Bildung schafft Zukunft – trotz Armut und Unsicherheit
Dank Ihrer Unterstützung konnten wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AFPD auch im vergangenen Schuljahr Mädchen und Jungen in Benin den Schulbesuch ermöglichen.
Für viele dieser Kinder ist Bildung alles andere als selbstverständlich. Armut, unsichere Einkommen und fehlende Perspektiven führen dazu, dass viele Kinder früh arbeiten müssen – oft statt zur Schule zu gehen.
Doch genau hier setzt das gemeinsame Stipendienprogramm von AFPD und dem Weltfriedensdienst an.
43 junge Menschen konnten im vergangenen Projektjahr gefördert werden.
19 von ihnen haben erfolgreich ihr Abitur bestanden.
Herausforderungen im Land
Die gute Nachricht zuerst: In Benin sind viele Erfolge des nationalen Armutsminderungsplanes sichtbar – eine verbesserte Infrastruktur, steigende Staatseinnahmen, die Einführung kostenloser Grundschulbildung. Allein letztere führte zu einem deutlichen Anstieg der Einschulungsrate auf nun 97 Prozent. Dennoch brechen über 20 Prozent aller Kinder die Grundschule vorzeitig ab – und zwar vor allem Mädchen.
Auch die Armut im Land ist weiterhin deutlich spürbar, obwohl die Wirtschaft in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Ein wesentlicher Faktor dafür ist, dass über 90 Prozent der Erwerbstätigen im informellen Sektor arbeiten. Diese Menschen sind besonders stark von Armut betroffen, häufig müssen auch die Kinder zum Familieneinkommen beitragen – und Zeit für die Schule bleibt dann oftmals nicht.
Chancen schaffen in Benin
Hier setzt das Stipendienprogramm unseres Partners AFPD an: Kinder, die in einer schwierigen familiären Situation leben, beispielsweise Waisen oder sozial benachteiligte Mädchen oder Jungen, erhalten zum Beispiel ein Stipendium für eine weiterführende Schule. Allein dieses Stipendium ermöglicht den Kindern den Besuch der Schule und ist damit eine wichtige Chance für die Familien.
Wir möchten Sie mit diesem Projektbericht dazu ermutigen: Bleiben Sie auch zukünftig an der Seite der Stipendiat*innen und unterstützen Sie diese wichtige Arbeit vor Ort mit Ihrer Spende. Damit machen Sie das langjährige gemeinsame Engagement von AFPD („Glauben – Teilen – Entwicklung“) und dem Weltfriedensdienst in Benin weiterhin möglich. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Unser Stipendienprogramm hilft!
Um Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, unterstützt AFPD sie durch folgende Maßnahmen:
- Monatlicher Lebensmittelzuschuss: Dieser Zuschuss gleicht den Einkommensverlust der Familien aus, wenn die Kinder nicht mehr arbeiten, sondern stattdessen weiter zur Schule gehen.
- Übernahme der Schulmaterialien: Damit die Kinder erfolgreich lernen können, stellen wir ihnen alle notwendigen Lehr- und Lernmaterialien zur Verfügung. Dazu gehören auch Hefte und Stifte pro Schuljahr.
- Bezahlung von Schul- und Prüfungsgebühren: Für viele Familien stellen die Einschreibegebühren sowie die Kosten für Prüfungen eine unüberwindbare finanzielle Hürde dar. AFPD übernimmt deshalb die Einschreibe- und Prüfungsgebühren für die Abschlussprüfungen der mittleren Reife oder des Abiturs.
Schul- und Ausbildungsjahr 2024/2025
Mit Hilfe Ihrer Spenden haben wir im vergangenen Projektjahr 43 Stipendiatinnen gefördert, davon 19 Mädchen und 24 Jungen:
- 4 Sekundarschülerinnen
- 39 Schülerinnen in der Oberstufe
Wir freuen uns sehr: 19 Schülerinnen haben ihr Abitur bestanden.
Ausblick 2025/2026
Im aktuellen Schuljahr 2025/2026, das im September begonnen hat, fördern wir insgesamt 44 Schüler*innen, 19 Mädchen und 25 Jungen.
42 Jugendliche besuchen die Oberstufe und 1 Kind die Sekundarschule. Ein Junge besucht eine technische Oberstufe.
Eine lange Warteliste
Noch immer sind viele Kinder in Benin gezwungen, von klein auf zu arbeiten, um zum Einkommen ihrer Familien beizutragen und deren Überleben zu sichern. Dadurch bleibt ihnen der Zugang zu Bildung häufig verwehrt – und mit ihm die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Doch viele der ehemaligen Stipendiatinnen von AFPD haben diese Chance genutzt: Heute arbeiten sie unter anderem als Lehrerin, Hebamme, IT-Sekretärin, Pfarrer, Krankenpflegerin, Polizistin oder Informatikerin. Einige haben erfolgreich ein Studium abgeschlossen und stehen nun sicher im Leben.
Mit Ihrer Spende kann AFPD diese wichtige Arbeit fortsetzen und noch mehr Mädchen und Jungen ihren größten Wunsch ermöglichen: eine neue, hoffnungsvolle Zukunftsperspektive zu haben.
Angekommen: Ganya Assani wurde von 2001 bis 2003 durch AFPD gefördert.
Er begann mit einerAusbildung zum Schweißer, machte anschließend zwei Jahre eine allgemeine Mechanikerausbildung und absolvierte 2010 erfolgreich das Auswahlverfahren für die Polizeiausbildung. Heute arbeitet er als Polizist – ein Beispiel dafür, wie Förderung Türen öffnen und Lebenswege verändern kann.
Veränderung schaffen – mit Ihrer Spende
- Für 26 € erhalten zwei Schülerinnen zum Beispiel einen monatlichen Zuschuss für Nahrungsmittel.
- Für 45 € übernimmt AFPD die Kosten für die Schulmaterialien einer Schülerin oder eines Schülers für ein Schuljahr.
- 150 € kosten die Einschreibungsgebühren pro Schülerin für die technische weiterführende Schule (Berufsschule).
Spendenkonto:
IBAN: DE10 3702 0500 0003 1475 05
BIC: BFSWDE33XXX (Sozialbank)
Stichwort: Benin Bildungsstipendien