Rote-Beete-Suppe mit Apfel und Meerrettich

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Eine saisonale und gesunde Ernährung im Winter, die nicht nur aus Kohl besteht? Das geht! Zum Beispiel mit Wurzelgemüse, welches frisch zu kaufen ist. Trotzdem steigen viele Menschen in der kalten Jahreszeit auf Konserven und Tiefkühlprodukte um – doch wie nachhaltig sind diese alternativen Produkte? Und was können wir darüber hinaus für die Ernährungssouveränität weltweit tun? So schmeckt Zunkunft – mit gerecht verteilten Ressourcen.

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ZUTATEN

  • 600g Rote Beete
  • 200g Apfel
  • 200g Kartoffeln
  • 200g Möhre
  • 100ml Kokosmilch
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Ingwer (Daumengroß)
  • 1 TL Meerrettich
  • 1-2 EL Apfelessig
  • Salz & Pfeffer
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • ¼ TL Kardamom
  • Schnittlauch
    (optional)
  • Haselnuss oder Walnuss
    (optional)

Saisonkalender

In Lebensmitteln aus aller Welt steckt auch das Wasser, welches zur Produktion verwendet wurde. Unser Saisonkalender hilft beim wassersparenden Einkauf – für eine gerechte Verteilung von Wasser weltweit.

SAISON-Kalender

Zu Beginn die Gemüsebrühe zum Köcheln bringen.

Während die Gemüsebrühe köchelt, die Zwiebeln und den Knoblauch kleinhacken. Anschließend Rote Beete, Möhren, Kartoffeln und Apfel in Würfel schneiden.

In einem mittelgroßen Topf Öl erhitzen und darin die Zwiebeln und Knoblauch glasig braten.

Als nächstes das gewürfelte Gemüse mit in den Topf geben und für etwa fünf Minuten anbraten.

Sobald die Gemüsebrühe kocht und das Gemüse angebraten ist, mit der warmen Brühe aufgießen. Alles zusammen anschließend etwa 45 Minuten kochen. Fünf bis zehn Minuten vor Ende den Meerrettich einrühren.

Ist das Gemüse weich gekocht, kommt der Stabmixer zum Einsatz. Püriert wird so lange bis keine Stückchen mehr vorhanden sind. Während des Pürierens Kokosmilch, Ingwer und Apfelessig sowie Kardamom und Kreuzkümmel dazugeben. Zum Ende die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren kann Joghurt, Schnittlauch und Haselnuss oder Walnuss als Dekoration dienen.

Unser Konsumverhalten wirkt sich auf CO2-Emissionen aus. Durchschnittlich werden in Deutschland jährlich knapp 11,6 Tonnen CO2 pro Kopf ausgestoßen. Davon entfallen circa 15 Prozent auf unserer Ernährung.1https://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/umweltbewusstsein-konsumverhalten-und-nachhaltiger-konsum/

Der ökologische Fußabdruck zeigt länderspezifisch auf, wie viele Erden benötigt werden, um den jeweiligen Ressourcenverbrauch und Lebensstandard zu garantieren. 2021 liegt dieser weltweit bei durchschnittlich 1,7 Erden. Deutschland hingegen weist mit 2,9 Erden einen wesentlichen klimaschädlicheren Lebensstil auf. Darüber hinaus bedeuten die Zahlen, das Deutschland auf Kosten anderer Länder lebt.2https://de.statista.com/statistik/daten/studie/588224/umfrage/oekologischer-fussabdruck-der-laender-mit-den-hoechsten-werten/

Der Amazonas-Regenwald umfasst mehr als die Hälfte der weltweiten Regenwälder. 60% seiner Gesamtfläche liegt in Brasilien, wo die Rodungen in den letzten Jahren trotz bekannter Risiken weiter zunehmen. Seit kurzem wird aus dem CO2-Speicher Regenwald eine Klimawandel-Beschleuniger: Allein zwischen 2010 und 2019 gab der Wald auf brasilianischem Boden etwa 16,5 Milliarden Tonnen CO2 ab, speicherte jedoch nur etwa 14 Milliarden Tonnen.3https://www.geo.de/natur/oekologie/amazonas-gebiet-stoesst-mehr-co2-aus–als-es-bindet-30510406.html

Obst und Gemüse sind aufgrund ihrer Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe wichtige Bestandteile einer gesunden Ernährung.

Durch Lebensmittelimporte und beheizte Treibhäuser ist ein ganzjähriger Konsum aller Sorten hierzulande garantiert: Saisonale Produkte sind durch saison-unabhängige Produkte abgelöst worden. Doch beheizte Treibhäuser verbrauchen mehr Energie als der Freiland-Anbau.

Zum Beispiel fallen beim Konsum eines Kilos regionaler Tomaten aus einem beheizten Gewächshaus etwa 3 kg Treibhausgase an. Bei gleicher Menge saisonaler Tomaten fallen hingegen lediglich etwa 0,6 kg CO2-Äquivalente an.4https://www.ifeu.de/fileadmin/uploads/IFEU-MBW_Gemuese_Bericht_2013-final.pdf

Tiefkühlprodukte sind da schon nachhaltiger, wobei sich weiterhin Gerüchte um deren Energieintensivität ranken.5https://www.geo.de/natur/oekologie/3298-rtkl-tiefkuehlkost-klimafreundlicher-als-ihr-ruf Ersteres trifft nicht zu. Aktuell weist eine Studie zum Energieverbrauch von Tiefkühlprodukten darauf hin, dass gekühlte Produkte nicht klimaschädlicher als ungekühlte Produkte sind.

Im Bereich Gemüse vergleicht die Studie Tiefkühl-Erbsen mit Konserven- und Glas-Erbsen. Im Ergebnis liegen Tiefkühl-Erbsen in der Mitte, sie verbrauchen 8% weniger CO2-Äquivalente als Glas-Erbsen und 14% mehr als Dosen-Erbsen.6Die Vorstudie wurde 2012 durch das Deutsche Tiefkühlinstitut gemeinsam mit dem Freiburger Ökoinstitut e.V. als unabhängigen Partner veröffentlicht. Bei der Ermittlung der Treibhausemissionen werden Tiefkühlprodukte mit ungekühlten und selbst zubereiteten Produkten verglichen. Zu finden ist die Studie unter folgendem Link: https://www.oeko.de/oekodoc/1256/2012-395-de.pdf

Klimaschutz und Wälder spielen in vielen unserer weltweiten Projekte eine wichtige Rolle. Unsere Partnerorganisation Kené setzt sich in Peru für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes ein. Tagtäglich werden durch Regenwaldzerstörung Menschenrechte und Umweltstandards missachtet und irreversible Schäden angerichtet.

In Simbabwe hat unser Partner PORET einen nachhaltigen Waldgarten angelegt in dem Gemüse und Obst angebaut wird. Dort können Menschen aus der Region lernen, sich mit agrarökologischen Methoden und im Umgang mit den Herausforderungen der Klimakrise selbst zu versorgen.

Unser Partner COTRAD hat, ebenfalls in Simbabwe, eine Friedensbaumschule aufgebaut. So konnte ein Konflikt zwischen zwei verfeindeten Bezirken beigelegt werden. Gleichzeitig bauen sie gemeinsam Gemüse, Obstbäume und Kräuter an und verbessern so die Ernährungssituation vor Ort.

Unser Bildungsprogramm act4change bietet zum Thema Landwirtschaft, Wald, Klima und Wasser ganzjährig Workshops für Schulklassen an. Im Anschluss können die Schüler*innen bei Aktionstagen unsere Partner in Berlin und Brandenburg unterstützen. Dort können sie mehr zum Thema lernen und Gelerntes anwenden, vor allem in Bezug auf Ressourcengerechtigkeit und ihr eigenes Konsumverhalten.

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