Transparenz
Weltfriedensdienst e.V.

Wenn Sie spenden, möchten Sie natürlich wissen, wie der Weltfriedensdienst Ihre Spende verwendet. Überzeugen Sie sich hier, dass wir alle Mittel sicher und sparsam einsetzen.

Darauf können Sie zählen

  • Allein im Jahr 2020 haben wir in 23 Ländern mit 43 Partnerorganisationen zehntausende Menschen durch langfristig angelegte Projekte unterstützt, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft zu verbessern.
  • Konkret heißt das: Die Menschen ernten jetzt mehr und können sich besser ernähren. Sie sind fähig, Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Sie können ihre Rechte gewaltfrei verteidigen.
  • 92,7 % der zur Verfügung stehenden Mittel geben wir für die Projektarbeit aus.
  • 7,3 % sind Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Werbung. Beim DZI-Siegel entspricht das der besten Kategorie „niedrig“( niedrig = unter 10%)

So werden wir geprüft

Um den wirksamen und effizienten Einsatz der privaten und öffentlichen Mittel zu sichern, durchlaufen wir jedes Jahr mehrere Prüfungen:

  1. Das DZI bescheinigt uns seit 1992 die ordnungsgemäße Verwendung der uns anvertrauten Spenden.
  2. Das BMZ prüft regelmäßig die zweckgerichtete, sparsame und vorschriftsmäßige Verwendung der Projektmittel. Dazu erhalten sie Einsicht in alle Projektunterlagen.
  3. Ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer prüft unseren gesamten Jahresabschluss. (Bestätigungsvermerk 2019, PDF)
  4. Das Finanzamt überprüft regelmäßig, ob die Voraussetzungen für die Gemeinnützigkeit weiter vorliegen.

Weitere Informationen über den Weltfriedensdienst

Als Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft verpflichtet sich der Weltfriedensdienst folgende Informationen öffentlich zugänglich zu machen.

 

Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr

Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation

Angaben zur Steuerbegünstigung

Unsere Arbeit ist auf Grundlage der Förderung der Entwicklungszusammenarbeit nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes für Körperschaften I, Berlin (Steuernummer: 27/681/51497) vom 28.05.2021 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.

Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger*innen

  • Unsere Projekte müssen gut und effizient umgesetzt werden. Dafür sorgen nicht nur unsere Partnerorganisationen vor Ort, sondern auch unsere Fachkräfte und Kolleg*innen in Berlin und weltweit.
  • 2020 waren 32 internationale Fachkräfte in 23 Partnerländern bei unseren 43 Partnerorganisationen für Frieden und Gerechtigkeit im Einsatz:
    In Lateinamerika arbeiten wir mit 12 Partnerorganisationen und 8 internationalen Fachkräften in 7 Partnerländern.
    In Asien arbeiten wir mit 9 Partnerorganisationen und 8 internationalen Fachkräften in 3 Partnerländern.
    In Afrika arbeiten wir mit 22 Partnerorganisationen und 16 internationalen Fachkräften in 12 Partnerländern.
  • Die Mitgliederversammlung bestimmt die Richtlinien für die Tätigkeit des Vereins, wählt den Vorstand und genehmigt den Jahresabschluss. Am 31.12.2020 hatte der Verein 284 Mitglieder, davon waren 144 stimmberechtigte und 140 fördernde Mitglieder.
  • Der ehrenamtliche Vorstand verantwortet und kontrolliert die finanzielle und inhaltliche Arbeit des Vereins. Dieser wurde im November 2020 von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählt: Dr. Marcel Gounot (Vorsitzender), Uta Gerweck (stellv. Vorsitzende), Julian Friedrich, Sandra List, Sebastian Neuhaus-Ewering, Dr. Luiz Ramalho, Dr. Thomas Schwedersky.
  • Geschäftsführung (seit 01.01.2015): Judith Ohene
  • Im Leitungsteam des WFD-Büros in Berlin sind neben der Geschäftsführerin Judith Ohene, die Leiterin des Bereichs „Kommunikation“ Carola Gast und die Leiterin des Bereichs „Internationale Kooperationen“ Michaela Balke. Das Leitungsteam steuert die Arbeit der Geschäftsstelle bei übergreifenden Fragen.

 

Personalstruktur

  • Zu den hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle mit Namen und Funktion. Im Jahr 2020 waren durchschnittlich 19 hauptamtlich Mitarbeitende im WFD-Büro in Berlin beschäftigt.
  • Im Jahr 2020 haben 36 Mitglieder ehrenamtlich mitgearbeitet. Neben dem 7-köpfigen Vorstand waren das z.B. Mitglieder, die Publikationen lektoriert haben, den Bericht des Wirtschaftsprüfers abgenommen haben oder ehrenamtlich Bildungs- und Aufklärungsarbeit gemacht haben.
  • Die Geschäftsstelle bietet regelmäßig Praktikumsplätze in den Bereichen Internationale Kooperationen und Kommunikation an. Online Marketing und Bildungsarbeit bieten jeweils einen Platz für eine*n Bundesfreiwillige*n an.
  • Frauen in Führung: Ein Drittel unserer Partnerorganisationen wird von Frauen geleitet. Geschäftsführung und Leitungsteam unseres Büros in Berlin sind aktuell zu 100 % weiblich besetzt. Das WFD-Büro in Harare wird von einer Frau geführt. Mehr als die Hälfte unserer internationalen Fachkräfte ist weiblich.

 

Vergütungsstruktur

  • Die Vergütung aller hauptamtlichen Mitarbeitenden orientiert sich an den Entgeltgruppen 9 bis 11 des öffentlichen Dienstes (TVöD Bund), ohne Anspruch auf eine Jahressonderzahlung.
  • Da aufgrund der Größe und Struktur der Organisation auf die Höhe der Vergütung einzelner Leitungsmitglieder geschlossen werden kann, wird hier nur die Summe der drei höchsten Brutto-Jahresgehälter genannt. Sie betrug im Berichtsjahr 180.123 Euro.
  • Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig und erhalten keine Aufwandsentschädigung.

 

Tätigkeitsbericht

Zum Jahresbericht

Berichte und Nachrichten aus unseren Projektländern veröffentlichen wir auf der Webseite, Facebook und Instagram. Der Newsletter informiert regelmäßig über unsere Friedensarbeit in Afrika, Lateinamerika und Asien und über unsere Bildungsarbeit in Deutschland.

 

Angaben zur Mittelherkunft

Zum Jahresbericht 2020 (siehe Seite 23: Einnahmen, insbesondere öffentliche Zuwendungen, private Spenden und Leistungen der Partnerorganisationen)

Angaben zur Mittelverwendung

Zum Jahresbericht 2020 (siehe Seite 24: Ausgaben und Bilanz; sowie Seite 22: Ausgaben für die Programmarbeit nach Themen und Kontinenten; die Seiten 20 f. und 18 f. erläutern den Umgang mit Spenden bzw. freien Spenden)

Gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten

Der Weltfriedensdienst e.V. ist einer von 7 anerkannten Trägern der Entwicklungszusammenarbeit und einer von 9 Trägern des Zivilen Friedensdienstes (ZFD).

Der Weltfriedensdienst e.V. ist u.a. Mitglied in folgenden Organisationen:

Zu den Stiftungen des Weltfriedensdienst e.V.

 

Namen von juristischen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 % des Gesamtjahresbudgets ausmachen

Zuwendungen von über 10 Prozent der Gesamteinnahmen erhält der Weltfriedensdienst e.V. nur vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Zuschüsse im Rahmen von Projektförderung). Es gab keine Einzelspenden, die über 10 % der gesamten Jahreseinnahmen ausmachten.

 

Wichtigste Dienstleister im Jahr 2020:

Akademie für Zusammenarbeit der GIZ (AIZ), Andreas Langner Design, DKS-Integral GmbH, DSB-OK / OK MEDIA Webconsulting UG, GRG Services Berlin GmbH & Co. KG, Hamburger Treuhand Gesellschaft Schomerus & Partner mbB, Kurve Wustrow (Schulungen für Fachkräfte), Micronix Systems, ORICOM InternetServiceProvider, Saldo Journale Services GmbH, sandruschka. Raum für Gestaltung, Spree Druck Berlin GmbH.

 

Unternehmen, die uns 2020 besonders großzügig mit einer Spende unterstützt haben:

casa Ingenieure GmbH, G 2000 Handel GmbH, Glas Henrich GmbH, ITH GmbH & Co. KG, K.H. Blickle Förder-gGmbH, Minitüb GmbH, NatuRise UG, TheTreehouse.Shop, URETEK Deutschland GmbH.

 

Qualität und Transparenz in der Projektarbeit

Um die Qualität unserer Programme und Projekte dauerhaft zu sichern, arbeiten wir mit verbindlichen Standards und Verfahren. Die sieben Schritte, mit denen wir die Qualität unserer Projekte sicherstellen, stellen wir Ihnen hier vor:

1. Die Ausgangssituation

Am Beginn eines jeden Projektes steht der ge­meinsame Wille, eine Problemlage zu verbessern und Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen. Dabei kommen lokale und zivilgesell­schaftliche Initiativen in Betracht, deren Ziele und Statuten mit denen des Weltfriedensdienstes vereinbar sind.

Wir arbeiten insbesondere mit an den Rand gedrängten Bevölkerungsgruppen, die von Armut betroffen sind oder in Konfliktregionen leben. Besondere Berücksichtigung finden dabei Frauen und Jugendliche.

Die Projekte des Weltfriedensdienstes sind wirkungsorientiert ausgerichtet und auf nachhalti­ge Veränderungen angelegt. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen wird analysiert, was getan werden muss, um diese Wirkungen zu erzielen und wie sich diese messen lassen.

2. Das Projekt wird entwickelt

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen und den Zielgruppen bzw. deren legitimierten Vertreter*innen entwickeln wir das Projekt. Je nach fachlichem und regionalem Bedarf geben wir vertiefende Studien in Auftrag. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Aber jede Selbsthilfe hat Grenzen. Was macht ein Fischer, wenn das Wasser im Fluss vergiftet ist? Welche Möglichkeiten hat ein Bauer, dessen Land konfisziert wurde, um dort Plantagenwirt­schaft zu betreiben? Daher suchen wir gemeinsam mit unseren Partnern nach politischen Lösungen. Advocacy – das Eintreten für die Rechte und Interessen der lokalen Bevölkerung und unserer Partner – hat in den vergangenen Jahren in unserer Arbeit an Bedeutung gewonnen. Durch die Beachtung des Do-no-harm-Ansatzes bei der Planung eines jeden Projektes vermeiden wir von Anfang an mögliche unbeabsichtigte negative Folgen.

3. Der Projektantrag wird gestellt

Unser Partner erstellt auf der Grundlage dieser und ggf. weiterer Vorarbeiten einen Projektantrag. Zentral dabei sind eine umfassende Analyse der Ausgangssituation und die davon abgeleiteten Ziele und Wirkungen des Projektes. Die Aktivitäten zur Erreichung dieser Ziele werden genau beschrieben, ebenso wie die Zielgruppen. Ein detaillierter Finanzplan komplet­tiert den Antrag.

Dieser Antrag wird beim Weltfriedensdienst von einer*m fachkundigen Programmkoordinator*in geprüft und abschließend mit den Kolleg*innen diskutiert, um evtl. „blinde Flecken“ aufzudecken. Die letztendliche Entscheidung über die Durchfüh­rung liegt bei unserem Vorstand. Gibt der Vorstand grünes Licht, wird beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Antrag auf (Teil-) Finanzierung gestellt.

4. Der Projektvertrag

Sobald das BMZ den Projektantrag bewilligt, setzt der Weltfriedensdienst das Projekt gemeinsam mit dem Partner um. Je nach Finanzierungsform müs­sen wir uns zu einem festgelegten Prozentsatz mit Spendenmitteln an den Projektkosten beteiligen.

In einem Vertrag zwischen Weltfriedensdienst und Partnerorganisation werden Rechte und Pflichten bei der Projektumsetzung definiert, insbesondere zur Rechenschaftspflicht über die der Mittelverwendung. Die Unterschriften unter diesem Vertrag markieren den eigentlichen Projektbeginn.

5. Projektstart und Umsetzung

Zu den meisten Projektdesigns gehört beim Weltfriedensdienst der Einsatz einer internationalen Fachkraft, die wir zur Unterstützung der Partnerorganisation vermitteln. Sie berät je nach Bedarf des Partners zu fachlichen Projektmethoden in den Bereichen Organisationsentwicklung, Planung, Finanzen, Monitoring und Zivile Konfliktbearbeitung. Nicht zuletzt vermittelt die Fachkraft zwischen den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswirklichkeiten, in denen sich Weltfriedensdienst und Partnerorganisation jeweils bewegen, und unterstützt bei der Vernetzung unserer Partnerorganisationen.

6. Wirkungsmonitoring und Kontrolle

Alle zwei Monate berichtet die Partnerorganisation über die Verwendung der Finanzmittel. Im Jahres­rhythmus beauftragen wir zudem unabhängige Wirtschaftsprüfer*innen vor Ort zur externen Gesamtprüfung des vergangenen Jahres. Nach Berichtstellung durch den Weltfriedensdienst prüfen außerdem die Rechnungsprüfer*innen des BMZ die Projektfinanzen.

Halbjährlich senden uns die Partner Fortschrittsbe­richte über die Projektentwicklung. Diese Berichte dienen der wirkungsorientierten Steuerung des Projektes. Was lief gut? Was nicht? Was sind die Ursachen dafür? Wie können wir angemessen darauf reagieren? Diese Fragen werden auch bei regelmäßigen Projektbesuchen mit Mitarbeitenden der Partnerorganisationen und der Fachkraft dis­kutiert und das Projekt daraufhin weiterentwickelt. Auf der Basis der Finanz- und Fortschrittsberichte legen wir gegenüber unseren Spender*innen und dem BMZ Rechenschaft ab.

7. Projektabschluss und Weiterarbeit

In der Regel wird ein Projekt nach drei bis vier Jahren abgeschlossen. Es folgt die gemeinsame Evaluierung mit den Partnern, z.T. mithilfe von Evaluierungsstudien durch externe Fachleute. Wurden die beabsichtigten Wirkungen erzielt? Was können wir besser machen? Welche neuen Chancen eröffnet das abgeschlossene Projekt? Möglicherweise gibt es ein Anschlussprojekt, das auf den Ergebnissen aufbaut, denn: Entwicklung und Frieden sind Ergebnis langfristiger Prozesse.

Was hier noch fehlt ist Ihre Spende – bitte unterstützen Sie unsere weltweite Projektarbeit.

Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützen wir Menschen, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft zu verbessern. Als gemeinnützige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit sind wir in mehr als 20 Ländern rund um den Globus aktiv.

 

Copyright Titelbild © Omar Chimère Diaw