Peru: Prävention und Verminderung der ökologischen und sozialen Folgen der Zerstörung von Regenwald im peruanischen Amazonas

Große Gebiete des peruanischen Regenwaldes mussten bereits Projekten der industriellen Landwirtschaft weichen, insbesondere Palmölplantagen. Der Weltfriedensdienst arbeitet zusammen mit der peruanischen Partnerorganisation KENÉ und Rettet den Regenwald e.V. aus Deutschland, um die Regenwaldzerstörung zu bremsen und die ökologischen und sozialen Folgen zu mindern.

Peru: Prävention und Verminderung der ökologischen und sozialen Folgen der Zerstörung von Regenwald im peruanischen Amazonas

Große Gebiete des peruanischen Regenwaldes mussten bereits Projekten der industriellen Landwirtschaft weichen, insbesondere Palmölplantagen. Der Weltfriedensdienst arbeitet zusammen mit der peruanischen Partnerorganisation KENÉ und Rettet den Regenwald e.V. aus Deutschland, um die Regenwaldzerstörung zu bremsen und die ökologischen und sozialen Folgen zu mindern.

Peru gehört zu den Ländern mit der höchsten Biodiversität der Erde. Zwei Drittel seiner Fläche sind mit Regenwald bedeckt. Durch ihn fließen zahlreiche große und kleine Flüsse, die in den Amazonas münden. Der Regenwald ist die Heimat zahlreicher indigener Bevölkerungsgruppen:

Agroindustrie zerstört Regenwald in Peru

Regenwaldabholzung in Peru

Regenwaldabholzung in Peru für Palmenöl

Der peruanische Regenwald, Lebensraum für Menschen, Tier- und Pflanzenwelt, ist bedroht. Große Gebiete mussten bereits Projekten der industriellen Landwirtschaft weichen, insbesondere Palmölplantagen. Die Abholzung des Regenwaldes geht Hand in Hand mit der Verschlechterung der Lebensbedingungen oder sogar Vertreibung der dort lebenden Menschen, Zerstörung der Biodiversität, Bodenverlust und Wasserverschmutzung und einem Anstieg der Treibhausgasemissionen.

Der Weltfriedensdienst arbeitet zusammen mit der peruanischen Partnerorganisation  KENÉ (Instituto de Estudios Forestales y Ambientales) und Rettet den Regenwald e.V. aus Deutschland, um die Regenwaldzerstörung zu bremsen und die ökologischen und sozialen Folgen zu mindern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf den Regenwaldregionen Loreto und Ucayali im Osten des Landes.

Gemeinsam Menschenrechte stärken

Arbeitsansatz ist die Stärkung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure, darunter insbesondere lokale Selbsthilfegruppen von Betroffenen und indigene  Organisationen. Sie werden unterstützt, ihre Interessen zu vertreten und ihre Rechte einzufordern.  Dafür wird der Austausch mit AnwältInnen, Institutionen und staatlichen Organen gefördert. Oft bekommen politische EntscheidungsträgerInnen erst so einen Einblick in die Situation der abgelegenen Dörfer im Regenwald. Deshalb können sie nicht schnell genug handeln, um beispielweise Menschenrechtsverletzungen oder illegale Holzeinschläge zu verhindern. KENÉ fällt dabei auch die Rolle eines Watchdogs zu, der die Verletzung peruanischer umwelt- und menschenrechtlicher Standards im Zusammenhang mit agroindustriellen Investitionsvorhaben dokumentiert und juristisch bearbeitet.

Eine Informationskampagne, die über die Folgen der Regenwaldabholzung für Mensch und Umwelt aufklärt, ist ein weiterer Bestandteil der Projektzusammenarbeit. Sie soll ein größeres Bewusstsein für diese Probleme schaffen und spricht sowohl die peruanische Bevölkerung als auch die internationale Gemeinschaft an. Denn viele große Agrarkonzerne die von den Monokulturplantagen profitieren, haben ihren Hauptsitz außerhalb Perus.

Unsere Partnerorganisation

KENÉ genießt das Vertrauen der lokalen Bevölkerung und hat so die Möglichkeit, unterschiedliche Akteure mit teils unterschiedlichen Interessen an einen Tisch zu versammeln. KENÉs  Mitglieder und MitarbeiterInnen sind

sehr erfahren und fachlich qualifiziert in Forstingenieurswesen, Umweltrecht, Ökologie und Jura. Zudem sind sie gut mit akademischen, staatlichen sowie zivilgesellschaftlichen Institutionen in Peru  aber auch international vernetzt.
Wichtige Grundsätze der Arbeit von KENÉ sind die Anerkennung und Wertschätzung der verschiedenen Kulturen und ihres Rechts auf Nutzung der natürlichen Ressourcen sowie die Gleichberechtigung der Geschlechter. Oftmals sind Frauen am stärksten von den Folgen der Regenwalabholzung betroffen . In Entscheidungsprozessen spielen sie aber nur eine untergeordnete Rolle. Frauen in ihrer Interessenvertretung zu stärken, ist daher ein wichtiges Anliegen von KENÉ.

21.09.2017

Gepostet in: Peru: Prävention und Verminderung der ökologischen und sozialen Folgen der Zerstörung von Regenwald im peruanischen Amazonas

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