1957 Gründung der Aktionsgemeinschaft für die Hungernden (AfdH) in Berlin (heute: Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.).

1958 Gründung der Aktion Sühnezeichen in Berlin (ASZ).

1959 Gründung der „Arbeitsgemeinschaft Weltfriedensdienst“ (WFD) in der Evangelischen Akademie Berlin.

1960 Zusammenführung von AfdH, ASZ und WFD in einen gemeinsamen Verein „Versöhnungsdienst“.

1960 Beginn des ersten Weltfriedensdienst-Projektes in Servia/ Nord-Griechenland mit Freiwilligen der Aktion Sühnezeichen, des Christlichen Friedensdienstes und des Internationalen Zivildienstes. Weitere Projekte und Arbeitseinsätze mit insgesamt 65 Freiwilligen in Indien, Afghanistan, Ägypten und Kamerun in der Folgezeit.

1967 Ausreise der ersten Entwicklungshelfer mit langfristigen, zwei- oder dreijährigen Verträgen an die Elfenbeinküste: Beginn der ländlichen Gemeinwesenarbeit Nia-Dia / Lakota, die vom Weltfriedensdienst bis 1980 gefördert wurde.

1967 Der Weltfriedensdienst ist Gründungsmitglied der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden, einer Dachorganisation christlicher Friedensgruppen.

1968 Beginn eines Frauen-Stickereiprojektes auf der palästinensischen West-Bank.

1969 Der Weltfriedensdienst wird als eigenständiger Verein eingetragen, ebenso AfdH und ASZ.

1969 Das Entwicklungshelfergesetz tritt in Kraft.

1970 Beginn der Förderung des Community-Development-Programms in Gambia – erste Zusammenarbeit des Weltfriedensdienstes mit einem staatlichen Programm (bis 1981).

1971 WFD wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) als „Träger des Entwicklungsdienstes“ nach dem Entwicklungshelfergesetz anerkannt.

1974 – 1981 Unterstützung eines Ausbildungsprojekts in der Casamance in Senegal.

1976 Auf Einladung der Regierung von Kap Verde finden Vorgespräche zur Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung der Insel Maio statt. Dieses Projekt erfordert vom Weltfriedensdienst und seinen MitarbeiterInnen mehr technischen Sachverstand und Input als bisherige Programme und kennzeichnet den Übergang vom „reinen“ Community-Development-Programm zur allgemeinen integrierten Entwicklung dar. Der Beginn verzögerte sich bis 12.1977.

1977 Beginn eines Projektes ländlicher Entwicklung und Ausbildung in Houndé in Obervolta, dem heutigen Burkina Faso.

1978 Gründung des „Koordinierungskreises Mosambik“ als Gemeinschaftsaktion von Solidaritätsgruppen und Entwicklungsdiensten, für den der Weltfriedensdienst ein Vermittlungsprogramm von Fachkräften nach Mosambik aufbaut.

1979 – 1985 Die Mitgliederversammlung beschließt, Projekte zur Unterstützung von Flüchtlingen aus den minderheitsregierten Ländern im südlichen Afrika aufzunehmen – die Realisierung läuft dann als Gemeinschaftsaktion mit der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW).

1980 Beschluss über den Beginn der Zusammenarbeit mit einer Bauernorganisation (AJAC) im Senegal, die 1982 beginnt.

1982 – 1988 Zusammenarbeit mit der Bauernorganisation „AJAC“ in der Casamance in Senegal.

1983 Der Weltfriedensdienst ist Gründungsmitglied des Bildungs- und Aktionszentrum Dritte Welt (BAZ) in Berlin, um die Bedeutung der Inlandsarbeit zu unterstreichen.

1983 Der Weltfriedensdienst wird Mitglied des Friedenszentrum Martin Niemöller Haus in Berlin.

1984 Beginn eines Projektes der integrierten ländlichen Entwicklung (PADIB) in Guinea-Bissau.

1984 Unterstützung der Mukute-Genossenschaft beim Aufbau eines ländlichen Ausbildungszentrum Weya in Zimbabwe.

1986 Unterstützung von „civics“ in Pietermaritzburg in Südafrika.

1987 Zusammenarbeit mit den Kooperativen in Tete und Maputo in Mosambik.

1990 Erklärung zusammen mit der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt und Inkota in Berlin: „Die Deutsche Vereinigung darf nicht zu Lasten der Dritten Welt gehen“.

1990 Das Produktionszentrum der Frauen in Kafr Na’ameh und Bila’in in der Westbank in Palästina wird durch einen Brandanschlag zerstört. Der Weltfriedensdienst hilft finanziell beim Wiederaufbau.

1991 Beginn der Unterstützung eines Spar- und Kreditkooperativenverbandes in Burkina Faso.

1991 Engagement des Weltfriedensdienstes gegen den 1. Golfkrieg.

1991 Beginn eines Inlandsprojektes mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

1992 Beginn eines auf 3 Jahre angelegten Antirassismusprojektes im Inland, „Dominanz und Partnerschaft in der Nord-Süd-Arbeit, angestoßen durch zunehmende Übergriffe auf Migranten und der faktischen Abschaffung des Asylrechts im Juni 1993.

1994 In Südafrika finden das erste Mal freie Wahlen statt. Statt wie bisher die Anti-Apartheid-Bewegung zu unterstützen, konzentriert sich der Weltfriedensdienst nun auf Versöhnungs- und Wiederaufbauarbeit.

1999 Mit dem Menschenrechtsprojekt COAJ, Argentinien unterstützt der Weltfriedensdienst erstmals seit den 60er Jahren ein Projekt in Lateinamerika.

1998 Die Bundesregierung beschließt die Einführung eines neuen Instrumentes der Entwicklungszusammenarbeit: der Zivile Friedensdienst. Der Weltfriedensdienst ist an der Entstehung dieses Konzeptes maßgeblich beteiligt.

1999 Der WFD feiert sein 40. Jubiläum.

1999 Das BMZ bewilligt das erste vom WFD geförderte Projekt im Rahmen des zivilen Friedensdienstes. Der Weltfriedensdienst unterstützt die Menschenrechtsorganisation Zimrights (Zimbabwe Human Rights Association) in Zimbabwe bei ihrer Versöhnungsarbeit in Matabeleland. Erste Friedensfachkraft des WFD wird Alain Sitchet aus Kamerun.

2001 Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Weltfriedensdienstes, die am 9. Mai stattfindet, beschließt die Zusammenarbeit mit der Stiftung für internationale Solidarität und Partnerschaft (S.I.S) und ihrer rund 60 Partnerschaftsgruppen.

2002 Der WFD übernimmt den operativen Geschäftsbereich der Stiftung S.I.S. (Stiftung für internationale Solidarität und Partnerschaft). Der Weltfriedensdienst hat nun zusätzliche Arbeitsschwerpunkte: die Betreuung und Vermittlung von Projektpartnerschaften sowie die finanzielle Förderung von Kleinprojekten insbesondere in Südamerika.

2002 Gründung der Stiftung Weltfriedensdienst. Der Stifter Erich Grunwaldt will mit der Stiftung ausdrücklich den Weltfriedensdienst institutionell fördern.

2003 Erich Grunwaldt verunglückt tödlich, der Beirat der Stiftung Weltfriedensdienst beschließt die Umbenennung der Stiftung. Sie heißt ab November 2003 „Stiftung Weltfriedensdienst Erich Grunwaldt“.

2003 Das von der EU geförderte Projekt „Peace Communication“ führt mehrere Dialogrundreisen durch. Auf Einladung des Weltfriedensdienstes berichten Vertreter von Friedensinitiativen aus Israel, Palästina, Südafrika, Burundi und Kenia über ihre Arbeit und verschiedene Methoden der zivilen Konfliktbearbeitung.

2003 Der Sitz der Stiftung für internationale Solidarität und Partnerschaft wird von Bonn nach Berlin verlegt.

2005 Der Schüleraktionstag „work4peace“ wird ins Leben gerufen. Schirmherrin ist Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

2006 Beginn eines neuen von der EU geförderten Projektes. Mit „PeaceXChange“arbeitet der Weltfriedensdienst zum ersten Mal mit Kooperationspartnern in Tschechien, Österreich und Polen zusammen.

2007 Im Januar stirbt völlig unerwartet der langjährige Vorsitzende des Vereins Dr. Walter Spellmeyer. Walter Spellmeyer war noch bei der Mitgliederversammlung des Weltfriedensdienstes im November 2006 für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt worden.

2009 Der WFD feiert sein 50jähriges Bestehen und richtet zum 10jährigen Jubiläum des Zivilen Friedensdienstes eine international hochkarätig besetzte Fachtagung aus.

2010 Beginn eines neuen EU-Projektes. Mit „Global Generation- Education of the elderly“ betritt der WFD Neuland. Die Zusammenarbeit erfolgt mit Partnern in Ungarn, Österreich und Sachsen.

Hier finden Sie die Geschichte des Weltfriedensdienst von der Gründungsphase bis Heute

05.07.2016

Gepostet in: Mitgliedschaft und Vorstand

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