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Bolivien: Junge Stimmen für den Frieden

„Allein, weil wir Quechua sprechen, werden wir in vielen Bereichen oft benachteiligt“, sagt Carmen Solíz mit ruhiger Stimme. „Meine Mutter konnte zum Beispiel nicht allein zu Behörden gehen. Dort sprach niemand ihre Sprache.“

Carmen Solíz erlebt täglich, was diese sprachliche Ausgrenzung bedeutet. In Bolivien sprechen zwei Millionen Menschen Quechua. Doch bei Behörden, in Rechtsangelegenheiten und bei Debatten wird meist Spanisch gesprochen. Wer die Sprache der Verwaltung nicht spricht, kann Rechte nicht einfordern, Konflikte nicht gemeinsam bearbeiten – und bleibt bei Entscheidungen, die das eigene Leben betreffen, außen vor.

 

Carmen Solíz mit den Friedensbotschafter*innen („Gestores de Paz“) bei der Straßentheater-Pantomime zum Thema Friedenskultur. Foto: Daniela Ramirez F.
Szene aus dem Theaterstück „A qué precio“ (Zu welchem Preis): Carmen stellt die Pachamama dar, die Mutter Erde der Anden. Foto: Daniela Ramirez F.

Warum Teilhabe gestärkt werden muss

Diese Ausgrenzung wird zunehmend zum Sicherheitsrisiko. Denn während quechuasprachige Gemeinden weiterhin ausgeschlossen sind, nehmen die Konflikte um Land, Wasser und Ressourcen zu. Klimakrise, Bergbau und Abholzung verschärfen die Spannungen. Wo Lebensgrundlagen bedroht sind und Menschen nicht über die nötigen Informationen verfügen, um ihre Rechte zu verteidigen, wächst das Konfliktpotenzial.

Dagegen setzt sich Carmen mit ihrer Theatergruppe ein. Bei ACLO – der Fundación Acción Cultural Loyola, unserem Partner vor Ort – bringt sie Friedensarbeit auf die Bühne. Auf Quechua. Für alle, die sonst nicht mitreden können.

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So schaffen Carmen Solíz und ACLO Räume für Veränderung

Carmen Solíz arbeitet mit einer Theatergruppe, die Rechte, Gleichberechtigung und Umweltschutz direkt auf die Straße bringt. Auf Märkten und Plätzen spielen sie Szenen, die aufgreifen, was die Menschen wirklich bewegt: Wie wollen wir zusammenleben? Welche Rechte brauchen wir? Wie schützen wir unsere Umwelt?

Entscheidend ist dabei nicht nur der Inhalt, sondern die Sprache: Quechua und Spanisch. So entstehen Zugänge für Menschen, die sonst oft außen vor bleiben.

Auf den Schildern der Schauspielerinnen stehen Worte wie „Kultur des Friedens“, „Wir hören einander zu“, „Dialog“ und „Empathie“. Diese Begriffe zeigen, worum es Carmen Solíz geht: Menschen ins Gespräch bringen, Verständnis schaffen, friedliches Zusammenleben erfahrbar machen.

Damit Menschen gehört werden – und ihre Zukunft selbst mitgestalten können.

Frieden beginnt im Gespräch.
Dort, wo Menschen Konflikte benennen und gemeinsam Lösungen suchen, statt zu schweigen.

Carmen Solíz schafft genau hierfür Räume auf der Bühne. Hier finden Menschen ihre Stimme wieder.

Das ist Teilhabe. Und daraus kann Frieden entstehen – gemeinsam mit Ihnen.

Stärken Sie den Frieden!

Theater als Methode der Friedensarbeit begegnet uns in unseren Projekten immer wieder – zum Beispiel in Bolivien, in Simbabwe oder in Guinea-Bissau.

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Stichwort: Junge Stimmen Stärken

Sie haben Fragen? Melden Sie sich gerne bei mir.
Änne Rosenburg
Referentin für Fundraising

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Titelbild: Vorbereitung in Cajamarca: Carmen bindet ihren Aguayo, das traditionelle Tragetuch der Quechua-Gemeinden, als Tasche für den bevorstehenden Auftritt. Foto: Daniela Ramirez F.