Aktuelles

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Für das Projekt „Integrierte Dorfentwicklung in Laos“ sucht der Weltfriedensdienst e.V. ab 16.04.2018, bzw. zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Fachkraft für die Unterstützung und Beratung der Partnerorganisation German Lao Association for Development (GLAD) in Sekong und Vientiane, Laos

Beschreibung des Arbeitsplatzes 

GLAD wurde 2006 als Not for Profit-Organisation in Laos gegründet mit dem Auftrag, Entwicklungsprojekte zwischen Deutschland und Laos zu fördern. Seitdem hat GLAD mehr als 170 kleine und mittlere Projekte mit verschiedenen insbesondere deutschen Gebern in fast allen Provinzen von Laos umgesetzt. Schwerpunkte der Projekte sind die Verbesserung von Infrastruktur im Bereich Wasserversorgung, Schulbau und -sanierung und die Förderung non-formaler Bildung verbunden mit der Gründung und Unterstützung von kleinen Handwerksbetrieben sowie die Produktion und Vermarktung von landwirtschaftlichen Nischenprodukten. Dafür arbeitet GLAD überwiegend in abgelegenen armen Bergdörfern von ethnischen Minderheiten, die von multidimensionaler Armut betroffen sind. In den letzten Jahren hat GLAD seine Projektaktivitäten vor allem im Süden auf die Provinzen Sekong und Saravan konzentriert.
Mit dem Projekt zur Integrierten Dorfentwicklung werden Synergieeffekte im Sinne einer integrierten Dorfentwicklung (Armutsbekämpfung, Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, Wasser und Gesundheit) genutzt. Dazu werden verschiedene Aktivitäten und Projekte von GLAD in der Zielregion koordiniert und die Etablierung von marktfähigen Familienunternehmen in den Bereichen Anbau von Sonderkulturen und Tierhaltung unterstützt.

Der Beitrag der Fachkraft umfasst die Unterstützung beim Aufbau eines Büros in Thadeng/Sekong und die Umsetzung der Aktivitäten in den Zieldörfern. Sie unterstützt die enge  Koordination der Projektaktivitäten mit den zugeordneten staatlichen Behörden, das Capacity Building, insbesondere  PM&E und die Abstimmung mit der Zentrale von GLAD in Vientiane.

Die Fachkraft arbeitet zunächst von Thadeng aus. Ab der zweiten Projekthälfte verschiebt sich der Arbeitsschwerpunkt stärker auf den Standort in Vientiane (etwa 50%) mit dem Ziel, die Organisationsentwicklung von GLAD zu unterstützen.

Ihre Aufgaben

Die Aufgaben der Fachkraft sind die Unterstützung, Beratung und Begleitung der Aktivitäten von GLAD zur Projektumsetzung, im Wesentlichen:

  • Aufbau des GLAD-Büros in Thadeng;
  • Abschließende Bedarfserhebung und Maßnahmenplanung in den Zieldörfern;
  • Abstimmung der Projektaktivitäten mit der Laotischen Regierung auf nationaler und Distriktebene sowie mit der Zentrale von GLAD in Vientiane;
  • Einstieg von 125 Familien in die marktorientierte landwirtschaftliche Produktion in den Bereichen Sonderkulturen und Tierhaltung;
  • Koordination von Projekten zum Aufbau von gemeinschaftlich genutzten Infrastruktureinrichtungen in den Zieldörfern;
  • Fortlaufende Begleitung und Beratung der Familien und der Dorfkomitees der Zieldörfer;
  • Planung und Organisation von bedarfsgerechten Schulungen für Zielgruppen und ProjektmitarbeiterInnen;
  • Unterstützung des GLAD-Managements bei der integrierten Programmplanung und der Organisationsentwicklung;
  • Beratung und Unterstützung der GLAD-MitarbeiterInnen bei der Projektadministration einschließlich Finanzmanagement und Berichterstattung;
  • Weiterentwicklung des PM&E-Systems von GLAD;

Die Fachkraft ist die Kontaktstelle zum Weltfriedensdienst und unterstützt dabei die Projektkoordination des Weltfriedensdienst, Öffentlichkeitsarbeit und Spendenwerbung in Deutschland.

Ihr Profil

  • Einen relevanten Fachhochschul- oder Hochschulabschluss (z.B. ländliche Entwicklung, Agrarwissenschaften, Organisationsberatung mit entwicklungspolitischem Aufbaustudium / Weiterbildung, oder vergleichbar);
  • Mehrjährige berufliche Erfahrung, vorzugsweise in entwicklungspolitischer Projektarbeit, partizipativen Ansätzen;
  • Gute Kenntnisse im Projektmanagement und Organisationsberatung (v.a. PM&E);
  • Eine respektvolle, interkulturell sensible Haltung sowie Fähigkeit zur Selbstreflexion und ein hohes Maß an Flexibilität und Teamfähigkeit;
  • Systemisches Denken und gutes Selbstmanagement;
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift;
  • Arbeitserfahrungen in Laos oder der Region sind von Vorteil;
  • Die Bereitschaft zu Dienstreisen in abgelegene Projektregionen;
  • Führerschein Klasse B

Wir bieten

  • Ein inhaltlich anspruchsvolles und interessantes Arbeitsfeld;
  • Qualifizierte und engagierte einheimische MitarbeiterInnen;
  • Einen EntwicklungshelferInnen-Vertrag für ca. drei Jahre (Übersicht Vertragsbedingungen, umfangreiche geldwerte Nebenleistungen beachten!);
  • Eine Vorbereitungsphase mit ergänzenden Qualifizierungsmöglichkeiten;
  • Sozial und fachlich kompetente KollegInnen in der Zentrale und in der Region.

Standortinformationen
Die Standorte sind Thadeng/Sekong Province und Vientiane, Laos.
Klimatische Bedingungen: tropisches Monsunklima; heiße Trockenzeit von April bis Juni; Regenzeit von Juli bis September/Oktober
Gesundheitsversorgung: Für den Standort Thadeng Erstversorgung in Thadeng und Pakse, medizinische Versorgung nach europäischem Standard im 180 km entfernten Ubon Rachasthani (Thailand) oder Bangkok.
Für den Standort Vientiane Erstversorgung in Vientiane und Nongkhai (Thailand), medizinische Versorgung nach europäischem Standard im 70 km entfernten Udon Thani (Thailand)
Schulen: In Sekong gibt es keine, in Vientiane verschiedene internationale Schulen.

Bitte senden Sie Ihre elektronischen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, relevante Arbeitszeugnisse) bis 6. Februar 2018 ausschließlich in elektronischer Form an Helge Swars (auslandsbereich@weltfriedensdienst.de), Kopie an: swars@weltfriedensdienst.de

Wir laden insbesondere auch Menschen mit Migrationshintergrund ein, sich zu bewerben. Aufgrund der Bestimmungen des Entwicklungshelfergesetzes (EhfG)können wir jedoch nur Bewerbungen von Staatsbürger/innen der EU und der Schweiz berücksichtigen.

Interviews finden voraussichtlich Ende Februar statt. Bitte geben Sie an, auf welchem Weg Sie von der Ausschreibung erfahren haben. Eingeladene BewerberInnen erhalten vor dem Termin genauere Informationen zum Projekt.

16.01.2018

Gepostet in: Aktuelles, Stellenangebote

Aktuelles

Für das Projekt „Integrierte Dorfentwicklung in Laos“ sucht der Weltfriedensdienst e.V. ab 16.04.2018, bzw. zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

Kurzzeitfachkraft (1,5 Jahre) für die Unterstützung und Beratung der Partnerorganisation German Lao Association for Development (GLAD) in Vientiane, Laos

Beschreibung des Arbeitsplatzes 

GLAD wurde 2006 als Not for Profit-Organisation in Laos gegründet mit dem Auftrag, Entwicklungsprojekte zwischen Deutschland und Laos zu fördern. Seitdem hat GLAD mehr als 170 kleine und mittlere Projekte mit verschiedenen insbesondere deutschen Gebern in fast allen Provinzen von Laos umgesetzt. Schwerpunkte der Projekte sind die Verbesserung von Infrastruktur im Bereich Wasserversorgung, Schulbau und -sanierung und die Förderung non-formaler Bildung verbunden mit der Gründung und Unterstützung von kleinen Handwerksbetrieben sowie die Produktion und Vermarktung von landwirtschaftlichen Nischenprodukten. Dafür arbeitet GLAD überwiegend in abgelegenen armen Bergdörfern von ethnischen Minderheiten, die von multidimensionaler Armut betroffen sind. In den letzten Jahren hat GLAD seine Projektaktivitäten vor allem im Süden auf die Provinzen Sekong und Saravan konzentriert.
Mit dem Projekt zur Integrierten Dorfentwicklung werden Synergieeffekte im Sinne einer integrierten Dorfentwicklung (Armutsbekämpfung, Bildung, Gleichstellung der Geschlechter, Wasser und Gesundheit) genutzt. Dazu werden verschiedene Aktivitäten und Projekte von GLAD in der Zielregion koordiniert und die Etablierung von marktfähigen Familienunternehmen in den Bereichen Anbau von Sonderkulturen und Tierhaltung unterstützt.

Der Beitrag der Fachkraft besteht dabei schwerpunktmäßig in der Unterstützung des Projektmanagements und der Organisationsentwicklung am Standort Vientiane.

Ihre Aufgaben

Die Aufgaben der Fachkraft sind die Unterstützung, Beratung und Begleitung der Aktivitäten von GLAD zur Projektumsetzung, im Wesentlichen:

  • Unterstützung des GLAD-Managements bei der integrierten Programmplanung und der Organisationsentwicklung zu einer eigenständigen Durchführungsorganisation von Entwicklungsprojekten;
  • Etablierung eines PM&E-Systems;
  • Projektadministration einschließlich Finanzmanagement;
  • Einarbeitung, Planung und Organisation von bedarfsgerechten Schulungen für die (neuen) MitarbeiterInnen, u.a. in PM&E, Verfassen von Projektanträgen, sachliche und inhaltliche Berichterstattung;
  • Unterstützung des Projektteams in der Zielregion Sekong;
  • Koordination von verschiedenen Projekten und Geldgebern zum Aufbau von gemeinschaftlich genutzten Infrastruktureinrichtungen in den Zieldörfern;
  • Abstimmung der Projektaktivitäten mit der Laotischen Regierung auf nationaler und Distriktebene;

Die Fachkraft ist die Kontaktstelle zum Weltfriedensdienst und unterstützt dabei die Projektkoordination des Weltfriedensdienst, Öffentlichkeitsarbeit und Spendenwerbung in Deutschland.

Ihr Profil

  • Einen relevanten Fachhochschul- oder Hochschulabschluss (z.B. ländliche Entwicklung, Agrarwissenschaften, Organisationsberatung mit entwicklungspolitischem Aufbaustudium / Weiterbildung, oder vergleichbar);
  • Mehrjährige berufliche Erfahrung, vorzugsweise in entwicklungspolitischer Projektarbeit, partizipativen Ansätzen;
  • Gute Kenntnisse im Projektmanagement und Organisationsberatung (v.a. PM&E);
  • Eine respektvolle, interkulturell sensible Haltung sowie Fähigkeit zur Selbstreflexion und ein hohes Maß an Flexibilität und Teamfähigkeit;
  • Systemisches Denken und gutes Selbstmanagement;
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift;
  • Arbeitserfahrungen in Laos oder der Region sind von Vorteil;
  • Die Bereitschaft zu Dienstreisen in abgelegene Projektregionen;
  • Führerschein Klasse B

Wir bieten

  • Ein inhaltlich anspruchsvolles und interessantes Arbeitsfeld;
  • Qualifizierte und engagierte einheimische MitarbeiterInnen;
  • Einen EntwicklungshelferInnen-Vertrag für ca. 1,5 Jahre (Übersicht Vertragsbedingungen: umfangreiche geldwerte Nebenleistungen beachten!);
  • Eine Vorbereitungsphase mit ergänzenden Qualifizierungsmöglichkeiten;
  • Sozial und fachlich kompetente KollegInnen in der Zentrale und in der Region.

Standortinformationen Vientiane, Laos.
Klimatische Bedingungen: tropisches Monsunklima; heiße Trockenzeit von April bis Juni; Regenzeit von Juli bis September/Oktober
Gesundheitsversorgung: Erstversorgung in Vientiane und Nongkhai (Thailand), medizinische Versorgung nach europäischem Standard im 70 km entfernten Udon Thani (Thailand)
Schulen: Verschiedene internationale Schulen.
Bitte senden Sie Ihre elektronischen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, relevante Arbeitszeugnisse) bis 6. Februar 2018 ausschließlich in elektronischer Form an Helge Swars (auslandsbereich@weltfriedensdienst.de), Kopie an: swars@weltfriedensdienst.de

Wir laden insbesondere auch Menschen mit Migrationshintergrund ein, sich zu bewerben.

Aufgrund der Bestimmungen des Entwicklungshelfergesetzes (EhfG)können wir jedoch nur Bewerbungen von Staatsbürger/innen der EU und der Schweiz berücksichtigen.
Interviews finden voraussichtlich Ende Februar statt. Bitte geben Sie an, auf welchem Weg Sie von der Ausschreibung erfahren haben. Eingeladene BewerberInnen erhalten vor dem Termin genauere Informationen zum Projekt.

16.01.2018

Gepostet in: Aktuelles, Stellenangebote

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Wasser und Frieden – wie hängt das zusammen? Und was bedeutet Frieden für Schüler?

Unter anderem um diese Fragen drehte sich der Workshop, den Elaine Maane gemeinsam mit MitarbeiterInnen des Weltfriedensdienst am Max-Planck-Gymnasium in Berlin Mitte durchführte. Erklärt wurde dabei der Zusammenhang zwischen knapp werdenden Ressourcen und Frieden. Elaine Maane arbeitet für unsere Partnerorganisation STEPS aus dem südlichen Afrika, welche mit einem regionalen Netzwerk von NGOs öffentliche Vorführungen von Dokumentarfilmen nutzen, um erfolgreich Sozialen Wandel anzustoßen und jungen Menschen eine Stimme zu geben.

Der Workshop zu den Themen Wasser und Frieden am 24.11. wurde außerdem von Die Debatte begleitet und gefilmt:

04.01.2018

Gepostet in: Aktuelles

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Von Flavio Hell, erschienen im amosaktuell

Flavio Hell ist in der zwöflten Klasse und berichtet in der Schülerzeitung des Amos Comenius Gymnasiums Bonn über einen Diskussionsabend mit PolitkerInnen, SchülerInnen und Hans-Jörg Friedrich vom Weltfriedensdienst.

Am 12. September 2017 um 19:30 Uhr fand am Amos eine Podiumsdiskussion mit Bonner Politikerinnen und Politikern statt. Unter dem Motto „Fluchtwege? – Auswege! Die deutsche Afrika-Politik auf dem Prüfstand“ wurden Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen sowie Außenstehende dazu eingeladen, sich die Meinungen der Bonner Spitzenkandidat/innen der etablierten Parteien anzuhören und anschließend selbst Fragen zu stellen. Nachdem ausführlich über die Afrikapolitik debattiert wurde, konnten auch Fragen zu anderen Themen vom Publikum an die Politiker/innen gestellt werden.

Der Diskussionsabend (von links nach rechts): Claudia Lücking-Michel, Hans-Jörg Friedrich, Ulrich Kelber, Simone Pott, Katja Dörner Foto: Ian Umlauff

Anlass dieser Podiumsdiskussion war ein offener Brief des Nord-Süd-Kreises am Amos, welcher sich bereits seit Jahren für die Wiedererlangung der Ernährungssouveränität im Senegal einsetzt, an Kandidat/innen in Bonn für die Bundestagswahl 2017. Eingeladen waren die Spitzenkandidat/innen der CDU (Claudia Lücking-Michel), der SPD (Ulrich Kelber), der FDP (Alexander Graf Lambsdorff), von Bündnis 90 Die Grünen (Katja Dörner) und Die Linke (Jürgen Repschläger). Der Vertreter der Linken war zeitlich verhindert, die FDP hatte nicht auf die Einladung geantwortet. Zusätzlich zu den Politikerinnen und Politikern nahm auch Hans-Jörg Friedrich vom Weltfriedensdienst teil, um als Sachverständiger mitzudiskutieren und Fachfragen zu klären. Geleitet wurde die Diskussion von Simone Pott, Pressesprecherin der Deutschen Welthungerhilfe.
Nach einer kurzen Einleitung durch Herrn Weigeldt stellten einige Vertreter/innen des Nord-Süd-Kreises ihren Brief an die Politiker/innen vor. In diesem wurden die Missstände im Senegal und auch die damit in Verbindung stehenden Forderungen, wie die Bekämpfung des Landgrabbings und der Wiederaufbau des Kleinbauerntums in Afrika, an die Politik angesprochen. Durch Landgrabbing sichern sich große Konzerne oder z. B. Banken riesige Mengen Land und entziehen so den Gemeinden oder Kleinbauern vor Ort die Möglichkeit, Nahrung für sich selbst oder den Verkauf anzubauen.
Zunächst hatten alle an der Diskussion Beteiligten die Möglichkeit, zu diesen Forderungen Stellung zu nehmen und auch ihre Ziele für die Zukunft vorzustellen. Alle drei Politiker/innen waren sich einig, dass das Landgrabbing gestoppt werden müsse. Zudem plädierte Ulrich Kelber dafür, dass Afrika zur wirtschaftlichen Stabilisierung den Import von Lebensmitteln abschaffen dürfen sollte. Er verwies aber auch darauf, dass es nicht ausreiche, die europäischen Partnerländer zu einem fairen Umgang mit Afrika zu bewegen, und nannte in diesem Zusammenhang auch die schwierige Rolle, die China spielt. Auch Katja Dörner von den Grünen war der Meinung, dass Deutsche und Europäer insgesamt aufhören müssen, sich in afrikanische Märkte einzumischen, indem man z. B. nach Afrika importierte Ware billiger verkaufe, als es die Kleinbauern in Afrika tun könnten.
Anschließend wurden Publikumsfragen zu dieser Thematik vorgelesen und beantwortet. Auffällig war vor allem die Häufung der Frage, wie man als einzelne Person selbst aktiv helfen könne. Katja Dörner betonte, dass man als Einzelner vor allem auf seinen persönlichen Konsum achten und nur solche Produkte kaufen solle, die „fair“ produziert seien. Frau Lücking-Michel wies darauf hin, dass eine Entschuldung afrikanischer Länder dann nichts einbringe, wenn diese sich danach sofort wieder neu verschuldeten. Sie mahnte zudem eine aktivere Rolle und Mithilfe der afrikanischen Staaten selbst an.
Insgesamt wurde sehr deutlich, dass viele gute/mögliche Lösungen daran scheitern, dass auf übergeordneter politischer Ebene keine genügende Absprache stattfinde, so dass die deutsche Politik nicht wirklich kohärent sei.
Nach ca. 1,5 Stunden wurde die Diskussion zu Afrika beendet, um Platz für weitere aktuelle Fragen zu schaffen. Dadurch konnten die Spitzenkandidat/innen im Hinblick auf die kurz bevor stehende Bundestagswahl ihre Meinung bzw. die ihrer Partei zu verschiedenen Themen präsentieren und dafür werben.
Zum Thema Integration teilten die drei Vertreter/innen in fast allen Aspekten eine ähnliche Meinung. So plädierten sie dafür, dass man allen Flüchtlingen, egal ob sie befristet oder unbefristet im Land sind, eine gute und schnelle Integration anbieten müsse, auch wenn klar sei, dass nicht jeder dauerhaft in Deutschland bleiben könne. Alle drei waren sich auch einig, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland und eine Abschiebung dorthin nicht akzeptabel sei.
Auch in der Diskussion über den Abgasskandal der Dieselautos und den Klimawandel vertraten alle drei Kandidat/innen meist ähnliche Standpunkte. So sprachen sie sich klar für die Förderung der alternativen Mobilität wie Elektrofahrzeuge aus und legten Wert darauf, dass der Abgasausstoß dringend minimiert werden müsse. Ulrich Kelber wandte sich hier ausdrücklich auch gegen die Politik seiner eigenen Partei, die sich gegen den vor allem von den Grünen geforderten Ausstieg aus der besonders klimaschädlichen Braunkohleförderung ausspricht. Auch bei der Beantwortung kritischer Fragen aus dem Publikum zum Thema Massentierhaltung traten alle drei Politiker/innen für eine artgerechtere Haltung und für mehr Qualität statt Masse ein. Hier wies Frau Lücking-Michel aber darauf hin, dass Endverbraucher/innen dann höhere Preise im Gegenzug für bessere Lebensbedingungen der Tiere akzeptieren müssten. Nach einer knappen weiteren Stunde Diskussion beendete die Moderatorin Simone Pott die Podiumsdiskussion.
Insgesamt wurden aktuelle politische Themen angesprochen, welche direkten Einfluss auf unseren Alltag oder unsere allgemeine Situation haben. Auch für diejenigen, die sich bisher weniger mit Politik beschäftigt haben, wurde es leicht gemacht, den Themen zu folgen, da das Vokabular einfach blieb und die Themen verständlich erklärt und diskutiert wurden. Allerdings fiel an vielen Stellen auf, dass die Politiker/innen kaum wirklich kontrovers diskutierten, weshalb es zu keiner wirklich spannenden Debatte kam. Nicht zu übersehen war auch, dass diese Diskussion von den Politikerinnen und Politikern hauptsächlich dafür genutzt wurde, um vor allem für die Erststimme bei der Bundestagswahl zu werben, die zu einem Direktmandat in den Bundestag verhelfen sollte. So wurden mehrfach die individuellen Meinungen der Spitzenkandidat/innen vorgestellt und erläutert. Es gab sogar große Unterschiede zwischen manchen Aussagen, wie z. B. von Ulrich Kelber und dem Wahlprogramm der SPD (Braunkohle-Ausstieg) oder auch Frau Lücking-Michel und ihrer Partei.

Insgesamt war die Podiumsdiskussion eine gut geleitete und strukturierte Veranstaltung mit vielen Anregungen für weitere Diskussionen. Gleichzeitig war es auch eine gute Möglichkeit, die Bonner Spitzenkandidat/innen der Parteien besser kennenzulernen und sich ein genaueres Bild von ihnen zu machen.

19.12.2017

Gepostet in: Aktuelles, Amos Comenius Gymnasium in Bonn

Aktuelles

Wasserraub und Ressourcenkonflikte: Im neuen Querbrief erfahren Sie, wie ihr alltäglicher Konsum Einfluss auf die weltweite Wasserverfügbarkeit nimmt, können Sie sich über die aktuelle Situation und unsere Arbeit in Kenia informieren und herausfinden wie schwitzende Kinder gegen Armut helfen.

Wasser

Rot – Gelb – Grün: Die Wasserampel ist online!
Nachhaltige Wasserpolitik: Wir wollen keine WasserräuberInnen sein!

Kenia

Was verhindert Gewalt? Widerstandskraft in einer zerrissenen Gesellschaft stärken
Interview mit unserem Kooperanten Tim Bunke

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Schwitzen für den guten Zweck: SchülerInnen laufen Runden und tun damit etwas gegen Armut

 

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19.12.2017

Gepostet in: Aktuelles, Das Mitgliedermagazin Querbrief

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