesamten Arbeit des Weltfriedensdienstes zugute. Wir setzen Ihre Spende dort ein, wo sie gerade am dringendsten benötigt wird. Wenn Sie Näheres dazu erfahren möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Jack Dib Bakhoum an seinem Brunnen: Eine solarbetriebene Pumpe fördert das Wasser für die Bewässerung seines Gartens. Dadurch ist er nicht mehr von teurem Diesel abhängig und kann deutlich kostengünstiger und umweltfreundlicher anbauen. Foto: Enda Pronat