Aktuelles

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Two Steps Forward, One Step Back – Ein Kommentar

Die friedenspolitische Selbstverpflichtung der Regierung folgt einem intensiven Konsultationsprozess mit den Ressorts, aber auch mit gesellschaftlichen Akteuren. Niemand hat sich davon eine pazifistische Agenda erwartet. Der Wert des Papiers besteht darin, dass sich alle Ministerien auf den „Primat der Politik und Vorrang der Prävention“ verständigen. Das Glas ist entsprechend halb voll, halb leer. An vielen Stellen bleibt das Papier zu allgemein und enthält zu viele Schlupflöcher, um ein ernsthaftes Monitoring zu erlauben. Besonders problematisch ist, dass es sich trotz des ressortübergreifenden Ansatzes über weite Strecken auf das Politikfeld Frieden und Sicherheit beschränkt. Eine menschenrechtsbasierte Wirtschaftspolitik etwa wird eingangs klar benannt, verschwindet aber, wo es konkret wird. Lang erwartete deutliche Bekenntnisse zur Vorprüfung und Evaluation der Friedensverträglichkeit des eigenen Handelns beschränken sich weitgehend auf Programme der Friedensförderung im Krisenkontext (im besten Falle auch auf Militärinterventionen). Der Hinweis auf den Primat der Prävention und die ultima ratio des Waffengangs ist daher nicht ganz glaubwürdig. Immerhin jedoch sollen Standards wie das Do-No-Harm-Prinzip für alle Ressorts eingeführt werden. Auch sonst glänzen die Leitlinien mit erfreulichen Details: Das Bekenntnis zur Unterstützung lokaler Friedensakteure, zur Fortsetzung der neuen Dialogformate mit der Zivilgesellschaft in Deutschland und vor Ort, die erweiterte Mandatierung und Aufwertung des bereits bestehenden Beirats Zivile Krisenprävention, die wohl auch mit mehr Ressourcen einhergehen wird, eine zivilgesellschaftliche Kontrolle von Reformen im Sicherheitssektor. Hierzu wird die Zivilgesellschaft die künftige Regierung in die Pflicht nehmen.

Kommentar von Hans Jörg Friedrich, Weltfriedensdienst e.V.

 

Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern – Leitlinien der Bundesregierung

Weitere Informationen:

Im Rahmen eines öffentlichen Dialogprozesses haben eine Reihe von Workshops stattgefunden, an denen u.a. das Forum Menschenrechte, das Konsortium ZFD, die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, der Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe sowie die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung mitgewirkt haben. Hier finden Sie das Hintergrundpapier.

 

 

 

 

 

 

15.06.2017

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Buchpremiere der Autobiografie von Lutz Taufer am 19. Juni 2017

Die Autobiografie unseres Vorstandsmitglieds Lutz Taufer beschreibt ein Leben voller politischer, kultureller, moralischer und geografischer Grenzüberschreitungen. Ein fesselnder Beitrag zum Verständnis der RAF und der 68er-Linken, der quer liegt zu gängigen Klischees und vorgefertigten Standards.

Buchvorstellung:
19. Juni 2017, Montag, 19:30 Uhr,

„Vom Untergrund in die Favela“
Buchpremiere der Autobiografie von Lutz Taufer, Lesung und Diskussion mit dem Autor
Moderation: Anke Spiess und Theo Bruns
Es liest: Anselm Weidner
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin

Taufer, Lutz
Über Grenzen
Vom Untergrund in die Favela
ISBN 978-3-86241-457-4 |  288 Seiten | Paperback | 19,80 €

 

 

 

 

 

12.06.2017

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Weltfriedensdienst und Global Water Dances laden ein zur öffentlichen

Globalen Wasser-Tanz-Performance

Am 24. Juni 2017, 17 Uhr

Am Spreeufer vor dem Hauptbahnhof Berlin

An diesem Tag werden sich an 100 Orten weltweit Menschen „am Wasser“, d.h. an Flüssen, Seen, Quellen oder auch an den Küsten der Welt treffen, um zu tanzen. 

Der Weltfriedensdienst e.V. nimmt mit einem Info-Stand zum Thema Wasser teil. Stefanie Hess vom Weltfriedensdienst eröffnet die Performance mit einem Grußwort.

Global Water Dances ist eine weltweite Initiative von KünstlerInnen mit der Vision, Vielfalt, Schönheit und Problematik rund um das Thema Wasser erlebbar zu machen.

Das trifft sich mit den Zielen des Weltfriedensdienst e.V. – Wir kämpfen mit unseren PartnerInnen in Afrika, Lateinamerika und Asien für die aktive und selbstbestimmte Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen. Wir schützen die Lebensgrundlage Wasser.

Mehr Infos unter: globalwaterdances.de/

Wir freuen uns auf viele ZuschauerInnen und Mit-TänzerInnen!

 

 

07.06.2017

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Die Versalzung der Spree und andere Langzeitfolgen des Kohlebergbaus sind schon heute kaum zu beherrschen und für Jahrzehnte mit hohen Kosten verbunden. Die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) strebt trotzdem an, noch einen neuen Braunkohletagebau zu eröffnen. Durch die Neuaufstellung des Gemeinsamen Landesentwicklungsplans von Berlin und Brandenburg haben wir jetzt die Chance, weitere Tagebaue verbindlich auszuschließen. Der Schutz unseres Trinkwassers muss außerdem vom Bergbaukonzern als Hauptverursacher der Sulfatbelastung bezahlt werden.

Fordern Sie deshalb mit uns Ministerpräsident Woidke, Bürgermeister Müller und die zuständigen Regierungsmitglieder auf:

1) Neue Tagebaue in der gemeinsamen Landesplanung verbindlich auszuschließen, damit keine neuen Quellen für Sulfat und Eisenocker entstehen.

2) Die zuständige Bergbaubehörde anzuweisen, die Sanierungsgelder der LEAG öffentlich zu sichern. Alle Kosten für die Tagebausanierung, bei der auch die Wasserqualität der Spree zu schützen ist, sind nach dem Verursacherprinzip aufzubringen.

Der Weltfriedensdienst unterstützt diese Petition. Sie auch? Hier können Sie unterschreiben!

Ein gemeinsames Positionspapier mit anderen Organisationen zum Kohleausstieg finden Sie hier:

Kohleausstieg gemeinsames Positionspapier

07.06.2017

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Stefanie Wurm und Martin Zint, Foto: Winona Bak

„Ich bin dann mal wieder im Odenwald!“ Martin Zint verabschiedet sich in den Ruhestand, Stefanie Wurm übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit beim Weltfriedensdienst.
Stefanie Wurm, 43, Geografin M.A.,  ist seit 14 Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Die meiste Zeit davon arbeitete sie als Wissenschaftsredakteurin und Veranstalterin beim Think Tank Ecologic Institute. Die vor ihr liegende Herausforderung beschreibt sie so: „Ein Baum der fällt, macht großen Lärm. Aber niemand hört den Wald wachsen – ich werde mein Bestes geben, die Arbeit des Weltfriedensdienstes “hörbar“ zu machen.“
Martin Zint, 65, Journalist, zieht sich in seine Heimat im Odenwald (Waschenbach) zurück und wird dort hoffentlich die Zeit finden, sein Talent als Filmemacher zu vertiefen.

 

06.06.2017

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