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Guinea-Bissau

Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder der Welt. Ein großes Entwicklungshemmnis ist die politische Instabilität. Immer wieder kommt es zu Staatsstreichen, Militärputschen, bewaffneten Aufständen und politischen Morden. Unsere Partnerorganisation stärkt deshalb die Widerstandskraft der Menschen vor Ort: Sie unterstützt die Bearbeitung von Konflikten, um nachhaltig Frieden zu schaffen.

1998 eskalierte die Situation in der Hauptstadt Bissau zu einem Bürgerkrieg, der mehr als ein Drittel der damaligen Bevölkerung zu Vertriebenen im eigenen Land machte. Die ohnehin schwache Wirtschaft und die mangelhafte Infrastruktur wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Bis heute prägen Armut und Perspektivlosigkeit das Leben der meisten Menschen. Die Gesundheits- und Bildungssituation ist katastrophal. Die politische Lage ist weiterhin instabil. Bei den Parlamentswahlen im Juni 2023 gewann eine Koalition aus fünf Parteien mit absoluter Mehrheit. Doch bereits im Dezember setzte Präsident Sissoco Embaló die neue Regierung wieder ab und löste das Parlament auf. Seitdem wird das Land von einer Übergangsregierung unter seiner Führung gelenkt. Nach der Unterbrechung des Wahlprozesses 2025 und der Einsetzung eines militärischen Interimspräsidenten verschärft sich die Lage erneut – mit Risiken für Demokratie und Menschenrechten. In diesem Spannungsfeld setzt der partizipative Ansatz unserer Partnerorganisation an.

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