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Ethische Standards, Verantwortung und Compliance

Friedensarbeit braucht Vertrauen

Die Menschen und Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, sollen sich darauf verlassen können, dass der Weltfriedensdienst verantwortungsvoll handelt, mit Macht und Mitteln sorgfältig umgeht und möglichen Verstößen konsequent nachgeht.

Dafür gelten verbindliche Regeln. Sie sollen Fehlverhalten vorbeugen, Betroffene schützen und allen Beteiligten Orientierung geben – in unserer Geschäftsstelle, in der Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen und überall dort, wo Menschen im Namen des Weltfriedensdienstes tätig sind.

Unser Verhaltenskodex

Unser Verhaltenskodex beschreibt die Werte und Regeln, an denen wir unser Handeln ausrichten. Er gilt weltweit für

  • alle Mitarbeitenden des Weltfriedensdienstes,
  • die vom Weltfriedensdienst vermittelten Fachkräfte,
  • den Vorstand,
  • Praktikant*innen, Bundesfreiwillige und studentische Mitarbeitende

Auch Partnerorganisationen, Honorarkräfte, Dienstleistende und andere Kooperationspartner*innen sollen den Verhaltenskodex kennen und Zugang zu unserem Meldeverfahren haben.

Wofür wir Verantwortung übernehmen

Wir wollen ein Arbeits- und Projektumfeld schaffen, in dem alle Menschen respektvoll behandelt werden. Diskriminierung, Ausgrenzung und Benachteiligung haben darin keinen Platz.

Wir sind uns bewusst, dass gesellschaftliche Ungleichheiten und Machtgefälle auch unsere Arbeit prägen. Deshalb überprüfen wir unsere Strukturen, Entscheidungen und Formen der Zusammenarbeit kritisch und wirken diskriminierendem Verhalten aktiv entgegen.

Wir dulden keine körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt, keine Belästigung, Ausbeutung oder andere Formen des Machtmissbrauchs.

Besondere Verantwortung tragen wir gegenüber Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die aufgrund ihrer persönlichen Situation oder bestehender Abhängigkeiten besonders gefährdet sein können. Prävention, klare Verhaltensregeln und verlässliche Meldewege sollen dazu beitragen, Grenzverletzungen und Übergriffe zu verhindern und Betroffene zu schützen.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt, Ausbeutung, Missbrauch und Vernachlässigung. Dieser Schutz gilt in unserer internationalen Zusammenarbeit ebenso wie in unserer Bildungsarbeit, bei Veranstaltungen, in Kampagnen, im Fundraising sowie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Wer für den Weltfriedensdienst tätig ist, darf Kinder und Jugendliche weder gefährden noch ihnen Schaden zufügen. Bei der Planung und Umsetzung unserer Arbeit achten wir deshalb auf mögliche Risiken und geeignete Schutzmaßnahmen.

Korruption ist der Missbrauch anvertrauter Macht oder Mittel zum eigenen Vorteil oder zum Vorteil Dritter. Dazu gehören beispielsweise Bestechung, Veruntreuung, manipulierte Vergabeverfahren oder die Bevorzugung nahestehender Personen.

Der Weltfriedensdienst duldet keine Korruption. Wir verpflichten uns zu einer transparenten, sparsamen und zweckgebundenen Verwendung der uns anvertrauten Mittel. Mögliche Interessenkonflikte sollen frühzeitig offengelegt und geklärt werden.

Wir gehen sorgfältig und verantwortungsvoll mit personenbezogenen Daten um. Das gilt besonders für Informationen über Menschen in Konfliktregionen oder in Ländern, in denen zivilgesellschaftliches Engagement mit besonderen Risiken verbunden ist.

Personenbezogene Informationen werden nur erhoben, verarbeitet und weitergegeben, wenn dies notwendig und rechtlich zulässig ist. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzinformation.

Wenn Sie einen Vorfall oder Verdacht melden möchten

Alle Menschen können sich an uns wenden – unabhängig davon, ob sie selbst betroffen sind, etwas beobachtet haben oder von einem möglichen Verstoß erfahren haben. Sie müssen den Sachverhalt nicht abschließend beurteilen oder beweisen können.

Meldungen können sich zum Beispiel beziehen auf

  • Diskriminierung oder Machtmissbrauch,
  • körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt,
  • sexuelle Belästigung oder Ausbeutung,
  • Verstöße gegen den Kinder- und Jugendschutz,
  • Korruption, Veruntreuung oder Interessenkonflikte sowie
  • andere Verstöße gegen unseren Verhaltenskodex.

Hinweise werden vertraulich und sorgfältig geprüft. Menschen, die in gutem Glauben einen Verdacht melden, dürfen dadurch keine Nachteile erfahren. Auch Hinweise ohne Namensangabe werden bearbeitet.

Auf unserer Seite „Hinweis geben“ finden Sie die möglichen Meldewege und Informationen zum weiteren Verfahren.

Unsere Standards und Rechenschaft

Verantwortliches Handeln umfasst für uns auch eine transparente Organisationsführung, die Kontrolle der Mittelverwendung und eine offene Berichterstattung über unsere Arbeit. Weitere Informationen zu unseren Finanzen, Prüfverfahren und Mitgliedschaften in Transparenzinitiativen finden Sie auf unserer Transparenzseite.

Downloads und weiterführende Informationen